DE40947C - Zünder von Bohrschüssen - Google Patents
Zünder von BohrschüssenInfo
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- DE40947C DE40947C DENDAT40947D DE40947DA DE40947C DE 40947 C DE40947 C DE 40947C DE NDAT40947 D DENDAT40947 D DE NDAT40947D DE 40947D A DE40947D A DE 40947DA DE 40947 C DE40947 C DE 40947C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B3/00—Blasting cartridges, i.e. case and explosive
- F42B3/10—Initiators therefor
- F42B3/117—Initiators therefor activated by friction
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Drilling And Exploitation, And Mining Machines And Methods (AREA)
Description
PATENTAMT.
KLASSE 5: Bergbau.
JOHANN LAUER in WIEN. Zünder von Bohrschüssen.
Dieser Erfindung gemäfs geschieht das Abfeuern von Bohrschüssen nicht, wie bisher
üblich, mit Hülfe von Zündschnüren oder auf elektrischem Wege, sondern mittelst Frictionsschlagröhren,
die man in bekannter Weise durch eine Abziehschnur zur Function bringt. Um dabei zu ermöglichen, dafs die Reiberdrähte
mehrerer in die Sprengpatronen von Bohrlöchern eingesetzter Schlagröhren gleichzeitig
theilweise herausgerissen werden können, verbindet man erst die Schlingen je zweier
benachbarter Drähte durch eine Schnur, hierauf je zwei solche primäre Schnüre durch eine secundäre Schnur, deren Endaugen
. frei auf den primären Schnüren verschiebbar sind u. s. f., bis endlich an der letzten Ver-.
bindungsschnur das am Vorderende der Abziehschnur angebrachte Auge verschiebbar befestigt
wird. Diese Anordnung ermöglicht, alle an den Schlingen der Reiberdrähte befestigten
Schnüre gleichzeitig zu spannen. Die Schnüre können auch durch Ketten oder Drahtseile
ersetzt werden.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 einen Frictionszünder für Sprengpulver, Fig. 2 einen
solchen Zünder für Dynamit dar. Fig. 3 und 4 zeigen ein mit Pulver und ein mit Dynamit geladenes
Bohrloch, und Fig. 5 versinnbildlicht die beschriebene Zusammenstellung der Abziehschnüre.
Die Frictionszünder besitzen als äufsere Hülle ein Metall-, Holz- oder Pappröhrchen a, dessen
Länge der denkbar gröfsten Bohrlochtiefe entsprechen mufs. Dieses Röhrchen enthält den
Frictionssatz b, welcher vom Reiberdraht c durchzogen und meistens in ein engeres Röhrchen
b} oder aber in eine sonstige das Röhrchen α ausfüllende Umhüllung eingeschlossen
ist. Der Reiberdraht c besitzt vor dem Frictionssatze b einen plattgeschlagenen und gezahnten
Theil C1, und hinter dem Frictionssatze b reicht
er aus dem Umhüllungsröhrchen α heraus, um
aufserhalb desselben eine Schlinge C2 zum Einhängen der Abziehschnur zu bilden. Bei dem
Zünder, Fig. 1, zur Zündung von Sprengpulver enthält das vorderste Ende der Röhre a in
gewöhnlicher Weise eine Schlagladung e aus Gewehrpulver, vor welcher ein dichter Verschlufs
f aus Pech, Wachs oder einem ähnlichen Material angebracht ist. Dagegen enthält
der Frictionszünder, Fig. 2, für Dynamitpatronen hinter dem Verschlufs f eine Knallquecksilberkapsel
g\ der Raum zwischen dieser letzteren und dem Frictionssatz b ist, um die
Kapsel fest in ihrer Lage zu halten, mit einem Flöckchen Watte, Schafwolle etc. h ausgefüllt.
In die Röhre α sind entweder, wie in Fig. 1,
an mehreren Stellen durchbohrte Holzpfropfen i eingesetzt, um eine Führung für den Reiberdraht
c herzustellen, oder aber es ist die ganze Röhre α mit einer Führungshülse j, Fig. 2, für
den Draht ausgefüllt.
Aus Fig. 3 und 4 ist ersichtlich, dafs man die beschriebenen Zünder \ für Pulver und ^1
für Dynamit, nachdem man die Sprengladung aus Pulver P oder aus Dynamit D auf den
Grund des Bohrloches eingebracht hat, an einer Wand des Bohrloches in die Ladung einsetzt,
wobei man an dem Dynamitzünder %l vorher
die kleine Zündpatrone D1 aus Dynamit zu befestigen hat. Nun wird die Ladung mäfsig
comprimirt, worauf man das Bohrloch mit
Lehm besetzt; das zu weit vorstehende hintere Ende des Zünders ^ oder ^1 kann abgeschnitten
werden.
Man bringt nun auf folgende Weise die in Fig. 5 dargestellte Abziehschnur an: Vor allem
wird einer der Haken k, welche an beiden Enden der primären Schnüre s angebracht
sind, an eine der Reiberdrahtösen von einem Paar benachbarter Bohrlöcher ι und 2, 3 und 4,
5 und 6 etc. angehakt. Dann zieht man von je zwei benachbarten, derartig angehakten primären
Schnüren s die eine durch einen der Ringe r, welche an den Enden der secundären
Schnur S1 angebracht sind, hakt hierauf auch den zweiten Haken k der durchgezogenen
Schnur s an die zugehörige Reiberdrahtschlinge und geht nun, nachdem man event, über die
Schnur S1 einen Ring rx einer weiteren Schnur S0
gezogen, in gleicherweise bezüglich derSchnurs des zweiten Bohrlochpaares und des zweiten
Ringes r der Schnur S1 vor.
Auf diese Weise wirken beide Enden der Schnur, an welche schliefslich die bis zu 20 m
lange Abziehschnur S angehakt wird, auf je eine Schnur, von welcher wieder beide Enden
auf eine Schnur wirken u. s. f., bis die letzten oder Primärschnüre auf je zwei Reiberdrähte
wirken. Infolge der Verschiebbarkeit aller Verbindungen kann man durch Ziehen an der
Abziehschnur S unter verschiedenen Winkeln das gleichzeitige Spannen aller Schnüre des
Systems bewirken. Das thut auch der Abfeuernde erst durch einen mäfsig starken,
successiven Zug, worauf er durch einen kurzen, kräftigen Ruck sämmtliche Reiberdrähte c durch
die Frictionskapsel reifst.
Sollen statt vier nur drei Zünder durch die drei Schnüre s s S1 in eine Gruppe vereinigt
werden, so hakt man natürlich beide Haken k von einer der Schnüre s in eine Reiberdrahtöse.
Claims (1)
- Pa te nt-Anspruch:Ein Verfahren, durch welches bei der Zündung von Bohrschüssen die Berührung einer Zündflamme oder eines zum Zünden' dienenden glühenden Körpers (Lunte) mit der umgebenden Luft vermieden wird, darin bestehend, dafs man in die Ladung eingesetzte Frictionszünder mittelst Abziehschnüre in Thätigkeit setzt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40947C true DE40947C (de) |
Family
ID=316464
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40947D Expired - Lifetime DE40947C (de) | Zünder von Bohrschüssen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40947C (de) |
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