DE408151C - Verfahren zur Herstellung von Dachpappen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DachpappenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D06N5/00—Roofing materials comprising a fibrous web coated with bitumen or another polymer, e.g. pitch
-
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- D21J—FIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Dachpappen. Die Dachpappen, die bisher hergestellt sind, bestehen bisher immer aus einer Rohpappe, die in ihrer Gesamtstärke eine einheitliche Faserstoffmischung enthält.
- Bei der Herstellung dieser Rohpappen hat man stets höchste Saugfähigkeit angestrebt, um bei der Verarbeitung auf Dachpappe größte Aufnahmefähigkeit von Tränkungsstoffen zu erzielen, da von der späteren Tränkung und Zurichtung der beiderseitigen Oberflächen der Dachpappe deren Fäulnisfestigkeit, Wetterbeständigkeit, Wasserdichtheit und Unempfindlichkeit gegen Säuren, Laugen, Gase usw. abhängt.
- Solche gut saugfähige Rohpappe bedingt bei der Erzeugung weiche, wenig dichte und geringfeste Faserstoffe sowie recht lockeres und voluminöses Fasergefüge. Die Festigkeitseigenschaften dieser Rohpappen sind aber nicht groß, auch werden diese erfahrungsgemäß bei der Tränkung, die unter sehr hohen Temperaturen erfolgen muß, noch besonders beeinträchtigt.
- Die Faserstoffe der Rohpappen bestehen bisher vorwiegend aus Woll, Baumwoll- und Bastlumpen, und die sind als sehr teure Rohstoffe für die Fabrikate anzusprechen. Sie ergeben bei der notwendig werdenden, besonderen Art der Verarbeitung einen langen und röschen Stoff und damit einen Träger für die späteren Dachpappen ab, der bei wechselnden Temperaturen und Witterungseinflüssen in seinen Flächenveränderungen nicht völlig indifferent ist. Hierauf Sind gewisse Mängel, die der Verwendung. bisheriger Dachpappen immer anhaften und welche die damit hergestellten Dächer in der Unterhaltung verteuern und in der Dauerhaftigkeit ungünstig beeinflussen, zurückzuführen.
- Die Imprägnierung der saugfähigen Rohpappen in den Dachpappenfabriken mit Teeren, Fetten, Ölen, bituminösen Stoffen u. dgl. dichtet den Faserfilzträger der Dachpappe und macht diesen geschmeidig, aber die indifferente Beschaffenheit wird dadurch nicht viel größer, auch behält sie nach wie vor geringe Festigkeitswerte.
- Die Beanspruchung der Rohpappen bei der Verarbeitung zu Dachpappen und bei der Verwendung der letzteren ist sehr beträchtlich, so daß sich infolge der geringen Festigkeitseigenschaften der bisherigen Dach-F-.appen leicht Abrisse und Einrisse, also Materialverluste und Schäden, ergeben. 1i estere Dachpappen sind dabei sehr erwünscht.
- Die große Aufspeicherung von Imprägnierungsstoffen in der Rohpappe und an Belagstoffen auf den Oberflächen derselben sichern der Dächpappe ihre heutige Haltbarkeit. Die großen Mengen an Imprägnierungs- und Deckstoffen sind unbedingt erforderlich, weil die verwendeten Teere, Öle, Fette, bituminöse Stoffe u. dgl. viel flüchtige Verbindungen erhalten und deren Verdunstvermögen weiterhin wiederum durch starke, kautschuk- oder lackartige Überzüge auf den Oberflächen abgeschlossen werden muß.
- Diese großen Materialanhäufungen in den bisherigen Dachpappen sind erfahrungsgemäß erförderlich, wenn diese lange Dauerhaftigkeit erreichen sollen. Sie bringen die Mängel mit sich, daß die Erzeugungskosten recht teuer und die Dachpappen gewichtlich sehr schwer werden. Hieraus ergeben sich bei der Verwendung weiterhin teure Transporte sowie kostspielige und beschwerliche Arbeiten. Auch die Brandfähigkeit des Baustoffes wird durch die großen Mengen Tränkungsstoffe stark erhöht.
- Erfindungsgemäß werden bei dem neuen Verfahren die vorliegenden Mängel in der Dachpappe beseitigt.
