DE4133902C2 - CMOS-Leistungsverstärker - Google Patents
CMOS-LeistungsverstärkerInfo
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- DE4133902C2 DE4133902C2 DE4133902A DE4133902A DE4133902C2 DE 4133902 C2 DE4133902 C2 DE 4133902C2 DE 4133902 A DE4133902 A DE 4133902A DE 4133902 A DE4133902 A DE 4133902A DE 4133902 C2 DE4133902 C2 DE 4133902C2
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft im allgemeinen einen
CMOS-Leistungsverstärker und speziell einen CMOS-Leistungsver
stärker mit Gegentakt-Aufbau, in welchem eine Ausgangsspannung
entsprechend der Leistungsquellen-Spannung auch bei niedrigem
Arbeits-Gleichstrom und bei niedriger Impedanz-Last erzeugt
wird.
Arithmetische Verstärker werden vielfältig zur Verstär
kung von Signalen in allen Arten elektrischer Kreise benötigt.
Wenn viele solcher arithmetischer Verstärker in einer hoch
integrierten Anordnung konzentriert sind, machen sich Leistungs
verstärker erforderlich, welche in der Lage sind, bei Lastbe
trieb und niedrigem Arbeitsgleichstrom und bei niedrigem Impe
danzwert zu arbeiten.
In dem Maße wie die Dichtheit der integrierten Halbleiter-
Strukturen ansteigt, werden die mehrfach hochverdichteten Ana
log- und Digital-Kreise durch einen einzigen technologischen Ar
beitsschritt auf einem einzelnen Chip erzeugt.
Analog-Kreise, die nach den gebräuchlichen CMOS-Produk
tionstechniken hergestellt sind, werden in verschiedener Weise
angewendet, so als Sprach-Bandpaß-Filter, Analog-Digital-Wand
ler oder Digital-Analog-Wandler.
Aus der DE 37 25 323 A1 ist ein Volldifferential-, CMOS-Operations-
Leistungsverstärker mit einer Eingangs-Differentialstufe, zwei Verstärkerstufen und zwei
Ausgangsstufen bekannt.
Drei Arten von Leistungsverstärkern sind bekannt als die
Typen A, B und AB. Bei dem Typ A-Verstärker fließt der Kollek
torstrom der Ausgangsstufe kontinuierlich, stellt sich ein
gleichmäßiger Fluß von der Stromquelle ein. Wenn eine niedrige
Impedanz-Last treibt, müssen die Ausgangstransistoren bei A-
Verstärkern einen hohen Leistungs-Nennwert haben, weil sich
hohe Strom- und Leistungswerte am Transistor einstellen.
Bei dem herkömmlichen Typ B-Gegentakt-Transistorpaar-
Verstärker wird der Stromfluß nicht über die gesamte Ausgangsschwingung
aufrechterhalten.
Verstärker vom Typ AB sind Hybride beider Typen A und B.
Typ A- und Typ AB-Endstufen besitzen eine Begrenzung ihrer Aus
gangs-Spannungswerte, was durch ihren Aufbau begründet ist. Des
halb müssen die Transistoren der Endstufen in ihren Kennwerten
hoch dimensioniert sein, wenn eine niedrige Impedanz-Last treibt.
Herkömmliche Typ B-Endstufen haben den Vorteil, daß der
Ausgangs-Spannungswert höher ist als bei vergleichbaren Typ A-
und Typ AB-Endstufen. Aber Typ B-Verstärker haben den Nachteil,
daß die Überkreuz-Verzerrung größer und die Kontrolle des Ar
beitsgleichstromes schwierig ist.
Diese Nachteile machen die bekannten Typ A, B und AB-Ver
stärker ungeeignet für CMOS-Anwendung, welche erfordert, den Ver
stärker mit einer niedrigen Impedanz-Last bei niedrigem Arbeits
gleichstrom zu betreiben.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, die oben beschrie
benen Nachteile der herkömmlichen Verstärker-Systeme zu besei
tigen.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst; zweckmäßige
Ausgestaltungen enthalten die Ansprüche 2 bis 9.
Die erfindungsgemäße Lösung ergibt einen
CMOS-Leistungsverstärker mit einem Gegentakt-Aufbau, welche im
stande ist, eine Ausgangs-Leistung analog zur Leistungsquellen-
Spannung zu erzeugen, auch wenn eine niedrige Impedanz-Last
treibt.
Der CMOS-Leistungsverstärker
der vorliegenden Erfindung besitzt eine Differential-Eingangs-
Verstärkerstufe zur Verstärkung von Differenz-Eingangssignalen.
Eine Verstärkerstufe mit hoher Verstärkung erhöht die
Verstärkung des Ausgangssignals der Differenz-Eingangs-Verstär
kerstufe. Eine Endstufe speist eine Niedrig-Impedanz-Last mit
den Ausgangssignalen der Verstärkerstufe mit hohem Verstärkungs
grad.
Vorzugsweise schließt die Verstärkerstufe mit hoher Ver
stärkung eine erste Verstärkereinheit ein, die einen ersten
Teil der Endstufe treibt, wenn die Spannungsdifferenz zwischen
zwei Eingängen der Differenz-Eingangs-Verstärkerstufe einen be
stimmten Wert übersteigt. Weiterhin treibt ein zweiter Verstärkerteil
einen zweiten Teil der Endstufe, wenn die Spannungs
differenz zwischen den zwei Eingängen unterhalb eines be
stimmten Wertes liegt.
Vorzugsweise schließt die Endstufe einen ersten Aus
gangsteil ein, bestehend aus einem ersten Paar von Transisto
ren, deren Gates Ausgangssignale der ersten Verstärkereinheit
der Verstärkerstufe mit hohem Verstärkungsgrad erhalten, und
das wie ein Typ B-Gegentakt-Verstärker arbeitet.
Sodann schließt die Endstufe eine zweite Ausgangsein
heit ein, bestehend aus einem zweiten Paar von Transistoren
deren Gates ein Ausgangssignal der zweiten Verstärkereinheit der
Verstärkerstufe mit hohem Verstärkungsgrad erhalten und die
wie ein Gegentaktverstärker vom Typ AB arbeitet. Die Transi
storen geben die Ausgangssignale über ihre Drains ab.
Die oben genannten Merkmale der vorliegenden Erfindung
und deren Vorteile sollen durch die detaillierte Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsform der beanspruchten Erfindung
mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläu
tert werden.
