DE410646C - Sprechmaschine - Google Patents

Sprechmaschine

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DE410646C
DE410646C DEG59232D DEG0059232D DE410646C DE 410646 C DE410646 C DE 410646C DE G59232 D DEG59232 D DE G59232D DE G0059232 D DEG0059232 D DE G0059232D DE 410646 C DE410646 C DE 410646C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
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Description

Die Erfindung betrifft eine Sprechmaschine, bei der eine Anzahl von Phonogrammträgern selbsttätig nacheinander abgespielt werden, so daß es nach dem Inbetriebsetzen der Maschine nicht mehr notwendig ist, von Hand irgend etwas zu veranlassen, um die verschiedenen Platten nacheinander abspielen zu lassen.
Es sind Vorrichtungen dieser Art bekannt, ία bei welchen mehrere Platten, die je auf einem Plattenteller angeordnet sind, nacheinander der Schalldose zugeführt werden, oder bei denen die Platten in einem Magazin parallel zueinander und untereinander angeordnet sind und jeweils der Spielvorrichtung zugeführt und nach beendigtem Spiel wieder in das Magazin zurückgebracht werden.
Ebenso ist eine Vorrichtung bekannt, bei welcher mehrere Walzen von endlosen, über Leitrollen oder Räderpaare laufenden Gelenkketten in die Spielstellung bewegt und aus ihr zurückgebracht werden. Bei diesen Vorrichtungen sind die Walzen auf Achsen angeordnet, die in der Verlängerung der Gelenkkettenachsen liegen.
Die Erfindung betrifft insbesondere Sprechmaschinen derjenigen Art, bei der die Phonogrammträger an einem den Wechsel derPhonogrammträger veranlassenden Umdrehungskörper rechtwinklig oder radial zur Bewegungsrichtung des Umdrehungskörpers in , Haltern drehbar gelagert sind. Die Erfin- . dung besteht -darin, daß Schallplatten in ihren am Umdrehungskörper, wie z. B. an einer ( Kette, einer Trommel, einem Ring, einer ' Scheibe o. dgl., angebrachten Haltern zum I Spiel um Zapfen durch einen mittels He- | bels aus- und einschaltbaren Reibradantrieb drehbar sind. Weiterhin besteht die Erfindung in einer derartigen Ausgestaltung der '-Halter als Gabelarme aus federndem Werk- j stoff, daß die freien, je eine Zapfenspitze für die Schallplatte tragenden Gabelenden zum leichten Auswechseln der Schallplatten bewegbar sind. Ferner sind erfindungsgemäß einzelne für die Bewegung und das Halten erforderliche Teile besonders ausgestaltet.
Die Zeichnung zeigt Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung, und zwar:
Abb. ι im Aufriß eine Kettenanordnung, 1 bei welcher die Platten nacheinander in die ι Spielstellung gebracht werden (dieses System j der Aufhängung ermöglicht auch die Anwen-I dung einer Vorrichtung zum Umkehren der I Platten), ] Abb. 2 eine Seitenansicht zu Abb. 1, ; Abb. 3 eine Draufsicht zu Abb. 1 und 2, : Abb. 4 Einzelheiten der Vorrichtung zum Umkehren der Platten,
Abb. 5 einen senkrechten Schnitt nach Linie x-x der Abb. 4,
Abb. 6 eine Draufsicht zu Abb. 4, Abb. 7 bis 9 drei verschiedene Anordnun- ; gen zum Tragen der Platten, Abb. 10 eine Seitenansicht zu Abb. 7,
Abb. 11 und 12 Einzelheiten der Befestigung einer Platte auf ihrem Halter,
Abb. 13 einen Aufriß der Vorrichtung, mittels deren die Drehung der Platte und die Betätigung des Schallarmes mit der Schalldose und der Schallnadel erfolgt,
Abb. 14 eine Seitenansicht zu Abb. 13, Abb. 15 eine Draufsicht zu Abb. 13, Abb. 16 eine Einrichtung, durch die der Schallarm gestützt wird und sowohl senkrecht wie wagerecht gedreht werden kann, und
Abb. 17 eine Einzelheit von vorn und von der Seite gesehen.
