DE4138507A1 - Vorrichtung fuer den transport und/oder die aufbewahrung von stueckgut - Google Patents
Vorrichtung fuer den transport und/oder die aufbewahrung von stueckgutInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für den Transport und die Aufbewahrung von
Stückgut. Ebenso betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Be- und Entladen einer
entsprechend ausgestalteten Vorrichtung.
An derartige Transport- und Aufbewahrungssysteme gibt es in der Praxis je nach der Art des
Stückgutes sehr unterschiedliche Anforderungen. Unempfindliche Stückgüter können in Kisten,
Kartons oder auf Ladeflächen von LKW′s gestapelt oder aufeinandergeschüttet werden. Der
Transport und die Lagerung von empfindlichen Stückgut ist jedoch wesentlich aufwendiger. In der
Industrie wird eine Vielzahl von Fertigteilen und Halbfertigteilen gefertigt, die anschließend eines
Weitertransportes oder einer Zwischenlagerung bedürfen. Hierbei kann man beispielsweise an
bestimmte Einzelteile bei der Kraftfahrzeugherstellung denken. So werden Getriebeteile oft in
großer Entfernung von dem Werk hergestellt, in welchem das Getriebe montiert und/oder
zusammengesetzt wird. Auch Karosserieteile, wie zum Beispiel die Türen eines PKW werden in
der Regel nicht in unmittelbarer Nähe der Fertigungsstraße hergestellt, wo sie an dem
entsprechenden Fahrzeug angebracht werden. Andere Beispiele für derartiges Stückgut sind
Dichtungsscheiben, Lagerschalen und viele andere Teile, die empfindliche Oberflächen haben,
welche beim beliebigen Aufeinanderstapeln oder -schütten der Gegenstände verkratzt oder
sonstwie beschädigt würden. Derzeit wird stoß- und berührungsempfindliches Stückgut für den
Transport über längere Strecken und auch für die Lagerung zumeist sehr aufwendig verpackt
Transportkisten oder -kartons erhalten dazu einen speziell geformten Einsatz, im allgemeinen aus
Polystyrol, welcher der Form des Stückgutes angepaßt ist und dessen empfindliche Teile oder
Flächen in sicherem Abstand von anderen Gegenständen hält. Gelegentlich findet anstelle eines
oder mehrerer speziell geformter Polystyrolblöcke auch eine Schüttung aus kleineren Polystyrol
chips Verwendung, in der Regel jedoch nur für die Verpackung eines einzelnen Teils in einem
größeren Behälter. Entsprechende Kisten und/oder Kartons werden dann zum Beispiel in LKW′s
oder Eisenwaggons verladen und transportiert, müssen anschließend entladen werden und das
Stückgut wird dann bei Bedarf den einzelnen Verpackungsbehältern entnommen. Dies ist eine
relativ aufwendige und teure Vorgehensweise. Der Platzbedarf beim Transport ist um ein
vielfaches höher als es dem Gesamtvolumen der transportierten Stückgüter entspricht, weil die
Verpackungen der Stückgüter sehr voluminös sind. Außerdem werden beim Entladen und beim
Auspacken der Stückgüter die Verpackungen oftmals beschädigt und sind dann für eine
Wiederverwendung nicht geeignet. Selbst wenn sie jedoch unbeschädigt bleiben, müssen die
leeren Verpackungen in einer weiteren Transportfahrt wieder an den Ursprungsort der Stückgüter
zurücktransportiert werden, was einer Leerfahrt eines entsprechenden LKW oder Eisenbahnwaggons
gleich kommt. Schließlich ist auch der Verpackungsvorgang und auch das Auspacken der
Gegenstände relativ zeitaufwendig, personalintensiv und dementsprechend teuer.
Gegenüber diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung für den Transport und die Aufbewahrung von Stückgütern, ebenso wie ein
entsprechendes Verfahren zum Be- und Entladen dieser Vorrichtung zu schaffen, welche ein
schnelles, einfaches und platzsparendes Be- und Entladen mit Stückgütern ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gelöst, die gekennzeichnet ist durch eine zusammen
legbare Bahn aus Folien- oder Gewebematerial, welche unter Bildung mindestens einer im
wesentlichen U-förmigen Tasche zusammengelegt ist, in welcher das Stückgut aufnehmbar ist,
sowie durch eine Aufhängeeinrichtung am oberen Ende der U-Schenkel der Tasche, wobei die
Aufhängeeinrichtung an einer an einem Grundaufbau befestigten Aufhängevorrichtung aufhängbar
ist.
Das Stückgut wird einfach in die von der Folien- oder Gewebebahn gebildete, U-förmige Tasche
eingelegt, die dann wiederum an den oberen Enden der U-Schenkel aufgehängt wird. Dabei legt
sich die Folien- oder Gewebebahn um das Stückgut herum und an dieses an, so daß die
aufgehängte Tasche nicht wesentlich mehr Platz beansprucht als das eingelegte Stückgut selbst.
Je nach der Art des zu transportierenden Stückgutmaterials können die Folien- oder Gewebebah
nen selbstverständlich auch gefüttert bzw. gepolstert sein, wobei durch die gefüllte Tasche immer
noch verhältnismäßig wenig Volumen beansprucht wird. Zweckmäßigerweise sind an den oberen
Enden der U-Schenkel Schlaufen vorgesehen, die das Aufhängen der Taschen erleichtern.
Bevorzugt ist dabei eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Schlaufe durch die
Verbindung der U-Schenkel benachbarter Taschen gebildet wird. Am zweckmäßigsten verwendet
man hierfür einfach eine durchgehende Gewebebahn, die zickzackförmig in einer Reihe
aufeinanderfolgender U-förmiger Taschen zusammengelegt wird, wobei der Übergang eines U-
Schenkels einer Tasche zu dem ihr zugewandten U-Schenkel der nächst benachbarten Tasche
die erwähnte Schlaufe bildet. Falls gewünscht, kann diese Schlaufe durch einen sogenannten
Abnäher fixiert werden. Die Schlaufen brauchen in Querrichtung der Taschen allerdings nicht
durchgehend zu sein, sondern es können zweckmäßigerweise in Querrichtung über die Breite der
Tasche mehrere Schlaufen angeordnet sein, wobei die Schlaufen an den gegenüberliegenden U-
Schenkeln einer Tasche zweckmäßigerweise zueinander versetzt sind, so daß beim Zusammen
legen dem beiden Schenkel der Tasche an ihren oberen Enden die Schlaufen der einen Seite
zwischen denen der anderen Seite liegen und in Querrichtung hintereinander ausgerichtet werden
können.