In den Zeichnungen bedeuten
Fig. 6A bis 6C eine schematische Strukturdarstellung von drei her
kömmlichen Leistungsverstärker-Endstufen
Fig. 1 ein Blockschaltbild, welches den CMOS-Leistungs
verstärker gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt
Fig. 2 eine schematische Strukturdarstellung, welche die
Differenz-Eingangsstufe des Verstärkers gemäß Fig. 1
wiedergibt
Fig. 3 eine schematische Strukturdarstellung, welche die
Verstärkerstufe mit hoher Verstärkung entsprechend
der Darstellung nach Fig. 1 enthält
Fig. 4 eine schematische Strukturdarstellung, welche die
Endstufe der Anordnung nach Fig. 1 verdeutlicht und
Fig. 5 eine schematische Strukturdarstellung des gesamten
Leistungsverstärkers entsprechend der Fig. 1 bis 4.
Die Fig. 6A bis
6C zeigen herkömmliche Endstufen-Kreise.
Im einzelnen zeigt Fig. 6A eine Strukturdarstellung einer
herkömmlichen Endstufe vom Typ A; Fig. 6B zeigt eine Struktur
darstellung einer herkömmlichen Endstufe des B-Typs und Fig. 6C
die Struktur einer herkömmlichen Endstufe des Typs AB.
Die Typ A-Endstufe nach Fig. 6A enthält einen MOS-Tran
sistor vom N-Typ MN1, der an seinem Gate das Eingangssignal
Vin erhält und dessen Source mit der Stromquelle I1 verbunden
ist. Die Typ B-Endstufe nach Fig. 6B enthält zwei CMOS-Tran
sistoren, speziell einen MOS-Transistor vom P-Typ MP1 und einen
MOS-Transistor vom N-Typ MN2, an deren Gates das Eingangssignal
Vin anliegt.
Die Typ AB-Endstufe nach Fig. 6C enthält ein Paar Strom-
Umkehr-Transistoren MP2, MP3, ein Paar Transistoren MN3, MN4,
die das Eingangssignal Vin über ihre Gates erhalten, und ein
Paar Transistoren MP4, MP5, die mit ihren Gates mit dem Drain
des Transistors MP3 und mit der Stromquelle I2 verbunden sind.
Bei den oben beschriebenen herkömmlichen Endstufen be
grenzen die Endstufe vom Typ A gemäß Fig. 6A und die Endstufe
vom Typ AB gemäß Fig. 6C die Ausgangs-Spannungsgröße entspre
chend der für solche Anordnungen bekannten Begrenzungseigen
schaften. Somit muß für den Fall, daß die Last, welche einen
niedrigen Impedanz-Wert besitzt, durch einen Typ A- oder Typ
AB-Kreis gespeist wird, der in der Endstufe eingesetzte Tran
sistor eine hohe Leistungsaufnahme besitzen.
Demgegenüber hat eine herkömmliche Endstufe vom Typ B
gemäß Fig. 6B den Vorteil, daß ihr Ausgangswert höher ist im
Vergleich zu den Endstufen der Typen A und AB. Sie hat aber
auch zwei Nachteile: die Überkreuz-Verzerrung ist größer und
die Kontrolle des Arbeitspunkt-Gleichstromes ist schwierig.
In der US-Patentschrift Nr. 4.480.230 ist zur Überwin
dung dieser Nachteile ein CMOS-Leistungsverstärker vom Typ AB
veröffentlicht. Bei dem Verstärker nach o. g. US-Patent, der
eine hochverstärkende und eine Endstufe gemeinsam enthält, wird
die Überkreuz-Verzerrung zu einem wesentlichen Problem.
Diese Nachteile sollen mit der Verstärker-Anordnung nach
der vorliegenden Erfindung überwunden werden.
Fig. 1 zeigt
einen CMOS-Leistungsverstärker gemäß der vorliegen
den Erfindung. Dieser besitzt eine Differenzverstär
ker-Eingangsstufe 10 zur Verstärkung des Differenz-Eingangs
signals, welches über die Anschlüsse S2, S4 angelegt wird, eine
Verstärkerstufe mit hoher Verstärkung 20 zur Erhöhung der Ver
stärkung der von der Stufe 10 verstärkten und über die Leitun
gen S11 bis S14 übertragenen Signale, und eine Endstufe 30 zur
Speisung einer Last (nicht dargestellt) mit den Ausgangssigna
len S21 bis S23 der Stufe 20. Die Verstärkerstufe 20 setzt sich
aus einer separaten ersten und zweiten Verstärkereinheit 21, 22
zusammen. Die Verstärkereinheiten 21, 22 erhalten jede Eingangs
signale von der Eingangsstufe 10 über die Leitungen S11 bis S14.
Die Einheit 21 gibt ihre Ausgangssignale S21, S22 an eine erste
Einheit 31 der Endstufe 30 ab. Entsprechend speist die Einheit
22 ihr Ausgangssignal S23 in eine zweite Einheit 32 der End
stufe 30. Die Endstufe 30 erzeugt ein Signal am Ausgangsanschluß
OUT, das an die Last gelegt ist.
In den Fig. 1 bis 5 sind gleiche Elemente mit den glei
chen Bezugszeichen versehen.
Die Fig. 2 bis 4 geben im einzelnen
Schaltungselemente und deren Verbindung für die Differenzver
stärker-Eingangsstufe 10, die Verstärkerstufe mit hoher Ver
stärkung 20 und die Endstufe 30 gemäß Fig. 1 wieder. In jeder
der Fig. 2 bis 4 sind die Transistoren, auf die hingewie
sen wird, mit Numerierung versehen, beginnend mit den Buchsta
ben MP betreffend MOS-Transistoren vom P-Typ.
Die Buchstabenkombination MN
bezeichnet einen MOS-Transistor vom N-Typ. Vorzugswei
se sind die Stufen 10, 20 und 30 alle in einem einzigen CMOS-IC
integriert.
Wie es allgemein bekannt ist, besitzen die MOS-Tran
sistoren, die hierfür eingesetzt werden, vier funktionelle
Teile, nämlich Gate, Drain, Source und Substrat, erzeugt
durch Überlagerung von Materialschichten auf einem Silizium-
Substrat. Das Gate ist der Steuer-Eingang, und es beeinflußt
den Elektronenfluß zwischen Drain und Source; Drain und Sour
ce können wie die zwei Pole eines Schalters gesehen werden.
