DE415849C - Mechanischer Etagenroestofen zum Roesten von Pyriten u. dgl. - Google Patents
Mechanischer Etagenroestofen zum Roesten von Pyriten u. dgl.Info
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Classifications
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Description
- mechanischer Etagenröstofen zum Rösten von Pyriten u. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung an mechanischen Ein- oder Mehretagenröstöfen, mit welcher auch bestehende Öfen durch Umbau derselben versehen werden können.
- In den mechanischen Röstöfen zum Abrösten von Pyriten, Erzen, Blenden, Gasmassen u. dgl. vollzieht sich der Röstprozeß in der Weise, daß das Röstgut auf die oberste oder auf die oberste und mittelste Etage eingefüllt und mittels Rechen- bzw. Rührarmen von Etage zu Etage wechselseitig von Ofenmitte zur Peripherie und umgekehrt reit HLfe von Durchfallöffnungen nach abwärts befördert wird. Hierbei werden im allgemeinen Röstgut und Röstgas auf getrennten Wegen durch den Ofen geführt. Die Abrüs#ung des Erzes u. dgl. soll auf der untersten Etage vollständig beendet sein. -Diese Ofenkonstruktionen haben aber die großen Nachteile, daß die Abröstung unvollständig ist, indem das Resultat der Röstung nicht nur unter der theoretischen Grenze, sondern weit unter der praktisch erreichbaren Grenze zurückbleibt. Außerdem kann der Röstprozeß nur an röstgutreichen, hochprozentigen Materialien vorgenommen werden. Ferner müssen in besonderen Fällen zur Erzielung der für den Röstprozeß erforderlichen hohen Temperaturen zur He'zung der Öfen Hilfsbrennstoffe herangezogen werden, die keine Röstgase liefern und den Röstprozeß verteuern (Blendeöfen).
- Man hat nun diese übelstände dadurch zu beseitigen versuch!, indem man durch Vergrößerung des Ofendurchmessers große, Ofentypen schaffte, sogenannte Mammuttypen (Gruppe Wedge-Öfen), oder aber man vermehrte die Anzahl der Etagen, wodurch wohl die Leistungsfähigkeiten der Öfen erhöht und höhere Temperaturen im Ofen erreicht wurden, ein durchgreifender Erfolg in bezug auf die angeführten Nachteile wurde aber nicht erzielt, vielmehr sind im besonderen bei den großen Ofentypen noch weitere schwerwiegende Nachteile hinzugekommen.
- Durch den Gegenstand der Erfindung werden die den mechanischen Röstöfen anhaftenden Nachteile in einfachster Weise dadurch behoben, daß beispielsweise bei einem Fünfetagenofen am ,äußersten Rand des zweiten und vierten Etagengewölbes eine bestimmte, aus Schamotte oder Eisen bestehende Anzahl zugleich Röstgas- und Röstgutüberführungshülsen eingebaut werden, die mit ihrer Oberkante mit der Gewölbeoberkante abschneiden, aber mit ihrer Unterkante so weit aus dem Gewölbe herausragen, daß noch eine freie Unterführung durch die Rechen- bzw. Rührarme der anschließenden Röstkammer möglich ist und in das dritte und fünfte Etagengewölbe eine trichter- oder zylinderförmige, zentral gelegene, ebenfalls zugleich Röstgas-und Röstgutüberführungshü:se an='eordnet ist, die wie die ersteren mit der Gewölbeoberkante abschneidet und unterfahren werden kann.
- Hierbei sind die im zweiten und vierten Etagengewölbe angeordneten, in den Ringmantel eingemauerten Gberführungshülsen in an sich bekannter Weise mit einem Schauloch versehen; dieses kann gleichzeitig als Reinigungsöffnung des Hü:sendurchganges dienen.
- Auf diese Weise wird eine Ofentype geschaffen, welche eine leichte Wartung infolge leichter Erzielung konstanter Verhältnisse ermöglicht. Ferner wird eine günstige Wärmeisolierung und gute Wärmehaltung in jeder Etage und reichliche Wärmespeicherung in den für die Abröstung wichtigen Etagen erreicht. Durch Schaffung einer ausgiebigen, stagnierenden Luft- bzw. Gasschicht werden weiterhin die einzelnen Etagen voneinander isoliert, auch kann eine Wärmeabgabe von Etage zu Etage durch die Scheidegewölbe nicht erfolgen. Weiterhin wird eine Regelung der für die gute Abröstung jeweilig erforderlichen Temperatur sowie leichte Erzielung von hohen Temperaturen zur guten Abröstung von schwefelarmen Materialien ermöglicht. Auch kann die Rösttemperatur im Ofen geeignet gesteigert und ein Wärmeüberschuß erzeugt werden, demzufolge eine Heizung des Ofens mit Hilfsbrennstoffen fortfallen kann. Desgleichen kommt die dem Ofen für den Röstprozeß zugeführte gesamte Luftmenge bzw. deren Sauerstoff mit den brennenden bzw. röstenden Materialien in innige Berührung, da die die Röstgase führende Luftmenge entlang den einzelnen Etagen dicht über das brennende, röstende :Material geführt wird; ferner findet eine innige Mischung des Röstgutes mit dem für den Röstprozeß zugeführten Luftsauerstoff in den rand- und zentralgelegenen Überführungshülsen der Etagengewölbe statt, da die gesamte Luftmenge ihren aufsteigenden 'U,-e- durch den Ofen zur Gasabführung durch diese Hülsen nehmen muß, durch welche auch das gesamte Röstmaterial seinen Weg vom Einfall bis zum Ausfall zu nehmen gezwungen ist.
