DE4130138C2 - Wasserführende Walze für ein Feuchtwerk einer Offsetdruckmaschine - Google Patents
Wasserführende Walze für ein Feuchtwerk einer OffsetdruckmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine wasserführende Walze für ein
Feuchtwerk einer Offsetdruckmaschine, aufweisend eine
Trägerwelle und eine Glas enthaltende Außenschicht an ihrer
Manteloberfläche, wobei die Außenschicht der wasserführenden
Walze als mit der Trägerwelle verbundene zumindest einige
Millimeter dicke rohrförmige Beschichtung ausgebildet ist.
Beim Offsetdruckverfahren wird eine meist seitenrichtig
behandelte auf einem Formzylinder angebrachte Druckplatte
verwendet, deren Oberfläche sowohl hydrophile als auch
hydrophobe Bereiche aufweist. Mittels eines aus mehreren
Walzen mit unterschiedlichen Durchmessern bestehenden
Farbwerkes wird Druckfarbe als dünner Film auf die Oberfläche
der Druckplatte aufgebracht. In den hydrophoben Bereichen der
Druckplatte wird die Druckfarbe adsorbiert und kann
anschließend mittels eines als Gummituchzylinder bezeichneten
Übertragungszylinders auf die Oberfläche eines zu bedruckenden
Gegenstandes, meist eine Papierbahn, übertragen werden. Für
die exakte Wiedergabe der Druckvorlage ist es von
entscheidender Bedeutung, daß Druckfarbe ausschließlich und
vollständig von den hydrophoben Bereichen der Druckplatte
angenommen wird. Es ist daher üblich, auf die Oberfläche der
auf dem Formzylinder befindlichen Druckplatte mittels eines
Feuchtwerkes einen dünnen Wasserfilm aufzubringen, der die
hydrophilen Bereiche der Druckplatte benetzt und diese vor der
Annahme von Druckfarbe schützt.
Feuchtwerke können unterschiedlich konstruiert sein, stets ist
jedoch eine filmbildende wasserführende Walze vorgesehen. Die
Gleichmäßigkeit des Wasserfilmes wird durch das Material, die
Struktur und Oberflächenrauhigkeit der wasserführenden Walze
beeinflußt.
Für einfache Drucke werden üblicherweise wasserführende Walzen
aus Edelstahl verwendet, für höherwertige Drucke sind
wasserführende Walzen im Einsatz, deren Oberflächen galvanisch
verchromt, poliert und gegebenenfalls aufgerauht sind. Eine
derart ausgeführte wasserführende Walze ist aus der
DE-OS 31 46 223 bekannt.
Wasserführende Walzen sind während des Betriebes chemischen
Angriffen durch Feuchtwasserzusätze ausgesetzt und
mechanischem Verschleiß unterworfen, so daß nach relativ
kurzer Betriebszeit chemische und/oder mechanische
Nachbearbeitungen erforderlich sind, da infolge Verschleißes
eine Änderung der Oberflächeneigenschaften eintritt. Die
Regulierbarkeit der Dicke des Wasserfilms ist bei den bisher
verwendeten wasserführenden Walzen begrenzt, so daß ein
konstruktiv aufwendiges Walzensystem zur Steuerung der Dicke
und Gleichmäßigkeit des Wasserfilms erforderlich ist.
In der DE 33 39 724 A1 wird eine aus dielektrischem Material
bestehende hohle Spezialfeuchtwalze vorgeschlagen, innerhalb
derer eine oder mehrere separate kapazitive Elektroden
angeordnet sind. Die Spezialfeuchtwalze kann eine Glaswalze
sein. Die Steuerung des Wasserfilms wird über ein zwischen der
oder den innerhalb der Walze angeordneten Elektode(n) sowie
einer außerhalb der Walze angeordneten Gegenelektrode
angelegtes elektrisches Feld gesteuert. Für die Auswahl des
Materials der Walze sind alleine dessen dielektrische
Eigenschaften von Bedeutung, nicht die Benetzbarkeit.
In der JP 3-42 290 A in PA of J M-1110 May 8, 1991, Vol. 15 /
No. 178 ist eine Feuchtwalze für den Offsetdruck beschrieben,
welche einen Zylinder aus Aluminiumoxid-Keramik besitzt. Die
zahlreichen in der Zylinderoberfläche vorhandenen Mikroporen
sind mit thermisch aufgeschmolzenem Glas versiegelt, das auch
"Quartz-Glass" sein kann.
Aus der nachveröffentlichten DE 41 26 142 A1 ist eine
Feuchtwalze bekannt, deren Walzengrundkörper eine Emaille-,
Glas- oder Glaskeramikschicht trägt.
In der DE 23 48 717 B1 wird vorgeschlagen, die zu benetzenden
Flächen einer Feuchtwalze mit einer zusammenhängenden,
porendichten Schicht aus in der benetzenden Flüssigkeit
möglichst schwer- oder unlöslichen Carbonaten, Silikaten oder
Quarz zu beschichten.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine wasserführende
Walze zu schaffen, welche aufgrund ihrer
Oberflächeneigenschaften die Erzeugung eines gleichmäßigen
dünnen Wasserfilmes in einem einfach gestalteten Walzensystem
über einen langen Zeitraum hinweg ohne Nachbehandlung
ermöglicht.
Es wird vorgeschlagen, daß die Beschichtung aus reinem
Kieselglas besteht und daß die Oberfläche der fertig
bearbeiteten Walze mit wäßriger Flußsäure geätzt ist.
Reines Kieselglas weist eine hohe chemische Beständigkeit und
mechanische Elastizität auf. Die filmbildenden Eigenschaften
der Kieselglas-Oberfläche werden durch Ätzen der Oberfläche
mit wäßriger Flußsäure gesteigert, wobei Spuren von bei der
Bearbeitung verwendeten Hilfsmitteln entfernt werden.