Bei einem MOS-Transistor vom N-Typ werden Source und
Drain miteinander verbunden, wenn eine hohe Spannung oder
eine Binär-1 in bezug auf das Substrat am Gate angelegt wird,
und der Transistor arbeitet wie ein geschlossener Schalter.
Bei einem MOS-Transistor vom P-Typ ist der Schalter geschlos
sen oder "on", wenn das Grundsignal oder Binär-0 am Gate an
liegt. Der Schalter ist offen oder "off", wenn eine hohe
Spannung oder Binär-1 in bezug auf das Substrat an dem Gate
angelegt ist.
Bei einem MOS-Transistor wird der Strom zwischen Sour
ce und Drain durch eine Spannung, die am Gate anliegt, gesteu
ert. Drei unterschiedliche Arbeitszustände oder "Bereiche"
sind möglich. In Betrieb wird eine positive Spannung (in be
zug auf das Substrat) zwischen Source und Drain angelegt.
Mit einer 0 V-Gate-Vorspannung (d. h. wenn die Spannung zwi
schen dem Gate und Source Null ist), fließt fast kein Strom
zwischen Source und Drain; sie sind gewissermaßen voneinan
der isoliert. Im praktischen Betrieb existiert ein sehr nied
riger Leckstrom vom Source zum Drain. Somit hört der Drain-
Source-Strom auf, wenn die Gate-Spannung niedriger wird als
ein Schwellwert, abgesehen vom o. g. Leckstrom.
Mit positiver Gate-Vorspannung, d. h. wenn die Sub
strat-Gate-Spannung den Schwellwert übersteigt und größer
ist als die Drain-Spannung, fließt ein Drain-Source-Strom.
Die Anordnung arbeitet im ungesättigten oder linearen Be
reich, in welchem der Stromfluß eine Funktion sowohl der Ga
te- als auch der Drain-Spannung ist. Wenn die Gate-Vorspan
nung kontinuierlich erhöht wird, wird ein Umkehrpunkt er
reicht, bei dem vollständige Leitfähigkeit zwischen Gate
und Substrat vorliegt. Physikalisch bedeutet das, daß das
Halbleitermaterial, das Gate und Substrat trennt, seine Eigenschaft
ändert; diesen Vorgang nennt man Inversion. Das Sy
stem arbeitet dann in einem gesättigten Zustand, in welchem
der Kanalstrom durch die Gate-Spannungshöhe gesteuert wird,
unabhängig von der Drain-Spannung.
Elektrisch arbeitet eine MOS-Anordnung wie ein Spannung-ge
steuerter Schalter, der den Strom zwischen Drain und Source
leitet, wenn die Gate-Source-Spannung die Schwellspannung
übersteigt.
Die Einrichtung kann in drei Bereichen arbeiten: ein
"Abschalt-Bereich", in welchem nur ein Strom als Source-Drain-
Leckstrom fließt, ein "linearer Bereich", in welchem der Sour
ce-Drain-Strom linear mit der Gate-Spannung ansteigt und ein
"Sättigungs-Bereich", in welchem eine Umkehr stattfindet und
der Drain-Strom unabhängig von der Drain-Spannung ist.
Wie allgemein bekannt, bedarf es keiner Anschlüsse von
Außenkomponenten an dem Substrat. Bei allen MOSFET vom P-
Typ liegt am Substrat die Spannung VDD und die MOSFET vom
N-Typ sind mit der Spannung VSS verbunden. In einigen Fäl
len (z. B. MN35) ist das Substrat mit dem Source verbunden.
Gemäß Fig. 2 besteht die Differenzverstärker-Eingangs
stufe 10 aus einem MOS-Transistor vom P-Typ MP11, dessen Gate
eine Vorspannung Vbias erhält und wie eine Stromquelle wirkt,
aus einem Paar von Differential-Transistoren MP12, MP13, die
beispielsweise die Eingangssignale Vin+, Vin- über die Lei
tungen S2, S4 enthalten und aus zwei Paaren von Transistoren
MN13, MN14, MN11 und MN12 zur Bildung des benötigten Strom-
Signals.
Wie allgemein bekannt ist, stellt der Übertragungsleit
wert, welcher den Zusammenhang zwischen Ausgangsstrom und Ein
gangsspannung wiedergibt, eine Bewertungsgröße aller MOS-Tran
sistoren dar. Somit wird der Übertragungsleitwert zur Messung
der Verstärkung der MOS-Einrichtung benötigt und erhält einen
unterschiedlichen Wert in Abhängigkeit davon, ob die Einrich
tung in linearen oder im Sättigungsbereich arbeitet.
Ebenfalls ist bekannt, daß MOSFET, wie sie in den Ab
bildungen gezeigt sind, zu sogenannten Stromumkehr-Paaren zu
sammengefaßt werden können. Der Drain-Strom eines MOS-Transistoren
ist abhängig von dem Verhältnis von Breite und Länge
des Halbleiter-Kanals, durch welchen der Transistor bestimmt
ist. Eine Vielzahl von Transistoren kann auf einem einzigen
Chip untergebracht sein, wobei jeder das gleiche Breite-Länge-
Verhältnis (W/L) besitzt. Von allen Transistoren, welche die
gleiche Gate-Source-Schwellspannung VT besitzen und welche
den gleichen Drain-Source-Strom aufweisen sagt man, daß sie
die gleiche "Größe" haben.
Vorzugsweise sind die Größen der meisten Transistoren
in der erfindungsgemäßen Anordnung etwa gleich groß zueinan
der. Dabei insbesondere sind die Größen der FET's MN23, MN35,
MP35 etwas geringer, während die Größe des FET MN25 relativ groß
ist.
Die MOSFET der vorliegenden Erfindung arbeiten nicht im
Schalterbetrieb, sondern als Verstärker. Deshalb sprechen alle
MOSFET an, wenn ein bestimmtes äußeres Eingangssignal Vin+
und Vin- anliegt. Andererseits können die FET's MP36 oder
MN36 auch schließen, je nachdem, ob der Eingang Null ist oder
über bzw. unter einer Arbeits-Schwellspannung Oop liegt.
