DE4163C - Eiserner Leisten für Holznagelmaschinen - Google Patents

Eiserner Leisten für Holznagelmaschinen

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W. KLEINPELL in St. Petersburg
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Description

1878.
Klasse 71.
WILHELM KLEINPELL in ST. PETERSBURG. Eiserner Leisten für Holznagelmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Mai 1878 ab.
Um den Leisten eine längere Dauer zu geben, hat der Erfinder eiserne Leisten hergestellt, die an den Stellen, an welchen die Nägel etc. eindringen, eine genügend tiefe und breite Rinne erhalten, die mit Guttapercha, Blei etc. gefüllt ist, Fig. 3 und 5.
Die hauptsächlichsten Vorzüge, welche diese eisernen, mit Guttapercha etc. ausgefütterten Leisten den alten hölzernen gegenüber besitzen, sind:
1. Egalität der Form. Nachdem ein Holzmodell gemacht ist, wird jeder Leistentheil dem anderen gleich, mithin bei den gegossenen sowohl der untere Theil des Leistens als auch der obere (Keil) derartig gleich, dafs trotz einer Verwechslung des Keils von z. B. des ersten Paar Leisten von 37 derselbe auch zu dem 100 derselben Nummer pafst, folglich ein und dieselbe Weite beibehalten wird, dagegen kann für gröfsere Fabrikation ein mit der Hand geschnittener oder mittelst Leistenmaschine angefertigter kaum so hergestellt werden, dafs viele von einer Nummer gleich sind.
2. Längere Gebrauchsdauer. Durch das Nageln bildet sich nach öfterem Gebrauch eine Rinne im Leisten, in welche sich dann die innere Sohle hineinprefst und so eine Erhöhung verursacht, die dem Fufse beim Gehen sehr unbequem wird; vergröfsert sich die Rinne noch mehr, so wird der Leisten ganz unbrauchbar. Bei den eisernen Leisten dieser Construction dagegen kann man die in der Rinne befestigte Guttapercha, sobald sie stark durchlöchert ist, durch Ueberstreichen der sie deckenden dünnen Ledersohle vermittelst eines warmen Eisens in sehr kurzer Zeit glätten und dadurch die ursprüngliche glatte Fläche wieder herstellen.
3. Vermeidung des Umleistens des bis jetzt auf eisernen Leisten geformten (aufgezweckten) Stiefels. Bis jetzt mufste jeder Stiefel, der auf einem eisernen Leisten (Welcher nicht die besagte Ausfütterung hat) aufgezweckt war, mit einem Pechdraht umnäht werden oder mit eisernen Stiften benagelt werden, um das Oberleder mit der inneren Sohle zu verbinden, ehe die eigentliche obere Sohle angebracht werden konnte, welche zum Nähen, Schrauben oder Nageln präparirt wird; die Behandlung mit eisernen Stiften hat das Unangenehme, dafs sie, da sie sich an der vollen Eisenfläche umnieten müssen, beim Tragen des Stiefels durch das Zusammentrocknen des Leders hervortreten und beim Gehen den Fufs geniren und die Strümpfe zerreifsen. Bei diesen eisernen Leisten mit Guttapercharinnen wendet der Erfinder statt der eisernen Stifte hölzerne an, welche nachher mit den zum Sohlenaufnageln dienenden zugleich ausgeraspelt werden.
Der zum Vorstechen dienende Orth hat an dem entgegengesetzten Ende seines Griffs eine hammerartige eiserne Platte, mit welcher man den Holzstift eintreibt.
Der so aufgezweckte Schuh kann so lange auf dem Leisten bleiben, bis die Sohle genagelt ist, kann also auf dem Leisten vollständig austrocknen und behält dadurch nach dem Abziehen vom Leisten seine Form und trägt sich besser, was vorzüglich bei Militärstiefeln wichtig ist, da dieselben oft lange lagern, ehe sie in Gebrauch kommen. Der dagegen auf einem vollen Eisenleisten aufgezweckte Schuh mufs, um ihn nageln zu können, auf einen hölzernen gebracht werden und verliert seine Form, da er frisch herunter genommen wird, und der hölzerne Leisten, welcher ebenso grofs sein soll als der eiserne, drängt beim Einleisten den unfertigen Stiefel auseinander oder der Arbeiter hilft sich mit einem kleineren Leisten und ist somit die ursprüngliche Form und Weite verändert.
4. Sehr bequeme Herstellung verschiedener Weiten. Dies erreicht der Erfinder dadurch, dafs er den Keilausschnitt von a-b sehr lang gestreckt macht, Fig. 2. Das Weiten erreicht man dadurch, dafs man einen Streifen Leder von a-b auf A oder B zwischen diesen Theilen vermittelst zweier Schrauben befestigt; will man den ganzen Leisten weiten, so läfst man den Lederstreifen an der Spitze heraustreten oder indem man einen Hebel c d in den Keil einsetzt. Dieser Hebel hat unten eine Kramme g und greift in eine Feder k, welche den Keilausschnitt B fest auf den Untertheil des Leistens A drückt; das obere Loch e des Hebels c d dient zum Herausziehen des Leistens, das untere / zur Befestigung des Keilstückes B.
Auch können mehrere Löcher in den Hebel für gröfsere Keilstärken und weitere Stiefel angeordnet sein.
Durch diese Einrichtung ist dem Arbeiter die Möglichkeit genommen, bei etwas zu knapp geschnittenem Oberleder eine gewöhnlich aufgelegte Lederdecke vom Leisten wegzunehmen und dies dem controlirenden Aufseher zu verbergen. Der Fabrikant ist also hierdurch der unangenehmen Lage enthoben, Stiefel, welche beispielsweise mit Weite No. 4 gestempelt sind, ohne sein Wissen als Weite No. 3 oder No. 2 fortzusenden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein eiserner Schuh- und Stiefelleisten für Holznagelmaschinen etc., der eine Rinne, welche mit Guttapercha, Blei etc. ausgefüllt wird, besitzt; die mit Guttapercha etc.' ausgefüllte Rinne ist genügend tief und breit und befindet sich an Stellen, an welchen ein Eindringen der Holzstifte beim Zwecken und Nageln des Schuhwerks nöthig ist.
    Ein Schlofs zur Verbindung des Keilstücks B mit dem Leisten A und die Art und Weise des langen Keilausschnittes zur Erweiterung des Leistens bezw. Stiefels.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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