DE41714C - Verfahren und Apparat zur Trennung nichtelektrolysirter Stoffe von einem Bestandteil elektrolytisch zersetzter Stoffe in Lösungen - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Trennung nichtelektrolysirter Stoffe von einem Bestandteil elektrolytisch zersetzter Stoffe in LösungenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Apparate und Processe.
LEONHARD WOLLHEIM in WIEN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. August 1886 ab.
Die elektrolytische Trennung von Elektrolyten, welche (wie die Alkalien) sich in den
Lösungspartien der entsprechenden Elektrodenseite ansammeln, von gleichfalls gelöst bleibenden
Nichtelektrolyten, die (wie der Zucker) vom elektrischen Strome nach keiner der Elektrodenseiten
übergeführt werden, läfst sich in manchen Fällen durch die bisher bekannten
elektrolytischen Verfahren nicht mit Vortheil durchführen. Dieses gilt von den Fällen, in
denen zur Aufnahme der sich auf der einen Elektrodenseite concentrirenden Stoffe und der
daneben in Lösung vorhandenen Nichtelektrolyten eine wesentlich verschiedene grofse Menge
des Lösungsmittels erforderlich ist.
In diesen Fällen kann die auf elektrolytischem Wege nach zweckmäfsiger Weise erreichbare
vollständige Scheidung durch das den Gegenstand dieser Erfindung bildende Verfahren bewirkt werden.
Dieses Verfahren besteht im wesentlichen darin, dafs man in einem geeigneten Apparat
sowohl an die Anoden- als auch an die Kathodenseite jene verschieden grofse Menge
des Lösungsmittels gelangen läfst, welche, ohne den Leitungswiderstand besonders zu erhöhen,
die sich dort ansammelnden Stoffe möglichst vollständig aufzunehmen im Stande ist.
Ein zur Durchführung dieses Verfahrens bestimmter Apparat besteht dementsprechend aus
einem Reservoir, welchem man die zu zerlegende Flüssigkeit continuirlich zuführt und
in welchem durch bekannte Mittel constantes Niveau erhalten wird; ferner aus zwei von
dem Reservoir abgehenden Abflufskanälen, welche mit Vorrichtungen zur Regulirung der
Ausflufsmenge versehen sind, und endlich aus den Elektroden, welche das Passiren des elektrischen
Stromes durch die Flüssigkeit ermöglichen.
In beiliegender Zeichnung stellen Fig. 1 und 2 einen solchen Apparat in Seitenansicht
und Oberansicht dar; Fig. 3 ist die Vorderansicht der Ausfiufsöffnung eines der Abflufskanäle.
Wie ersichtlich, gehen vom Untertheil des zur Aufnahme der zu zerlegenden Flüssigkeit
bestimmten Reservoirs A zwei Abflufskanäle a und a{ ab; zunächst der Abzweigungsstelle
dieser Kanäle vom Reservoir sind die Elektroden m und η angebracht. Um die elektrolytische Zerlegung unter beliebigem hydrostatischen
Druck vornehmen zu können, empfiehlt es sich, an dem Reservoir A ein Ueberfallrohr
D anzubringen, an welchem sich eine Reihe von Niveauhähnen O1 d2 dB . . . befindet.
Der gewünschten Niveauhöhe entsprechend, wird einer dieser Hähne geöffnet, so dafs bei
continuirlicher Speisung des Reservoirs A der Druck an den Ausflufsöffnungen der Abflufskanäle
α und a, constant bleibt.
Um mittelst eines und desselben Apparates verschiedene Gemenge oder Verbindungen zerlegen,
sowie auch um den während der Arbeit allenfalls eintretenden Veränderungen Rechnung
tragen zu können, ist an einer oder an beiden Ausflufsöffnungen ein Schieber angebracht. Ein
solcher Schieber b läuft oben und unten in einem Falz b, und läfst sich mittelst des Ge-
triebes c und der Zahnstange C1 durch das
Handrad C2 verschieben, so. dafs man die Ausflufsöffhungen
der Kanäle α und <Zj nach Belieben
vergröfsern und verkleinern kann.