Eine Welle 1 (vgl. Abb. 1 bis 6), die von nicht dargestellten Stützen getragen wird, hat an ihrem mittleren verstärkten Teile vier um 9°° gegeneinander versetzte und in der Längsrichtung der Welle angeordnete Nuten 2. Glieder 3 von veränderlicher Zahl, je nach den Abmessungen der Vorrichtung, sind miteinander zu einer Kette mittels Zapfen 4 (Abb. 4) verbunden. Jedes Glied 3 ist mit einem Vorsprung 5 versehen, der in die Nuten 2
eingreift. Eine zweite mit der Welle ι entsprechende Welle 6 ist parallel zur Welle ι gelagert. Die aus den Gliedern 3 gebildete Kette wird durch diese beiden Wellen 1 und 6 gespannt gehalten. Die Größe jedes Gliedes 3 ist so bemessen, daß die Nuten 2 der Wellen ι und 6, wenn die Wellen gedreht werden, nacheinander durch die Vorsprung© 5 der sich folgenden Glieder 3- erfaßt und verlassen ίο werden, genau wie bei einer gewöhnlichen Übertragungskette. DieseYerbindungzwischen den Wellen 1 und 6 und der Kette ist derart, daß, wenn die Wellen sich um 900 um ihre Achse drehen, die Kette eine Bewegung vollführt, die genau gleich dem Abstand zwischen den Mittellinien zweier miteinander verbundener Glieder 3 ist. In Abb. 1 besteht die Kette aus zehn Gliedern 3, so daß die Wellen 1 und 6 z'weieinhalbmal um ihre Achse gedreht werden müssen, damit die Kette eine vollständige Umdrehung vollführt. Auf der Außenseite jedes Gliedes 3, d. h. auf der dem Vorsprung 5 entgegengesetzten Seite, ist ein Zahnrad 7 angeordnet. Eine Schraube 8 (Abb. 5) geht durch die Mitte jedes Zahnrads 7 und verbindet dieses mit dem dazugehörigen Gliede 3, ohne es daran starr zu befestigen, so daß das Zahnrad 7 sich drehe.i kann. Auf jedem Zahnrad 7 ist mittels einer Schraube 9 (Abb. 6) der Plattenhalter 10 befestigt, der verschieden ausgebildet sein kann. In der dargestellten Form wird er durch ein einfaches Band aus Stahl oder anderem federnden Stoffe gebildet. Halter 10 ist U-förmig gebogen (Abb. 12) und trägt an seinen beiden Enden zwei sich gegenüberliegende Spitzen 11. Zwischen diesen beiden Spitzen 11 ist eine Welle 12 angeordnet, auf welcher mittels zweier Scheiben 13 und Muttern 14 eine. Schallplatte 15 befestigt ist. Die Spitzen 11 drücken infolge der Federwirkung des sie tragenden Halters 10 gegen die Enden der Welle 12 und klemmen sie zwischen sicE. Sie gestatten ihr jedoch eine freie Drehung um sich selbst. Diese Anordnung ist zweckmäßig, da es lediglich notwendig ist, die beiden den Halter 10 bildenden Arme von Hand ein wenig voneinander zu entfernen, um eine Schallplatte 15 einzusetzen oder herauszunehmen. Eine Zahnstange 16 (Abb. 3 bis 6) ist an nicht dargestellten Stützen starr befestigt und ist passend bogenförmig um eine der Wellen 1 ■ oder 6, in Abb. 4 um die Welle 1, angeordnet. Die Zahl der Zähne der Zahnstange ist gleich der Hälfte der Zahl der Zähne jedes Zahnrads 7. Die Zahnstange 16 ist derart angeordnet, daß während jeder Drehung der Wellen ι und 6 um 900 eines der Räder 7 mit seinen Zähnen auf die Zahnstange trifft und genötigt wird, sich um 900 um seine Schraube 8 zu drehen. -Somit wird sich der damit festverbundene Halter 10 und die von diesem getragene Schallplatte 15, wenn die Wellen vor der Drehung die in Abb. 1 durch den 6g Buchstaben α bezeichnete Stellung einnehmen, nachdem sich die Welle 1 im