DE41560C - Pneumatischer Keimapparat mit mechanischem Betriebe - Google Patents
Pneumatischer Keimapparat mit mechanischem BetriebeInfo
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- DE41560C DE41560C DENDAT41560D DE41560DA DE41560C DE 41560 C DE41560 C DE 41560C DE NDAT41560 D DENDAT41560 D DE NDAT41560D DE 41560D A DE41560D A DE 41560DA DE 41560 C DE41560 C DE 41560C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
- C12C1/00—Preparation of malt
- C12C1/15—Grain or malt turning, charging or discharging apparatus
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 28. November 1886 ab.
Der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Keimapparat besteht in der
Hauptsache aus einer in eine Anzahl von Abtheilungen oder Horden getheilten, beweglichen,
perforirten Fläche, welche zur Aufnähme des Keimgutes dient, und einer Reihe
oben offener Kammern, welche mit einem Exhaustor in Verbindung stehen und einzeln von
den Horden gedeckt werden. Die Horden sind mit Rädern versehen, unter denen sich
zwei Schienen befinden, welche sich durch eine mechanische Vorrichtung sammt den
Horden heben lassen, um eine Fortbewegung der letzteren von einer Kammer zur anderen
zu ermöglichen.
Fig. ι stellt den vorliegenden Apparat in Ansicht von oben, Fig. 2 im Längsschnitt,
Fig. 3 im Querschnitt und Fig. 4 in Ansicht von vorn dar.
Die oben erwähnten Horden C bezw. D bestehen aus einem Rahmen b, Fig. 2 und 3,
dem in diesen eingefügten Gitterwerk c, und den auf beiden ruhenden und befestigten gelochten
Böden d. An ihren Enden besitzen die Horden die Wände g, welche bei Nebeneinanderstellung
der ersteren die Seitenwände der Keimfläche bilden. A1 ä2 Az u. s. w.,
Fig. 2, sind die Kammern, auf deren Wandungen die Horden ruhen; dieselben sind von
solcher Gröfse und Form, dafs jede von einer Horde C bedeckt wird, wenn sich dieselben
in ihrer normalen Stellung befinden. Jede Kammer steht durch Oeffnungen a, Fig. 3,
mjt einem Kanal B und durch diesen mit
einem Exhaustor in Verbindung; die Oeffnungen können durch Ventile geschlossen werden,
um den vom Saugapparat durch die gelochten Böden d hervorgerufenen Zug zu reguliren.
Die Anzahl der Horden ist zweckmäfsig zu zehn anzunehmen.
Um die Horden von einer Kammer zur anderen bewegen zu können, sind an jeder
zwei Räder h, Fig. 1 und 3, angeordnet,
welche auf Schienen k laufen und mit diesen auf- und niederbewegt werden können. Zu
diesem Zweck liegt unter den Schienen je eine Welle /, Fig. 3, mit einer Anzahl Excenter m
versehen, welche die Schienen mittelst der Schleifstücke η tragen. Die Schienen haben
ihre Führung auf Verlängerungen der Wellenlager 0. Die Wellen / können von der
Weller aus durch die Sehn ecken vorgelege ρ q,
Fig. 2 und 4, gedreht werden. Die Excenter m sind zu den übrigen Theilen so angeordnet,
dafs, wenn deren Excentricität nach unten gerichtet ist, die Rahmen b auf den Wänden der
Kammern A1A2 u. s. w. ruhen, dafs dagegen
bei der Drehung der Excenter um eine halbe Umdrehung die Schienen k und mit diesen
auch die Horden gehoben werden, und dafs letztere dann auf den Schienen k vorwärts bewegt
werden können. Eine zweite halbe Umdrehung bringt die Horden wieder auf den Kammerwänden zur Auflage.
Zur Vorwärtsbewegung der Horden C sind
an dem einen Ende des Apparates zwei bei u und M1 gelagerte Schrauben t, Fig. 1 und 2,
angebracht, welche sich gleichzeitig'durch die
Welle r1 und die beiden Schneckenvorgelege ρλ q\ Fig. 2 und 4, drehen lassen, und deren
Muttern mit dem ebenfalls durch zwei Laufräder auf der Schiene k ruhenden und an der
ersten Horde D befestigten Querbalken w,
Fig. i, in Verbindung stehen. Damit der Balken sich auf den Muttern heben und senken
kann, ist derselbe mit zwei Bügeln versehen, in welche die Muttern eingreifen.