Die erfindungsgemäße Aufhängeeinrichtung ist zweckmäßigerweise eine mit den Enden der
Schlaufe verbindbare und sich in Querrichtung über die Breite der Bahn bzw. der Tasche hinweg
erstreckende Stange, deren Enden an gegenüberliegenden Aufhängepunkten aufhängbar sind.
Die Aufhängepunkte für die Taschen bzw. für die Enden der Stange sind zweckmäßigerweise an
zwei parallelen, am Grundaufbau befestigbaren Schienen angeordnet. Es versteht sich, daß die
Länge der Tragestangen dann in etwa dem lichten Abstand zwischen den Schienen entspricht,
damit die Enden der Stange an den entlang der Schienen angeordneten Aufhängpunkten
aufhängbar sind.
Dabei weisen die Schienen zweckmäßigerweise eine Reihe von Raststellen als Aufhängepunkte
auf.
Bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei welcher die Schienen im Profil C-förmig
sind, und zwar so, daß die freien Enden des "C" soweit herumgezogen sind, daß sie aufeinander
zulaufen. Sie bilden dann ein Profil mit einem Längsschlitz, das sich in seinem Inneren hinter dem
Schlitz erweitert. In einem solchen Fall können die Haltestangen beispielsweise ein verdicktes
Ende bzw. eine Einschnürung im kurzen Abstand von ihren Enden oder aber stirnseitig
angebrachte Rollen mit zur Längsrichtung der Stange im wesentlichen parallelen Achsen haben,
wobei entweder die verdickten Enden oder aber die Rollen stirnseitig in das C-Profil eingeführt
werden, wobei sich die Einschnürung bzw. die Welle der Rolle durch den im C-Profil gebildeten
Schlitz zur Haltestange hin erstreckt.
Als Grundaufbau für die Anbringung der Aufhängevorrichtung bzw. der zuletzt erwähnten
Schienen kann man zweckmäßigerweise einen LKW-Aufbau verwenden. Der Grundaufbau kann
jedoch auch ein im wesentlichen einen Quader aufspannender Rahmen sein, der an zwei
gegenüberliegenden oberen Kanten bzw. in deren Nähe zwei sich parallel erstreckende
Aufhängevorrichtungen, insbesondere die eben erwähnten Schienen, aufweist. Dabei sollten die
Außenmaße des aufgespannten Rahmens einem Standardmaß entsprechen, so daß einer oder
mehrere derartige Rahmen in entsprechend standardisierten größeren Behältern bzw. Containern
platzsparend aufgenommen werden können. Die Aufhängevorrichtung kann auch unmittelbar in
einem Wechselcontainer angeordnet sein, der sowohl auf LKW als auch auf Eisenbahnwaggons
oder Schiffen transportiert werden kann.
Der erwähnte Rahmen sollte zumindest an einer Stirnseite offen sein, damit von dieser Seite her
die U-förmigen Taschen leicht in den Rahmen eingeschoben werden können. Der Rahmen kann
auch, abgesehen von etwaigen Verstärkungsstreben, an seiner Oberseite offen sein. Das Profil
der C-Schienen sollten zumindest an einem Ende, vorzugsweise an beiden Enden bzw. in der
Nähe der Enden Verriegelungen aufweisen, welche den freien C-Querschnitt der Schienen
mindestens teilweise verschließen. Sind nämlich die verdickten Enden der Haltestangen oder aber
entsprechend passende Rollen in das C-Profil eingeschoben, so kann man sie durch Schließen
der Verriegelungen in dem Profil sichern, damit sie während des Transportes nicht aus den
Stirnseiten C-Schienen herausrutschen. Darüber hinaus können weitere Verriegelungen entlang
der C-Schienen oder ähnlicher Aufhängvorrichtungen vorgesehen sein, um die aufgehängten
Taschen einzeln oder gruppenweise gegen Verrutschen zu sichern.
Der Rahmenaufbau wird zweckmäßigerweise als eine zusammenklappbare Scherengitter- oder
Fachwerkkonstruktion gewählt. Auf diese Weise spart kann man Rücktransport der leeren
Taschen und der entsprechenden Rahmen Platz einsparen, der für den Transport anderer
Gegenstände zur Verfügung steht. Gemäß der vorliegenden Erfindung weist eine Tasche bzw.
weisen eine Reihe aus einer kontinuierlichen Bahn gefertigte Taschen zweckmäßigerweise an
einem der äußersten Taschenenden ein Stück überstehendes Bahnende auf, das über die
gefüllten Taschen zurückklappbar ist und so deren Oberseite abdeckt.
Weiterhin ist eine Ausführungsform der Erfindung bevorzugt, bei welcher die einzelnen Taschen
einer kontinuierlichen Bahn erst dadurch definiert werden, daß die Bahn über sich quer zur Bahn
erstreckende Tragestangen gelegt und der jeweils auf einer Tragestange aufliegende Abschnitt
der Bahn mit einer im Querschnitt im wesentlichen U-förmigen Halteklammer auf der Tragestange
fixiert wird. Die Größe der Tasche wird dann jeweils durch die Länge des Bahnabschnittes
definiert, der sich zwischen zwei benachbarten Tragestangen erstreckt. Durch Abnehmen und
Versetzen der Halteklammern kann man so aus einer langen, kontinuierlichen Bahn eine Reihe
aufeinanderfolgender U-förmiger Taschen erzeugen, deren Größe variabel ist und entlang der
Taschenreihe variieren kann.