Sinne des Pfeils um 900 gedreht hat, in der Stellung a' befinden, d. h. die Schallplatte 15 ist dann um 900 gegen die vorher eingenommene Stellung -versetzt, und zwar derart, daß die eine Fläche der Platte vor dem Beobachter der Abb. 1 liegt. Bei der darauffolgenden Drehung der Welle ι um 900 wird das Zahnrad 7 eine zweite Drehung um 900 ausführen, und die Platte 15 wird nun in die Stellung a" gebracht, d. h. sie zeigt jetzt mit derjenigen Seite nach obe 1, die in der Stellung a' dem Beschauer zugekehrt war. Jede Platte wird, während sie in der Stellung a" verbleibt, um die Zapfen 11 (Abb. 12) in der noch zu beschreibenden Weise gedreht, so daß das Stück vorgeführt wird, welches auf der jetzt oben liegenden Seite aufgezeichnet ist. Daraus ergibt sich, daß, wenn jede Platte nach einer vollen Umdrehung der Kette in die Stellung a" gebracht wird, sie dort nicht mehr dieselbe Seite der Nadel der Schalldose darbietet, sondern die entgegengesetzte Seite. Der auf der hinteren Seite jedes Gliedes 3 befestigte Zahn 17 < Abb. 2, 3, 5, 6) und die flachen Federn 18 dienen dazu, das Zahnrad 7 dieses Gliedes 3 festzuhalten, wenn es nicht von der Zahn stange. 16 erfaßt wird. Jede dieser Federn 18 ist an ihrem Ende passend ausgeschnitten. Wenn das Zahnrad 7 nicht mit der Zahnstange 16 kämmt, so stößt eine der beiden Federn 18 mit ihrem Ausschnitt gegen den entsprechenden Zahn 17, wodurch jede Bewegung des Zahnrads und des entsprechenden Plattenhalters 10 verhindert wird.
Diese Anordnung zum Umwenden der Platten kann auch weggelassen werden. Dann werden die Plattenhalter 10 unmittelbar und starr auf den Gliedern 3 befestigt. Man kann hierbei entweder die gleichen oder auch andersartig gestalteten Anordnungen anwenden, um die Platten zu tragen, wie sie z. B. Abb. 7 bis 9 zeigen.
In Abb. 7 und 10 sind die Halter 10 für uo die Schallplatten 15 am äußeren Umfang eines kreisförmigen Kranzes 80 befestigt, der von einer einzigen Welle 81 getragen wird, um welche oder mit welcher er sich drehen kann. In Abb. 8 sind die Halter 10 der Schallplatten 15 auf der Innenwand eines Ringes 82 befestigt, der um oder mit einer Welle 83 sich drehen kann, die durch seine Mitte hindurchgeht und auf welcher er i:i beliebiger Weise passend befestigt sein kann. In Abb. 9 sind die Halter 10 auf einer oder beiden Seiten einer kreisförmigen Scheibe 84
befestigt, die auf einer Welle 85 sitzt, welche die Mitte der Scheibe 84 durchquert. In diesem Falle sind die Halter 10 in der Längsrichtung der Welle 85 angeordnet. Gemäß Abb. 10 wird die Welle 81 unabhängig von Hand angetrieben, und zwar mittels einer Kurbel 86. Dies hat den Vorteil, daß eine beliebige Platte schnell in Spielstellung gebracht werden kann. Die Vorrichtung, die bei diesen Anondnungen das selbsttätige Vorrücken der Platte in die Spielstellung und ihre Wegbewegung nach beendetem Spiel erzielt, ist zwecks klarerer Darstellung weggelassen. Die Abb. 13 bis 17 zeigen eine Einrichtung zum Aus- und Einschalten des Antriebs für die Schallplatte und zur Bewegung des Tonarmes, die für eine Plattenwechselvorrichtung nach Abb. 1 bis 12 in Frage kommt. Der Einfachheit halber ist in den Abb. 13 bis 15 nur eine einzige Platte dargestellt und die Vorrichtung zum Tragen und Auswechseln der Schallplatten weggelassen.
