DE41063C - Verfahren zur direkten Darstellung von Zinkweifs aus zinkhaltigen Erzen - Google Patents
Verfahren zur direkten Darstellung von Zinkweifs aus zinkhaltigen ErzenInfo
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- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C09C—TREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
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Description
K AISE RLlCH ES
PATENTAMT.
T HüTj|NWESEN.
Der Zweck vorliegenden Verfahrens ist die Darstellung von Zinkweifs auf directem Wege,
d. h. aus Zinkerzen oder zinkhaltigen Materialien und nicht aus reinem Zink.
Entgegengesetzt dem Komoreck' sehen Verfahren,
welches darauf basirt, dafs der Zinkdampf im Converter selbst mit der Luft in Berührung kommt, und welches ein reines, als
Farbe verwendbares Product überhaupt nicht zu liefern im Stande ist, weil das Erz und die
Kohle im Converter eine ziemlich dicke Lage bilden, durch welche ein durch einen verhältnifsmäfsig
starken Ventilator erzeugter Luftstrom von starkem Druck geführt wird, so dafs ein Mitreifsen von Kohlenstaub und sogar
Erzpartikelchen nicht zu vermeiden ist, erfolgt bei meinem Verfahren die Reduction
der Erze in zwei verschiedenen Perioden, und zwar ist erstens während der ersten die Communication
zwischen den Retorten und der Condensationskammer vollständig aufgehoben; die flüchtigen Kohlenproducte, sowie die
Feuchtigkeit entweichen durch die Vorderseite des Ofens, während in der zweiten Periode
die Oeffnungen der Vorderseite des Ofens geschlossen und diejenigen der Verbindung mit
den Lagerkammern geöffnet sind, damit die von jeder Beimischung befreiten Zinkdämpfe
in die letzteren einströmen und sich daselbst in Zinkweifs umwandeln können.
Auf beiliegender Zeichnung ist der von uns zur directen Darstellung von Zinkweifs zur
Verwendung kommende Muffelofen dargestellt.
Dieser Ofen kann ebensowohl mit einer als auch mit zwei Arbeitsfacaden ausgeführt werden.
Im ersteren Falle hat derselbe die in der beiliegenden Zeichnung dargestellte Disposition.
Die Muffeln, welche nach der Beschickungsseite hin schwach geneigt liegen, werden durch
die Mündung mit der aus Erz und Kohle bestehenden Mischung geladen. Hierauf wird
diese Mündung durch feuerfesten Thon D auf ungefähr 3/4 ihrer Weite geschlossen, so dafs
noch eine genügend grofse Oeffnung bleibt, um die bei der Destillation sich bildenden
Kohlenwasserstoffgase entweichen zu lassen.
Sobald die Destillation beendet ist und das Auftreten der grünen Flamme den Beginn des
Reductionsprocesses des Erzes erkennen lä'fst, wird die vordere Mündung vollständig geschlossen
und gleichzeitig ein im hinteren Boden der Muffel befindlicher Thonpfropfen C von 10 cm Durchmesser herausgezogen. Durch
die so entstandene Oeffnung entweichen nunmehr die metallischen Dämpfe, oxydiren sich
in den Nischen B, und das derart gebildete Zinkweifs wird in die Sammelkammern übergeführt.
Die Benutzung eines an geeigneter Stelle angebrachten Ventilators erleichtert das Deponiren
des Zinkweifses ganz wesentlich.
Nach vollendetem Reductionsprocefs wird umgekehrt operirt: man schliefst bei C, entfernt
den Verschlufs D der- vorderen Mündung, reinigt die Muffel, worauf dieselbe unmittelbar
aüfs Neue geladen werden kann.
Will man einen Ofen mit doppelter Facade (ähnlich wie dies bei der Fabrikation des metallischen
Zinkes der Fall ist) in Anwendung bringen, so mufs eine und dieselbe Oeffnung A
als Abzug sowohl für die Kohlengase als auch
für die Zinkdämpfe benutzt werden. Um jedoch in diesem Falle die Verunreinigung des
Zinkweifses in den Sammelkammern zu verhüten, wendet man einen besonderen Condensationsraum
an, in welchen die erstgenannten Gase durch einen Ventilator abgezogen werden.
Die beiden Methoden gestatten die mit geringen Kosten verbundene Gewinnung von
Zinkweifs, welches von jeder fremden, mechanisch mitgerissenen Beimischung absolut frei ist.
Es geht hieraus hervor, dafs der Zinkdampf erst nach Austritt aus der Oeffnung C mit der
Luft in Berührung kommt, und liegt hierin der Schwerpunkt der Erfindung, denn allein
dadurch, dafs die Luft erst am Austritt aus dem Muffelofen mit den Zinkdämpfen in Berührung
kommt, ist es möglich, ein reines und für den Handel brauchbares Product zu erhalten.
Ich beanspruche daher als meine Erfindung ein Verfahren zur directen Darstellung von
Zinkweifs, welches darin besteht, dafs während der ersten Periode die Communication zwischen
den Retorten und der Condensatioriskammer vollständig aufgehoben ist, also die
•flüchtigen Kohlenproducte, sowie die Feuchtigkeit durch die Vorderseite des Ofens entweichen
, und während der zweiten Periode die Oeffnungen der Vorderseite des Ofens geschlossen
und diejenigen der Verbindung mit der Lagerkammer geöffnet sind, damit die von jeder schädlichen Beimischung befreiten Zinkdämpfe
in die letztere einströmen und sich daselbst in Zinkweifs umwandeln können.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur directen Darstellung von Zinkweifs aus zinkhaltigen Erzen vermittelst Muffeln, die von aufsen beheizt und mit dem Gemisch von Erz und Kohle beschickt werden, wobei man derart operirt, dafs man die zunächst aus den Muffeln hervortretenden Kohlenwasserstoffe u. s. w. entweichen läfst und, sobald dann Zinkdämpfe austreten, diese oxydirt und das entstehende Zinkoxyd auffängt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE41063C true DE41063C (de) |
Family
ID=316566
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT41063D Expired - Lifetime DE41063C (de) | Verfahren zur direkten Darstellung von Zinkweifs aus zinkhaltigen Erzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE41063C (de) |
-
0
- DE DENDAT41063D patent/DE41063C/de not_active Expired - Lifetime
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