DE407484C - Verfahren zur Herstellung von Aluminiumsulfatloesungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aluminiumsulfatloesungen

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DE407484C
DE407484C DED42982D DED0042982D DE407484C DE 407484 C DE407484 C DE 407484C DE D42982 D DED42982 D DE D42982D DE D0042982 D DED0042982 D DE D0042982D DE 407484 C DE407484 C DE 407484C
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bauxite
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F7/00Compounds of aluminium
    • C01F7/68Aluminium compounds containing sulfur
    • C01F7/74Sulfates
    • C01F7/743Preparation from silicoaluminious materials, e.g. clays or bauxite

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Aluminiumsulfatlösungen. Bei der Herstellung von Aluminiumsulfat nach bekannten Methoden wird in der Weise verfahren, daß das Tonerde enthaltende Gestein, insbesondere Bauxit, in einem Lösebehälter mit der erforderlichen Menge Schwefelsäure behandelt wird. Das Verfahren ist ein unterbrochenes. Es werden gewöhnlich hölzerne Behälter verwendet, die mit Blei ausgeschlagen sind und einen Rührapparat besitzen. Die gebildete Aluminiumsulfatlösung wird entweder durch Dekantieren oder durch Filterpressung gewonnen. Der Rückstand besteht aus Kieselsäure, Ton und unzersetztem Bauxit.
  • Die Gewinnung der Lösung durch Filterpressung ist kostspielig; zudem greift die Sulfatlösung das Filterpressenmaterial ganz besonders stark an.
  • Das Dekantieren der Aluminiumlösung ist bei dem vorbeschriebenen Verfahren recht unwirtschaftlich, weil große Wärmeverluste damit verbunden sind. Bekanntlich ist gerade die Zersetzung der letzten Teile des Bauxits besonders schwierig und zeitraubend. Diese Zeit steht bei dem unterbrochenen Dekantationsverfahren nicht in genügendem Ausmaße zur Verfügung, weil bei entsprechender Zeitaufwendung die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zu stark beeinträchtigt sein würde.
  • Die Folge der unvollkommenen Zersetzung des Bauxits äußert sich darin, daß der Rückstand nur schwierig und langsam zum Absitzen gelangt. Da die Lösung sich infolgedessen unverhältnismäßig lange Zeit im Zersetzungsbehälter befindet, entstehen vorgenannte große Wärmeverluste.
  • Gegenüber bekannten Verfahren gestattet das Verfahren gemäß der Erfindung ein Arbeiten mit Konzentrationen von 38° Be, während man bisher oberhalb 3o° B6 nicht arbeiten konnte, weil bei höheren Konzentrationen die Temperatur der Lösung nicht mehr hoch genug erhalten werden kann, um die Erstarrung der Flüssigkeit zu vermeiden. Der Gewinn an Wärme beträgt ungefähr 75 Prozent und ist nicht allein der höheren Temperatur zuzuschreiben, welche man innerhalb der Lösung erhalten kann, sondern auch ihrem höheren Konzentrationsgrad.
  • Das neue Verfahren ist gekennzeichnet durch Anwendung mehrerer Lösebehälter, in deren ersten Bauxit und die Säure allmählich eingeführt werden, das zersetzte Gut mittels einer unten an einer hohlen, zentralen Welle befestigten Rührvorrichtung nach der Mitte des Behälterbodens geschaufelt, durch die Welle zu einer Verteilervorrichtung oberhalb des Behälters gehoben, von dort wieder in die Behälter ausgetragen wird, worauf es ,durch Cberlaufvorrichtungen in die nächsten Lösebehälter geführt, hier in gleicher Weise bewegt und von da zum Waschen einer aus mehreren Behältern bestehenden Waschanlage zugeführt wird, in denen das ungelöste Gut mittels über dem Boden rotierender Rühr-Nverke nach einer zentralen Austragsöffnung geschaufelt und durch Pumpen in die nächsten Behälter geschafft wird, wobei die Waschflüssigkeit in entgegengesetzter Richtung zu der Stromrichtung des Bauxitaufschlusses durch die Waschbehälter geführt wird.
  • Dieses Verfahren hat den großen Vorteil, daß erstens einmal bei der ununterbrochenen Behandlung in den Lösebehältern ein quantitativer Aufschluß des Bauxits erfolgt, und daß ferner der Rückstand in den Absetzbehältern mit Lösungen in Verbindung gelangt, welche eine ähnliche Zusammensetzung haben wie die in den Lösebehältern entstehende Flüssigkeit. Es ist ja eine bekannte Tatsache, daß .\ iederschläge sich dann leicht und schnell absetzen, wenn man in den Verhältnissen, unter denen die Bildung erfolgt, keine erheblichen Änderungen vornimmt.