Ein Zahnrad ig (Abb. 13 und 14) sitzt frei drehbar auf einer Achse 20 und wird in ständiger Drehung durch ein anderes, mit ihm kämmendes Rad oder durch eine Riemenscheibe gehalten, die in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Ein Klinkenzahnrad 21 ist mittels der Schraube 22 drehbar auf dem Rad 19 befestigt. Ein Zahn 23 ist auf der festen Achse 20 unbeweglich aufgekeilt. Eine Klinke 24 hält unter der Einwirkung einer Feder das Klinkenzahnrad 21 fest. Bei jeder Umdrehung des Rades 12 trifft ein Zahn des Klinkenrades 21 gegen den Zahn 23. Das Rad 19 wird im Sinne des Pfeiles (Abb. 13) um einen einem Zahn entsprechenden Betrag gedreht. Ein Zahn 25 aus Isoliermaterial ist am Rade 21 in der aus Abb. 13 und 14 : ersichtlichen Weise befestigt. Bei jeder vollen Umdrehung des Zahnrades 21, d. h. so viele Male, als die Umdrehung des Rades 19 der Zahl der Zähne des Rades 21 entspricht, wird der Zahn 25 gegen eine kleine ! federnde Lamelle 26 gleiten und diese nach ' unten drücken. Ein kleiner Isolierblock 27 ' trägt diese Lamelle 20 und eine andere kleine · Lamelle 28. Wenn nun diese Lamelle 26 ■ sich abwärts bewegt, so berührt sie mit < ihrem Kontakt 29 den Kontakt 30 der La- ; melle 28. Ein elektrischer Stromkreis, der | durch eine Batterie 31 oder eine andere elek- : irische Stromquelle gespeist wird, wird so über den Kontakt der Lamellen 26, 28 geschlossen. Der Stromkreis verläuft dann von der Batterie 31 über einenElektromagneten32 (Abb. 14) zu den Lamellen 26 und 28 und von I diesen durch die Erde zum andern Pol der Batterie 31.
Eine Welle 33 trägt eine kleine Scheibe 34. j Das vorspringende Ende eines Zapfens 35 (Abb. 15), der in der Welle befestigt ist, tritt i:; einen Einschnitt ein, der in der Nabe der kleinen Scheibe 34 ausgebildet ist. Die Welle 33 und die Scheibe 34 sind dann für die Drehung miteinander durch den Zapfen 35 verbunden. Die Scheibe 34 kann jedoch eine leichte Längsbewegung zur Welle 33 und unabhängig von dieser vollführen. Mit der Welle 33 sind Steuerscheiben 36 und 37 (Abb. 14) von passender Form fest verbunden.
Ein Zahnrad 38 sitzt frei drehbar auf der Welle 33 und kämmt mit dem Zahnrad 19. Der Umfang der Scheibe 34 ist an zwei gegen- ! überliegenden Stellen durch je einen Ein- ; schnitt 39 (Abb. 17) unterbrochen. In einen ' dieser Einschnitte kann ein fester Zahn 40 (Abb. 15) eingreifen, der als Sperriegel jede ι Drehbewegung der Scheibe 34 und "infolge-1 dessen der Welle 33 verhindert. Eine Ke-■ der 41 ist schraubenförmig um die Welle 33 gewickelt und legt sich gegen einen auf der : Welle befestigten Bund 42 und die Scheibe 34, drückt letztere gegen den Zapfen 35, so daß sie die Scheibe 34 daran hindert, sich von dem Sperriegel 40 freizumachen. Ein Hebel 43 (Abb. 14) ist um einen Zapfen 44 schwingbar und weißt an seinen oberen Ende die Form einer Gabel auf, deren beide Enden go in einen Einschnitt greifen, der kreisförmig ! auf der Nabe der Scheibe 34 angeordnet ist. An seinem unteren Ende trägt der Hebel 43 einen Kern 45 aus Weicheisen, der gegenüber den Polenden eines Elektromagneten 32 liegt.
Auf den sich gegenüberliegenden Seiten der Scheibe 34 und des Zahnrads 38 sind eine : oder mehrere Zapfen 46, 47 (Abb. 15). Wenn nun ein Stromkreis über den Elektromagneten geschlossen wird, so zieht dieser den ioo Anker 45 an. Der Hebel 43 schwingt um den Zapfen 44 und nähert mittels der Gabel die Scheibe 34 dem Rade 38. Einer der Zapfen 46 wird dann durch einen der Zapfen 47 des sich ständig drehenden Rades 38 erfaßt und zwingt die Scheibe 34, die jetzt von dem Sperrzahn 40 freigegeben ist, sich mit ihr zu drehen. Wenn nun die Drehung der Scheibe 34 begonnen hat und bevor sie eine halbe Drehung vollführt hat, verläßt der Zahn 25 die kleine Lamelle 26 derart, daß der Stromkreis unterbrochen wird und der Elektromagnet 32 den Anker 45 nicht mehr anzieht.
