DE412607C - Verfahren zum Faerben von Textilgut mit Schwefelfarbstoffen - Google Patents
Verfahren zum Faerben von Textilgut mit SchwefelfarbstoffenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P1/00—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
21. APRIL 1926
21. APRIL 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8m GRUPPE
(T25i8ilV\8m)
Bernhard Thies in Coesfeld i. Westf.
Verfahren zum Färben von Textilgut mit Schwefelfarbstoffen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. März 1921 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren nebst geeigneter Vorrichtung zum Färben von
Textilgut mit Schwefelfaibstoffen unter Durchsaugen der Flotte. Ist die Schwefelfarbstoffflotte
durch das Textilgut hindurchgeführt worden, so wird die Farbflotte in Schaum ver- *
wandelt und der Schaum aus dem Farbbehälter abgesaugt. Nachdem also die Farbfiotte aus
dem Farbbehälter entfernt worden ist, tritt die zur Erzeugung des gewünschten Farbstoffes er-
forderliche Oxydation des Schwefelfarbstoffes durch Zutritt von Luft ein, ohne daß aber die
Flotte selbst mit der Luft in Berührung kommt. Dadurch wird sie rein und unverändert erhalten
und steht zu weiteren Färbevorgängen ungeschwächt zur Verfügung.
Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Abb. ι ist eine ίο Seitenansicht, teilweise im Schnitt, und Abb. 2
eine Aufsicht, ebenfalls teilweise im Schnitt.
An dem das zu färbende Gut aufnehmenden Behälter 1 ist ein Vierweghahn 2 angeschlossen,
dessen vom Behälter 1 abgewandter Flansch durch ein Rohr 3 mit dem Boden des Behälters 1
verbunden ist. In einer kegeligen Aussparung 4 des Behälters sitzt das entsprechend ausgebildete
untere Ende des Spulenträgers 5. Vom Vierweghahn 2 führt ein mit einem Absperrhahn versehenes
Rohr 6 zur Umlaufpumpe 10. Vorher zweigt ein Rohr 11 ab, das mit einem Absperrhahn
12 ausgerüstet ist und in den unteren Teil eines auf dem Flottenkessel 13 angeordneten
zweiten Kessels 14 führt. Von dem Boden 21 des Kessels 14 geht ein beinahe bis an den Deckel
reichendes Überlaufrohr 15 aus. Durch das Rohr 16 ist der Kessel 14 über den Hahn 17 an eine
Vakuumleitung anschaltbar. In dem unteren Viertel des Kessels 13 befindet sich eine durch- |
brocbene Platte 18. Von dem Dreiweghahn 9 eines weiteren vom Hahn 2 ausgehenden Rohres 7
führt ein Rohr 19 nach dem Unterteil des Behälters 13 und ein anderes Rohr 20 durch den
Behälter 13 hindurch aufwärts bis unter die Bodenplatte 21 des Kessels 14. Auf dem
Deckel 22 des Behälters 1 ist ein Luftauslaßventil 23 vorgesehen.
Die Einrichtung wirkt wie folgt. Wenn das Arbeitsgut in den Behälter r eingebracht ist,
wird der Vierweghahn 2 so eingestellt, daß die Färbflotte aus 13 durch das Rohr 6 in den
Behälter 1 einströmt, das Arbeitsgut durchdringt und durch das Rohr 3 nach dem Rohr 7 abfließt.
Der Hahn 9 wird so eingestellt, daß die Flotte durch das Rohr 20 nach dem Oberteil
des Behälters 13 strömt. Alsdann wird der Hahn 12 geöffnet, die Flotte von dem Behälter
13 aus durch das Rohr 11 in den Kessel
14 gepumpt, bis der Flottenspiegel im Kessel 13 unter die Platte 18 sinkt. Hierdurch fällt der
Druck im Behälter 1 und erholt sich langsam durch die Schaumbildung, Weil sich die Flottenmenge
im Kessel 13 vermindert und durch das Rohr 20 oben unter dem Deckel 21 der Rücklaufflotte
in den Kessel 13 ergießt, tritt eine rasche Schaumbildung ein. Die gleiche Schaumbildung
erfolgt auch in dem Behälter 1. Der in dem Kessel 13 gebildete Schaum steigt durch
das Rohr 15 in den Behälter 14 und fällt schließlich
auf den Boden dieses Kessels. Das kann durch ein an dem Behälter 14 vorgesehenes
Wasserstandglas beobachtet werden. Der ganze Vorgang dauert etwa 10 Minuten, und in der
Zwischenzeit wird der Behälter 1 vollständig entleert, so daß er nur ncch unter Druck
stehenden Schaum enthält.
Nunmehr wird der Hahn 8 geschlossen und durch den Hahn 12 und die Leitung 11 der
Rest der Flotte aus dem Kessel 13 in den Kessel 14 gepumpt, wobei schließlich die Pumpe
10 abgestellt sowie der Hahn 12 geschlossen wird. Wird dann der Hahn 23 des Behälters 1
geöffnet, so tritt Schaum aus diesem aus. Sobald letzteres aufhört, wird der Deckel 22 geöffnet
und die den Hahn 17 enthaltende Leitung 16 mit der Vakuumpumpe verbunden.
Durch das Hindurchsaugen der Luft durch den offenen Behälter 1 wird in etwa 2 Minuten der
Schaum vollständig beseitigt. Die vom Färbgute aufgenommene Leukoverbindung des Schwefelfarbstoffes wird durch Oxydation zu
dem Farbstoffe entwickelt. Die Flotte selbst ist vollständig rein und unoxydiert zurückgeführt
worden.
Der Flotte ist selbstverständlich irgendein geeigneter schaumbildender Zusatz zugeführt
worden.
Claims (2)
1. Verfahren zum Färben von Textilgut mit Schwefelfarbstoffen unter Durchsaugen
der Flotte, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Behandlung des Färbgutts mit
durchgesaugter Schwefelfarbstoffflotte im Färbebehälter Schaumbildung hervorgerufen
und der das Färbegut bekleidende Schaum vor dem Durchsaugen der Oxydationsluft durch Vakuum abgesaugt wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß das Rückleitrohr (20) der Flotte oben im Flottenspeisekessel (13) mündet, der _
durch eine Leitung (11) über die Speise-' pumpe (10) abschaltbar mit einem höher
stehenden, in eine Vakuumleitung einzuschaltenden Kessel (14) in Verbindung zu
setzen ist, wodurch dann der Spiegel in 13 sinkt und der Druck im Behälter (1) gesenkt
und in 1 und 13 Schaum gebildet wird.-
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET25181D DE412607C (de) | 1921-03-31 | 1921-03-31 | Verfahren zum Faerben von Textilgut mit Schwefelfarbstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DET25181D DE412607C (de) | 1921-03-31 | 1921-03-31 | Verfahren zum Faerben von Textilgut mit Schwefelfarbstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE412607C true DE412607C (de) | 1925-04-21 |
Family
ID=7551904
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET25181D Expired DE412607C (de) | 1921-03-31 | 1921-03-31 | Verfahren zum Faerben von Textilgut mit Schwefelfarbstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE412607C (de) |
-
1921
- 1921-03-31 DE DET25181D patent/DE412607C/de not_active Expired
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