Stromumkehr-Transistoren werden für die Erfindung be
nötigt. Zum Aufbau eines stabilen Differenzverstärker be
nötigt man auch eine stabile Stromquelle. Wenn die Charakte
ristiken von zwei Transistoren Q1, Q2 die gleichen sind, kön
nen sie für den gleichen Arbeitsstrom Io = IB ausgelegt wer
den. Den Effekt, daß Io = IB ist, nennt man einen Stromum
kehr-Effekt und die Transistoren Q1, Q2 werden Stromumkehr-
Transistoren genannt. Der Effekt wird in den folgenden Glei
chungen verdeutlicht:
IB = IB1 + IB2 + hFE2 IB2
Io = hFE1 IB1
Q1, Q2 besitzen die gleichen Charakteristika und somit
ist
IB1 = IB2, hFE2 = hFE1
IB = IB1 + IB1 + hFE1 IB1 = 2IB1 + hFE1 IB1 = (2 + hFE1)IB1
grundsätzlich, hFE1 << 2, und somit
IB = hFE1 IB1
IB = Io
In der Verstärker-Stufe 10 werden die zwei Differenz-Ein
gangsignale Vin+, Vin-, welche an den Eingangsanschlüssen S2,
S4 anliegen, entsprechend des Übertragungsleitwertes der beiden
Paare von Stromumkehr-Transistoren MN11, MN12 und MN13, MN14
und durch das Paar von Differential-Transistoren MP12, MP13 ver
stärkt. Sodann werden die verstärkten Signale über die Drains
der Stromumkehr-Transistoren MN11 bis MN14 an die Leitungen S11
bis S14 abgegeben.
Unter dieser Bedingung werden die verstärkten Signale an
den Anschlüssen S11 bis S14 (abgenommen an den Drains der Tran
sistoren MN11 bis MN14) an die bereits vorher erwähnte Verstär
kerstufe 20 angelegt.
Die Differenzverstärker-Eingangsstufe 10 kann in Abhän
gigkeit von der Größe des Gleichtaktbereiches (CMR) unterschied
lich gestaltet sein. Die Größe des Gleichtaktbereiches CMR wird,
durch den einzelnen Anwendungsfall, in dem der Leistungsverstär
ker 1 benötigt wird, festgelegt. Die Differenzverstärker-Ein
gangsstufe gemäß der beanspruchten Erfindung ist vorzugsweise
mit einer großen CMR ausgelegt, vorzugsweise im Bereich von
-3,7 V bis 4,0 V.
Die in Fig. 3 beschriebene Verstärkerstufe mit hoher Ver
stärkung 20 des Verstärkers 1 besitzt folgenden Aufbau: einen
ersten Verstärkerteil 21, einen zweiten Verstärkerteil 22 und
Wechselspannungskompensationskapazitäten C21, C22 zur Herstel
lung einer stabilen Wechselspannung. Die erste Verstärkerein
heit 21 setzt sich zusammen aus Paaren von Transistoren MP21,
MP22, MP23, MP24, MP25, MP26, die die Stromumkehr im Zusammenhang
mit der Differenzverstärker-Eingangsstufe 10 bilden und Paaren
von Transistoren MN21 bis MN26 zur Verstärkung der an ihre
Gates angelegten Signale S11 bis S14, die von der Differenz
verstärker-Eingangsstufe 10 stammen. Die Ausgänge S21, S22
der Sektion 21 stammen von den Transistoren MN23, MN25.
Die zweite Verstärkereinheit 22 beinhaltet Paare von
Stromumkehr-Transistoren MP27, MP28, MP29, MP30, Paare von Transisto
ren MN29, MN30, MN27, MN28 zur Verstärkung der an ihre Gates
angelegten Signale S11 bis S14 und ein Paar von Transistoren
MP31, MN31 welche über ihre Drains ein Ausgangssignal S23 der
Einheit 22 abgeben. Die Wechselstromkompensationskapazitäten
C21, C22 sind an den Drains der Transistoren
MN23, MN25 angeschlossen.
Entsprechend Fig. 4 setzt sich die Endstufe 30 des Ver
stärkers 1 folgendermaßen zusammen: eine erste Endstufenein
heit 31, bestehend aus einem Paar von Transistoren MP36, MN36,
an deren Gates die Ausgangssignale S21, S22 der ersten Ver
stärkereinheit 21 der Verstärkerstufe mit hoher Verstärkung 20
anliegen. Die Transistoren, MP36, MN36 wirken wie ein Gegen
taktverstärker vom Typ B. Die Endstufe 30 besitzt eine zweite Endstufen
einheit 32, die ein Paar von Transistoren, MP35, MN35 einschließt,
die über ihre Gates das Ausgangssignal S23 der zweiten Verstär
kereinheit 22 der Verstärkerstufe mit hoher Verstärkung 20 er
halten. Die Transistoren wirken wie ein Gegentaktverstärker
vom Typ AB; ein Ausgangssignal OUT wird entsprechend am Drain
der Transistoren MP36, MN36 abgegeben.
Für den Betriebsfall, daß die Ausgangs-Spannungssignale
OUT der Endstufe 30 klein gehalten werden, werden die Transisto
ren MP36, MN36 der ersten Endstufen-Einheit 31 in einem Ab
schaltzustand gehalten und der Strom zur Last (nicht dargestellt) wird
von den Transistoren MP35, MN35 der zweiten Endstufen-Einheit
32 geliefert. Somit können die Transistoren MP35 und MN35 für
den Fall, daß das Ausgangssignal niedrig ist und ein geringer
Strom zur Last fließt, mit niedrigen Leistungs-Kennwerten ver
sehen sein.
Wenn die Ausgangsspannung OUT ansteigt, schalten die
Transistoren, MP36, MN36 der ersten Endstufen-Einheit 31 vom
Abschaltzustand in den Einschaltzustand um und der Strom für
die Last wird durch die Transistoren MP35, MN35, MP36, MN36
geliefert. Das führt im Gegensatz zu dem Fall, in dem sich das
Ausgangssignal zu einem kleineren Wert verändert, im Fall des
ansteigenden Wertes zu einem großen Strom durch die Last;
dabei wird der meiste Strom durch die Transistoren MP36, MN36
der ersten Endstufen-Einheit 31 geliefert. Das bedeutet, daß
der Strom für den Fall, daß das Ausgangssignal zu höheren Wer
ten variiert und dann einen Arbeits-Schwellwert übersteigt,
von den Transistoren MP35, MP36 in die Last gespeist wird.
Währenddessen, wenn das Ausgangssignal kleiner wird, speisen
die Transistoren MN35, MN36 den Strom in die Last. Unter die
sen Bedingungen stellen die Transistoren MP36, MN36 der er
sten Endstufen-Einheit 31 den größten Teil des Speisestromes
zur Verfügung.