Die seitlichen Öffnungen der U-förmigen Taschen können durch vorzugsweise abnehmbare
Faltbögen verschlossen sein. Die Form derartiger Taschen ist im Prinzip aus Hängeregistraturen
bekannt, die teilweise auch sogenannte "Leinenfrösche" aufweise, welche die seitlichen Öffnungen
der Taschen von Hängeregistraturen verschließen. In ähnlicher Weise sollen auch die Faltbögen
gemäß der vorliegenden Erfindung seitliche Öffnungen der Taschen verschließen. Dabei sollen
diese Faltbögen doch vorzugsweise abnehmbar sein, sie können beispielsweise mit Druckknöpfen
oder dergleichen seitlich an den Taschen befestigt werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind an den Wänden der Taschen kleinere
Zusatztaschen vorgesehen. Die Taschen können dann wahlweise für den Transport größerer
Stückgüter in den von der Bahn gebildeten U-förmigen Taschen als auch für den Transport
kleinerer Stückgüter in den zusätzlichen kleineren Taschen verwendet werden.
Die vorliegende Erfindung sieht weiterhin eine Ent- bzw. Beladevorrichtung vor, welche zwei in
den Grundaufbau einführbare Ladeschienen hat, die unterhalb der Aufhängestange zwischen den
Taschen und der Aufhängevorrichtung bzw. den Aufhängeschienen in den Grundaufbau
einschiebbar sind, wobei mindestens die am weitesten im inneren des Grundaufbaus befindliche
Tasche bzw. deren Tragestange mit den einfahrbaren Schienen verrastbar ist, so daß die Taschen
nach dem Verrasten der am weitesten innen liegende Tragestange durch Zurückfahren der
Ladeschienen bzw. der Entladevorrichtung aus dem Grundaufbau herausnehmbar sind, wobei
spätestens beim Herausgleiten aus dem Grundaufbau die Enden der Tragestangen auf die
Ladeschienen zu liegen kommen.
Eine alternative Be- und Entladevorrichtung besteht aus einem im wesentlichen rechteckigen
Laderahmen, der mit seinem unteren Ende an dem unteren Ende der Stirnseite des Grundaufbaus
bzw. Rahmens schwenkbar angelenkt ist. Die Maße des Laderahmens 30 sind in etwa den Maßen
der Stirnseite des Grundaufbaus angepaßt. Am oberen Ende des Laderahmens sind Einrichtungen
zur Aufnahme einer Tragestange vorgesehen. Der Laderahmen wird an den Grundaufbau bzw.
Rahmen herangeklappt, dann wird die am weitesten vorn liegende Tragestange in dem Rahmen
bzw. Grundaufbau in den Laderahmen überführt, der anschließend wieder von dem Grundaufbau
weggeklappt wird und dabei die erste Tragestange der am weitesten vom liegenden Tasche
mitnimmt, die dabei geöffnet wird und zum Be- bzw. Entladen zugänglich ist. Vorzugsweise wird
der Laderahmen in einer Schrägsteilung durch eine Sicherungskette gesichert. Die Aufnahme
einrichtung für die Tragestange ist vorzugsweise ähnlich ausgebildet wie die entsprechenden
Halterungen in dem Rahmen selbst und haben vorzugsweise die Form von C-förmigen
Profilschienen, in weichen die an den Enden von Tragestangen aufgenommenen Rollen laufen
können. Ein Sicherungsbolzen oder dergleichen sorgt dabei dafür, daß die eine Tragestange einer
jeweils aufklappenden Tasche am oberen Ende des Laderahmens gesichert ist. Außerdem ist
zweckmäßigerweise eine Verriegelungsvorrichtung vorgesehen, weiche bei weggeklapptem
Laderahmen das Herausnehmen oder Herausgleiten der am weitesten vorn liegenden
Tragestange im Grundaufbau verhindert. Diese Verriegelungsvorrichtung kann dabei in der
bevorzugten Ausführungsform so gestaltet sein, daß sie durch Heranklappen des Laderahmens
betätigt, d. h. entriegelt wird, so daß in diesem Zustand das Überführen von Tragestangen von
dem Grundaufbau in den Laderahmen und umgekehrt möglich ist.
Das entsprechende Verfahren zum Beladen und Entladen eines Grundaufbaus mit zwei parallelen
Schienen als Aufhängvorrichtung, an welchen die Enden von Tragestangen gehaltert sind, welche
im wesentlichen U-förmige Taschen tragen, ist dadurch gekennzeichnet, daß
- a) zum Entladen
zwei Ladeschienen unterhalb der Tragestangen und zwischen den U-förmigen Taschen und den Schienen des Grundaufbaus in diesen eingeführt werden und zwar so weit, bis sich die Ladeschienen unter alle in dem Grundaufbau befindlichen Tragestangen erstreckt, woraufhin die am weitesten innen im Grundaufbau liegende Tragestange mit den darunter befindlichen Ladeschienen verrastet wird und anschließend die Ladeschienen aus dem Grundaufbau zurückgezogen werden, wobei alle zwischen der am weitesten innen liegenden Tragestangen und dem vorderen Ende des Grundaufbaus liegenden Tragestangen und die daran aufgehängten Taschen mitgenommen werden und sie spätestens dann auf die Ladeschienen auflegen, wenn sie aus dem Grundaufbau herausgleiten, und - b) zum Beladen
die Tragestangen mit den U-förmigen Taschen auf die Ladeschienen aufgelegt werden, die Ladeschienen in eine Höhe angehoben werden, in welcher die Enden der Tragestan gen im wesentlichen mit den Schienen des Grundaufbaus bzw. den entsprechenden Aufhängevorrichtungen fluchten oder leicht darüber liegen, anschließend die Ladeschienen so in den Grundaufbau eingeführt werden, daß die Enden der Tragestangen über bzw. in den Schienen des Grundaufbaus angeordnet sind, woraufhin die Ladeschienen abgesenkt werden, gegebenenfalls die Verrastung der Tragestangen mit den Ladeschienen gelöst wird und die Ladeschienen wieder aus dem Grundaufbau herausgezogen werden.
"Verrasten" bedeutet dabei im Sinne der vorliegenden Anmeldung lediglich, daß die innere
Tragestange in Ausfahrrichtung der Ladeschienen mit diesen in kraftschlüssigem Eingriff steht,
so daß die Tragestange im "verrasteten" Zustand von den Ladeschienen in Ausfahrrichtung
mitgenommen wird.