Wie bei Verwendung meines Apparates die möglichst vollkommene Trennung eines der
hier in Rede stehenden Elektrolyte, z. B. Aetzkali, f von einem Nichtelektrolyten, z. B. von
Zucker, mit Vortheil aus einer Lösung abzuscheiden ist, ergiebt sich durch Berücksichtigung
der jeweilig obwaltenden Verhältnisse. Wir sehen nämlich einerseits, dafs wir, je mehr
wir die Abflufsmenge von der Kathodenseite (nach welcher sich das Aetzkali begiebt) gegenüber
jener von der Anodenseite (an welcher sich der von Aetzkali befreite Zucker ansammelt)
vermindern, das Aetzkali in desto concentrirterem Zustande und den von Aetzkali
befreiten Zucker in desto gröfserer Menge erhalten werden.
Wir sehen aber auch andererseits, dafs die Verminderung der Abflufsmenge von der Kathodenseite
nicht so weit, als es die Löslichkeitsverhältnisse des Aetzkali gestatten, zweck-.mäfsigerweise
durchzuführen ist, weil endlich die durch eine noch stärkere Verminderung zu erzielenden Vortheile von dem Nachtheil aufgewogen
werden würde, dafs sich hierdurch der Leitungswiderstand zu sehr erhöht. Hat man z. B. die Scheidung einer Lösung zu bewirken,
«welche 3 pCt. Aetzkali und 20 pCt. Zucker enthält, und hat man hierzu als günstigstes
Verhältnifs zwischen dem Abflufs von der Anoden- und dem von der Kathodenseite das von 9 ,: .1 ermittelt, so wird man bei derartig
geregeltem Abflufs das gesammte Aetzkali mit nur mehr 2 Gewichtstheilen Zucker von
der Kathodenseite und 18 Gewichtstheilen
Zucker ohne eine Beimengung von Aetzkali von der Anodenseite auffangen können.
Wie leicht begreiflich, kann der dargestellte und beschriebene Apparat in mannigfacher
Weise, modificirt werden, ohne dafs dadurch an dem Princip, auf welches seine Einrichtung
basirt ist, etwas geändert würde. So kann man. die Schieber durch Hähne, Ventile etc.
ersetzen, und statt die ungleich grofsen Ausflufsmengen von den beiden Abflufskanälen
durch ungleich grofse Querschnitte zu erzielen, sie dadurch erreichen, dafs man die Ausflufsöffnungen
dieser Kanäle in verschieden grofser Tiefe unter, dem Flüssigkeitsspiegel des Reservoirs
anbringt, indem man etwa die beiden Abflufskanäle statt in horizontaler Richtung
mit einem ungleich grofsen Gefälle oder einer ungleich grofsen Steigung vom Reservoir ausgehen
läfst. Auch können die zwei Abflufskanäle statt in der oben beschriebenen in der
Weise hergestellt werden, dafs man ein offenes oder geschlossenes Gerinne vom unteren Theil
des Reservoirs ausgehen läfst, welches Gerinne durch eine poröse Scheidewand der Länge
nach in zwei Theile von gleichem oder ungleichem Querschnitt getheilt wird.
Claims (2)
- Patent-An sp rücke:. ι. Ein elektrolytisches Verfahren, um die Trennung gelöst bleibender Jonen von gelöst bleibenden Nichtelektrolyten durchführen zu können,, wenn dieselben wegen der Verschiedenheit ihrer Menge und ihrer Löslichkeit nur von einer ungleich grofsen Menge des Lösungsmittels aufgenommen werden können, darin bestehend, dafs man inach der einen und nach der anderen Elektrodenseite jene entsprechend verschieden grofse Menge des Lösungsmittels gelangen läfst, welche bei einem geringen Leitungswiderstande die möglichst vollkommene Aufnahme der sich abscheidenden Stoffe gestattet.
- 2. Zur Durchführung des unter 1. angegebenen Verfahrens ein Apparat, bestehend aus einem Reservoir, von dessen unterem Theil zwei Abflufskanäle, die je eine Elektrode enthalten, ausgehen, wobei der erforderliche geringere Abflufs aus einem der beiden Abflufskanäle des Reservoirs dadurch bewirkt wird, dafs man die Grofse des Querschnittes desselben verringert, oder aber dafs man dessen Ausflufsöffnung in geringerer Tiefe unter dem Flüssigkeitsspiegel anordnet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41714C true DE41714C (de) |
Family
ID=317170
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41714D Expired - Lifetime DE41714C (de) | Verfahren und Apparat zur Trennung nichtelektrolysirter Stoffe von einem Bestandteil elektrolytisch zersetzter Stoffe in Lösungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41714C (de) |
-
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