DE409356C - Elektrischer Widerstandsofen - Google Patents
Elektrischer WiderstandsofenInfo
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- DE409356C DE409356C DES66268D DES0066268D DE409356C DE 409356 C DE409356 C DE 409356C DE S66268 D DES66268 D DE S66268D DE S0066268 D DES0066268 D DE S0066268D DE 409356 C DE409356 C DE 409356C
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- furnace
- electric resistance
- resistance furnace
- phase current
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B3/00—Ohmic-resistance heating
- H05B3/62—Heating elements specially adapted for furnaces
Landscapes
- Furnace Details (AREA)
- Resistance Heating (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 4. FEBRUAR 1925
REICHSPATENTAMT ■
PATENTSCHRIFT
-- JVl 409356 -KLASSE 21h GRUPPE 7
Dr. Martin Sperling in Essen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom II. Juni 1924 ab.
Zur Erzeugung von Substanzen und Pro-
dukten, die bei sehr hohen Temperaturen aus dem festen Aggregatzustand, ohne zu schmelzen,
in den Dampfzustand übergehen, wie SiIiziutnkarbid, Elektrographit, Borkarbid usw.,
werden heute fast ausschließlich langgestreckte Elektroofen von Zylinderform benutzt,
wie sie von Anfang an von Acheson benutzt wurden. Im Kern des Ofenzylinders befindet sich dabei ein Graphitkohienzylinder
als Heizwiderstand, um den herum die Beschickungsmasse konzentrisch gelagert ist.
Beim Abstellen des Ofens wird das Endprodukt in der Nähe des Kernes konzentrisch
gelagert vorgefunden. Einen Ofen beliebiger Größe baut man dabei von den Gesichtspunkten
aus, daß die Wärmefiußverhältnisse pro" Einheit der durchdrungenen Oberfläche für alle Öfen fast gleiche .Werte besitzen,
ίο Ein langgestreckter Ofen besitzt eine verhältnismäßig
sehr große Oberfläche, auf den Ofeninhalt bezogen. Infolgedessen sind auch die Energieverluste durch Strahlung verhältnismäßig
groß.
Die Erfindung bezweckt nun, an Stelle der Zylindergestalt dem Ofen eine kugelähnliche
Gestalt zu geben, da die Kugel für den gleichen Inhalt die geringste Oberfläche aufweist
und damit die geringsten Strahlungsverluste haben muß. Die Erfindung zeigt, wie unter
Beibehaltung der sonstigen Verhältnisse des langgestreckten Zylinderofens ein Kuigelofeii
erzielt werden kann. \
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand
beispielsweise und im \rergleich zum Bekannten dargestellt. Abb. r zeigt einen ,
Schnitt durch den langgestreckten Zylinderofen, Abb. 2 einen Schnitt durch den Kugelofen.
Im Schnitte eines langgestreckten Ofens bilden die einzelnen Temperaturen und damit
auch die Zonen der gewonnenen Materialarten konzentrische Kreise um den kreisförmigen
Heizkern (Abb. 1). Biegt man jedoch den langgestreckten Zylinder zu einem Kreisring
zusammen, so sind die einzelnen Temperaturzonen und dementsprechend die Zonen der erzeugten Produkte im Schnitte keine konzentrischen
Kreise um den kreisförmigen Heizkern mehr, sondern es bilden die Zonen . gleicher Temperaturen im Schnitte kassinische
Kurvenschalen (siehe Abb. 2). Die ■ Ofenverhältnisse sind nun so zu wählen, daß j
unter 'Beibehaltung der für den langgestreck- ' ten Ofen geltenden Bedingungen das End- :
produkt ein Kuchen von der Form eines j flachen Sphäroides bildet, während die Außen- '
form des Ofens mit leidlicher Annäherung ; Kugelgestalt annimmt.