Bevorzugt läuft auch der Entladevorgang so ab, daß nach dem Einführen der Ladeschienen diese
zunächst angehoben werden, bis sie die Last der Tragestangen aufnehmen, die sich so leicht von
den Schienen des Grundaufbaus abnehmen lassen.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung, insbesondere für kleinere U-förmige Taschen,
braucht die Tragestange nicht an beiden Enden aufgehängt werden, sondern kann beispielsweise
als untere Querstange einer Aufhängeinrichtung ausgebildet sein, die im wesentlichen die Form
eines Kleiderbügels mit einem mittig über der Querstange angeordneten Aufhängehaken, Öse
oder dergleichen versehen ist.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung werden
deutlich anhand der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen und der
dazugehörigen Figuren.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch eine Reihe U-förmiger Taschen, die aus einer Gewebebahn gebildet
sind sowie eine Ausschnittvergrößerung hieraus,
Fig. 2 eine Reihe U-förmiger Taschen, die aus einer langen, durchgehenden Bahn
gebildet werden, wobei die Taschengröße variabel ist,
Fig. 3a-c verschiedene Ansichten einer an C-Profilschienen angeordneten Taschenreihe,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Wand einer Tasche mit aufgenähten kleineren Taschen,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch eine Reihe von Taschen nach Fig. 4,
Fig. 6-8 verschiedene Details eines Klapprahmens zur Halterung und Aufnahme der
Taschen und
Fig. 9-11 die Funktion eines Laderahmens, mit Hilfe dessen der Rahmen 6 entladen und
beschickt werden kann.
In Fig. 1 ist schematisch eine Reihe U-förmiger Taschen dargestellt, die aus einem flexiblen
Material, zum Beispiel einer Folien- oder Gewebebahn hergestellt sind. Ein Ausschnitt des oberen
Endbereiches einer Tasche ist in Fig. 1 vergrößert dargestellt. Man erkennt, daß die Bahn unter
Bildung U-förmiger Taschen über einer Reihe aufeinanderfolgender Tragestangen gelegt ist, wobei
jeweils zwischen zwei benachbarter Stangen 4 von der Bahn 2 die erwähnte Tasche 1 gebildet
wird.
Dabei bilden die oberen, zusammenhängenden Enden der Wände benachbarter Taschen 1 eine
Schlaufe 3, durch weiche jeweils eine Tragestange 4 geführt ist. Die die Schlaufe 4 bildenden
Wände benachbarter Taschen können auch unterhalb der Tragestangen 4 zusammengenäht bzw.
zusammengeheftet sein, so daß die gebildete Schlaufe 3 dauerhaft ist.
In Fig. 2 erkennt man eine ganz ähnliche Reihe U-förmiger Taschen 1, welche aus einer
kontinuierlichen Folien- oder Gewebebahn 2 gebildet sind, indem die Bahn über eine Reihe
paralleler Tragestangen gelegt wird, wobei zwischen den Tragestangen 4 von der Bahn 2 die U-
förmigen Taschen 1 ausgebildet werden. Die Größe der Taschen 1 ist bei dieser Ausführungsform
variabel und wird allein dadurch festgelegt, daß die jeweils zwischen benachbarten Taschen 1
gebildeten Schlaufen 3 auf den Tragestangen 4 durch vorzugsweise federnde Klammern 8 fixiert
werden. Die Klammern 8 werden entweder stirnseitig oder von oben auf die von der Bahn 2
überdeckte Tragestange 4 aufgeschoben. Die Bahn 2 ist dabei von einem Ende her zu einer Rolle
aufgewickelt, wobei die Gesamtlänge der Bahn der maximalen Anzahl und Größe der zu
bildenden Taschen entspricht und wobei außerdem vorzugsweise noch ein gewisser Überstand
vorgesehen ist, der ausreicht, um die Gesamtheit der Taschen 1 durch Zurückschlagen des
verbleibenden freien Endes der Bahn 2 von der Oberseite her abzudecken.
In Fig. 3 erkennt man verschiedene Ansichten einer Reihe von Taschen 1, die an Tragestangen
4 aufgehängt sind, welche ihrerseits an ihren Stirnseiten Rollen 7 aufweisen, die in im Profil C-
förmigen Schienen 5 laufen.
Dabei erkennt man das C-Profil der Schienen am besten in der in Fig. 3a dargestellten
Vorderansicht der Taschenreihe. Man erkennt weiterhin in Fig. 3a, daß der Durchmesser der
stirnseitig angebrachten Rollen 7 größer ist als die Breite des Schlitzes in den C-Profilschienen,
so daß die Rolle nicht seitlich aus dem C-Profil herausrutschen können.
Fig. 3b ist eine Ansicht auf die in Fig. 3a dargestellte Taschenreihe von oben, wobei die obere
Wand eines Teils der rechten Profilschiene weggebrochen dargestellt ist, so daß man darunter
die Rollen 7 erkennt, die koaxial zu den Tragestangen 4 angeordnet sind. Fig. 3c entspricht
schließlich einer Ansicht auf eine Schnittebene entlang der Linie A-A, die in Fig. 3b eingezeich
net ist. Die Blickrichtung verläuft hier parallel zur Achse der Tragestangen 4, man erkennt durch
den Schlitz des C-Profils der Schienen 5 die darin liegenden Rollen 7. Außerdem erkennt man
bei dieser Darstellung, daß die Schlaufen 3 der Taschen 1 zwischen den benachbarten Taschen
dadurch gebildet werden, daß die nebeneinanderliegenden Wände benachbarter Taschen
unterhalb der Tragestangen 4 miteinander verbunden bzw. zusammengeheftet sind, so daß
dauerhafte und feste Schlaufen 3 gebildet werden.
Fig. 4 ist eine Vorderansicht einer Tasche gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
bei welcher auf die Wände der Taschen 1 mehrere Reihen zusätzlicher, kleinerer Taschen 1,
aufgenäht, aufgeklebt oder sonstwie befestigt sind. In Fig. 4b erkennt man in einem Längsschnitt
einer Reihe derartiger Taschen 1, daß die kleineren Zusatztaschen 1′ auf gegenüberliegenden
Seiten einer Taschenwand in der Höhe versetzt zueinander angeordnet sind, wobei der Abstand
aufeinanderfolgender Reihen auf derselben Seite einer Taschenwand jeweils größer ist als die
Höhe der Taschen, was einerseits das Befüllen der Taschen erleichtert, andererseits beim
Zusammenschieben einer Reihe derartiger Taschen auch dazu führt, daß die Taschenreihen einer
Taschenwand jeweils zwischen den Reihen von Taschen auf der gegenüberliegenden Wand Platz
finden. Die Stückgüter werden so ausgesprochen platzsparend in den kleinen Zusatztaschen 1′
aufgenommen. Es versteht sich, daß bei einer solchen Taschenreihe nicht alle kleinen
Zusatztaschen gefüllt sein müssen, so daß die Taschen 1 auch als große Taschen für größere
Stückgüter genutzt werden können. Die kleineren Taschen, die ebenfalls aus einem flexiblen
Gewebe- oder Folienmaterial bestehen sollten, dienen dann als Polstermaterial. Selbstverständlich
ist es auch möglich, gleichzeitig in einer Tasche 1 als auch in den an dieser Tasche 1
angebrachten Zusatztaschen 1′ entsprechend geeignetes Stückgut aufzunehmen.