- Die Rohpappen der neuen Dachpappen werden für die Ausführung des Erfindungsgedankens aus zwei oder mehreren Lagen verschiedenartiger Faserstoffe hergestellt. Diese ergeben sowohl in ihrer Art und Güte als auch bei ihrer Verarbeitung, insbesondere durch die bei der Herstellung der Rohpappen in Anwendung kommenden Appretierungen, eine völlig indifferente Pappe. Diese zeigt große Festigkeitswerte, stellt eine Dachpappe mit geringem Gewichte dar und gewährleistet nach der Tränkung mit Teeren, Ölen, Fetten, bituminösen Stoffen o. dgl. und dem evtl. Auftragen von kautschtik- oder lackartigen Überzügen auf die Oberflächen den vorteilhaftesten und haltbarsten Baustoff dieser Art für Dachbedeckungen.
- Bei der Erzeugung der Rohpappen für die neue Dachpappenherstellung wird nur eine dünne Faserstoffschicht mit großer Saugfähigkeit oben oder unten oder beiderseitig auf den mittleren, festen Träger der Rohpappe gearbeitet.
- Der Hauptträger der Rohpappe selbst wird vorwiegend aus festen Holz- und Strohzellstoffen sowie aus Papierstoffen hergestellt, wie sie die im Handel befindlichen guten aber preiswerten Papierabfälle bieten. Diese normal ausgemahlenen, schmierigen Papierstoffe geben der neuen Rohpappe gegenüber dem bisherigen Rohmaterial vier Dachpappenherstellung dichtes Gefüge, große indifferente Beschaffenheit und überragende Festigkeitseigenschaften. Dieser feste und -zähe Träger der Rohpappe wird bereits in der Rohpappenfabrik bei der Zubereitung des Zeuges im Mahlholländer mit ganz oder teilweise verseifbareri Ölen, Fetten, Wachsen, geeigneten Harzen oder bituminösen Stoffen nach Art der Papierleimung mit nachfolgender Säureausfällung der Stoffe in feinsten Emulsionen imprägniert. Diese L einiung bzw. Tränkung der Rohpappenstoffe vor der Bildung des Rohpappengefüges niit dünnen Tränkungslösungen und nachfolgender Ausfällung in feinster Emulsion bringt eine viel v ollkommenereund sparsamere Tiefenwirkung der Tränkung in den aller kleinsten Hohlräumen der feinsten Fäserchen mit sich, und die feinen Emulsionen umhüllen auch die Fäserchen, da zwischen beiden große Affinität vorherrscht, wodurch nach der Verarbeitung der Stoffe zu einem Faserfilz die feinen Zwischenräume in dem Rohpappengefüge ebenfalls mit den Tränkungsmitteln gefüllt werden.
- Die in Frage kommenden verseiften Stoffe ergeben nach der Fällung Emulsionen, die nicht flüchtig sind, so daß diese Tränkung im Laufe der Jahre nicht durch Verdunstung verlorengehen kann. Auch sind die Emulsionen der gefällten Fette, Öle, Wachse, Harze oder bituminösen Stoffe in ihrer Oberflächenbeschaffenheit bei wechselnden atmosphärischen Einflüssen räumlich so gut wie möglich nicht veränderlich, so daß die große Indifferenz der Rohpappe bzw. Dachpappe hierdurch wesentlich gestützt wird.
- Man braucht bei dieser viel besseren Tränkung des Rohstoffes der Dachpappe nur einen kleinen Bruchteil der bisherigen Materialmengen, welche die Tränkung der Dachpappen benötigt und erreicht dabei ein Fabrikat mit größter Fäulnisfestigkeit, völliger Wasserdichte und größter Haltbarkeit gegen wechselnde Witterungseinflüsse.
- Bei der üblichen Tränkung solcher festen Rohpappe mit den hocherhitzten Teeren, Ölen, Fetten oder bituminösen Stoffen bzw. der Appretierung dieser Dachpappen mit Lacken, deren Temperaturen sich dabei zwischen i io-i7o° C bewegen, leidet das Rohpappengefüge auch längst nicht so in seiner Beschaffenheit wie das der bisherigen Rohpappe, die durchgängig aus einem weichen, lockeren und stark saugenden Faserfilz bestand. Die daraus hergestellten neuen Dachpappen sind äußerst fest und zähe, sie ergeben wenig Materialverluste bei der Erzeugung und Verwendung und bringen große Ersparnisse an Materialien in den Transporten und in der Arbeit.
Claims (2)
- PATENT-ANsPRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung von Dachpappen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rohpappe verwendet wird, die durch Vereinigen von zwei oder mehreren Lagen saugfähiger Pappen verschiedenartiger Faserstoffe erzeugt ist.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Papplagen vor ihrer Vereinigung mit Ölen, Fetten, Wachsen, Harzen, bituminösen Stoffen o. dgl. getränkt werden.
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1923
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