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Führerbremsventil. In dein Hauptpatent 398768 ist der grundsätzliche
Gedanke niedergelegt, die zur jeweiligen Herbeiführung eines bestimmten Drucks einerseits
und zur Beherrschung der in der Zeiteinheit zuströmenden Luftmengen anderseits erforderlichen
zwei Elemente, nämlich einen Selbsttätigen Druckregler und eine Einstellvorrichtung
derart kinematisch zti kuppeln, daß jede Stellung des Bed enaingsorgans des Führerbremsventils
in einer Ebene stets einen bestimmten Druck in der Hauptleitung herbeiführt; dagegen
werden die zum ordnungsmäßigen Betrieb einer Druckluftbremsednrichtung nötigen Einstellungen,
wie Füll-, Fahrt- und Abschlußstellung, mittel, des Reglerhalrnes durch Verstellen
des Bedienungsorgans in einer anderen, z. B. zu der ersten senkrechten Ebene herbeigeführt,
ohne daß rückwärts hierdurch :die Einstellung des selbsttätigen Druckreglers beeinflußt
würde: Die Sonderaufgabe der Zusatzerfindung geht nun dahin, ein plötzliches Laden
bzw. Überladen und ebenso ein plötzliches Entleeren zu ermöglichen, wie dies für
manche Zwecke zweckmäßig erscheint und wie die:: bei den bisher bekannten Druckluftbremsen
Störungen verursacht, während dies bei der Baliart des Erfinders nach dein Hauptpatent
37377-t an sich nicht der Fall ist. Da narr aber dem der selbsttätige Druckregler
entgegenstehen würde, so soll dieser für diese-i Sonderfall ganz ausgeschaltet werden,
und zwar indem der Steuerschieber durch den Leitungsdruck gegen einen Bund der Kolbenstange
bzw. durch Federspannung gegen den Entlastungskolben gedrückt wird, wenn der Bedienungshebel
über die normalen größte-i Auslagen hinaus bewegt wird.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung in den Abb.
i bis 6 dein Wesen nach dargestellt.
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Das Führerbremsventil besteht aus einem Entlastungskolben h. mit Stange
b, auf welcher ein Federteller k befestigt ist, welche: mittels des Lenkers r, Hebels
s, Bolzens t und Hebels d entsprechend eingestellt werden, j einem Steuerkolbenschieber
g, welcher mit l der Aussparung 7a und dein Kanal x versehen und auf der Kolbenstange
b lose angeordnet ist, einer Feder i, die den Druck in der Hauptzuleitung je nach
der Einstellung des Entlastungskolbens la reguliert und bei dem geringsten Leitungsdruck
entsprechend vorgespannt und bei maximalem Leitungsdruck gespannt ist, einem Gehäuse
a, das versehen ist mit einem Einlaßstutzen f, einem Leitungsstutzen c, einem Auslaßstutzen
u und den Aussparun:gen@ v, ni und y, einer Laufhüchse 1, welche
mit den Einlaßkanälen lrz, o
und Auslaßkanälen p versehen ist, einem Absperrhahn
e, welcher mit der großen Öffnung - und der engen Öffnung ö versehen ist, einem
Zahnrädchen i, einem Führungsdeckel 2, welcher an dem Gehäuse a festgeschraubt ist
und den Schlußdeckel3 besitzt, einem Führungsstück4, das mit dem Zahnsegment 5 und
der verzahnten Rippe 6 versehen ist, und worin der Bedienungshebel d gelagert ist,
welcher mit der Feststellvorrichtung 7 versehen ist, die in die verzahnte Rippe
6 durch Federkraft der Feder 8 einschnappt.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Wird der Bedienungshebel d durch den
Lokomotivführer in die in Albb. i und 2 ;gezeichnete Lage gebracht, strömt die Druckluft
von dem Hauptlufthehälter der Lokomotive, der unter einer konstanten Spannung von
z. B. 8 Atm. steht, durch den Stutzen f und durch die Öffnung ö des Absperr- und
Regulierhahnes e, durch die Aussparung v des Gehäuses a. und die Kanäle m der Laufbüchse
1, die vom Schieber g geöffnet sind, Aussparung u nies Steuerschiebers g
und Kanäle o der Laufbüchse 1 und Aussparung ul zum Stutzen c, der mit .der Hauptzuleitung
verbunden ist. Die Druckluft strömt so lange nach der Hauptzuleitung, bis der Druck
