DE404169C - Gruppenbau fuer Floeze in steiler Lagerung - Google Patents

Gruppenbau fuer Floeze in steiler Lagerung

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DE404169C
DE404169C DEO12856D DEO0012856D DE404169C DE 404169 C DE404169 C DE 404169C DE O12856 D DEO12856 D DE O12856D DE O0012856 D DEO0012856 D DE O0012856D DE 404169 C DE404169 C DE 404169C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C41/00Methods of underground or surface mining; Layouts therefor
    • E21C41/16Methods of underground mining; Layouts therefor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Lining And Supports For Tunnels (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft einen gruppenweisen Abbau von Flözen, durch welchen ermöglicht werden soil, die gewonnenen Massen wie auch, das Versatzgut mittels mechanischer oder animalischer Zugmittel unmittelbar vom Gewinnungsorte bis zum Fördersammelpunkte des Abbaufeldes und umgekehrt zu fördern.
Bei Flözen mit sehr flacher Lagerung
to ist es bekannt, durch mechanische Fördermittel, z. B. Schüttelrutschen, die Ab- und Anforderung der Massen vom Gewinnungsort aus zu bewirken. Bei Flözen mit mehr oder minder steiler Lagerung, besonders auch bei gruppenweisem Abbau derselben, wurden bislang keine mechanischen Fördermittel zum Heranbringen der Massen an die Sammelstelle des betreffenden Abbaufeldes (als Blindschacht, Bremsberg) benutzt. Die Förderung erfolgte in der Weise, daß der Schlepper das gewonnene Gut in den Wagen einlud und diesen von Hand durch die Ortsstrecke, Sohlenstrecke, gegebenenfalls Querschlag zum nächsten BÜndschacht oder Bremsberg schleppte. Der Schlepper verrichtet hier eine Arbeit, für welche Zugtiere oder mechanische Schleppmittel weit wirtschaftlicher arbeiten konnten. Die Förderung mit mechanischen Schleppern oder auch sogar mit Zugtieren ließ sich in den Abbaustrecken nicht durchführen, weil die einzelnen Strecken und Querschläge bei den bisherigen Abbauverfahren nur selten und bei günstigster Lage der Flöze genügende Abmessungen und genügcnd dauerhaften Ausbau besaßen. Den Querschnitt der Abbau- oder Ortsstrecke wie auch Sohlenstreckc derart groß zu halten, daß mechanische Zugmittel Verwendung finden konnten, war mit erheblichen Kosten verknüpft. Es war ein solcher Ausbau sogar unwirtschaftlich mit Rücksicht auf die geringe Menge des durch die einzelnen Strecken geförderten Gutes.
Infolge des geringen Querschnittes dieser Abbaustrecken konnten auch nur Wagen mit geringem Ladegewicht verwendet werden, und trotzdem war für jeden zu verschiebenden Wagen ein Schlepper erforderlich.
Ferner mußte mit Rücksicht auf den beschränkten Aktionsradius der menschlichen und tierischen Schleppmittel das zu einem ßlindschacht oder Bremsberg gehörige Abbaufeld eine verhältnismäßig geringe streichende Länge haben oder, mit anderen Worten, die Zahl der Sammelpunkte (Blindschacht oder Bremsberge) vergrößerte sich mit Rücksicht auf diesen begrenzten Wirkungskreis der Zugmittel.
Diese Nachteile der Abförderung, welche in dem bisher angewandten Abbauverfahren begründet sind, beseitigt in vollkommener Weise der neue Gruppenbau. Bislang wurde nämlich das Abbaufeld von der Fördersammelstelle (Blindschacht, Bremsberg) nicht ausgerichtet, sondern mit Inangriffnahme des Abbaues bzw. Fortschreiten desselben wurden Abbaustrecken, Ortsstrecken aufgefahren, die in entsprechendem Maße zur Förderung und Wetterführung dienten.
Das neue Verfahren zum gruppen weisen Abbau von flözartigen Lagerstätten, insbesondere von Kohlenflözen in steiler Lagerung, gemäß der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Flöze auf jeder Abbausohle (auch Zwischensohle) vom Fordersammelpunkt (Blindschacht, Bremsberg) aus durch eine einzige streichende Richtstrecke und durch eine Reihe von dieser abgehenden Ortsquerschläge ausgerichtet wird, welche die Förderung unter Benutzung mechanischer oder animalischer Zugmittel unmittelbar vom Gewinnungsorte zum Sammel-
j punkt vermitteln.
Diesem neuen Gruppenbau haften nun manche Vorteile an, die ihm eine Überlegenheit über die bisher übliche Abbauweise sichern.
Zunächst kann die Zahl der Fördersammel-