  • Der Durchführung des Verfahrens dienen eine Reihe von Zersetzungsbehältern und Absetzbehältern. In den Zersetzungsbehältern rotieren hohle, zentrale Wellen, an deren unterem Ende Rührschaufeln und an deren oberem Ende Verteilervorrichtungen vorgesehen sind. Die Zersetzung des Gutes findet in der Weise statt, daß die schräg gestellten Rührschaufeln das Gut nach dem Mittelpunkt des Behälters hinrühren, welches dann in der zentralen Welle hochgehoben und durch die Verteilervorrichtungen wieder ausgetragen wird. Dann durchströmt die Mischung von Lösung und Gut nacheinander die einzelnen Zersetzungsbehälter mittels an diesen angebrachter Überlaufvorrichtungen.
  • lach beendigter Zersetzung gelangt das Gut in die Absetzbehälter. In diesen sind gleichfalls Rührwerke vorgesehen, welche die abgesetzten Stoffe nach einer zentralen Austragsö ftnung schaufeln. Von dort werden sie durch Pumpen in eine Rinne gepumpt, welche in den nächsten Absetzbehälter austrägt. In der Förderung des Gutes entgegengesetzter Richtung fließt die Waschflüssigkeit, und zwar mittels Überlaufvorrichtungen, von dem einen in den anderen Behälter. Der Einlauf der Waschflüssigkoit erfolgt hierbei jedesmal in die Behälterrinne, in welche das abgesetzte Gut des vorhergehenden Behälters ausgetragen wird.
  • Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Sulfatlö sung bei dem Verfahren gemäß vorliegender Erfindung aus dem ersten Absetzbehälter um ungefähr ro° wärmer abgezogen werden kann als bei den bekannten, unterbrochen arbeitenden Verfahren zur Alumli:niumsulfatgewinnung. Ein fernerer Vorteil des Verfahrens besteht auch darin, daß die Konzentration der ini ersten Absetzbehälter gewonnenen Lösung ganz erheblich größer ist.
  • Eine Anlage zur Ausführung des Verfahrens gemäß vorliegender Erfindung ist in der Abbildung schematisch dargestellt.
  • Die Behälter A, Al, AZ dienen zur Lösung d's Bauxit. rn:t Schwefelsäure. Der Bauxit wird zweckmäßigerweise aus der Naßverinahlung als eingedickte Trübe durch Rohr a zugeführt. Die Zuführung der Schwefelsäure geschieht durch Rohr U. In den drei Lösebehältern erfolgt die restlose Zersetzung des Bauxits in der geschilderten `NTeise. Von dem letzten Lösebehälter A, gelangt das Gut in einen Mischbehälter C und dann in den erste@i Absetzbehälter B, aus dem nach beendetem Absetzen die konzentrierte Aluminiumsulfatlösung durch Rohr c abgezogen und einer Vorrichtung zum Eindampfen zugeführt wird. Der abgesetzte Rückstand wird durch die Absetzbehälter B" B, mittels Pumpen D hindurchgepumpt. In entgegengesetzter Richtung hierzu wird mittels überläufe durch die Rohre d die '\7#raschflüssigkeit geführt.
  • Ähnliche, zu Lösezwecken dienende Vorrichtungen sind zwar schon bekannt; neu ist jedoch ihre Anwendung in der vorliegenden Form zur Herstellung von Alum.iniuinsulfat.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCFI: Verfahren zur Herstellung von Aluniiniumsulfatlösungen in ununterbrochenem Betriebe, gekennzeichnet durch Anwendung mehrerer Lösebehälter, in deren ersten der Bauxit und die Säure allmählich eingeführt werden, das zersetzte Gut mittels einer unten an einer hohlen, zentralen Welle befestigten Rührvorrichtung nach der :Titte des Behälterbodens geschaufelt, durch die Welle zu einer @'erteilervorrichtung oberhalb des Behälters gehoben, von dort wieder in die Behälter ausgetragen wird, worauf es durch Cberlaufvorrichtungen in die nächsten Lösebehälter geführt, hier in gleicher Weise bewegt und von da zum Waschen einer aus mehreren Behältern bestehenden Waschanlage zugeführt wird, in denen das ungelöste Gut mittels über dem Boden rotfierender Rührwerke nach einer zentralen AustragsöfFnung geschaufelt und durch Pumpen in die nächsten Behälter geschafft wird, wobei die Waschflüssigkeit in entgegengesetzter Richtung zu der Stromrichtung des Bauxitaufschlusses durch die Waschbehälter geführt wird.
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