-
Maschine zur Herstellung von gefütterten Papierbeuteln. Die Erfindung
bezieht sich auf solche Maschinen zur Herstellung von gefütterten Beuteln aus Papier
oder ähnlichem Stoff auf Falzdornen, bei welchen das Außenblatt durch eine Zange
vorn Stapel unter das Futterblatt gezogen wird und außen- und Futterblatt zusammelt
vermittels einer zweiten Zan-e auf einen Falzkasten unterhalb eines Falzdornes befördert
«-erden. Gegenüber den bekannten Maschinen dieser Art bezweckt die Erfindung eine
Vereinfachung der Bauart und Arbeitsweise dadurch, daß die drehbaren Backen der
beiden in an sich bekannter Weise gemeinsam bewegten Zangen mittels einer Stange
und
daran angelenkter Arm miteinander gekuppelt sind und Anschläge
derart angeordnet sind, daß die Zangen nahe .ihrer einen Endstellung zum gleichzeitigen
Erfassen eines neuen Außenblattes durch die eine Zange und des übereinandergelegten
Außen- und Futterblattes durch die andere Zange wie auch nahe ihrer anderen Endstellung
zum gleichzeitigen Ablegen des Außenblattes und des Futterblattes und oberhalb des
Falzkastens gemeinsam geöffnet «-erden. Eine weitere Vereinfachung dieser Vorrichtung
wird noch dadurch bezweckt, daß der im Falzkasten verschiebbar angeordnete und zum
Andrükken des Papierblattes gegen die Unterseite des Falzdornes dienende Stempel
an sich bekannter Art ähnlich wie der Querschnitt des Falzkastens derart U-förmig
ausgebildet ist, (Maß die das übereinandergelegte Außen- und Futterblatt auf den
Falzlasten befördernde "Zange bei dieser Bewegung ungehindert durch den Falzkasten
hindurchtreten kann.
-
DerErfindungsgegenstancl ist auf derZeichnung in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht.
-
Abb. i ist ein Aufriß des für die vorliegende Erfindung in Betracht
kommenden Teiles einer solchen 'Maschine, und Abb. 2 ist eine Stirnansicht eine;
Teiles der Abb. i.
-
Die äußeren Blätter .-1 sind in bekannter Weise in einem hei ioo angedeuteten
Behälter aufgestapelt, aus welchem das jeweils oberste Blatt in ebenfalls bekannter
Weise, beispielsweise mittels eines gleichzeitig zum hlebstoffauftrag dienenden
Stempels, entnommen, der "Lange 35 dargeboten und von dieser erfaßt wird. Die Zange
35 befördert alsdaiiii (las Blatt auf zwei zu beiden Seiten der Zange angeordnete
Schienen, von denen eine bei 6oi angedeutet ist, und auf welche (las Blatt abgelegt
wird. Oberhalb des Blattes .1 wird auf Querschienen, die bei 126, 127 angedeutet
sind, das Futterblatt F abgelegt, und zwar so, daß die rechts liegenden Endkanten
beider Blätter _ 1 und F sich auf der Höhe einer zweiten Zange 36 befinden, welche
nunmehr die Blätter gemeinsam erfaßt, über den Falzkasten 45 befördert und hier
ablegt, worauf der Falzkasten durch die Stange 46 in einer weiter unten beschriebenen
Weise angehoben wird und dadurch Außen- und Futterblatt uni den Dorn D U-förmig
heruinfalzt, worauf die weitere Herstellung des Pakets in bekannter Weise vorgenommen
wird.
-
Zur gleichzeitigen Bewegung der "Zangen 3 5 und 36 ist folgende Anordnung
getroffen: Die Zangen 35 und 36 werden durch Backen gebildet, die bei 2 und 3 drehbar
an einer gemeinsamen Schiene4o angeordnet sind, welche in einem Schlitten .I hin
und her verschiebbar geführt ist (Abb. 2). Die Backen 35 und 36 sind mittels derArme6
und? und der Stange8 miteinander gekuppelt. Auf der Stange 8 sind zwischen Anschlägen
i und i' derselben und Anschlägen ii und 12 der Schiene 40 Federn 9 und io angeordnet,
welche bestrebt sind, die beweglichen Backen 35 und 36 gegen die auf der Schiene
q.o angebrachten festen Backen 35' und 36' der Zangen zu drücken, also die Zangen
zu schließen. Der Arm 6 trägt ferner eine Rolle 25, die mit einem am Schlitten q.
verstellbar befestigten Anschlag 50 zusammenwirken kann, und die Backe 36
einen Arm 21 miteiner Rolle 22, die geeignet ist, mit einem Anschlag 1.4 zusammenzuwirken.
