DE179353C - - Google Patents

Info

Publication number
DE179353C
DE179353C DENDAT179353D DE179353DA DE179353C DE 179353 C DE179353 C DE 179353C DE NDAT179353 D DENDAT179353 D DE NDAT179353D DE 179353D A DE179353D A DE 179353DA DE 179353 C DE179353 C DE 179353C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
exhaust
line
hand
ejectors
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT179353D
Other languages
English (en)
Publication of DE179353C publication Critical patent/DE179353C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23LSUPPLYING AIR OR NON-COMBUSTIBLE LIQUIDS OR GASES TO COMBUSTION APPARATUS IN GENERAL ; VALVES OR DAMPERS SPECIALLY ADAPTED FOR CONTROLLING AIR SUPPLY OR DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; INDUCING DRAUGHT IN COMBUSTION APPARATUS; TOPS FOR CHIMNEYS OR VENTILATING SHAFTS; TERMINALS FOR FLUES
    • F23L17/00Inducing draught; Tops for chimneys or ventilating shafts; Terminals for flues
    • F23L17/16Induction apparatus, e.g. steam jet, acting on combustion products beyond the fire

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

bet,
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24/. GRUPPE
Einführung der Luft in den Aschenfall durch Abdampf.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Juli 1905 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 25. Juli 1904 anerkannt.
die Priorität
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Erzeugung künstlichen Zuges bei Dampfkessel-, insbesondere Lokomotivfeuerungen, durch welche eine Unterstützung 5 oder ein Ersatz der Zugwirkung von Abdampf durch Frischdampf ermöglicht wird. Die Einrichtung besteht darin, daß der zur Verbesserung der Absaugung der Rauchgase im Schornstein angeordnete, mit Abdampf gespeiste Bläser zugleich an die Frischdampfleitung angeschlossen ist, und daß eine Abzweigung der Frischdampfleitung auch nach am Aschenfall angebrachten Strahlsaugern geführt wird; die Strahlsauger können sowohl an die Abdampfals auch die Frisehdampfleitung oder an beide angeschlossen sein, es können auch besondere - Strahlsauger für Ab- und Frischdampf vorhanden sein. Zur Regelung des Frischdampfes ist an der Stelle, an welcher die Leitung geteilt ist, um den Frischdampf nach den Strahlsaugern und dem Blasrohr zu führen, ein Dreiweghahn eingeschaltet, welcher eine Verteilung des Dampfes auf diese beiden Leitungen in beliebig einstellbarem Verhältnis gestattet.
■ Eine besonders einfache Konstruktion ergibt sich, wenn die Frischdampfleitungen an dieselben Strahlsauger wie die Abdampf leitungen angeschlossen werden. Dieses kann auch so geschehen, daß dieselben Düsen zu verschiedenen Zeiten mit Frischdampf und mit Abdampf gespeist werden. Zu diesem Zweck wird bei einer besonderen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in. die zu einer solchen nach Belieben mit Frischdampf und mit Abdampf zu speisenden Düse führende Leitung ein selbsttätiges Umsteuerungsventil eingeschaltet, welches auf seiner Zulaßseite einerseits an die Frisehdampfleitung und andererseits an die Abdampfleitung angeschlossen ist, und welches so eingerichtet ist, daß der überwiegende Druck des Frischdampfes bei der öffnung der Frischdampfleitung das Ventil so verschiebt, daß es dem Abdampf den Zutritt zum Ventilgehäuse versperrt, während bei Absperrung der Frisehdampfleitung der Abdampf das Ventil umsteuert und sich auf diese Weise den Zugang zur Düse öffnet.
Die Erfindung ist auf den Zeichnungen in ihrer Anwendung auf eine Lckomotive veranschaulicht. ' . .
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch eine mit der neuen Einrichtung ausgerüstete Lokomotive mit Luftzuführungsdüsen vor dem Aschenraum.
