DE413773C - Verfahren zur Gewinnung gesinterter keramischer Massen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung gesinterter keramischer Massen

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DE413773C
DE413773C DER55702D DER0055702D DE413773C DE 413773 C DE413773 C DE 413773C DE R55702 D DER55702 D DE R55702D DE R0055702 D DER0055702 D DE R0055702D DE 413773 C DE413773 C DE 413773C
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sintered ceramic
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sintering
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/32Burning methods

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung gesinterter keramischer lassen. Bei der Fabrikation hochfeuerfester Waren aus Stoffen wie z. B. Magnesiumoxyd oder Zirkondioxyd pflegt man diese Stoffe entweder von vornherein in plastischem Zustand zu erzeugen oder sie künstlich plastisch zu machen, um sie dann von Hand oder auch durch Gießen verformen zu können, oder aber man bringt sie nach vorheriger Sinterung unter höherem Druck in die gewünschte Form. In den beiden :ersten Fällen hat man immer mit starken Schwindungen zu rechnen (bei Zirkondioxyd z. B. mit bis zu 30 Prozent), welche die Fabrikation ungemein erschweren, im zweiten nur dann, wenn das Rohmaterial nicht so weit vorgebrannt bzw. gesintert worden ist, daß eine erheblichere nachträgliche Schwindnng bei der gewählten Brenntemperatur ausbleibt, und wenn ein ziemlich poröser Scherben den Ansprüchen genügt. Die Sinterung der Rohstoffe durch ; einfaches Brennen ist aber kostspielig, weil sie immer eine relativ hohe Brenntemperatur zur Voraussetzung hat; auch liefert sie ein hinsichtlich der Korngröße ziemlich ungleichmäl.»i1-es Material, welches meist erneuter Zerkleinerung und Homogenesierung bedarf, ehe es keramisch verarbeitet werden kann.
  • Es hat sich gezeigt, daß man das Sintern bei niedrigerer Temperatur durchführen und dabei gleichmäßiger gekörnte Massen erzielen kann, wenn man die Sinterung in Gegenwart solcher Stoffe durchführt, welche miüerali: s:erend auf die zu sinternden Stoffe wirken, d. h. den Platzwechsel ihrer Atome erleichtern und bei hinreichend langer Einwirkung auch die Bildung größerer Kristalle veranlassen. Die Verwendung mineralisierend wirkender Stoffe bei der Sinterung bringt den weiteren Vorteil, daß die zu verarbeitenden Rohstoffe schon im Anschluß -an ihre Herztellt,ng auf diejenige Korngröße und Dichte gebracht werden können, welche für die keramische Verarbeitung die günstigste ist und dann eines besonderen Vorbrennens nicht mehr bedürfen.
  • EG ist dies insofern von Bedeutung, als die künstlich bereiteten Rohstoffe zur Zeit stets auch schon. im Anschluß an den Herstellungsprozeß geglüht zu werden pflegen, um sie wasserfrei zu machen. Da dabei aber auf die Bedürfnisse der keramischen Verwertbarkeit zur Erzeugung möglichst wenig schwindender Ware kaum Rücksicht genommen wird, so muß die Fabrikation dieser meist mit einem nochmaligen Erhitzen des Rohstoffs beginnen, welche die Sinterung der Rohstoffe zum Ziel hat.
  • Um nach dem neuen Verfahren z. B. ein dicht: gesintertes Rohmaterial zur Herstellung von Magnesiawaren (Sintermagnesit) zu erzeugen, kann man von Magnesiumnitrat oder einem Gemisch aus Magnesiumnitrat und Magnesia oder aus IViagnesiumoxychlorid und Magnesia ausgehen und diese glühen, bis die gewünschte Korngröße erreicht ist. Die Verdichtung von Zirkondioxyd erreicht man z. B. durch Erhitzen des Zirkonoxyds mit Zirkonhalogeniden oder mit Stoffen, welche diese Halo genide- bilden; diejenige von Aluminitttno_;#,-d durch Erhitzen mit Aluminiumchlorid oder -flurid u. a. m. In diesen Fällen wirken die Salpetersäure, Salzsäure, Flußsäure mineralisierend; bei höheren Temperaturen könneil es auch Wasserdampf; Alkalichloride, Sulfide bzw. Schwefel u. a. m. tun. Wesentlich bleibt dabei immer, daß die Temperatur und Dauer des Erhitzens und die Menge des mineralisierend wirkenden Stoffs der gewünschten Korngröße entsprechend gewählt werden.
  • Anstatt ein Oxyd für sich allein durch Mineralisatoren zu verdichten, lassen sich unter bestimmten Bedingungen natürlich auch Oxydmischungen verwenden.
  • Mit diesem Verfahren hat das Verfahren nach Patent 335349 nichts gemeinsam. Aus dieser Patentschrift ist es bereits bekamt geworden, gebrannte Steine, die man aus sin,-terfähigen Dolomiten oder dolomitartigen Gesteinen brennt, mit Lösungen von Magnesiumsalzen wie von Magnesiumchlorid zu behandeln, um den Kalk abzubauen und den Gehalt der Masse an Magnesia zu erhöhen.

Claims (1)

  1. PATLNT-ANsPRUcH: Verfahren zur Gewinnung gesinterter keramischer Mässen, dadurch gekennzeichnet, -daß die Sinterung dieser Massen oder der zu ihrer Herstellung verwendeten Rohstoffe durch die Gegenwart mineralisierend wirkender Stoffe gefördert wird.
DER55702D 1922-04-23 1922-04-23 Verfahren zur Gewinnung gesinterter keramischer Massen Expired DE413773C (de)

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