DE4163C - Eiserner Leisten für Holznagelmaschinen - Google Patents
Eiserner Leisten für HolznagelmaschinenInfo
- Publication number
- DE4163C DE4163C DENDAT4163D DE4163DA DE4163C DE 4163 C DE4163 C DE 4163C DE NDAT4163 D DENDAT4163 D DE NDAT4163D DE 4163D A DE4163D A DE 4163DA DE 4163 C DE4163 C DE 4163C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- wooden
- iron
- last
- wedge
- iron bar
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 34
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 title claims description 17
- 239000000899 Gutta-Percha Substances 0.000 claims description 5
- 240000000342 Palaquium gutta Species 0.000 claims description 5
- 229920000588 gutta-percha Polymers 0.000 claims description 5
- 230000035515 penetration Effects 0.000 claims 1
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 7
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 210000004013 groin Anatomy 0.000 description 1
- 238000000465 moulding Methods 0.000 description 1
- 238000010422 painting Methods 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 238000009958 sewing Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
1878.
Klasse 71.
WILHELM KLEINPELL in ST. PETERSBURG. Eiserner Leisten für Holznagelmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Mai 1878 ab.
Um den Leisten eine längere Dauer zu geben, hat der Erfinder eiserne Leisten hergestellt, die
an den Stellen, an welchen die Nägel etc. eindringen,
eine genügend tiefe und breite Rinne erhalten, die mit Guttapercha, Blei etc. gefüllt
ist, Fig. 3 und 5.
Die hauptsächlichsten Vorzüge, welche diese eisernen, mit Guttapercha etc. ausgefütterten
Leisten den alten hölzernen gegenüber besitzen, sind:
1. Egalität der Form. Nachdem ein Holzmodell gemacht ist, wird jeder Leistentheil
dem anderen gleich, mithin bei den gegossenen sowohl der untere Theil des Leistens als auch
der obere (Keil) derartig gleich, dafs trotz einer Verwechslung des Keils von z. B. des ersten
Paar Leisten von 37 derselbe auch zu dem 100 derselben Nummer pafst, folglich ein und dieselbe
Weite beibehalten wird, dagegen kann für gröfsere Fabrikation ein mit der Hand geschnittener
oder mittelst Leistenmaschine angefertigter kaum so hergestellt werden, dafs viele
von einer Nummer gleich sind.
2. Längere Gebrauchsdauer. Durch das Nageln bildet sich nach öfterem Gebrauch eine
Rinne im Leisten, in welche sich dann die innere Sohle hineinprefst und so eine Erhöhung
verursacht, die dem Fufse beim Gehen sehr unbequem wird; vergröfsert sich die Rinne
noch mehr, so wird der Leisten ganz unbrauchbar. Bei den eisernen Leisten dieser Construction
dagegen kann man die in der Rinne befestigte Guttapercha, sobald sie stark durchlöchert
ist, durch Ueberstreichen der sie deckenden dünnen Ledersohle vermittelst eines warmen
Eisens in sehr kurzer Zeit glätten und dadurch die ursprüngliche glatte Fläche wieder herstellen.
3. Vermeidung des Umleistens des bis jetzt auf eisernen Leisten geformten (aufgezweckten)
Stiefels. Bis jetzt mufste jeder Stiefel, der auf einem eisernen Leisten (Welcher
nicht die besagte Ausfütterung hat) aufgezweckt war, mit einem Pechdraht umnäht werden
oder mit eisernen Stiften benagelt werden, um das Oberleder mit der inneren Sohle zu verbinden,
ehe die eigentliche obere Sohle angebracht werden konnte, welche zum Nähen, Schrauben oder Nageln präparirt wird; die Behandlung
mit eisernen Stiften hat das Unangenehme, dafs sie, da sie sich an der vollen Eisenfläche umnieten müssen, beim Tragen des
Stiefels durch das Zusammentrocknen des Leders hervortreten und beim Gehen den Fufs geniren
und die Strümpfe zerreifsen. Bei diesen eisernen Leisten mit Guttapercharinnen wendet der Erfinder
statt der eisernen Stifte hölzerne an, welche nachher mit den zum Sohlenaufnageln
dienenden zugleich ausgeraspelt werden.
Der zum Vorstechen dienende Orth hat an dem entgegengesetzten Ende seines Griffs eine
hammerartige eiserne Platte, mit welcher man den Holzstift eintreibt.
Der so aufgezweckte Schuh kann so lange auf dem Leisten bleiben, bis die Sohle genagelt
ist, kann also auf dem Leisten vollständig austrocknen und behält dadurch nach dem Abziehen vom Leisten seine Form und
trägt sich besser, was vorzüglich bei Militärstiefeln wichtig ist, da dieselben oft lange lagern,
ehe sie in Gebrauch kommen. Der dagegen auf einem vollen Eisenleisten aufgezweckte
Schuh mufs, um ihn nageln zu können, auf einen hölzernen gebracht werden und verliert
seine Form, da er frisch herunter genommen wird, und der hölzerne Leisten, welcher ebenso
grofs sein soll als der eiserne, drängt beim Einleisten den unfertigen Stiefel auseinander
oder der Arbeiter hilft sich mit einem kleineren Leisten und ist somit die ursprüngliche Form
und Weite verändert.