Fig. 5 enthält eine detaillierte Strukturdarstellung
eines Leistungsverstärkers gemäß der vorlie
genden Erfindung. Bei deren Erläuterung wird von einem Ideal
fall ausgegangen, bei welchem gleichgroße Eingangsspannungs
werte Vin+, Vin- an den Eingangsanschlüssen der Transistoren
MP12, MP13 der Differenzverstärker-Eingangsstufe 10 vorliegen.
In solchem Falle sind auch die Spannungsgrößen, die an den
Gates der Transistoren MN21, MN23 und MN25 anliegen, gleich
groß, ebenso die Spannungswerte, die an den Gates der Tran
sistoren MN22, MN24, MN26 anliegen.
Demgemäß wird der Spannungswert des Ausgangs S21 der
ersten Verstärker-Einheit 21 der Verstärkerstufe mit hoher
Verstärkung 20, d. h. die Spannung des Drains des Transi
stors MN23, einen DC-Arbeitspunkt fast in der Größenordnung
der Leistungsquellen-Spannung Vdd haben. Demgegenüber wird
die Spannung am Ausgang S22 der ersten Verstärkerstufe 21,
d. h. die Drain-Spannung des Transistors MN25, einen DC-Ar
beitspunkt fast in der Höhe der Leistungsquellen-Spannung
VDD einnehmen. Das bedeutet, daß die Transistoren MP36, MN36
der Endstufe zugesteuert sind.
Im Fall, daß die Größen, die elektrischen Eigenschaf
ten und Kennwerte der Stromumkehr-Transistoren MP21, MP22,
MP23 und MP24 gleich sind und daß die Größen und Eigenschaf
ten der Transistoren MN21, MN22 und MN24 ebenfalls gleich
sind, daß aber die Größe des Transistors MN23 niedriger liegt
als die des Transistors MN21, arbeiten die Transistoren MP23
und MP24 in einem ungesättigten Bereich. Das führt dazu, daß
sich die Drain-Spannung des Transistors MN23 der Höhe der Lei
stungsquellen-Spannung VDD annähert.
Für den Fall, daß die Transistoren MP21, MP22, MP25 und MP26 gleich
aufgebaut sind, daß jedoch der Transistor MN25 höhere Kennwer
te besitzt als der Transistor MN21 arbeiten die Transistoren
MN25, MN26 in einem ungesättigten Bereich, mit dem Ergebnis, daß
die Drain-Spannung des Transistors MN25 in die Nähe der Lei
stungsquellen-Spannung VSS gelangt. Demgemäß wird der Wert des
DC-Strom-Arbeitspunktes der Transistoren MP36, MN36 der End
stufe 30 zu Null.
Für den Fall, daß die Eingangsgröße Vin+ um mehr als
einen bestimmten festgelegten Spannungswert Oop größer ist,
als die Eingangsgröße Vin-, arbeitet der Transistor MP24 in
einem Sättigungsbereich und die Transistoren MP21 bis MP24 und
MN21 bis MN24 sorgen für eine hohe Verstärkung dieser Verstär
kerstufe. Demzufolge bewegt sich die Drain-Spannung des Tran
sistors MN23, d. h. das Ausgangssignal S21 der ersten Verstär
kerstufen-Einheit 21, zu einem niedrigeren Spannungswert, der
definiert ist durch die Gleichung (Vin+ - Vin - Oop) × (Verstär
kung der Differenzverstärker-Eingangsstufe 10) × (Verstärkung
der hochverstärkenden Verstärkerstufe).
Unter dieser Bedingung bleibt der Transistor MN25 unge
sättigt und damit stellt sich die Drain-Spannung des Transi
stors MN25, d. h. das Ausgangssignal S22 der Verstärkerstufe
20 auf eine Spannung in der Nähe der Leistungsquellen-Spannung
VSS ein.
Entsprechend bewegt sich die Gate-Spannung des Transi
stors MP36 der Endstufe 30 auf einen Spannungswert, welcher
einen niedrigen Arbeitsspannungswert darstellt, wenn die Ein
gangs-Spannungsdifferenz (Vin+ - Vin) der Stufe 10 einen be
stimmten Schwellspannungswert (Oop) übersteigt. Deshalb be
ginnt der Transistor MP36 den Strom zu liefern, der zum Spei
sen einer Last mit niedriger Impedanz erforderlich ist und die
Ausgangssignale OUT der Endstufe 30 wachsen an. In diesem Fall
liegt die Gate-Spannung des Transistors MN36 der Endstufe 30
in der Nähe der Leistungsquellen-Spannung VSS, so daß der Tran
sistor MN36 in einem Abschalt-Zustand verbleibt.
Andererseits gelangt der Transistor MP36 der Endsufe 30
in einen Abschalt-Zustand, wenn die Eingangs-Spannungsdiffe
renz (Vin+ - Vin-)der Differenzverstärker-Eingangsstufe 10
einen bestimmten festgelegten Wert Oop erreicht. Der Strom,
der für das Treiben einer Niedrigimpedanz-Last erforderlich
ist, wird durch den Transistor MN36 mit dem Ergebnis geliefert,
daß das Ausgangssignal OUT der Endstufe 30 abnimmt.
Unter den genannten Bedingungen ist die Spannung an den
Gates und Sources der Transistoren MP36 und MN36 äquivalent
zu der Leistungsquellen-Spannung und deshalb können die Tran
sistoren MP36 und MN36 gering dimensioniert werden.
Es folgt eine deetaillierte Funktionsbeschreibung:
Wenn die Eingangssignale gleich sind, d. h. Vin+ - Vin- = 0, und wenn diese an die Eingangsanschlüsse der FET's MP12, MP13 der Differenzverstärker-Eingangsstufe angelegt sind, dann ist auch die Größe der Drain-Ströme der FET's MP12 und MP13 gleich groß, ebenso die Drain-Ströme von MN11 bis MN14.
Wenn die Eingangssignale gleich sind, d. h. Vin+ - Vin- = 0, und wenn diese an die Eingangsanschlüsse der FET's MP12, MP13 der Differenzverstärker-Eingangsstufe angelegt sind, dann ist auch die Größe der Drain-Ströme der FET's MP12 und MP13 gleich groß, ebenso die Drain-Ströme von MN11 bis MN14.