stellen, also der Blindschächte und Bremsberge, die in bezug auf Ausbau, Unterhaltung und Maschinenkosten sehr teuer waren, auf die geringstmöglichste Zahl beschränkt werden, da eben die Verwendung von mechanischen Zugmitteln mit gewissermaßen unbegrenztem Wirkungsbereich unter Fortfall der menschlichen bzw. tierischen Schlepparbeit möglich wird. Es können somit die Ausrichtungsstrecken von bedeutend größerer Länge sein, entsprechend der größeren streichenden Länge des Abbaufeldes. Ferner sind die Streckenunterhaltungskosten trotz der nötigen Aufrechterhaltung eines gewissen Querschnittes bedeutend geringer, da bei dieser Abbauweise die Zahl der aufgefahrenen bzw. zu unterhaltenden Streckenmeter viel kleiner ist.
Gemäß der Erfindung werden nur eine einzige streichende Richtstrecke, die im Liegenden oder Hangenden eines passenden Flözes der abzubauenden Gruppe, also im Gestein aufgefahren werden kann, und mehr oder weniger von dieser abgehende, alle Flöze der Gruppe durchsetzende Querschläge nötig. Es ist also hier die Möglichkeit gegeben, sämtliche für die Förderung benötigte Strecken im Gestein aufzufahren, wodurch an und für sich eine größere Haltbarkeit gewährleistet wird. Dagegen wurden bislang in jedem Flöze eine Rieht- oder Sohlenstrecke und von dieser aus die weiteren Orts- und Abbaustrecken, die zur Förderung bzw. Wetterführung nötig waren, aufgefahren. Die Querschnitte dieser Strecken waren abhängig von den Gebirgsverhältnissen und ihre Aufrechterhaltung sehr kostspielig, zumal jede Strecke nur für eine geringe Menge geförderten Gutes in Betracht kommt.
Ferner wird durch diese Ausrichtungsstrecken gemäß der Erfindung der Vorteil gezeitigt, daß unabhängig vom Stande des Abbaues, wie es bislang nicht der Fall war, gleichzeitig mehrere Gewinnungspunkte geschaffen werden können, so daß das ganze Abbaufeld in Gewinnung und Förderung kommen kann. Hierdurch ist natürlich die Möglichkeit gegeben, die Leistungsfähigkeit des Feldes und somit die Förderung beliebig zu steigern.
Bei besonders günstigen Gebirgsverhältnissen kann die einzige streichende Richtstrecke auch in einem der Flöze selbst aufgefahren werden.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist das neue Abbauverfahren in beispielsweiser Ausführungsform in Anwendung bei einer Gruppe von sechs Flözen in steiler Lagerung dar- ; gestellt.
Abb. ι zeigt einen Ausschnitt eines Grubenbildes, im Profil wiedergegeben, und
Abb. 2 einen Grundriß der untersten Zwischenabbausohle. Ein Blindschacht 1 verbindet die beiden Teilsohlen V und VI. Zwischen den beiden Teilsohlen sind vier Zwischenabbausohlen 2, 3, 4 und 5 vorgesehen, welche sechs Flöze A, B, C, D, E und F miteinander verbinden. In der Höhe der Abbausohlen wurden nun zum Abbau einzelne Abbaustrecken (Sohlenstrecken) 6, 7, 8, 9, 10 und 11 in der Flözrichtung und nach Bedarf schwebende Ortsstrecken vorgetrieben.
Nach der Erfindung werden hingegen auf diesen Abbausohlen 1, 2, 3, 4, 5, 6 nach rechts und links streichende Richtstrecken 12 von passendem Querschnitt im Flöz oder Gestein zunächst bis an die Feldesgrenze vor-, getrieben, von welcher aus dann in geeignetem, . verhältnismäßig geringem Abstande alle Flöze der Gruppe durchsetzende Querschläge 13 aufgefahren werden. Die in den Örtern gewonnenen Massen werden, durch Schurren . in Wagen gefüllt. Sollten die Verhältnisse j es gestatten und besonders auch bei größerer Länge des Ortes können mechanische Lademittel, wie. Transportbänder oder auch ■ Schüttelrutschen, zum Beladen der Wagen ver- \ wandt werden.
Die beladenen Wagen werden dann von dem im Querschlage verkehrenden mechani- ! sehen Zugmittel, z. B. Lokomotive, von den : Ladestellen in den einzelnen Flözen abgezogen : und durch den zugehörigen Querschlag und die einzige in dem Abbauflügel vorhandene j Richtstrecke in Zügen gesammelt zum Fördersammelort des Feldes (Blindschacht, Bremsj berg) gebracht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Gruppenbau für Flöze in steiler Lagerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Flöze auf jeder Abbausohle (auch Zwischensohle) vom Fördersammelpunkt (Blindschacht, Bremsberg) aus durch eine einzige streichende Richtstrecke und durch erne Reihe von dieser abgehenden Ortsquerschlägen ausgerichtet werden, welche die Zugförderung unter Benutzung mechanischer oder animalischer Zugmittel unmittelbar vom Gewinnungsort bis zum Sammelpunkt vermitteln.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEO12856D Gruppenbau fuer Floeze in steiler Lagerung Expired DE404169C (de)

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