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Vorrichtung zur selbsttätigen Erhaltung der gleichen Schwimmtiefe
von Seeminen. Es ist bekannt, daß bei Unterseeminen mit Strömungsmotor, deren Stand
unter der Wasseroberfläche in Gewässern mit GezeitenstrÖmung; stets gleichbleiben
soll, eine durch den Wasserdruck gesteuerte Tiefenplatte zur Anwendung kommt, der
die Aufgabe zufällt, die Vorrichtung für das Ein- und Auswinden des Ankerseils in
Tätigkeit zu setzen, z.13. die Kupplungen einzurücken. Hierfür ist eire bestimmte
Arbeit zti leisten, die dem auf die Tiefenplatte ausgeübten Wasserdruck entilommen
"ver den muß. Dieser ist abhängig von der Höhe der auf der Tiefenplatte rulieiiden
Wassersäule. Wenn nun die Mine dem Wasserstande in der GezeitenstrUimung %villig
folgen soll, muß bei steigendem oder fallendem Wasserdruck der sich hieraus ergebende
Unterschied in dem Wasser stets groß genug sein, um die Vorrichtung für das Aus-
und Einwinden des Ankerseils in Tätigkeit zu setzen. Kleinere Druckunterschiede
sind nicht imstande, den vorerwähnten Mechanismus auszulösen, und daher kommt es,
daß die Seemine immer längere Zeit zu hoch oder zu tief steht. Dadurch, daß bei
diesenKonstruktioneti von Seeminen die hydrostatische Platte für ihre Empfindlichkeit
viel zti hohe Arbeit leisten mußte, waren die bislierigen Minen für die Praxis unbrauchbar.
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Weiter ist es auch bereits bei Minen mitVorrichteng
zur
selbsttätigen dauernden Tiefenregelung mit Schraubenantrieb für die Ankertautrommel
bekannt, die Arbeitsleistung der Membran dadurch einzuschränken, daß sie nur ein
Zwischenmittel, z. B. einen Schieber, durch leicht zu bewegende Teile verstellt.
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Auch nach der Erfindung soll nun die hydrostatische Platte nicht mehr
als Kraftmittel für die Bewegung der Kupplungen benutzt werden. Die hvdr ostatische
Platte soll nämlich nach der Erfindung die Veränderung des Wasserstandes auf eine
Hebelanordnung übertragen, die zusammen mit von der Schraubenwelle angetriebenen
Scheiben bewirkt, daß die Schraube die Kupplungen ein- und ausschaltet. Hierdurch
wird eine einfache und sicher «-irk-ende Kupplungsvorrichtung für die Ankertautrommel
geschaffen.
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Eine Ausführungsform zeigen die Zeichnungen: Abb. i zeigt die Mine
in Seitenansicht, Abb. a in Draufsicht, Abb. 3 einen Längsschnitt der Antriebsvorrichtung,
Abb. 5 eine Draufsicht auf die Antriebsvorrichtung und Abb. q. und 6 die Antriebsvorrichtung
in größerem llaßstabe.
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Die Mine a ist mit einer Schraube b und mit einer Tiefenplatte
c ausgerüstet. Die Schraube sitzt auf .ler Welle d, die mit ein--r Schnecke versehen,
ist, welche in das Schneckenrad e der Welle o greift. Ani Eiide der Schraubenwelle
ist das Kegelrad f angeordnet, mit dem zwei wertere Kegelräder g, h in Eingriff
stehen, welche sich lose auf einer Schneckenwelle i drehen. Die Tiefenplatte c wird
auf der Innenseite durch eine Feder cl belastet, welche genau der Wassersäule das
Gleiclige«-icht halt, welche dem beabsichtigten Tiefenstand der Mine entspricht.
Nach innen zu trägt die Tiefenplatte c die tlertragungsstange k, auf welcher drehbar,
aber riclit verschiebbar, die beiden Hebel 1, 11 sitzen. Diese beiden Hebel wirken
auf zwei Daumen 1n., i1 a1 der Einrückhebel it, 1t1 ein. Damit die beiden Einrückhebel
ii, n1 sicher vom erhöhten Spurkranz fallen, sind Zugfedern r, r1 angeordnet. Die
Daumen vt, 1111 schleifen auf den beiden auf der Welle o sitzenden Einrückscheiben
p, p1, die dauernd durch die Schraube gedreht werden. Beide Einrückscheiben haben
am Rande eine Vertiefung und einen erhöhten Spurkranz. Solange die Tiefenplatte
in der Mittelstellung steht, in #ler sich der Wasserdruck und die Federspannung
das Gleichgewicht halten, schleifen die beiden Dautuen 111, 11t1 auf dem Spurkranz
der Scheiben p, p1. Sobald aber die Tiefenplatte infolge Nachlassens oder Größenwerdens
des Wasserdruckes nach außen oder innen gedrückt wird, drückt der eine oder der
andere Hebel 1, 11 gegen den einen oder anderen Daumen in, 11t1, so daß dieser von
dem Spurkranz herunterfällt und sich nunmehr an dessen Seite in einer Vertiefung
des Spurkranzes der Scheiben p, p1 befindet. Da die Hebel 1, 11 die Daumen m, z-ial
nur von innen angreifen können, hat der zweite Daumen keine Lageveränderung erfahren.
Der erste Daumen aber wird von dem schraubenförmig verlaufenden Spurkranz zur Seite
und dadurch das andere Ende des Einrückhebels n oder yal gegen die Kupplung
q
gedrückt, wodurch das Kegelrad g oder 7i fest mit der Schneckenradwelle
i verbunden wird. Diese dreht sich jetzt nach der einen oder anderen Seite und wrickelt
dadurch in weiterer Folge das Ankerseil auf oder ab.
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ach jeder Umdrehung der Einrückscheiben p, p1 ist eine bestimmte Länge
Ankertau auf- oder abgewickelt, und nach jeder Umdrehung der Einrückscheiben werden
die Daumen in, ntl durch die Anordnung einer schiefen Ebene wieder auf den erhöhten
Spurkranz gehoben. Ist die gewollte Tiefenlage der Mine erreicht, so schleifen die
Daumen in, 1i1 auf den erhöhten Spurkranz, ist sie noch nicht erreicht, so fallen
die rauinen abermals in 'die Vertiefung des Spurkranzes. Die Kupplungen -,v erden
abermals eingeschaltet, was so lange vor sich geht, bis die Tiefenplatte wieder
ihre 1,Iittelstellung, die Mine also die gewollte Tiefenlage unter der Wasseroberfläche
erreicht hat und der Hebel 1, 11 dem Daumen in, 11a1 wieder gestattet, auf dem erhöhten
Spurkranz der Einrückscheiben p, p1 zu schleifen.