MN21 bildet zusammen mit MN11 eine Stromumkehr, ebenso
MN22 mit MN12; somit sind die Drain-Ströme der FET's MN21,
MN22, MP21, MP22 durch den Stromumkehr-Effekt gleich mit dem
Drain-Strom des FET MN11.
Die Dimensionierung des FET MN23 ist geringer als die
der FET's MN21, MN22, MN24 und die Größenordnung des Drain-
Stromes des FET's MN23 ist kleiner als die des FET MN21.
Deshalb liegen die FET's MP23, MP24 (die zusammen mit den FET's
MP21, MP22 eine Stromumkehr bilden) in einem ungesättigten Be
reich. In dem ungesättigten Bereich ist die Größe der Drain-Source-
Spannung VDS gering und ebenso klein ist der
Spannungsabfall der FET's MP23, MP24. Damit wird die Drain-
Spannung des FET MN23 fast gleich groß wie die Leistungsquel
len-Spannung VDD.
Demgemäß befinden sich die FET's MN25 und MN26 im un
gesättigten Bereich, wenn die Dimension des FET MN25 höher
liegt, als die der FET's MN21, MN22 und MN24. Damit ist der
Spannungsabfall an den FET's MN25, MN26 klein. Die Drain-
Spannung des FET MN25 gelangt in die Nähe der Leistungsquel
len-Spannung VSS und die FET's MP36, MN36 schalten ab.
Die Größe des Drain-Stromes des FET MN31 ist die glei
che wie die von MN11, weil die FET's MN29, MN30, MN27, MN28
der zweiten Verstärkerstufe mit den entsprechenden FET's
MN11, MN12, MN13 und MN14 Stromumkehrungen bilden. Damit be
finden sich die FET's MN35 und MP35 in einem gesättigten Be
reich.
Wenn der Wert |Vin+ - Vin-| der Eingangsgrößen klein und
unterhalb Oop ist, was nicht den Betrieb der FET's MP36 und
MN36 betrifft, arbeitet die erste Verstärkereinheit wie oben
erläutert. Die zweite Verstärkereinheit arbeitet unter Be
rücksichtigung der FET's MN35, MP35 als eine hochverstärken
de Einheit. Wenn sich die Ausgangsspannung der zweiten Ver
stärkereinheit zu einer Größe höher als die Arbeitsspannung
der FET's MN35, MP35 hinbewegt, wird der Ausgangsstrom für
die Last durch das FET MN35 bereitgestellt.
Im Gegensatz dazu wird der Strom für die Last durch das
FET MP35 bereitgestellt, wenn sich die Ausgangsspannung der
zweiten Verstärkereinheit auf eine Höhe niedriger als die Ar
beitsspannung der FET's MN35, MP35 verändert. Somit arbeiten
die zweite Verstärkereinheit und die FET's MN35, MP35 wie ein
Verstärker vom AB-Typ.
Wenn das Eingangssignal Vin+ um mehr als die Spannung
Oop größer als das Signal Vin- ist, dann steigt der Drain-
Strom des FET MN11 und ist größer als der des FET MN13. Durch
den Stromumkehr-Effekt wächst auch der Drain-Strom des FET MN
21. Dementsprechend steigen die Drain-Ströme von MP21 und MP
22. Es steigen auch die Drain-Ströme der FET's MP23 und MP24,
die mit den FET's MP21 und MP22 eine Stromumkehr bilden. Im
Ergebnis arbeiten die FET's MP23 und MP24 im Sättigungsbereich.
Ein herkömmlicher Gegentaktverstärker vom B-Typ ist
nicht zur einfachen Einhaltung des Gleichstrom-Arbeitspunk
tes geeignet. Im Gegensatz dazu ist der Gegentaktverstärker
vom B-Typ, versehen mit Transistoren MP36, MN36 in der Endstufe
30 und verbunden mit der ersten Verstärkereinheit 21, in
der Lage, jederzeit den Gleichstrom-Arbeitspunkt der Endstufe
bei Null einzuhalten.
Bei der vorliegenden Erfindung kann eine Vergrößerung
der Überkreuz-Verzerrung vorliegen. Dieses Problem wird jedoch
in folgender Weise gelöst: Die Transistoren MP35 und MN35 ver
binden die zweite Verstärkereinheit 22 und die zweite Endstufen
einheit 32. Diese Transistoren MP35, MN35 der Endstufe 30 und
die zweite Verstärkereinheit 22 der Verstärkerstufe mit hoher
Verstärkung 20 sind so dimensioniert, daß die Last nur dann
gespeist wird, wenn die Spannungsdifferenz zwischen den zwei
Eingängen Vin+ und Vin- kleiner als ein Spannungswert Oop ist.
Wenn die Eingangssignale Vin+ und Vin- an den Transi
storen MP12, MP13 gleich sind, bleiben die Transistoren MP27
bis MP31 der zweiten Verstärkerstufe 22 im Sättigungsbereich,
mit dem Ergebnis, daß eine hohe Ausgangsverstärkung im Ver
hältnis zur Spannungsdifferenz zwischen den zwei Eingängen
Vin+, Vin- erzeugt wird.
Der Ausgang S23 der zweiten Verstärker-Einheit 22 der
Verstärkerstufe mit hoher Verstärkung 20, d. h. die Drains der
Transistoren MP31, MN31, sind mit den Gates der Transistoren
MP35, MN35 der Endstufe 30 verbunden. Die Transistoren MP35, MN35
verbleiben im Sättigungsbereich, wenn die zwei Eingangssignale
Vin+, Vin- der Verstärkerstufe 10 in ihre Größe gleich sind.
Deshalb bewegt sich die Ausgangsspannung zu einem über der
Arbeitsspannung gelegenen Wert, wenn die Spannungsdifferenz
zwischen den Eingängen Vin+, Vin- der Eingangsstufe 10 niedri
ger ist als eine bestimmte, als Oop festgelegte, Spannungs
größe; der Strom für die Last wird vom Transistor MP35 gelie
fert. Andererseits, wenn sich die Ausgangsspannung auf einen
niedriger als die Arbeitsspannung gelegenen Wert einstellt, erhält
die Last ihren Strom durch den Transistor MN35.
Unter dieser Bedingung geben die Transistoren MP35,
MN35 der Endstufe 30 den Strom an die Last ab bis die Tran
sistoren MP36, MN36 beginnen zu leiten. Deshalb können die
Transistoren MP35, MN35 eine niedrige Dimensionierung, d. h.
niedrige Leistung und andere elektrische Parameter, haben.