Fig. 2 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2.
Fig. 4 ist ein Grundriß der Anordnung in schematischer Darstellung.
Fig. 5 zeigt eine Einzelheit des Dampfverteilers in größerem Maßstabe und in einem Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 6.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der
Fig. 5·
Fig. 7 bis 13 sind schematische Darstellungen zur Veranschaulichung der Handhabung und der Wirkungsweise des Dampfverteilers.
Fig. 14 ist eine .schematische Darstellung einer Anordnung gemäß der Erfindung in horizontalem Schnitt mit Luftdüsen hinter dem Aschenfall und mit selbsttätigem Nebenschlußventil.
Fig. 15 zeigt das Nebenschlußventil in größerem Maßstabe in senkrechtem Schnitt.
Die Lokomotive als Ganzes ist mit α bezeichnet. Dieselbe ist nur in ihrem äußeren Umso riß angedeutet, a1 ist die Lokomotivfeuerung, «2 der Rost mit einem beweglichen Teil a3. al ist der Aschenfall, der eine Tür a5 besitzt. Der aus den Zylindern austretende Abdampf tritt in üblicher Weise bei b in das untere Ende eines in der Rauchkammer α6 angeordneten senkrechten Abdampfrohres ein, welches als Bläser dient und den Zug des Schornsteines a1 verstärkt.
Die Röhre δ1 ist mit einem Regelungsglied ausgerüstet, dessen Steuerwelle c allein auf der Zeichnung dargestellt ist. Diese Steuerwelle c kann der Heizer nach Belieben mit Hilfe der Zugstange c1 und des Handhebels c2 bewegen.
Das Dampfabzugsrohr b1 ist an seinem unteren Ende mit einer Leitung d verbunden, in welche eine Steuerungsklappe d1 eingeschaltet ist, die durch einen Hebel d,2 mit einer Zugstange ds verbunden ist, welche der Heizer vermittels eines Handhebels di vor- und zurückschieben kann, um auf diese Weise die Steuerklappe d1 einzustellen.
Das Rohr d endigt zweckmäßig in einem Spannungsausgleichbehälter e, von dem zwei Rohrzweige β1, e2 ausgehen, deren jeder in einen Strahlsaugerf x bezw.jf2 ausläuft. Die angesaugte Luft wird in die' Düsen g geschleudert, welche zweckmäßig (Fig. 1) auf der Vorderseite des Aschenfalles al angeordnet, sind, dessen Klappe a" während der Bewegung der Lokomotive geschlossen ist. Wenn die Anordnung der Düsen auf der Seite des Aschenfalles nicht leicht ausführbar ist, so kann die in Fig. 14 dargestellte Anordnung benutzt werden.
Durch geeignete Bewegungen der Hebel c2, dl, welche die bei c und bei d1 angeordneten Steuerungsglieder beherrschen, kann bei der beschriebenen Anordnung der durch den Eintritt des Abdampfes in den Schornstein bewirkte Zug mit dem durch Unterwind von den Strahlsäugern erzeugten Zug beliebig kombiniert werden. Um auch gegebenenfalls die Strahlsauger mit dem Kessel entnommenem Frischdampf speisen zu können, wenn dieses infolge einer Beschädigung des Abdampfrohres oder aus sonstigen Gründen notwendig oder zweckmäßig werden sollte, ist nachstehende Einrichtung getroffen.
An einen Hahn h in einer nach' dem Kessel führenden Leitung schließt sich eine Leitung h1 an, welche mit Hilfe eines Dreiweghahnes i einerseits mit einem Rohr /, welches nach dem Bläser führt, verbunden ist und andererseits durch ein Rohr k unter Vermittlung eines Verbindungsstückes m mit zwei Strahlsaugern m1, m?, welche letztere ebenfalls bei/Luft ansaugen und in dieselben Düsen g schleudern wie die Strahlsauger/1,/2.
