DE4041573C2 - Fahrzeugsitz - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Fahrzeugsitz, mit einer eine Auslenkbarkeit
nach oben und unten zulassenden, federnden Abstützung seines Polsterträgers,
bei dem der Polsterträger von einer Linearführung geführt ist, eine Bewegungen
des Polsterträgers relativ zu einer den Sitz tragenden Konsole dämpfende
Einrichtung vorgesehen ist, ein vorderer Abschnitt der vom Sitzteil gebildeten
Auflagefläche für den Sitzbenutzer in seiner Neigungslage relativ zu einem
hinteren Abschnitt dieser Auflagefläche veränderbar ist und eine die Neigungs
lage des vorderen Abschnittes dieser Auflagefläche in Abhängigkeit vom Niveau
des hinteren Abschnittes festlegende Steuereinrichtung vorgesehen ist.
Fahrzeugsitze dieser Art, die insbesondere für Landfahrzeuge vorgesehen sind,
die für den Einsatz in unebenem Gelände bestimmt sind, sind bereits bekannt,
vergl. DE 27 23 789 A1. Ein derartiger Fahrzeugsitz stellt sicher, daß bei jedem
Niveau des hinteren Abschnittes der Auflagefläche des Sitzteilpolsters, auf das
sich diese bei Abwärts- und Aufwärtsbewegungen des Polsterträgers, wie sie
beispielsweise durch Fahrbahnunebenheiten bewirkt werden, einstellen kann,
die Oberschenkel des Sitzbenutzers stets vom Sitzteilpolster abgestützt sind und
die Unterschenkel bei sich änderndem Niveau nur eine Schwenkbewegung um
das Knöchelgelenk ausführen, nicht aber eine Bewegung in ihrer Längsrichtung.
Sofern es sich bei dem Fahrzeugsitz um den Sitz für einen Fahrer handelt, der mit
seinen Füßen Pedale betätigen muß, führen deshalb Bewegungen des Sitzes in
der Führungsrichtung der Linearführung nicht dazu, daß ungewollt der
Pedaldruck verändert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fahrzeugsitz der in Betracht
stehenden Art zu schaffen, der sich gegenüber den bekannten Fahrzeugsitzen
dieser Art durch einen besonders einfachen und robusten Aufbau von Linear
führung und Steuereinrichtung auszeichnet.
Erfindungsgemäße Lösungen dieser Aufgabe sind in den Patentansprüchen 1 bis
6 angegeben.
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist eine Einrichtung vorgesehen, mittels
deren die Höhe oder Null-Lage des Sitzteilpolsters eingestellt werden kann, die
der Sitz im schwingungslosen Zustand einnimmt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist hierzu eine Sitzhöhenverstellvor
richtung vorgesehen, die nur auf den hinteren Abschnitt des Polsterträgers
einwirkt. Mittels einer Ausgleichseinrichtung kann hierbei eine mittels der
Sitzhöhenverstellvorrichtung bewirkte Niveauänderung auf die Steuereinrichtung
so übertragen werden, daß diese automatisch die Stellung des vorderen
Abschnittes des Polstgerträgers des Sitzteils entsprechend korrigiert.
Statt einer Steuerung der Neigungslage des gesamten vorderen Abschnittes des
Polsterträgers des Sitzteils kann, wenn dieser in Sitzlängsrichtung geteilt ist, auch
nur der eine Teil, vorzugsweise der rechte Teil, gesteuert sein.
Im folgenden ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels im einzelnen erläutert. Die Fig. 1 bis 15 zeigen je in
schematischer und unvollständiger Darstellung die Ausführungsbeispiele.