Auf diese Weise wird die Überkreuz-Verzerrung, die
durch die Transistoren MP36, MN36 der Endstufe 30 und die er
ste Verstärkereinheit 21 der Hoch-Verstärkerstufe 20 erzeugt
war, durch die Transistoren MP35 und MN35 der Endstufe 30 und
die zweite Verstärkereinheit 22 der Hoch-Verstärkerstufe 20
wieder beseitigt.
Der Phasenbereich der Bandbreite erhält einen Wert zur De
finierung der Stabilität des Verstärkers 1. Wenn ein Verstär
ker 1 eine gute AC-Stabilität haben soll, ist festzulegen,
daß der Phasenwert 60° überstiegen sein sollte. In Anbetracht des
AC-Stabilitätsfaktors bietet die vorliegende Erfindung fol
genden Zusammenhang an: Wie in den Fig. 4 und 6 gezeigt
ist, sind die Kompensations-Kondensatoren C21, C22 mit den
Ausgangsanschlüssen der ersten und zweiten Verstärkereinheit
21, 22 der Hoch-Verstärkerstufe 20 verbunden.
In der beiliegenden Tabelle 1 sind empirisch gemessene
Werte von elektrischen Parametern des CMOS-Leistungsverstär
kers 1 gemäß der Vorliegenden Erfindung aufgelistet; die Messun
gen wurden in einer Schaltungsnachbildung durchgeführt.
In der obigen Tabelle wurde die Ausregelzeit ausgehend von
0,1% der endgültigen Größe des Ausgangssignals bestimmt;
die positive und die negative Ausregelzeit wurden beispiels
weise angegeben.
Gemäß der vorliegenden Erfindung, wie sie oben beschrie
ben ist, ist der DC-Stromarbeitspunkt niedrig und eine Ausgangs
spannung gleich der speisenden Spannungsgröße kann gerade unter
einer Niedrigimpedanz-Last erhalten werden.
Vin
Eingang
VDD
VDD
Leistungsquellen-Spannung
VSS
VSS
Speisespannung
Vbias
Vbias
Vorspannung
MN1 bis MN4 MOS-Transistor vom N-Typ
I1, I2 Stromquelle
OUT Ausgang
MP1 bis MP5 MOS-Transistor vom P-Typ
S2, S4 Anschlüsse, Signale
S11 bis S14 Anschlüsse, Signale
S21 bis S23 Anschlüsse, Signale
MN1 bis MN4 MOS-Transistor vom N-Typ
I1, I2 Stromquelle
OUT Ausgang
MP1 bis MP5 MOS-Transistor vom P-Typ
S2, S4 Anschlüsse, Signale
S11 bis S14 Anschlüsse, Signale
S21 bis S23 Anschlüsse, Signale
1
Leistungsverstärker
10
Differenz-Verstärker
20
Hoch-Verstärkerstufe
21
Verstärkereinheit zu
20
22
Verstärkereinheit zu
20
30
Endstufe
31
Ausgangseinheit zu
30
32
Ausgangseinheit zu
30
MP11 bis MP36 MOS-Transistoren vom P-Typ
MN11 bis MN36 MOS-Transistoren vom N-Typ
C21, C22 Glättungskondensatoren
MN11 bis MN36 MOS-Transistoren vom N-Typ
C21, C22 Glättungskondensatoren
Claims (9)
1. CMOS-Leistungsverstärker bestehend aus
einer Differential-Eingangsstufe (10), die einen positiven Eingang (Vin+), einen nega tiven Eingang (Vin-) und mehrere erste Ausgangssignale (S11, S12, S13, S14) besitzt
einer hochverstärkenden Verstärkerstufe (20), die mit den ersten Aus gangssignalen (S11 bis S14) der Eingangsstufe (10) verbunden ist und die aus einer ersten (21) und einer zweiten Verstärkereinheit (22) besteht, von denen jede zweite Ausgangssignale (S21, S22, S23) erzeugt und wobei jede Verstärkereinheit (21, 22) so ausgelegt ist, daß ein selektives Treiben der Verstärkereinheiten (21, 22) in Abhängigkeit von den ersten Ausgangssignalen (S11 bis S14) der Differential- Eingangsstufe (10) erfolgt und
einer Endstufe (30), die mit den zweiten Ausgangssignalen (S21 bis S23) der Verstärkerstufe (20) verbunden ist.
einer Differential-Eingangsstufe (10), die einen positiven Eingang (Vin+), einen nega tiven Eingang (Vin-) und mehrere erste Ausgangssignale (S11, S12, S13, S14) besitzt
einer hochverstärkenden Verstärkerstufe (20), die mit den ersten Aus gangssignalen (S11 bis S14) der Eingangsstufe (10) verbunden ist und die aus einer ersten (21) und einer zweiten Verstärkereinheit (22) besteht, von denen jede zweite Ausgangssignale (S21, S22, S23) erzeugt und wobei jede Verstärkereinheit (21, 22) so ausgelegt ist, daß ein selektives Treiben der Verstärkereinheiten (21, 22) in Abhängigkeit von den ersten Ausgangssignalen (S11 bis S14) der Differential- Eingangsstufe (10) erfolgt und
einer Endstufe (30), die mit den zweiten Ausgangssignalen (S21 bis S23) der Verstärkerstufe (20) verbunden ist.
2. CMOS-Leistungsverstärker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das selektive Ansteuern der Verstärkereinheiten (21, 22)
in Abhängigkeit von der Spannungsdifferenz zwischen dem positiven (Vin+) und dem
negativen Eingang (Vin-) der Eingangsstufe (10) erfolgt und die zweite Verstärker
einheit (22) angesteuert wird, wenn die Spannungsdifferenz unterhalb eines
festgelegten Wertes (Oop) bleibt und die erste Verstärkereinheit (21) angesteuert wird,
wenn die Spannungsdifferenz den festgelegten Wert (Oop) übersteigt.
3. CMOS-Leistungsverstärker nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Verstärkereinheit (21) ein erstes, zweites und
drittes Paar von Strom-Umkehrtransistoren (MP21 bis MP26) und ein erstes, zweites
und drittes Paar von Verstärkungstransistoren (MN21 bis MN26) aufweist, wobei an
den Gates der Verstärkungstransistoren (MN21 bis Mn26) jeweils eines der ersten
Ausgangssignale (S11 bis S14) der Eingangsstufe (10) anliegt und die Verstärkungs
transistoren (MN21 bis MN26) zweite Ausgangssignale (S21, S22) bereitstellen.