Der Dreiweghähn i, welcher im größeren Maßstabe in den Fig. 5 bis 13 dargestellt ist, besteht hauptsächlich aus einem Gehäuse, das mit drei Röhren ausgerüstet ist, von welchen jede mit einem der Kanäle h1, j und k verbunden ist, wobei das Gehäuse an dem Kesselkörper α befestigt ist. In diesem Gehäuse, welches durch einen Schraubendeckel i1 geschlossen ist, ist eine Scheibe oder ein Ventil 11 angeordnet, das mit zwei Ausschnitten n1, n% versehen ist, die mit zwei Öffnungen o1, o2 in Verbindung zu treten vermögen, welche in einer Lagerfläche 0 des Gehäuses i vorgesehen sind, gegen die sich das Ventil ν legt. Die öffnung o1 steht in Verbindung mit dem Rohr j, während die Öffnung o2 mit der Röhre k in Verbindung steht, die an die Strahlsauger n1, n? angeschlossen ist.
Das Ventil η kann von dem Heizer mit Hilfe des Schaftes p und Handhebels ft1 über einer Anzeigefläche -p- gesteuert werden. Bei der mit I (Fig. 8) bezeichneten Stellung, des Hebels p1 ist der an den Dampikessel angeschlossene Kanal vollkommen geschlossen, und es kann Frischdampf weder nach dem Blasrohr noch zu den Strahlsaugern treten.
Bei der mit II (Fig. 9) bezeichneten Stellung läßt der Verteiler Frischdampf durch den Ausschnitt o1 allein nach dem Blasrohr im Schornstein treten.
Bei der Stellung III (Fig. 10) läßt die Ventil- " scheibe η durch die Öffnung o2 Dampf allein nach den Strahlsaugern treten.
Bei der mit TV (Fig. 11) bezeichneten Stellung sind beide Öffnungen o1 und o2 offen und der Dampf kann gleichzeitig zum Blasrohr und zu den Strahlsaugern treten.
Bei der mit V (Fig. 12) bezeichneten Stellung schließt die Ventilscheibe η zur Hälfte die öffnung c?2, läßt dagegen infolge einer Erweite-' rung der Mündungen der öffnungen die Öffnung o1 vollkommen offen, so daß der Dampf durch eine volle Öffnung zum Blasrohr und 120" durch eine halbe öffnung zu den Strahlsaugern strömt.
Umgekehrt kann bei der mit VI (Fig. 13) bezeichneten Stellung infolge der völligen Öffnung von o2 und der halben Öffnung von o1 der Dampf frei zu den Strahlsaugern, dagegen nur gedrosselt zum Blasrohr treten.
Man kann übrigens die Wirksamkeit der Strahlsauger f\ m1 und /2, m% auf jeder Seite des Aschenfalles miteinander verbinden, so daß dieselben zugleich mit Abdampf oder die Strahlsauger m1, m2 mit Fischdampf und die Strahlsauger /V/2 mit Abdampf betrieben werden. Man kann bei dieser Anwendung von einem selbsttätigen Nebenschlußventil Gebrauch machen, wie ein solches in Fig. 14 angedeutet und in größerem Maßstabe in Fig. 13 dargestellt ist.
Dieses. selbsttätige Nebenschlußventil besteht aus einem Zylinder q, in welchem ein Kolben q1 arbeitet, dessen Kolbenschaft q2 an seinen Enden in Höhlungen der Zylinderdeckel q3, qx geführt ist.
Der Zylinder ist mit drei Röhren r, r1, r2 versehen, von welchen die eine das Innere des Zylinders mit der Röhre e1 (oder β2) für den Abdampf, die andere mit der Röhre m für den Frischdampf und die dritte mit dem Strahlsauger m1 (oder m2) verbindet. Bei dieser Anordnung wird der Abdampf in dem Falle, daß die Verbindung zwischen dem Frischdampfrohr und der Leitung m geschlossen ist, in die Leitung e1 (oder e2) entlassen, wobei der Druck des Dampfes auf die rechte Seite des Kolbens ql den letzteren von der rechten Seite nach der linken treiben wird (in die in Fig. 15 gezeichnete Stellung). Gleichzeitig wird eine direkte Verbindung von e1 (oder e2) mit dem Strahlsäuger m1 (oder m2) hergestellt, welcher letztere in diesem Falle mit Abdampf arbeiten wird, ebenso wie es der Strahlsauger fx oder/2 tut. Wenn, gleichviel ob die Verbindung der Abdampfleitung nach der Röhre e1 (oder e2 ) unterbrochen ist oder nicht, Frischdampf in die Leitung eingelassen wird, so wird der überwiegende Druck dieses Dampfes auf die linke Fläche des Kolbens q1 (Fig. 15) den Kolben von links nach rechts treiben, wodurch eine unmittelbare Verbindung zwischen m und dem Ejektorm1 (oder m2) hergestellt wird, so daß in diesem Falle der Strahlsaugerm1 (oder m2). mit Frischdampf betrieben wird.