Die Scheibe 34 könnte infolgedessen durch die Wirkung des Hebels 43 in ihre ursprüngliche Stellung zurückkehren, sie wind jedoch daran durch den Sperrzahn 40 gehindert, solange diesem die volle Fläche der Scheibe 34 gegenübersteht. Nachdem die Scheibe 34 eine halbe Umdrehung vollführt hat, gelangt ihr zweiter Einschnitt 39 vor den Sperr-
zahn 40, so daß die Scheibe 34 mit diesem Einschnitt über den Sperrzahn 40 geschoben und durch die Feder 41 gegen den Zapfen 35 gedruckt werden kann. Der Zapfen 46 trennt sich infolgedessen von dem Zapfen 47, und der Sperrzahn 40, der nun in den Einschnitt eingedrungen ist, hält die Bewegung der Scheibe auf.
Während dieser halbenDrehung der Scheibe 34 und der Welle 33 ist die Schallplatte 15, welche sich in der Spielstellung befindet, um ihre Zapfen 11 (Abb. 12) in Drehung versetzt worden, und die Nadel der Schalldose ist so bewegt worden, daß sie sich über der ersten Schallfurche der Schallplatte befindet. DieBetätigungen erfolgen nunmehr wie folgt: Der um Zapfen 51 (Abb.16) heb- und senkbare Tonarm 52 ruht in einer Gabel 49, die von einer Stange 50 gehalten wird. Die Stange 50 ist im unteren Teile zylindrisch und in den verbleibenden Teilen ihrer Länge von beliebiger Form. Ein in die Gehäuseplatte 53 gebohrtes Loch bildet den Sitz für den zylindrischen Teil der Stange 50, welche mit ihrem oberen Teile auf der Oberfläche der Gehäuseplatte 53 auf ruht und sich frei in dem Loch drehen kann. Ein Finger 54 ist an der Stange 50 in ihrem unter der Gehäuseplatte 53 vorspringenden Teile starr befestigt und steuert die Bewegungen 'der Stange und infolgedessen auch der Gabel 49. In dem Loche der Gehäuseplatte 53 kann eine kleine Stange 55 gleiten. Ein |_-förmiger Hebel 56 schwingt zwischen zwei am oberen Teile der Stange 50 gebildeten Vorsprüngen. Ein Zahn 57 ist am unteren Teile des Tonarmes 52 angebracht, der sich unter seinem eigenen Gewicht abwärts zu bewegen sucht, indem er um die Zapfen 51 schwingt. Seine Abwartsbewegung ist jedoch dadurch begrenzt, daß der Zahn 57 auf den Hebel 56 trifft. Wird die kleine Stange 55 nach oben bewegt, so trifft sie gegen den Hebel 56, der bei seiner Schwingbewegung gegen den Zahn 57 drückt und den Tonarm 52 nach oben stößt. Man kann somit mittels der kleinen Stange 55 den Tonarm 52 und mit ihm die dazugehörige Schalldose und die Spielnadel heben oder senken.
Ein in geeigneter Form ausgebildeter Arm 58 (Abb. 13 bis 15) dreht sich mit seinem inneren Ende um eine Schraube 59 (Abb. 13), die unter der Gehäuseplatte 53 nahe der Stange 50 eingeschraubt ist. Sein äußeres Ende ist nach oben gebogen. Eine Feder 60, die in Abb. 13 schematisch dargestellt ist. läßt den Arm 58 um die Schraube 59 schwingen und drückt ihn gegen die Schallplatte 15. Ein Hebel 61 ist um einen Zapfen 62 schwingbar und wird durch eine Feder 6}) gegen die Welle ^ gedrückt. Ein andrer Hebel 64 (Abb. 15) ist um einen Zapfen 65 schwingbar und wird von dem Hebel 61 mittels eines kleinen Lenkers 66 gesteuert. Ein dritter Hebel 67 schwingt um eine Schraube 68, die auf der Gehäuseplatte 53 eingeschraubt ist. Am Ende dieses Hebels 67 ist ein Zapfen befestigt, um welchen ein Rad 69 sich dreht, das mit einem Kranz aus Kautschuk oder ähnlichem Werkstoff bekleidet ist. Mit dem Rade 69 ist eine Riemenscheibe 70 (Abb. 13) verbunden. Eine Motorwelle 71 wird in ständiger Drehung gehalten, und auf ihr ist eine Riemenscheibe 72 befestigt, deren Drehung mittels einer Zugvorrichtung, des Riemens y^ o. dgl. auf das Rad 69 übertragen wird. Die Zugvorrichtung 73 hat nicht nur den Zweck, die Drehung auf das Rad 69 zu übertragen, sondern sie soll dieses Rad auch gegen die Schallplatte 15 ziehen. Zu diesem Zweck ist die Zugvorrichtung aus elastischem Werkstoff hergestellt.