4. CMOS-Leistungsverstärker nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Verstärkereinheit ein viertes und ein fünftes Paar von Strom-
Umkehrtransistoren (MP27 bis MP30) und ein viertes und ein fünftes Paar von Verstärkungstransistoren
(MN27 bis MN30) enthält, wobei die Gates der Verstärkungstransistoren (MN27 bis
MN30) mit jeweils einem der ersten Ausgangssignale (S11 bis S14) verbunden sind
und wobei an einem Knoten der die Strom-Umkehrtransistoren mit den
Verstärkungstransistoren verbindet, ein drittes Ausgangssignal (S23) bereitgestellt wird.
5. CMOS-Leistungsverstärker nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Endstufe (30) folgendes einschließt:
eine erste Endstufeneinheit (31) mit zwei Transistoren (MP36, MN36), deren Gates jeweils mit einem der zweiten Ausgangssignale (S21, S22) der ersten Verstärker einheit (21) der Verstärkerstufe (20) verbunden sind, wobei die erste Endstufen einheit (31) wie ein Gegentaktverstärker vom B-Typ aufgebaut ist und
eine zweite Endstufeneinheit (32) mit zwei Transistoren (MP35, MN35) deren Gates zusammen mit mindestens einem der zweiten Ausgangssignale (S23), der zweiten Verstärkereinheit (22), der Verstärkerstufe (20) verbunden sind, wobei die zweite Endstufeneinheit (32) wie ein Gegentaktverstärker vom AB-Typ aufgebaut ist und wobei das Ausgangssignal (OUT) der Endstufe (30) von den Drains der Endstufen transistoren (MP35, MN35, MP36, MN36) abgegeben wird.
eine erste Endstufeneinheit (31) mit zwei Transistoren (MP36, MN36), deren Gates jeweils mit einem der zweiten Ausgangssignale (S21, S22) der ersten Verstärker einheit (21) der Verstärkerstufe (20) verbunden sind, wobei die erste Endstufen einheit (31) wie ein Gegentaktverstärker vom B-Typ aufgebaut ist und
eine zweite Endstufeneinheit (32) mit zwei Transistoren (MP35, MN35) deren Gates zusammen mit mindestens einem der zweiten Ausgangssignale (S23), der zweiten Verstärkereinheit (22), der Verstärkerstufe (20) verbunden sind, wobei die zweite Endstufeneinheit (32) wie ein Gegentaktverstärker vom AB-Typ aufgebaut ist und wobei das Ausgangssignal (OUT) der Endstufe (30) von den Drains der Endstufen transistoren (MP35, MN35, MP36, MN36) abgegeben wird.
6. CMOS-Leistungsverstärker nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transistoren (MP36, MN36) der ersten Endstufen
einheit (31) hinsichtlich des Ausgangssignals (OUT) so ausgelegt sind, daß sie in den
Abschaltzustand geraten, wenn das Ausgangssignal (OUT) der Endstufe (30) zu
kleinen Werten abfällt.
7. CMOS-Leistungsverstärker nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transistoren (MP35, MN35) der zweiten Endstufen
einheit (32) ein P- und ein N-Transistor sind,
daß die Transistoren hinsichtlich des Endstufen-Ausgangsstromes so ausgelegt sind,
daß der P Transistor einen Ausgangsstrom abgibt, wenn das Ausgangssignal (OUT) einen bestimmten Arbeitspunkt überschreitet,
daß der N-Transistor einen Ausgangsstrom abgibt, wenn das Ausgangssignal (OUT) einen bestimmten Arbeitspunkt unterschreitet und
daß je nach Abfall des Ausgangssignals (OUT) der Endstufe (30) selektiv die erste Endstufeneinheit (31) und/oder die zweite Endstufeneinheit (32) angesteuert ist.
daß die Transistoren hinsichtlich des Endstufen-Ausgangsstromes so ausgelegt sind,
daß der P Transistor einen Ausgangsstrom abgibt, wenn das Ausgangssignal (OUT) einen bestimmten Arbeitspunkt überschreitet,
daß der N-Transistor einen Ausgangsstrom abgibt, wenn das Ausgangssignal (OUT) einen bestimmten Arbeitspunkt unterschreitet und
daß je nach Abfall des Ausgangssignals (OUT) der Endstufe (30) selektiv die erste Endstufeneinheit (31) und/oder die zweite Endstufeneinheit (32) angesteuert ist.
8. CMOS-Leistungstransistor nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transistoren (MP36, MN36) der ersten Endstufen
einheit (31) und die Transistoren (MP35, MN35) der zweiten Endstufeneinheit (32) so
ausgelegt und miteinander verbunden sind, daß bei Erhöhung des Ausgangssignals
(OUT) der Endstufe (30) beide Endstufeneinheiten (31, 32) den Ausgangsstrom liefern.
9. CMOS-Leistungsverstärker nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Transistoren (MP36, MN36) der ersten Endstufen
einheit (31) ein P- und ein N-Transistor sind,
daß die Transistoren hinsichtlich des Endstufen-Ausgangsstromes so ausgelegt sind,
daß der P-Transistor einen Ausgangsstrom abgibt, wenn das Ausgangssignal (OUT) einen bestimmten Arbeitspunkt überschreitet,
daß der N-Transistor einen Ausgangsstrom abgibt, wenn das Ausgangssignal (OUT) einen bestimmten Arbeitspunkt unterschreitet und
daß je nach Abfall des Ausgangssignals (OUT) der Endstufe (30) selektiv die erste Endstufeneinheit (31) und/oder die zweite Endstufeneinheit (32) angesteuert ist.
daß die Transistoren hinsichtlich des Endstufen-Ausgangsstromes so ausgelegt sind,
daß der P-Transistor einen Ausgangsstrom abgibt, wenn das Ausgangssignal (OUT) einen bestimmten Arbeitspunkt überschreitet,
daß der N-Transistor einen Ausgangsstrom abgibt, wenn das Ausgangssignal (OUT) einen bestimmten Arbeitspunkt unterschreitet und
daß je nach Abfall des Ausgangssignals (OUT) der Endstufe (30) selektiv die erste Endstufeneinheit (31) und/oder die zweite Endstufeneinheit (32) angesteuert ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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