4. Sehr bequeme Herstellung verschiedener Weiten. Dies erreicht der Erfinder
dadurch, dafs er den Keilausschnitt von a-b sehr lang gestreckt macht, Fig. 2. Das Weiten
erreicht man dadurch, dafs man einen Streifen Leder von a-b auf A oder B zwischen diesen
Theilen vermittelst zweier Schrauben befestigt; will man den ganzen Leisten weiten, so läfst
man den Lederstreifen an der Spitze heraustreten oder indem man einen Hebel c d in den
Keil einsetzt. Dieser Hebel hat unten eine Kramme g und greift in eine Feder k, welche
den Keilausschnitt B fest auf den Untertheil des Leistens A drückt; das obere Loch e des
Hebels c d dient zum Herausziehen des Leistens, das untere / zur Befestigung des Keilstückes B.
Auch können mehrere Löcher in den Hebel für gröfsere Keilstärken und weitere Stiefel angeordnet
sein.
Durch diese Einrichtung ist dem Arbeiter die Möglichkeit genommen, bei etwas zu knapp
geschnittenem Oberleder eine gewöhnlich aufgelegte Lederdecke vom Leisten wegzunehmen
und dies dem controlirenden Aufseher zu verbergen. Der Fabrikant ist also hierdurch der
unangenehmen Lage enthoben, Stiefel, welche beispielsweise mit Weite No. 4 gestempelt sind,
ohne sein Wissen als Weite No. 3 oder No. 2 fortzusenden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:Ein eiserner Schuh- und Stiefelleisten für Holznagelmaschinen etc., der eine Rinne, welche mit Guttapercha, Blei etc. ausgefüllt wird, besitzt; die mit Guttapercha etc.' ausgefüllte Rinne ist genügend tief und breit und befindet sich an Stellen, an welchen ein Eindringen der Holzstifte beim Zwecken und Nageln des Schuhwerks nöthig ist.
Ein Schlofs zur Verbindung des Keilstücks B mit dem Leisten A und die Art und Weise des langen Keilausschnittes zur Erweiterung des Leistens bezw. Stiefels.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4163C true DE4163C (de) |
Family
ID=282968
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT4163D Active DE4163C (de) | Eiserner Leisten für Holznagelmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4163C (de) |
-
0
- DE DENDAT4163D patent/DE4163C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4163C (de) | Eiserner Leisten für Holznagelmaschinen | |
| DE2110666C3 (de) | Verfahren zum Struppzwicken von Schuhschäften | |
| DE3626871C2 (de) | ||
| DE142641C (de) | ||
| DE452408C (de) | Schuhwerk mit zur Stuetzung des Fusses bestimmten Einsatzteilen aus schmiegsamem Stoff | |
| DE308826C (de) | ||
| DE530701C (de) | Ballettschuh | |
| DE963307C (de) | Sportschuhe, insbesondere Rennschuhe | |
| DE2628213A1 (de) | Leisten zum herstellen von schuhen | |
| DE106390C (de) | ||
| DE591148C (de) | Gummisohle | |
| CH436038A (de) | Verfahren zur Herstellung von ein Futter aufweisenden Schnürstiefeln | |
| DE2361263C3 (de) | Verfahren und Leisten zum Herstellen von Schuhen, insbesondere Sandalen | |
| DE642849C (de) | Schablone mit Aussparung zur Benutzung in Spaltmaschinen | |
| DE395021C (de) | Sohle fuer Schuhwerk | |
| DE804902C (de) | Verform- und Klebepresse fuer Schuhsohlen | |
| DE592485C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Anwendung bei der Herstellung von Schuhwerk | |
| DE26658C (de) | Herstellung von Schuhwerk ohne Brandsohle | |
| DE892567C (de) | Schutzkappe fuer Schuhe, insbesondere Arbeitsschuhe | |
| DE702419C (de) | Verfahren zum Herstellen von biegsamen Schuhen und Leisten zum Ausueben des Verfahrens | |
| DE279617C (de) | ||
| CH197849A (de) | Gleitschutz-Vorrichtung, insbesondere für Ski- und andere Sportschuhe. | |
| DE538420C (de) | Vorrichtung zum Halten des Oberleders in aufgezwickter Stellung | |
| DE519795C (de) | Maschine zum Zurichten der Sohlenferse fuer die Absatzbefestigung | |
| DE41713C (de) | Leisten für Schuhe und Stiefel |