Auf der Oberfläche der wasserführenden Walze bildet sich
infolge der amorphen Struktur des Kieselglases ein äußerst
gleichmäßiger Wasserfilm aus. Kieselglas weist an seiner
Oberfläche Si-OH-Gruppen auf, die in Wechselwirkung mit den
H₂O-Molekülen des Wasserfilms treten können und somit eine
Benetzung begünstigen. Selbst bei nicht völlig
auszuschließendem geringem mechanischem Verschleiß entsteht
stets eine neue Oberfläche, deren chemische Eigenschaften
identisch mit der Oberfläche des verschlissenen Materials
sind. Die hydrophilen Eigenschaften einer erfindungsgemäßen
wasserführenden Walze beruhen auf Grenzflächeneigenschaften
des Werkstoffs und sind unabhängig von der
Oberflächenrauhigkeit. Daher sind die Oberflächeneigenschaften
einer erfindungsgemäßen wasserführenden Walze über einen
langen Zeitraum hinweg konstant, so daß auf eine
Nachbehandlung verzichtet werden kann.
Infolge der stark ausgeprägten hydrophilen Eigenschaften der
Kieselglasoberfläche ist der Benetzungswinkel äußerst klein.
Daher wird der Wasserfilm in axialer Richtung der
wasserführenden Walze gleichmäßig verteilt.
Die erfindungsgemäße wasserführende Walze kann in einem
Feuchtwerk einer Offsetdruckmaschine sowohl als in einen
Feuchtmittelbehälter eintauchende Tauchwalze als auch als von
dieser benetzte Feuchtmittelwalze angeordnet sein.
Die Stabilität der Beschichtung kann dadurch erhöht werden,
daß diese in Form eines Hohlzylinders mit einer Wanddicke von
einigen Zentimetern ausführt wird.
Ein derartiger dickwandiger Hohlzylinder kann koaxial auf
einer Trägerwelle aus beispielsweise Stahl oder Edelstahl in
axialer Richtung koaxial zu deren Achse eingespannt werden.
Selbstverständlich kann die Kieselglasbeschichtung mit der
Trägerwelle auch mittels eines aushärtenden Werkstoffs wie
Kitt oder Kunststoff koaxial zur Achse verbunden sein.
Nach dem Aufbringen der Beschichtung auf die Trägerwelle kann
die Oberfläche koaxial zur Achse der Trägerwelle überschliffen
werden, um präzisen Rundlauf zu erreichen.
Die überschliffene wasserführende Walze kann poliert sein, um
eine sehr glatte Oberfläche zu erzielen.
Die Trägerwelle kann die Beschichtung in axialer Richtung
beidseitig überragen und Zapfen aufweisen, welche in einer bei
Offsetdruckmaschinen üblichen Lagerung aufnehmbar sind.
In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der
Erfindung dargestellt, das im folgenden näher erläutert wird.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße wasserführende Walze 10.
Auf einer zylinderförmigen Welle 12 aus Edelstahl mit der
Achse 14 ist als Beschichtung 16 koaxial ein Hohlzylinder aus
Kieselglas mittels einer dünnen Schicht 14 aus
Zweikomponentenkleber befestigt. Die Welle überragt die
Beschichtung 16 in axialer Richtung, so daß an beiden Enden
Zapfen 18, 20 überstehen, mittels derer die wasserführende
Walze 10 in die Lagerungen einer Offsetdruckmaschine eingebaut
werden kann.
Claims (7)
1. Wasserführende Walze (10) für ein Feuchtwerk einer
Offsetdruckmaschine, aufweisend eine Trägerwelle (12) und
eine Glas enthaltende Außenschicht an ihrer
Manteloberfläche, wobei die Außenschicht der
wasserführenden Walze (10) als mit der Trägerwelle (12)
verbundene zumindest einige Millimeter dicke rohrförmige
Beschichtung (16) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung (16) aus reinem Kieselglas besteht
und daß die Oberfläche der fertig bearbeiteten Walze (10)
mit wäßriger Flußsäure geätzt ist.
2. Wasserführende Walze nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung (16) als Hohlzylinder mit einer
Wanddicke von einigen Zentimetern ausgeführt ist.
3. Wasserführende Walze nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die als Hohlzylinder ausgebildete Beschichtung (16) in
axialer Richtung der Trägerwelle (12) koaxial zu deren
Achse (14) eingespannt ist.
4. Wasserführende Walze nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beschichtung (16) mit der Trägerwelle mittels
eines aushärtenden Werkstoffs wie Kitt oder Kunststoff
koaxial zur Achse (14) verbunden ist.
5. Wasserführende Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zylinderformige Manteloberfläche der
wasserführenden Walze (10) nach dem Aufbringen der
Beschichtung (16) auf die Trägerwelle (12) koaxial zu
deren Achse (14) überschliffen ist.
6. Wasserführende Walze nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die überschliffene wasserführenden Walze (10) poliert
ist.
7. Wasserführende Walze nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trägerwelle (12) die Beschichtung (16) in axialer
Richtung beidseitig überragt und Zapfen (18, 20) zur
Lagerung in einer Offsetdruckmaschine aufweist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19914130138 DE4130138C2 (de) | 1991-09-11 | 1991-09-11 | Wasserführende Walze für ein Feuchtwerk einer Offsetdruckmaschine |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4130138A1 DE4130138A1 (de) | 1993-03-18 |
| DE4130138C2 true DE4130138C2 (de) | 1996-11-21 |
Family
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1991
- 1991-09-11 DE DE19914130138 patent/DE4130138C2/de not_active Expired - Fee Related
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