Wie bereits geschildert, wird während der ersten halben Umdrehung der kleinen Scheibe 34 und der Welle 33 die Schallplatte 15 in Umdrehung versetzt und die Nadel der Schalldose auf die erste oder eine beliebige der ersten Schallfurchen der Schallplatte 15 gebracht. Dieser Vorgang wird in folgender Weise durchgeführt. Zuvor ist zu bemerken, daß die Feder 63 (Abb. 14) durch Einwirkung mittels des Hebels 61 auf den Finger 54 das Bestreben hat, den Schallarm in der Ruhestellung (Abb. 13) zu halten. Der Hebel 64, der immer unter der Einwirkung der Feder 63 steht, wirkt auf das hintere Ende des Hebels 67 und hat das Bestreben, das Rad 69 von der Schallplatte 15 entfernt zu halten. Die Feder 60 hat im Gegensatz zur Feder 63 das Bestreben, den Tonarm 52 gegen die Schallplatte 15 zu schwenken, jedoch wird sie durch die größere Zugkraft der Feder 63 überwunden. Wenn jedoch die Wirkung der Feder 63 ausgeschaltet wird, so folgt der Tonarm der Wirkung der Feder 60.
Wenn sich nun die kleine Welle 33 dreht, so dreht sich mit ihr die Steuerscheibe 36 (Abb. 13) und zwingt allmählich infolge ihrer Exzentrizität den Hebel 61 zu schwingen und sich in Abb. 13 nach links zu verschieben. Wenn der Hebel 61 sich verschiebt, so tritt die Feder 60 in Wirkung, welche den Arm 58 gegen die Schallplatte 15 drückt. Der Arm 58, der mit seinem nach oben gebogenen Ende sich gegen den Tonarm 52 legt, drückt diesen seinerseits gegen die Schallplatte 15, bis der Arm 58, nachdem er den Umfang der Schallplatte 15 erreicht hat, stehenbleibt und gleichzeitig auch den Tonarm 52 zum Stehen bringt. In dieser Stellung des Tonarmes
tr
befindet sich die Nadel der Schalldose gegenüber der ersten auf der Schallplatte aufgezeichneten Schallfurche und ist nun bereit, für den Beginn einer Vorführung aufgesetzt zu werden. Wenn nun die Welle 33 ihre halbe Umdrehung fortsetzt, so drückt die Steuerscheibe 36 immer mehr den Hebel 61 nach links, und dieser zwingt mittels des kleinen Lenkers 66 den Hebel 64, um seine Zapfen 65 zu schwingen. Dieser Hebel 64 zwingt in seiner ursprünglichen Stellung, indem er auf das hintere Ende des Hebels 67 drückt, das Rad 69, sich von der Platte entfernt zu halten, wie man aus Abb. 15 erkennen kann. Wenn der Hebel 64 jedoch schwingt, so läßt er den Hebel 67 frei, so daß das Rad 69 unter dem Zug des elastischen Riemens 73 sich gegen ,die Schallplatte -15 verschiebt, bis es auf ihren Umfang trifft und ihm ihre Drehung mitteilt.
-Der Hebel- 64 verläßt, wenn er - seine Schwingung weiter fortsetzt, vollständig das hintere Ende des Hebels 67, welches ihm nicht folgen kann, da ja- das Rad 69 in Berührung mit der Schallplatte 15 ist. Er legt sich gegen einen Finger 74 (Abb. 15), der von dem Arm 58 vorspringt, und entfernt dadurch den Arm 58 vom Umfang der Schallplatte 15, um deren Drehung nicht aufzuhalten.
Wenn nun die Welle 33 am Ende ihrer , ersten halben Umdrehung angelangt ist, so gestattet die Steuerscheibe 37, welche das Heben und Senken der Nadelspitze gegen die Schallplatte 15 steuert, daß die Stange 55 sich senkt, so daß in der bereits beschriebenen Weise der Schaliarm sich ebenfalls senkt, bis sich die Nadel der Schalldose auf der Oberfläche der Schallplatte befindet. Von i diesem Augenblick an beginnt die Vorführung. Gleichzeitig hat die Welle 33 ihre halbe Umdrehung vollendet. Der zweite \ Einschnitt der Scheibe 34, der gegenüber dem ' Zahn 40 angekommen ist, ermöglicht es der ; Feder 41, die Scheibe 34 gegen den Stift 35 zu drücken. Der Zapfen 46 verläßt den Zapfen 47, und der Zahn 40 greift in einen Einschnitt 39 und hält die Scheibe 34 fest.