Die Fig. 5 bis . . . zeigen einen Grundaufbau 6 in Form eines zusammenklappbaren
Rahmens, an dessen Oberseite auf gegenüberliegenden. Selten parallel verlaufende Schienen 5
angeordnet sind. Diese Schienen 5 sind vorzugsweise die im Zusammenhang mit Fig. 3
beschriebenen C-Profilschienen. Das Be- und Entladen eines solchen Aufbaus kann auch im
Zusammenhang mit Fig. 3 beschrieben werden.
Die entsprechende, nicht dargestellte, Be- und Entladevorrichtung weist im wesentlichen zwei
schmale, parallele Ladeschienen auf, welche in den entsprechenden Zwischenraum zwischen den
Taschen 1 und den Profilschienen 5 unmittelbar unterhalb der Tragestangen 4 einführbar sind.
Diese Vorrichtung hat also eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Gabelstapler, wobei diese Gabeln
allerdings recht schmal, relativ lang und gegebenenfalls nach unten verstrebt sind. Außerdem
sollte ihr lichter Abstand verstellbar sein, damit eine Anpassung an unterschiedliche Taschen
breiten möglich ist. Diese Ladeschienen werden nun in den erwähnten Zwischenraum zwischen
den Taschen 1 und den Schienen 5 eingeführt. Das vordere Ende der Ladeschienen hat
zweckmäßigerweise einen nach oben gebogenen Haken oder eine andere Vorrichtung, mit
welcher die am weitesten innen in dem Grundaufbau 6 liegende Tragestange 4 verrastet werden
kann. Nachdem die Ladeschienen so weit in den Grundaufbau eingeführt sind, daß sämtliche
Tragestangen von den Ladeschienen erfaßt werden können, werden diese angehoben, bis
mindestens die am weitesten innen liegende Tragetasche von den Ladeschienen erfaßt wird. Sie
wird dann mit den Ladeschienen verrastet bzw. der Haken am Ende der Ladeschienen nimmt
diese Tragestange mit, während die Ladeschienen aus dem Grundaufbau bzw. Rahmen 6
zurückgefahren werden. Dabei laufen die Rollen 7 in der C-Profilschiene zurück und die
Tragestangen 4 sacken auf die Ladeschienen ab, sobald die Rollen aus den stirnseitigen
Öffnungen der C-Profilschienen herausrollen. Die Ladeschienen können jedoch in dem in den
Grundaufbau 6 eingefahrenen Zustand auch so weit hochgehoben werden, daß sie bereits alle
Tragestangen 4 berühren und die Rollen 7 sogar von ihrer Auflage in der Profilschiene 6 abheben.
Der Beladevorgang verläuft entsprechend in umgekehrter Reihenfolge.
Der in Fig. 6 dargestellte Grundaufbau oder Rahmen 6 besteht aus quaderförmig zusammen
gesetzten Rahmenrohren 11, 12 und 13. Dabei sind die Vertikalrohre 12 in der Mitte geteilt, wobei
die oberen und unteren Hälften jeweils durch ein Scharnier 17 miteinander verbunden sind. Die
Vertikalrohre 12 sind außerdem über weitere Scharniere 18 im Endbereich der oberen und unteren
Längsrahmenrohre 11 angelenkt in Querrichtung sind die vertikalen Rohre 12 und die Längsrohre
11 durch vier Querrohre 13 an den Ecken miteinander verbunden, so daß insgesamt der Rahmen
6 in den Umrissen eines Quaders aufgespannt wird. Außerdem weist dieser Rahmen 6 als Boden
noch ein Bodengitter 16 auf. Nach unten wird der Rahmen 6 durch ein an zwei gegenüber
liegenden Enden gekröpftes Bodenblech 14 abgeschlossen, welches durch darauf befestigte
Querträger 15 verstärkt ist. Die Querträger 15 ermöglichen den Transport des Rahmens 6 mit Hilfe
eines Gabelstaplers, ähnlich wie bei einer Palette. Man erkennt an den oberen Längsrohren 11
noch die innen angebrachten Profilschienen 5. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel haben
die Rahmenrohre 11, 12 und 13 sämtlich einen quadratischen Querschnitt, sie können jedoch
auch einen beliebigen anderen rechteckigen oder auch runden Querschnitt haben.
In Fig. 7 ist derselbe Rahmen 6 im zusammengeklappten Zustand dargestellt. Die im Bereich
der Scharniere 17 in Fig. 6 erkennbaren Verriegelungen werden hierzu gelöst, so daß die oberen
und unteren Hälften der Vertikalrohre 12 um die oberen und unteren Scharniere 18 verschwenkt
werden können und dabei relativ zueinander um die Mittelscharniere 17 verschwenken, bis der
in Fig. 7 dargestellte, zusammengeklappte Zustand erreicht ist. Das Aufrichten und Ausklappen
des Rahmens erfolgt umgekehrt, indem einfach das obere Rahmenrechteck, gebildet aus den
oberen Längsrohren 11 und den Querrohren 13, angehoben wird, wobei die Hälften der
Vertikalrohre 12 wieder um die Scharniere 18 und 17 verschwenken, bis der in Fig. 6
dargestellte, gestreckte Zustand der Vertikalrohre 12 erreicht ist. In diesem Zustand werden die
Verriegelungen 20 aktiviert, so daß die Vertikalrohre 12 nicht mehr im Bereich der Scharniere 17
einknicken können und damit im gestreckten Zustand bleiben. Es versteht sich, daß für einen
solchen zusammenklappbaren Aufbau Rahmenrohre mit rechteckigem Querschnitt bevorzugt
sind.