Ein Fahrzeugsitz, im folgenden kurz als Sitz bezeichnet, der vorzugsweise
als Fahrersitz für einen Lastkraftwagen oder einen Omnibus vorgesehen ist,
weist einen starren Polsterträger 1, im folgenden auch als Sitzrahmen be
zeichnet, auf, der von zwei in Sitzquerrichtung im Abstand voneinander
angeordneten Scherenhebelpaaren getragen wird, von denen jedes aus
zwei doppelarmigen Hebeln 2 besteht, die etwa auf halber Länge mittels
eines in Sitzquerrichtung verlaufenden Gelenkzapfens 3 schwenkbar mit
einander verbunden sind. Das untere Ende des schräg nach unten und vor
ne verlaufenden doppelarmigen Hebels 2 ist an einer Konsole 4 angelenkt,
welche den gesamten Sitz trägt und auch aus zwei Schienen bestehen kann,
die längsverschiebbar in zwei nicht dargestellten, mit dem Fahrzeugboden
verbundenen Unterschienen geführt sein können. Das obere Ende dieses
doppelarmigen Hebels 2 ist über einen in Längsrichtung des Sitzrahmens 1
verlaufenden Führungsschlitz 5 und einen in diesen eingreifenden Füh
rungszapfen 6 mit dem Sitzrahmen 1 verbunden. Der andere doppelarmige
Hebel 2, der sich vom Sitzrahmen 1 aus schräg nach hinten und unten er
streckt, ist an seinem oberen Ende um einen Querzapfen schwenkbar mit
dem Sitzrahmen 1 verbunden. Für die Verbindung des unteren Endes mit
der Konsole 4 sind in letzterer ein Führungsschlitz 8 und ein in diesen ein
greifender Führungszapfen 9 vorgesehen.
Der Sitzrahmen 1 bildet oder trägt einen hinteren Abschnitt des Polsterträ
gers 1 für einen hinteren Teil 10 eines Sitzteilpolsters. Der Sitzrahmen 1
erstreckt sich nach vorne über den hinteren Teil 10 des Sitzteilpolsters hin
aus und dient hier der Abstützung eines vorderen Abschnittes 11 des Pol
sterträgers 1 des Sitzteiles über wenigstens eine Druckfeder 12. Der vordere
Abschnitt 11 des Polsterträgers 1 ist um eine Querachse 13 schwenkbar mit
dem Sitzrahmen 1 oder dem hinteren Abschnitt des Polsterträgers 1 ver
bunden, und zwar im Ausführungsbeispiel an einer Stelle, die im Abstand
vom vorderen Ende des Sitzrahmens 1 liegt. Der auf dem vorderen Ab
schnitt 11 aufliegende Teil des Sitzteilpolsters ist mit 14 bezeichnet.
Um den vorderen Abschnitt 11 des Polsterträgers 1 des Sitzteils entgegen
der Kraft der Druckfeder 12, die ihn bei einer Blickrichtung gemäß Fig. 1 im
Uhrzeigersinn zu schwenken sucht, in einer vom Niveau des Sitzrahmens 1
über der Konsole 4 abhängigen Neigungslage zu haften, ist einer Steuer
einrichtung in Form eines Seilzuges vorgesehen, der aus einem Seil 15 und
einer Umlenkrolle 16 besteht. Das eine Ende des Seiles 15 ist im Bereich
des vorderen Endes des vorderen Abschnittes 11 des Polsterträgers 1, das
andere Ende an dem den Führungszapfen 9 tragenden Ende des Hebels 2
befestigt. Von hier aus verläuft das Seil 15 nach vorne zu der dort an der
Konsole 4 drehbar gelagerten Umlenkrolle 16 und dann zum vorderen Ab
schnitt 11 des Polsterträgers 1.
Bewegt sich der Sitzrahmen 1 nach unten gegen die Konsole 4 hin, dann
entfernt sich der Führungszapfen 9 von der Umlenkrolle 16, was zur Folge
hat, daß der vordere Abschnitt 11 des Polsterträgers 1 und zusammen mit
ihm der vordere Teil 14 des Sitzteilpolsters nach unten bewegt wird, und
zwar um so mehr, je tiefer der Sitzrahmen 1 entgegen der Kraft einer Feder
25 einfedert, bei der es sich im Ausführungsbeispiel um eine Luftfeder han
delt. Bewegt sich hingegen der Sitzrahmen 1 auf ein höheres Niveau, also
nach oben bei einer Blickrichtung gemäß Fig. 1, dann nähert sich der Füh
rungszapfen 9 der Umlenkrolle 16, wodurch die Druckfeder 12 den vorde
ren Abschnitt 11 des Polsterträgers 1 und folglich den vorderen Teil 14 des
Sitzteilpolsters nach oben bewegen kann. Ob und gegebenenfalls wie sich
die Neigungslage des vorderen Teils 14 des Sitzteilpolsters relativ zum hin
teren Teil 10 sowohl bei dessen Bewegung nach unten als auch nach oben
ändert, hängt von dem gewählten Übersetzungverhältnis der Steuereinrich
tung ab, das durch die Auswahl einer anderen Befestigungsstelle 15' für das
Seil 15 am Hebel 2 verändert werden kann.