Die neue Ausführungsform des Ofens bietet im Verhältnis zur bekannten alten Ausführung
offensichtliche Vorteile. So findet in erster Linie eine Erhöhung des Ausbringens
für denselben Energieaufwand 'Statt, z. B. bei einem iooo-PS-Ofen bei der Produktion von
Siliziumkarbid eine Erhöhung des Ausbringens um 40 Prozent. Ebenso ist die zum Bau des Ofens benötigte Beschickungsmasse
im Verhältnis zum Fertigprodukt beim neuen Ofen eine wesentlich geringere. Bei Siliziumkarbid
ist der Anteil des amorphen Produktes im runden Ofen ein viel geringerer. Das Fertigprodukt wird dabei nicht in Zylinderschalen, sondern als massiver Kuchen und
damit ohne wesentliche Materialverluste gewonnen. Die günstigsten Kristallisationsverhältnisse
des Kuchens bedingen viel derbere, vom Graphit des Kernes weniger beeinflußte Kristallmassen. Aus diesen Gründen sind
die gesamten Gestehungskosten, soweit sie den Bau des Ofens, den Abbruch und das Ausbringen
desselben betreffen, wesentlich geringere. Außerdem verlangt die kugelförmige Gestalt des Ofens einen viel geringeren Raumbedarf
im Ofengebäude. Die ringförmige An-Ordnung erlaubt die direkte Verwendung von Mehrphasenstrom an Stelle des meist mit
rotierenden Umformern aus Drehstrom erzeugten Einphasenstroms. Beim Kugelofen fallen die Elektrodenköpfe und die durch
solche auftretenden Verluste wie beim Zylinderofen weg. Die Elektroden liegen verhältnismäßig
sehr nahe, infolgedessen sind die Zuleitungen zum Transformator kurz. Ungünstige
Phasenverschiebungen und verhältnismäßig hohe Kupferverluste lassen sich daher beim Kugelofen vermeiden. Auch die
Beschaffungskosten sowohl der elektrischen Einrichtung als auch der Kupferleitungen
gestalten sich wesentlich billiger.
Claims (2)
1. Elektrischer Widerstandsofen zur Erzeugung von Produkten, die bei sehr
hohen Temperaturen aus dem festen Zustand unmittelbar in den Gaszustand übergehen,
gekennzeichnet dadurch, daß an Stelle des an sich bekannten langgestreckten zylinderförmigen Ofens mit zylindrischem
Heizkern ein ringförmiger Heizkern verwendet wird und der Ofenkörper eine mehr oder weniger kugelähnliche Gestalt
hat, wodurch die Begrenzungszone der zu erzielenden Fertigprodukte die Gestalt
eines Kuchens annimmt.
2. Elektrischer Ofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, um außer
Einphasenstrom auch Mehrphasenstrom unmittelbar verwenden zu können, am Umfang der Kugel eingeführte Elektroden
vorgesehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES66268D DE409356C (de) | 1924-06-11 | 1924-06-11 | Elektrischer Widerstandsofen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES66268D DE409356C (de) | 1924-06-11 | 1924-06-11 | Elektrischer Widerstandsofen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE409356C true DE409356C (de) | 1925-02-04 |
Family
ID=7498683
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES66268D Expired DE409356C (de) | 1924-06-11 | 1924-06-11 | Elektrischer Widerstandsofen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE409356C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4399546A (en) * | 1979-09-28 | 1983-08-16 | Dresser Industries, Inc. | Silicon carbide furnace |
| DE4226867C1 (de) * | 1992-08-13 | 1993-11-25 | Kempten Elektroschmelz Gmbh | Durch direkte elektrische Heizung nach dem Widerstandsprinzip betriebene Ofenanlage offener Bauart |
-
1924
- 1924-06-11 DE DES66268D patent/DE409356C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4399546A (en) * | 1979-09-28 | 1983-08-16 | Dresser Industries, Inc. | Silicon carbide furnace |
| DE4226867C1 (de) * | 1992-08-13 | 1993-11-25 | Kempten Elektroschmelz Gmbh | Durch direkte elektrische Heizung nach dem Widerstandsprinzip betriebene Ofenanlage offener Bauart |
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