In Fig. 8 ist der Verriegelungsmechanismus 20 genauer dargestellt. Die Rahmenrohre 12 sind
hierzu durchsichtig gezeichnet. Der Verriegelungsmechanismus 20 besteht im wesentlichen aus
einem im Inneren der Rohre 12 längsverschiebbar angeordneten Rohr 21, von dem aus sich in
radialer Richtung ein Zapfen 22 durch einen L-förmigen Schlitz 24 im Rahmenrohr 12 nach außen
erstreckt. Der Zapfen 22 ist mit einem Griffknopf 23 versehen. Im linken unteren Teil der Fig. 8
ist der Verriegelungszustand dargestellt. Der Zapfen 22 liegt dabei am Ende des in Längsrichtung
verlaufenden Schenkels des Schlitzes 24 an, und das Rohr 21 erstreckt sich über die am
Scharnier 17 gebildete Verbindungsstelle der beiden oberen und unteren Rohrhälften des Rohres
12 hinaus. Vorzugsweise ist das Rohr 21 spielfrei oder mit nur sehr geringem Spiel in den
Rohrhälften 12 geführt. In einer bevorzugten, jedoch hier nicht dargestellten Ausführungsform der
Erfindung ist das Rohr 21 leicht exzentrisch ausgebildet, und der Schlitz 24 ist U-förmig, derart,
daß durch Bewegung des Zapfens 22 im zweiten U-Schenkel, der sich quer zur Längsrichtung
der Rohre 12 erstreckt, das Rohr 21 nochmals relativ zu den Rohren 12 verdreht werden kann,
so daß das Rohr 21 sich aufgrund seiner exzentrischen Form in den Rohren 12 verkeilt. Wird der
Zapfen 22 zurückgeschwenkt in den sich in Längsrichtung der Rohre 12 erstreckenden Schlitzteil,
so wird die größte exzentrische Ausdehnung des Rohres 21 mehr in Richtung der Diagonalen der
Rohre 12 verdreht, so daß nunmehr das Rohr 21 in vertikaler Richtung mit Spiel in den Rohren
12 bewegbar ist. Zum Entriegeln wird der Zapfen 22 in dem Schlitz 24 aufwärts bewegt und
erneut durch Verschwenken entlang des Querschenkels des Schlitzes 24 in dieser Position
gesichert. Die Länge des Schlitzes 24 und die Lage seines oberen Querschenkels sind so auf die
Länge des Rohres 21 bzw. den Abstand des Zapfens 22 zum unteren Rohrende abgestimmt, daß
das Rohr 21 in dieser entriegelten Stellung vollständig in der oberen Hälfte des Rohres 12
aufgenommen ist und sich nicht mehr in die untere Hälfte des Rohres 12 erstreckt in diesem
Zustand können die beiden Rohrhälften 12 ohne weiteres um das Scharnier 17 gegeneinander
verschwenkt werden.
Eine Alternative zu der weiter oben beschriebenen Be- und Entladeeinrichtung und eine
Alternative zu dem entsprechenden Be- und Entladevorgang einschließlich der zugehörigen
Vorrichtung ist in den Fig. 9 bis 11 dargestellt in Fig. 9 erkennt man den bereits im
Zusammenhang mit den Fig. 6 bis 8 näher beschriebenen Rahmen. In diesem Rahmen sind
außerdem eingehängte Taschen 1 dargestellt, deren Tragestangen 4 mit Rollen 7 versehen sind,
welche in den Profilschienen 5 laufen. Zusätzlich ist jedoch an einer Stirnseite des Rahmens 6
ein Laderahmen 30 über ein an seinem unteren Ende angebrachtes, lösbares Scharnier
angelenkt. Die Funktion dieses Laderahmens 30 wird deutlich aus den Fig. 10 und 11. In Fig.
10 ist der Laderahmen 30 in einem abgeklappten Zustand dargestellt. Dabei ist eine Tragestange
4 mit ihren Rollen im oberen Teil des Laderahmens 30 aufgenommen, das andere Ende der
zugehörigen Tasche 1 hängt an einer Tragestange 41 die noch im Rahmen 6 aufgenommen ist.
Durch Wegklappen des Laderahmens 30 von dem Rahmen 6 wird die Tasche geöffnet und man
hat einen leichten Zugang, um die Tasche 1 zu be- oder entladen. Eine Sicherungskette 34 sorgt
dafür, daß der Laderahmen nicht vollständig herabgeklappt wird, sondern unter einem Winkel
zwischen 30 und 50° relativ zu den vertikalen Rohren 12 stehenbleibt, so daß die geladenen Teile
nicht aus der Tasche 1 herausfallen. Es versteht sich, daß nicht nur die am vorderen Ende des
Rahmens 6 befindliche Tasche auf diese Art und Weise be- und entladen werden kann, sondern
daß auch alle folgenden Taschen auf die gleiche Art und Weise beladen oder entladen werden
können.
Zur Erläuterung dieses Vorganges wird zusätzlich auf die Fig. 11 Bezug genommen. Zunächst
soll der Entladevorgang beschrieben werden. Der lösbar am unteren Ende des Rahmens 6
angelenkte Laderahmen 30 wird mit seinem oberen Teil an den Rahmen 6 herangeklappt. Ein
Ladenocken 33 gleitet dabei in den Schlitz 42 einer Rollenverriegelung 40 hinein. Diese
Rollenverriegelung 40 besteht aus einem Rohr 41 mit dem bereits erwähnten Schlitz 42, wobei
das Rohr 41 vertikal verschiebbar in dem oberen Ende eines Rahmenrohres 12 auf einer
Druckfeder 43 gelagert ist. Ein Verriegelungsbügel 44 ist an dem Rohr 41 befestigt und ist so
ausgestaltet, daß er das stirnseitig offene Ende der Profilschiene 5 verschließt, die an dem oberen
Längsrohr 11 des Rahmens 6 angebracht ist, wenn das Rohr 41 unter der Wirkung der Druckfeder
43 sich in seiner oberen Endposition befindet. Ein Schlitz 45 im Rohr 12 fluchtet mit dem Schlitz
42, ist jedoch etwas länger ausgebildet als der Schlitz 42. Aus Gründen der Anschaulichkeit sind
auch in Fig. 11 die Rohre 11, 12 und 13 sowie auch andere Teile teilweise durchsichtig
dargestellt.