in derselben z. B. 3 Atm. erreicht hat, dann schiebt der Leitungsdruck, der wegen
des Kanals x auch in dem Raume zwischen dem Steuerschieber ä und Entlastungskolben
h. herrscht, den Steuerschieber nach unten in seine Abschlußstellung, wenn die auf
.den Steuerschieber durch den
Leitungsdruck ausgeübte achsiale Kraft
gleich der hierdurch entstehenden Federspannung der Feder i geworden ist. Diese
Kraft verursacht keine äußere achsiale Belastung der Kolbenstange b, weil diese
durch die Belastung des Entlastungskolbens ds durch den Leitungsdruck im Gleichgewicht
gehalten wird und sich nur als innere Beanspruchung, d. h. Materialbeanspruchung
der Stange b äußert. Bewegt der Lokomotivführer den Bedienungshebel weiter nach
oben, wird 'der Entlastungskolben weiter nach oben bewegt. Der Steuerschieber ä
folgt dieser Bewegung, weil der Luftdruck den Steuerschieber stets im Gleichgewicht
hält, und öffnet die Einlaßkanäle in, und Druckluft aus dem Hauptluftbehälter der
Lokomotive kann wieder so lange nach der Hauptzuleitung strömen, bis der Druck in
derselben so groß ist, daß der achsiale Luftdruck den Steuerschieber in seine Abschlußstellung
zurückschiebt, wenn die auf den Steuerschieber durch den erhöhten Leitungsdruck
ausgeübte achsiale Kraft gleich der hierdurch entstehenden höheren Federspannung
der Feder i geworden ist. Wird der Bedienungshebel fast ganz nach oben ausgelegt,
wird die normale Spannung von z. B. 5 Atm. in der Hauptzuleitung er reicht. Wird
der Bedienungshebel noch etwas weiter nach oben bewegt, wird z. B. bei 5,5 Atm.
Leitungsdruck außer dem Entlastungskolben h auch der Steuerschieber g zwangläufig
initgenommen,weil der Steuerschieber g gegen den festen Anschlag q der Kolbenstange
b zum Anliegen kommt, wodurch die Federwirkung der Feder i ganz ausgeschaltet wirrt.
Die Druckluft von z. B. 8 Atm. in dem Hauptluftbehälter kann jetzt unbehindert durch
die Einlaßöffnungen ni. nach der Hauptzuleitung überströmen.
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Wird der Bedienungshebel d wieder nach unten bewegt, bewegen sich
der Entlastungskolben lb und der Steuerschieber g auch nach unten, und der letztere
schließt die Einlaßöffnun.gen iyi. und öffnet die Auslaßkanäle p, und es kann so
lange Luft aus der Hauptzuleitung entweichen, bis die verringerte Spannung der Feder
i. den verminderten Leitungsdruck überwindet und den Steuerschieber in seine Abschlußstellung
zurückschiebt. Wird der Bedienungshebel d weiter nach unten bewegt, tritt derselbe
Vorgang wieder ein, d. h. jede Lage des Bedienungshebels il bzw. der Kolbenstange
b ergibt eine ganz bestimmte verminderte Spannung der Druckluft in der f lauptzuleitung.
Wird der Bedienungshebel d aus der Stellung für z. B. 3 Atm. weiter nach unten belegt,
kommt der Entlastungskolben h zum Anliegen an den Steuerschieber g, wodurch die
Federwirkung der Feder i, ganz ausgeschaltet wird, und da der Steuerschieber die
Auslaßöffnungen P geöffnet hat, kann die Druckluft in der Hauptzuleitung plötzlich
ganz entweichen.
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Wird der Bedienungshebel d in der anderen Ebene um clen Führungsdeckel
2 gedreht, bleibt - die sonstige Einstellung des Bedienungshebels d bestehen, und
werden mittels des Zahnradsegmentes 5 des Führungsstückes 4. das Zahnrädchen r und
der Absperr- und Regulierhahn e entsprechend verdreht. @4.b b..1 zeigt die Stellung
1 des Bedienungshebels d, cl. h. die Füll- bzw. Manövrierstellung mit der großen
öffnung w; Abb. -neigt die Stellung 11 des Bedienungshebels, d. h. die Fahrtstellung
mit der kleinen Otfnung Ö des Hahnes e; Abb. 6 ist die Abschlußstellung.
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Damit der Bedienungshebel d beim Regulieren des Leitungsdruckes in
jeder Lage stehen bleibt, ist dieser mit einer gewöhnlichen Feststellvorrichtung
7 versehen.