- Bei dem Röstofen nach der Erfindung erfahren die durch die gemeinsamen Verbindungshülsen (deren Anzahl auf Grundlage einer genauen Berechnung auf ein Minimum beschränkt ist) durchströmenden Gase nach dem Austritt aus diesen Hülsen zufolge der starken Zunahme an freiem Querschnitt im folgenden Herde, an welchem die Gase weitergeleitet werden (das Verhältnis der Summe, der Querschnitt der Hülsen zu dem genannten freien Querschnitt des Herdes ist etwa 1:70), eine derartige Verminderung in der Strömungsgeschwindigkeit, daß die etwa mageführten Staubteilchen infolge ihres höheren spezifischen Gewichtes noch auf dcmselben Herde (somit noch bevor die Gase durch die nächstfolgenden Verbindungshülsen weiterströmen) abgesetzt werden.
- Es erfolgt somit durch den Einbau der Verbindungshülsen keine Zunahme der Flugstaubbildung, sondern im Gegenteil wird der wesentliche Vorteil erzielt, -daß jeder den Verbindungshülsen folgende, nächst höher gelegene Herd als eine Staubkammer zur W;rkung kommt (die Arbeitsweise von Staubkammern beruht im allgemeinen größtenteils auf der Geschwindigkeitsabnahme der sie durchströmenden Gase infolge starker Vergrößerung der freien Querschnitte), und demzufolge wird, wie es durch die Praxis erwiesen ist, eine unmittelbare Beseitigung der bei normalen Ofentypen auftretenden Flugstaubbildung erreicht.
- Durch den Gegenstand der Erfindung werden demnach bestmögliche Röstresultate unabhängig -von der Beschaffenheit des zur Abröstungkommenden Materials erreicht.
- Eine Ausführungsform eines Fünfetagenröstofens gemäß der Erfindung ist beispie'_sweise in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt Abb. i einen senkrechten Schnitt durch den Ofen, Abb. 2 einen Teilschnitt nach A-B der Abb. i, Abb.3 die Einmauerung der zentrischen Überführungshülsen und Abb..l die Einmauerung der am äußeren Rand vorgesehenen Überführungshülsen. Der Aufbau eines Röstofens besteht im allgemeinen aus dem Ringmauerwerk a, den durch die Etagengewölbe b, c, d, e, f gebildeten Kammern g, der Welle h mit Rührarmen i und Wellenantrieb k, sowie dem Kiese@nlauf L und Kiesausfall m. Nach der Erfindung werden am ,äußeren Rand des beispielsweise zweiten und vierten Gewölbes c, e Überführungshülsen n aus gegossenem Eisen eingemauert, deren Größe, Anzahl sowie Ausbildung der Type des jeweiligen Ofens entsprechen. Im dritten und fünften Gewölbe d, f werden um die Welle ü zentral gelegene trichter- oder zylinderförmige Ringhülsen o aus säure- und feuerfesten Schamotteformsteinen gemauert. Die Hülsen re sowohl wie die Hülsen o dienen zugleich zum Überführen des Röstgases und Röstgutes. Die Oberkanten der Hülsen tt und o schneiden genau mit der Oberkante des betreffenden Gewölbes ab, die Unterkante der beiden Hülsenarten ragen jedoch so weit aus dem Gewölbe nach abwärts heraus, daß sie von den Rechen- bzw. Rührarmen i noch unbehindert unterfahren «erden können. Die Hülsen n werden in der Stärke der Ringmauer bis auf eine nach abwärts konisch gehaltene Schauöffnung y) ausgemauert. Diese Schaulöcher ermöglichen eine Kontrolle der Hülsendurchgangsöffnungen und dienen gleichzeitig als Reinigungsöffnungen für den Fall, daß durch einen backenden Kies die Durchgänge versiopft werden. Die Reinigung kann vermittels eines entsprechend ausgebildeten Eisenstabes o. dgl. leicht ausgeführt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mechanischer Etagenröstofen zum Rösten von Pyriten. Erzen, Blenden, Gasmassen u. dgl.> dadurch gekennzeichnet, daß unter Fortfall besonderer Ü bertrittsöffnungen für Gas und Luft, beispielsweise bei einem Fünfetagenofen, am .äußeren Rand des zweiten und vierten Etagengewölbes (c, e) eine geringe Anzahl von zugleich Röstgas und Röstgut überführenden, aus Schamotte oder Eisen bestehenden Hülsen (ti ) eingebaut sind, die mit ihrer Oberkante mit der Gewölbeoberkante abschneiden, aber mit ihrer Unterkante so weit aus dem Gewölbe herausragen, daß noch eine freie Unterfahrung durch die Rechen- bzw. Rührarme (i) der darunterliegenden Röstkammern (g) möglich ist und in dem dritten und fünften Etagengewölbe (d, f) eine trichter- oder zylinderförmige, zentral gelegene, ebenfalls zugleich Röstgas und Röstgut überführende Hülse (o) angeordnet ist, die wie die ersteren mit der Gewölbeoberkante abschneidet und unterfahren werden kann.
Priority Applications (1)
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