Beim Heranklappen des Laderahmens 30 an den Rahmen 6 gleitet der Ladenocken 33 durch den
Schlitz 45 in den Schlitz 42 hinein, wobei der Nocken 33 dabei so gestaltet und angebracht ist,
daß durch den Eingriff des Nockens 33 in den Schlitz 42 das Rohr 41 gegen die Wirkung der
Druckfeder 43 nach unten bewegt wird. Dabei wird auch der Bügel 44 nach unten gezogen und
gibt die stirnseitige Öffnung der C-Profilschiene 5 frei. Die Rolle 7 kann dann nach vorn aus der
Profilschiene 5 herausrollen und gelangt dabei in die unmittelbar anschließende und sich in
vertikaler Richtung erstreckende Profilschiene 35. Das obere Ende der Profilschiene 35 ist
angeschrägt, um sicherzustellen, daß die Rolle 7 in die Profilschiene 35 hineinläuft und sicher
darin aufgenommen werden kann. Im Abstand von dem oberen Ende der Profilschiene 35 ist ein
Stoppriegel 36 vorgesehen, der sich in das Innere der Profilschiene 35 hinein erstreckt und so
federnd gelagert ist, daß er über einen Betätigungsknopf gegen die Federwirkung aus der
Profilschiene 35 herausgezogen werden kann. Der Stoppriegel 36 stützt die Rolle 7 nach unten
ab, sobald sie in das obere Ende der Profilschiene 35 hineingerollt ist. Die Profilschiene 35 hat
zweckmäßigerweise exakt den gleichen Querschnitt wie die Profilschiene 5. Es versteht sich, daß
der eben beschriebene Vorgang gleichzeitig auf beiden Seiten des Laderahmens 30 bzw. des
Rahmens 6 stattfindet. Damit erstreckt sich also die erste Haltestange 4 zwischen den oberen
Enden der Profilschienen 35 am Laderahmen 30, wobei die zugehörigen Rollen 7 in dem oberen
Abschnitt der Profilschienen 35 sicher gehaltert sind. In diesem Zustand wird der Laderahmen 30
von dem Rahmen 6 weggeklappt in die in Fig. 10 dargestellte Stellung. Dabei wird durch die
erste Tragestange 4 das eine Ende der Tasche 1 mitgenommen, während das andere Ende an
der nächstfolgenden Tragestange 4 hängt, die sich noch am Rahmen 6 befindet. Während des
Wegklappens des Laderahmens 30 wird nämlich der Ladenocken 33 aus dem Schlitz 42
herausgezogen, so daß das Rohr 41 sich unter der Wirkung der Druckfeder 43 wieder nach oben
bewegt und die stirnseitige Öffnung der Profilschiene 5 vor der nächstfolgenden Rolle 7 wieder
verschließt.
Nachdem nun das in der Tasche 1 aufgenommene Stückgut entladen ist, wird der Stoppriegel 36
gelöst, so daß die Tragestange 4 mit ihren Rollen 7 in der Profilschiene 35 weiter nach unten
gleiten kann. Soweit erforderlich, wird dabei die Bahn 2 der betreffenden Tasche 1 nach unten
in Falten gelegt in diesem Zustand wird der Laderahmen 30 wieder an den Rahmen 6
herangeklappt, wobei sich derselbe Vorgang mit der nächstfolgenden Tragestange 4 und ihren
Rollen 7 wiederholt, so daß nunmehr also die zweite Tasche geöffnet wird. Dieses wird
fortgesetzt, bis sämtliche Taschen 1 entladen sind, wobei die leeren Taschen jeweils außerhalb
des Laderahmens 30 in Falten gelegt werden können.
Der Beladevorgang verläuft entsprechend umgekehrt, indem nacheinander die Tragestangen 4
mit ihren Rollen 7 über den Stoppriegel 36 angehoben werden, der zu diesem Zweck kurzzeitig
entriegelt wird, woraufhin der Laderahmen 30 an den Rahmen 6 herangeklappt wird, so daß man
nun die Tragestange 4 mit ihren Rollen 7 in die Profilschiene 5 hinüberrollen bzw. schieben kann.
Dann wird die nächstfolgende Tragestange 4 mit den Rollen 7 über den Stoppriegel 36 angehoben
und in dieser Position gesichert, woraufhin der Laderahmen 30 weggeklappt werden kann und
dabei die betreffende Tasche 1 leicht zugänglich öffnet. Sobald die Tasche 1 beladen ist, wird der
Laderahmen 30 wieder an den Rahmen 6 herangeklappt, die obere Tragestange 4 wird mit ihren
Rollen 7 in die Profilschienen 5 eingeschoben und es kann die nächste Tragestange 4 nach dem
Entriegeln des Stoppriegels 36 über diesen hinweg angehoben werden, so daß nun die nächste
Tasche geöffnet und beladen werden kann.
Eine weitere, nicht dargestellte Ausführungsform einer Be- und Entladevorrichtung ist der eben
beschriebenen Vorrichtung mit einem Laderahmen sehr ähnlich, wobei jedoch der entsprechende
Laderahmen am oberen Ende des Rahmens 6 gelenkig angeordnet ist und mit seinem unteren
Ende nach oben geklappt werden kann, so daß die Rollen 7 nacheinander direkt in damit
fluchtende Profilschienen, ähnlich den Profilschienen 35, hinübergerollt werden können. Das freie
Ende eines solchen Laderahmens muß dann gegebenenfalls abgestützt werden. Auch dabei
öffnen sich nacheinander die einzelnen Taschen. Ein solcher Laderahmen könnte auch, sofern
er lösbar an dem oberen Ende des Rahmens 36 angelenkt ist, die bereits beschriebenen
Ladeschienen ersetzen.