Am Ende der Vorführung trifft ein am Tonarm 52 befestigter Kontakt 75 auf einen vorher eingestellten Kontakt 76. Durch i die Berührung der Kontakte 75 und 76 1 schließt sich ein elektrischer Stromkreis, der ■ von der Batterie 31 über den Elektrama- : gneten 32, die Lamellen 75 und 76 zur Erde und von dort zurück zum andern Pol der Bat- ! terie 31 geht. Der hierdurch magnetisierte ; Elektromagnet 32 zieht seinen Anker 45 an. ; Der Hebel 43 drückt die Scheibe 34 gegen das Rad 38, so daß diese von dem Sperre 1 zahn 40 frei wird. Einer der Zapfen 47 des Rades 38 trifft auf einen der "Zapfen 46 der Scheibe 34 und zwingt diese, sich mitzuilrehen, so daß die Welle 33 gedreht wird. Die Steuerscheibe 37 drückt die Stange 55 nach oben, welche mittels des Hebels 56 den Tonarm 52 anhebt und dadurch die Nadel der Schalldose von der Schallplatte abhebt. Die Steuerscheibe 36 ist jetzt so eingestellt, daß der Hebel 61 durch die Spannung der Feder 63 in seine ursprüngliche Stellung zurückgehen kann. Dieser Hebel 61 trifft während seiner Bewegung auf den Finger 54 und verursacht dadurch das Schwenken des Tonarmes 52, den er in die Stellung der Abb. 15 zurückbewegt. Der Tonarm seinerseits stößt gegen den Arm 58 und nimmt diesen bis zur Ausgangsstellung mit zurück, indem er die Spannung der Feder 60 überwindet. Gleichzeitig entfernt der Hebel 64, indem er von neuem auf das hintere Ende ι des Hebels 67 einwirkt, das Rad 69 von der Schallplatte 15 und führt es in die.in Abb. 15 dargestellte Ruhestellung zurück. Die kleine Scheibe 39 steht nach Vollendung ihrer haiben Umdrehung mit ihrem ersten Einschnitt gegenüber dem Zahn 40, und die Feder 41 drückt sie von neuem gegen den Zapfen 35. Der Zapfen 46 verläßt dann den Zapfen 47, und der Sperrzahn 40, der in einen Einschnitt 39 eingedrungen ist, hält die Scheibe 34 fest. Der Elektromagnet 32 hat vom Beginn der Rückbewegung des Tonarmes keine Einwirkung mehr auf die Scheibe 39, weil in diesem Augenblick der Stromkreis unterbrochen wird.
Unmittelbar am Ende -dieses Vorgangs oder während einer vorher- bestimmten Zeitperiode erfolgt die Entfernung der Schallplatte 15 aus der Spielstellung und das Vorrücken einer neuen Platte in diese.
Vom Beginn des ersten Vorgangs ab hat das Zahnrad 19, das sich inzwischen ständig gedreht hat, so viel Umdrehungen durchlaufen,. als Zähne auf dem Klinkenrad 21 vorhanden sind. Die Zeit, welche dieses Zahnrad benötigt hat, um alle diese Umdrehungen zu vollführen, muß größer sein als die Zeit, die notwendig ist, um sämtliche oben beschriebenen Vorgänge durchzuführen.
Diese Zeit kann verkürzt oder verlängert werden, indem man die Geschwindigkeit des Zahnrades vergrößert oder verkleinert oder indem man die Zahl der Klinkenzähne des Rades 21 verkleinert oder vergrößert. n5
Wenn nun das Klinkenrad 21 eine volle Umdrehung um seinen Zapfen vollführt hat, so trifft der Zahn 25 von neuem auf die Lamelle 26, die sieh senkt und von neuem den ersten elektrischen Stromkreis über den Magneten 32 schließt, wodurch der Anfang einer neuen Vorführung beginnt.