Claims (3)

Pate nt-An Sprüche:
1. Vorrichtung zur Erzeugung künstlichen Zuges bei Dampfkessel-, insbesondere Lokomotivfeuerungen mittels Absaugung der Rauchgase im Schornstein und Einführung der Luft in den Aschenfall durch Abdämpf, gekennzeichnet durch einen an die Frischdampfleitung (h) angeschlossenen Dreiweghahn (i), der einerseits durch ein Rohr (j) mit dem Hilfsbläser, andererseits durch ein Rohr (k) mit den am Aschenfall angebrachten Strahlsaugern in Verbindung steht, zum Zweck, den Abdampf durch Frischdampi ergänzen oder ersetzen zu können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Frischdampfleitungen an dieselben Strahlsauger angeschlossen sind wie die Abdampfleitungen. 70
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Frischdampfstrahlsauger an die Abdampfleitungen angeschlossen sind unter Zwischenschaltung eines Ventiles (q), welches die Verbindung mit der Abdampfleitung selbsttätig unterbricht, sobald Frischdampf zugelassen wird, dagegen den Strahlsauger selbsttätig an die Abdampfleitung anschließt, wenn die Frischdampfleitung abgeschlossen wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT179353D Active DE179353C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE179353C true DE179353C (de)

Family

ID=443684

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT179353D Active DE179353C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE179353C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2100389C3 (de) Vorrichtung zum Hindurchtreiben stückiger Reinigungskörper durch in eine Röhrenplatte eingebaute Wärmetauscherröhren
DE2311284A1 (de) Ventilanordnung zum rueckspulen von luft- oder gasfiltern
DE179353C (de)
DE814978C (de) Regelventil mit kolbenentlastetem Einsitzventilkegel
DE919570C (de) Druckminderungsventil fuer Hochdruckdampf und ueberkritische Druck verhaeltnisse
DE125837C (de)
DE449223C (de) Umsteuervorrichtung fuer gasbeheizte Regenerativoefen
DE171359C (de)
DE585408C (de) Steuerung fuer Druckluftmotoren
DE122668C (de)
DE281759C (de)
DE595083C (de) Druckgesteuerte Brennstoffabsperrvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen
DE288131C (de)
DE521707C (de) Einrichtung zur Regelung der Gemischbildung bei Spritzvergasern
DE169379C (de)
DE805896C (de) Selbsttaetige Weichenstell- und Signalanlage mit Druckluftantrieb, insbesondere fuerGrubenbahnen
DE227040C (de)
DE591916C (de) Stillsetzvorrichtung fuer Viertakt-Flugzeugmotoren
DE195264C (de)
DE269939C (de)
DE138508C (de)
DE268569C (de)
DE285439C (de)
DE143473C (de)
DE1907788B2 (de) Steuerventileinnchtung fur einen Druckluftnagler