Claims (26)
1. Vorrichtung für den Transport und/oder die Aufbewahrung von Stückgut, gekennzeichnet
durch eine zusammenlegbare Bahn aus Folien- oder Gewebematerial, welche unter
Bildung mindestens einer im wesentlichen U-förmigen Tasche (1) zusammengelegt ist, in
welcher das Stückgut aufnehmbar ist, sowie durch eine Aufhängeeinrichtung am oberen
Ende der Taschen, welche an mindestens einer an einem Grundaufbau (6) befestigten
Aufhängevorrichtung aufhängbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende der U-
Schenkel der Tasche (1) mindestens eine Schlaufe (3) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufen durch die
Verbindung der U-Schenkel benachbarter Taschen (1) gebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in
Querrichtung der Tasche (1) mehrere Schlaufen (3) an gegenüberliegenden U-Schenkeln
einer Tasche (1) versetzt zueinander vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aufhängereinrichtung eine durch das obere Ende der Schlaufe hindurchsteckbare und sich
in Querrichtung über die Breite der Taschen (1) hinweg erstreckende Tragestange (4) ist,
deren Enden an gegenüberliegenden Aufhängpunkten aufhängbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aufhängpunkte an zwei Parallelen, am Grundaufbau (6) befestigbaren Schienen (5)
angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen (5) Raststellen
als Aufhängpunkte aufweisen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen im
Profil C-förmig mit aufeinanderzulaufenden C-Schenkeln ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen (5)
mindestens in der Nähe ihrer Enden eine Verriegelung aufweisen, welche den C-
Querschnitt mindestens teilweise verschließt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder einem der auf Anspruch 5 rückbezogenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Tragestangen (4) ein verdicktes Ende oder eine
Einschnürung in kurzem Abstand von ihrem Ende oder stirnseitig angeordnete Rollen (7)
mit zur Tragestange (4) parallelen Achsen haben.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Grundaufbau ein LKW-Aufbau ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
Grundaufbau (6) ein im wesentlichen einen Quader aufspannender Rahmen mit zwei sich
in der Nähe der Oberseite des Rahmens parallel auf gegenüberliegenden Seiten
erstreckenden Schienen (6) ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen an
mindestens einer Stirnseite offen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen an
seiner Oberseite offen ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Rahmen (6) zusammenklappbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die
Folien- oder Gewebebahn eine kontinuierliche Bahn ist, welche zu einer Mehrzahl
aufeinanderfolgenden Taschen im wesentlichen zickzackförmig zusammengelegt ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn am Ende der
ersten oder letzten Tasche (1) ein überstehendes freies Ende aufweist, dessen Länge so
bemessen ist, daß es nach dem Zurückschlagen die Oberseite der Taschenreihe abdeckt.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß Klammern (8)
vorgesehen sind, welche die Schlaufen (3) mit der eingeführten Tragestange (4)
umgreifen.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
seitlichen Öffnungen der Taschen (1) durch vorzugsweise abnehmbare Faltbögen (9)
verschlossen sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Wänden der Taschen (1) kleinere Zusatztaschen (1′) angeordnet sind.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Aufhängeinrichtung die Form eines Kleiderbügels hat, deren untere Stange als sich durch
die Schlaufen (3) erstreckende Tragestange ausgebildet ist.
22. Ent- bzw. Beladevorrichtung für eine Transport- und/oder Aufbewahrvorrichtung nach
Anspruch 5 oder einem der auf Anspruch 5 rückbezogenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß sie zwei Ladeschienen aufweist, welche unterhalb der Tragestan
gen (4) zwischen den Taschen (1) und den Schienen (5) in den Grundaufbau (6)
einführbar sind, wobei eine Einrichtung vorgesehen ist, um mindestens die am weitesten
im Inneren des Grundaufbaus (6) angeordnete Tasche (1) bzw. deren Tragestange (4) mit
den eingefahrenen Ladeschienen zu verbinden.
23. Ent- bzw. Beladevorrichtung für eine Transport- und/oder Aufbewahrvorrichtung nach
Anspruch 5 oder einem der auf Anspruch 5 rückbezogenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ein im wesentlichen rechteckiger Laderahmen (30) am unteren Ende
der Stirnseite des Grundaufbaus (6) gelenkig anbringbar ist, wobei der Laderahmen (30)
an seinem oberen Ende Einrichtungen (35, 36) zur Aufnahme der Tragestangen (4)
aufweist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Laderahmen (30) sich
im wesentlichen in Vertikalrichtung erstreckende Profilschienen (35) aufweist, welche den
Profilschienen (5) des Grundaufbaus (6) entsprechen, wobei an dem Grundaufbau (6) eine
durch Heranklappen des Laderahmens (30) entsperrbare Verriegelungsvorrichtung
vorgesehen ist, welche im verriegelten Zustand das stirnseitige Herausfahren der
Tragestangen (4) verhindert.
25. Verfahren zum Be- und Entladen eines Grundaufbaus mit zwei parallelen Schienen (5),
an welchen die Enden von Tragestangen (4) gehaltert sind, welche im wesentlichen U-
förmige Taschen (1) tragen, nach Anspruch 5 oder einem der auf Anspruch 5 rückbezo
genen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) zum Entladen
zwei Ladeschienen parallel und in dichtem Abstand zu den Schienen (5) des Grundaufbaus (6) unterhalb der Tragestangen (4) und seitlich außerhalb der Taschen (1) in den Grundaufbau (6) eingeführt werden, daß die am weitesten im Grundaufbau angeordnete Tasche (1) bzw. deren Tragestange (4) mit den Ladeschienen verbunden wird und daß die Ladeschienen aus dem Grundaufbau zurückgefahren werden, wobei die Taschen von den Schienen abgezogen werden und sich auf die Ladeschienen auflegen und mit den Ladeschienen weiter transportiert werden, - b) zum Beladen
die auf den Ladeschienen aufliegenden Tragestangen mit den daran aufgehängten Taschen (1) in den Grundaufbau derart eingeführt werden, daß die Enden der Tragestangen an den Schienen (5) des Grundaufbaus aufgehängt werden, worauf die feste Verbindung zwischen den Ladeschienen und mit den Tragestangen gelöst wird und die Ladeschienen aus dem Grundaufbau herausgefahren werden.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß beim Entladen nach dem
Einführen der Ladeschienen diese angehoben werden und dabei die Enden der
Haltestangen von ihren Auflagepunkten auf den Schienen (5) des Grundaufbaus (6)
abheben und daß die Ladeschienen zum Beladen in der angehobenen Stellung in den
Grundaufbau eingeführt und anschließend abgesenkt werden, wobei die Enden der
Tragestangen an den Halteschienen abgelegt werden.
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