Um den Luftzutritt zwischen den Rahmen b und den Kammerwänden hindurch zu den
Kammern zu verhindern, werden Streifen e, Fig. 2 und 3, eines geeigneten Dichtnngsmaterials,
z. B. Gummi, zwischen die Rahmen und die Wände gebracht, und zwar am zweckmäfsigsten
so, dafs die Dichtungsstreifen in Aussparungen von Platten f, die auf den
Wänden befestigt sind, versenkt werden. Macht man die Aussparungen genügend grofs,
so kann auch Wasser oder Sand als Dichtungsmaterial verwendet werden.
Die Benutzungsweise des Apparates ist nun folgende:
Beim Beginn der Arbeit wird die Horde C, welche sich über der Kammer A1 befindet,
mit gequelltem Keimgut beschickt und die betreffende Kammer mit dem Exhaustor in Verbindung
gesetzt, indem man das entsprechende Ventil öffnet, während die anderen Ventile geschlossen
gehalten werden. Während der Zeit, in der das Keimgut dem durch dasselbe hindurchstreichenden
Luftstrom ausgesetzt ist, wird es nach Bedarf aufgelockert, was z. B. durch den in der Patentschrift No. 6825 beschriebenen
und in beiliegender Zeichnung mitaufgenommenen Malzwender geschehen kann.
Nach einer gewissen Zeit, z. B. 24 Stunden, wird die beschickte Horde C gehoben und
mit der Horde D vorwärts bewegt, bis sich erstere über der Kammer A2 befindet. Die
Horde D wird alsdann wieder in ihre ursprüngliche Stellung gebracht. In die auf
solche Weise zwischen C und D entstandene Lücke wird eine neue Horde eingesetzt und
mit Keimgut beschickt, und die Beschickung beider Horden dem Luftzug und der auflockernden
Bewegung des Wenders ausgesetzt. Nach 24 Stunden findet das Einsetzen der dritten Horde statt und so fort, bis alle Kammern
bedeckt sind.
An dem elften Tage wird die erste Horde C, welche sich jetzt, über der Kammer A 10 befindet,
geleert und wieder über der Kammer A1 eingesetzt. Hiernach ist der' fernere
Betrieb des Apparates ein fortlaufender, indem jeden Tag eine Horde entleert, umgestellt, von
neuem beschickt und dem Luftstrom ausgesetzt wird.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche: ::ι. Ein Keimapparat, bestehend aus der I in eine Anzahl einzelner Abtheilungen oder Horden C getheilten perforirten Keimfläche und aus den mit einem Exhaustor in Verbindung stehenden Kammern A1A2A* u. s. w., deren oberer Abschlufs durch die Horden C gebildet wird, welche sich durch eine mechanische Vorrichtung heben lassen, um alsdann von einer Kammer zur anderen fortbewegt zu werden.
- 2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Apparat der Mechanismus zum Abheben der Keimfläche von ihren Auflagerungsstellen und zur Fortbewegung in der Längsrichtung des Apparates, bestehend in den Schienen k, auf welchen die Horden C mit Rädern h laufen, und aus den Wellen / mit Excentern m, durch deren Drehung die Schienen gehoben und gesenkt werden.
- 3. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Apparat die Anordnung zur Abdichtung der Horden C gegen die Wände der Kammern A1A2 u. s.w., bestehend in Dichtungsstreifen e, auf welche sich die Horden mit ihren Rahmen aufsetzen, oder in Rinnen, die zur Aufnahme von Sand oder Wasser geeignet sind und in welche die Rahmen eingreifen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41560C true DE41560C (de) |
Family
ID=317031
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41560D Expired - Lifetime DE41560C (de) | Pneumatischer Keimapparat mit mechanischem Betriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41560C (de) |
-
0
- DE DENDAT41560D patent/DE41560C/de not_active Expired - Lifetime
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