Dieser Anschlag 1,4 ist auf dem Bolzen 15 drehbar angeordnet und wird durch eine
Feder 17 für gewöhnlich mit einer Nase 2o gegen einen Stift i9 gedrückt, der in
einem festen Halter 18 einstellbar ist. Die Hin- und Herbewegung der Schiene 4o
erfolgt mittels eines auf dieser befestigten Armes 27 mit einer Rolle 26, um welche
das Maul 32 einer Stange 38 fast, die in einem nicht dargestellten Bock unterhalb
der Maschinenplatte drehbar gelagert ist und in bekannter Weise mittels einer Exzenterstange
von einem Exzenter der Antriebswelle hin und her geschwungen wird. Der Schlitten
.I kann eine schwingende Auf- und Abbewegung ausführen und ist zu .diesem Zweck
mittels zweier Gelenke 41, -.i' und Bolzen 38', 38" in Augen 710 und 711
eines auf der Maschinenplatte P befestigten Bockes- 39 schwingen(' gelagert. An
dem Bolzen 38" "reift ein Hebelarm .I3 an, dein durch eine Exzenterstange 140 von
einem Exzenter der Antriebswelle in bekannterWeise eine schwingende Bewegung erteilt
wird.
-
Bei der Bewegung der Schiene .4.o aus ihrer in Abb. i strichpunktiert
angedeuteten rechtc#!i in die linke Endstellung trifft vor der Erreichung dieser
linken Endstellung die Rolle 2 2 gegen die schräge Fläche rd.' des Anschlages 1.1.,
wodurch beide Zangen geöffnet werden. Infolgedessen gerät der rechte Rand des neuen
Blattes .=1 in das offene Maul der Zange 35, während die beiden rechten Ränder des
bereits von Zange 35 abgelegten vorigen Blattes :1 und des Futters F gemeinsam in
(las offene -Maul 36 gelangen. Nachdem die Rolle 22 an dem Anschlag 14' vorbeigegangen
ist, schließen sich die Zangen 35 und 36, so daß sie die genannten Ränder erfassen.
Bei der nunmehrigen Bewegung nach rechts geht die Rolle 22 ungehindert unter dem
Anschlag rd. hindurch, indem dieser zur Seite gedreht wird, so daß die Zange 35
das Blatt A auf die Schienen 6oi befördert, während die Zange 36 (las mit dem Futter
F belegte Blatt A bis über den Falzkasten .1 .5 befördert.
Nunmehr
wird die Rolle 25 durch den mit Auflauffläche 5o' versehenen Anschlag 5o angehoben,
wodurch beide Zangen 35 und 36 gemeinsam geöffnet werden und die von ihnen erfaßten
Blätter losgelassen und abgelegt werden. Es wird dann die Schieneq.o noch ein gewisses
Stück nach rechts bewegt, so daß die vorderenKanten der Zangen frei von den Rändern
der betreffenden Papierblätter kommen, worauf die beidenBlätter durchdenRalzkasten
45 nach oben gegen den Dorn D bewegt und U-förmig um den Dorn herumgefalzt werden.
Sind die Blätter so weit angehoben, daß die Zange 36 unter denselben hindurchgehen
kann, so wird die Schiene 40 wieder nach vorn bewegt, und es wiederholt sich die
beschriebene Wirkungsweise der Zangen 35 und 36.
-
Die Zangenvorrichtung kann, ohne die Arbeit des Falzkastens zu hindern,
also den Arbeitsgang zu verzögern, durch den Falzkasten hindurchgeführt werden,
was einen möglichst ruhigen Gang der Zangen gewährleistet.
-
Zu dem genannten Zweck ist in dein Falzkasten _l5 ein U-förmig gestalteter
Stempel oder Andrücker 28 verschiebbar und federnd angeordnet, indem das U-förmige
Andrü ckblech in der hohl ausgebildeten Antriebsstange .46 des Falzkastens mittels
der Stange 1.27' geführt ist, welche unter der Einwirkung einer einerseits an der
Stange 127' und anderseits an der Stange .1 .6 befestigten Feder 128 steht,
die infolgedessen bestrebt ist, das Andrückblech 28 in seiner oberen in der Zeichnung
in voll ausgezogenen Linien veranschaulichten Lage zu halten, in welcher sich ein
am unteren Ende der Stange 127' befestigter Anschlag i 27" gegen das untere Ende
der Stange 46 legt. Der Antrieb der Stange .46 erfolgt durch einen bei 47 drehbar
gelagerten Doppelliebel, dessen Arm ¢8' an dem Zapfen 49 eines in dem am unteren
Ende der Stange 4.6 befestigten Kulissenkopf 51 verschiebbaren Kulissensteins 52
angreift und dessen anderer Arm 48" durch Exzenterstange 54. in bekannter Weise
von einem nicht dargestellten Exzenter der Antriebswelle zwecks Auf- und Abbewegung
des Falzkastens 4.5 hin und her geschwungen wird. Wird der Falzkasten 45 durch die
Stange 46 in seine obere in Abb. 2 strichpunktiert dargestellte Lage angehoben,
so legt sich der Andrücker 28 von unten federnd gegen den Dorn D und hält das Blatt
gegen dessen Unterseite fest. Da jedoch das Andrückblech 28 in der aus Abb. 2 ersichtlichen
Weise U-förmig gebogen ist, so wird durch diesen Vorgang der Durchtritt der Zangenvorrichtung
in keiner Weise behindert, so daß .der Falzvorgang ohne Rücksicht auf den Durchtritt
der Zangenvorrichtung erfolgen kann.