Die Wirkungsweise dieser Maschine ist vollständig selbsttätig, und infolgedessen könnte sie verschiedene Anwendungen finden. So kann man sie z. B. außer zu Vergnügungszwecken auch zu Lehrzwecken oder zur gesprochenen Bekanntmachung von Mitteilungen benutzen. Die Einrichtung läßt sich auch als Selbstkassierer ausbilden, indem das kleine Klinkenrad 21 fortgelassen wird, weldies in der beschriebenen Stellung innerhalb vorher festgelegter Zeitperioden den Schluß des ersten elektrischen Stromkreises hervorruft und man dafür eine an sich bekannte Vorrichtung einbaut, mittels deren der Stromschluß erfolgt, indem man in einen passenden Schlitz eine oder mehrere Münzen einführt.
Ferner ließe sich die Einrichtung auch für Sprechmaschinen ausbauen, bei denen die Schalldose schwenkbar am Tonarm angeordnet ist.

Claims (8)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Sprechmaschine mit Vorrichtung zum Spielen mehrerer Phonogrammträger, bei der die Phonogrammträger an einem den Wechsel der Phonogrammträger veranlassenden Umdrehungskörper 1 Scheibe, Welle, Kette o. dgl.) rechtwinklig oder radial zur Bewegungsrichtung des Umdrehungkörpers in Haltern drehbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß Schallplatten (15) in ihren am Umdrebungskörper [Kette (3), Trommel (80), Ring (82), Scheibe (84) o. dgl.] angebrachten Haltern (ioj zum Spiel um Zapfen (11—Abb. 12) durch einen mittels Hebels (67) aus- und einschaltbaren Reibradantrieb (69) drehbar sind.
  2. 2. Sprechmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halter (io) als Gabelarme (Abb. 12) aus federndem Werkstoff hergestellt sind, so daß die freien, je eine Zapfenspitze (11) für die Schallplatte (15) tragenden Gabelenden zum leichten Auswechseln der Schallplatten (15) bewegbar sind.
  3. 3. Sprechmaschinen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Schallplattenwellen (12) um die an jedem Gabelarm (10) befestigten beiden Zapfenspitzen (11) drehbar sind und mittels zweier beiderseitig jeder Schallplatte
    (15) anbringbarer Haltescheiben (13) und Muttern (14J die Schallplatten (15) tragen (Abb. 11 und 12).
  4. 4. Sprechmaschine nach Anspruch 1 mit Vorrichtung zum beiderseitigen Spielen der Schallplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallplattenhalter (10) an ihrem Trageglied (3) drehbar gelagert sind und mit Bewegungsgliedern, Zahnrädern (7 — Abb. 4) o. dgl. in Verbindung stehen, die bei jeder vollen Umdrehung des Umdrehungskörpers, der endlosen Kette (3) o. dgl., die Halter (10) um i8o° schwenken, so daß die entgegengesetzte Seite der betreffenden Schallplatte (15) in die Spielstellung kommt.
  5. 5. Sprechmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an der Umschaltstelle, in der Nähe der Welle (1 — Abb. 1) o. dgl., eine Zahnstange (16 — Abb. 4) fest angeordnet ist, mit der die Zahnräder (7) der einzelnen Plattenhalter (10) nacheinander zum Umdrehen der einzelnen Schallplatten (15) in Eingriff kommen.
  6. 6. Sprechmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schallplattenhalter (10) tragenden Kettenglieder (3) mit Vorsprüngen (5 — Abb. 4) versehen sind, die in auf zwei parallelen Wellen (1, 6).sitzende Nutenräder (2) eingreifen, so daß durch Drehen der Welle (1) eine schrittweise Bewegung der Schallplattenhalter (10j erfolgt, durch welche jede Schallplatte (15) einmal bei jedem vollständigen Umlauf der Kette in die g0 Spielstellung gelangt.
  7. 7. Sprechmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem schwingbaren Hebel (67 — Abb. 15; eine Antriebsscheibe (69) für die Schallplatte (15) drehbar angeordnet ist, die durch eine elastische Zugvorrichtung, Riemen (73) o. dgl., von der Welle (71) des Triebwerkes aus antreibbar und an den Umfang oder die Ränder der Schallplatte (15) oder der Haltescheiben (13) andrückbar ist.
  8. 8. Sprechmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein selbsttätig wirkendes Getriebe (33, 36, 61, 64), das den Hebel (67) für die Antriebsscheibe (69) gegen die Schallplatte (15) in die Antriebsstellung schwingt, sobald eine Schallplatte in die Spielstellung gebracht worden ist, und von der Schallplatte (15) weg in die Ruhestellung schwingt, sobald der Tonarm (52) mit der Schalldose sich bis zum Ende der Schallaufzeichnung auf der Schallplatte bewegt hat.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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