AT117454B - Sulfatofen. - Google Patents

Sulfatofen.

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AT117454B
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Austria
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salt
sulfate
furnace
floor
oven
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Inventor
Richard Dr Vetterlein
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Richard Dr Vetterlein
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Sulfatofen. 



   Die Erfindung betrifft einen Sulfatofen, der so gebaut ist wie die bekannten mehretagigen Kiesröstöfen, bei denen der zu röstende Schwefelkies auf die oberste Etage aufgegeben, durch Rühren ausgebreitet und dann der nächst unteren Etage zugeführt wird, so dass oben die entstandenen Gase, unten die abgerösteten Erze den Ofen verlassen. Der Erfindungsgedanke liegt darin, dass ein solcher Ofen auf die Herstellung von Sulfat aus Salz und Schwefelsäure, also auf einen Vorgang angewendet wird, bei dem äussere Wärme zugeführt werden muss. Hiebei hielt man bisher die Verwendung von Muffeln für unerlässlich, weil man meinte, die unmittelbare Berührung der Feuergase mit den Salzen vermeiden zu müssen.

   Nun sind aber Muffeln in der Anlage und im Betrieb erheblich teurer als die Anwendung unmittelbarer Feuerung, bieten aber vor allem den erheblichen Nachteil, dass Undichtigkeiten der inneren Muffenwandungen schwer zu entdecken und schlecht auszubessern sind, auch erhebliche Verluste an nutzbaren Gasen mit sich bringen. 



   Es ist nun allerdings schon vorgeschlagen worden, Flammöfen   gewöhnlicher   Art zur Herstellung von Sulfat aus Bisulfat zu benutzen, jedoch handelte es sich hiebei nicht um die Gewinnung von Salzsäure, sondern nur um die Spaltung des Bisulfats durch Erhitzen. Auch ist es schon vorgeschlagen, einen Tellerofen, wobei Salz und Schwefelsäure unmittelbar verrührt würden, als Flammofen auszubilden. Jedoch arbeitete man dabei nur mit einer Etage und konnte infolgedessen keinen ununterbrochenen Betrieb durchführen, konnte also die Vorteile des eingangs erwähnten mehretagigen Ofens nicht erzielen. 



   Der Erfinder hat demgegenüber die nicht vorauszusehende Entdeckung gemacht, dass sich ein Röstofen der eingangs erwähnten Art auch als Sulfatofen zwecks Darstellung von Sulfat und Salzsäure aus Salz und Schwefelsäure benutzen lässt, ohne dass man eine Muffelheizung zu verwenden braucht. Man kann vielmehr einen solchen an sich bekannten Ofen nach vorliegender Erfindung einfach so betreiben, dass man statt Schwefelkies Salz und Schwefelsäure   einführt   und unten Feuergase eintreten lässt, die dann oben mit der entstandenen Salzsäure zusammen abziehen. 



   Die Erfindung ist in Fig.   l   und 2 in einer beispielsweisen   Ausführungsform   schematisch dargestellt, u. zw. gibt Fig. 1 einen senkrechten, Fig. 2 einen Querschnitt. Der Ofen besteht aus einem zylindrischen Mauerwerkskörper 1 mit eingebauten Zwischendecken 2, einem unteren Boden   3 und   einem oberen Boden 4. 



  Der Länge nach geht eine drehbare Welle 5 mit Rührarmen 6 durch, die in beliebiger Weise angetrieben wird. In jedem Stockwerk ist eine   verschliessbare   Tür 7 zum Auswechseln der Rührarme. 



   Das Salz wird auf Boden 4 aufgegeben und gelangt durch eine rings um die Welle 5 befindliche Öffnung 8 in die nächste Etage. Um hier das Entweichen von Gasen zu verhindern, trägt die Welle unter der Öffnung einen Teller 9, der einen gewissen Verschluss bildet, indem sich das Salz hier staut und nach oben gegen die Decke 4 anliegt. 



   In der obersten Etage befindet sich bei 10 ein seitlicher Zulauf für die Säure. Besser aber lässt man die Säure in an sich bekannter Art und Weise durch ein im Innern der Welle liegendes Rohr 11 zulaufen, von wo aus sie seitlich bei 12 durch die Wandungen der Welle austritt, so dass das Salz durch die Säure gut berieselt wird. Die Austrittsrohr 12 können auch mehrfach angeordnet sein. Die entwickelt Salzsäure geht durch ein seitliches Rohr   13   ab. 



   Die nächste Platte 2 hat um die Welle 5 nur einen schmalen Spielraum 14, während das Salz durch eine breitere, nahe dem Aussenrand befindliche Öffnung 15 nach unten gelangt. Bei dem folgenden 

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 Boden befindet sich in. der Mitte. eine breitere ringförmige   Öffnung 16, durch   die das Salz nach unten geht, und so abwechselnd immer eine seitliche und eine innenliegende Durchtrittsöffnung. In der untersten Etage treten bei 17 die Feuergase ein, die immer der Salzmischung entgegenziehen und also durch die nämliche Öffnung nach oben gehen, durch die das Salz nach unten gelangt. Zweckmässiger ist es, zwei sich gegenüberliegende Feuerungen 18 anzuordnen. Unten bei 19 tritt das fertige Sulfat aus und sammelt sich in einem Raum   20,   von wo es nach Bedarf unternommen werden kann. 



   PATENT-ANSPRÜCHE   :  
1. Sulfatofen, dadurch gekennzeichnet, dass er nach Art. der bekannten mehretagigen Kiesröst- öfen, bei denen oben der   abzuröstende   Schwefelkies aufgegeben, dann durch Rührarme ausgebreitet und der nächst unteren Etage zugeführt wird, während unten die abgerösteten   Eiesrnckstände,   oben die frei   gewordene-schweflige   Säure entweichen, so ausgebildet ist,   dass unten Feuergase unmittelbar   in ihr eingeführt   werden-können,   die oben mit der frei gewordenen Salzsäure zusammen entweichen, während das Sulfat unten ausgeworfen wird.

Claims (1)

  1. 2. An einem Sulfatofen nach Anspruch 1 die Massnahme, dass als Abdichtung der zur Zuführung des Salzes dienenden Öffnung ein um die Hauptwelle (5) liegender Teller (9) angeordnet ist, der sich unter der Ofendecke (4). befindet und auf dem sich das Salz stauen. kann. EMI2.1
AT117454D 1927-04-23 1928-04-10 Sulfatofen. AT117454B (de)

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