Die Umlenkrolle 16 ist an einem Einstellhebel 17 gelagert, der mit einstell
barer Schwenklage mit der Konsole 4 verbunden ist. Eine Verstellung des
Einstellhebels 17 entgegen dem Uhrzeigersinn bei einer Blickrichtung ge
mäß Fig. 1 schwenkt den vorderen Abschnitt 11 nach unten.
Die Neigungslage, in die der vordere Abschnitt 11 des Polsterträger einge
stellt wird, und das Übersetzungsverhältnis der Steuereinrichtung werden
dabei in Abhängigkeit vom Niveau des Sitzrahmens 1 so gewählt, daß die
Oberschenkel des Sitzbenutzers stets eine gute Abstützung erfahren und die
Unterschenkel nur eine Schwenkbewegung um das Knöchelgelenk ausfüh
ren, nicht aber eine Bewegung in ihrer Längsrichtung. Dies gilt auch für alle
nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele.
Ein Polsterträger 18 einer als Ganzes mit 19 bezeichneten Rückenlehne ist
mittels bekannter Gelenkbeschläge in wählbarer Neigungslage feststellbar
mit dem Sitzrahmen 1 verbunden. Das Polster der Rückenlehne 19 ist mit
20 bezeichnet.
Von dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 unterscheidet sich dasjenige
gemäß Fig. 2 zum einen durch die Befestigung des Seiles 15 im Bereich des
vorderen Endabschnittes des sich von hinten schräg nach vorne und unten
erstreckenden Hebels 2, der wie bei dem ersten Ausführungsbeispiel
zwecks Einstellbarkeit des Übersetzungsverhältnisses der Steuereinrichtung
mehrere in seiner Längsrichtung im Abstand voneinander vorgesehene Be
festigungsstelle 15' hat. Die Befestigung des Seiles 15 am vorderen Ende
des genannten Hebels 2 ist dadurch bedingt, daß bei dem Ausführungsbei
spiel gemäß Fig. 2 der Führungsschlitz 8 im Bereich des vorderen Endes der
Konsole 4 vorgesehen ist. Demgemäß ist auch der Führungsschlitz 5 für den
anderen Hebel 2 im vorderen Bereich des Polsterträgers 1 angeordnet.
Die Verbindung des Seiles 15 mit dem vorderen Endabschnitt des einen
Hebels 2 macht es erforderlich, daß das Seil 15 mittels einer an der Konsole
4 vorgesehenen zweiten Umlenkrolle 16' derart umgelenkt wird, daß das
Seil 15 von der Befestigungsstelle 15' aus zunächst nach hinten zu der
zweiten Umlenkrolle 16' verläuft und von dieser dann nach vorne zur er
sten Umlenkrolle 16.
In der Regel ist es erwünscht, daß die Sitzhöhe, also dasjenige Niveau, auf
dem sich der Polsterträger 1 des Sitzteils befindet, wenn er keine Schwin
gungen ausführt, einstellbar ist. Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist
deshalb mit einer Sitzhöhenverstelleinrichtung versehen, die aber auch bei
dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 vorgesehen sein könnte. Im Hin
blick auf diese Sitzhöhenverstelleinrichtung ist der Sitzrahmen 1 in verän
derbarem Abstand über einem Zwischenrahmen 1' angeordnet (Fig. 4), in
dem der Führungsschlitz 5 vorgesehen ist und an dem auch das hintere En
de des schräg nach hinten und oben verlaufenden Hebels 2 angelenkt ist.
Mittels Verstellelementen, die in Fig. 2 symbolisch als in vertikaler Richtung
relativ zum Zwischenraum 1' verschiebbaren Zahnstangen 21 dargestellt
sind, über die der Sitzrahmen 1 mit dem Zwischenrahmen 1' verbunden ist,
erfolgt die Höhenverstellung.
Da eine Änderung des Abstandes des Sitzrahmens 1 vom Zwischenrahmen
1' mittels der Höhenverstelleinrichtung sich auf die Neigungslage des vor
deren Abschnittes 11 des Polsterträgers 1 relativ zu dessen hinterem Ab
schnitt auswirken würde, ist eine Ausgleichseinrichtung vorgesehen, die im
Ausführungsbeispiel aus zwei über Verbindungsleitungen miteinander ver
bundenen Zylindereinheiten 22 und 23 besteht. Die Zylindereinheit 22
erfaßt den Abstand zwischen dem Sitzrahmen 1 und dem Zwischenrahmen
1'. Die Zylindereinheit 23 kann den die erste Umlenkrolle 16 tragenden
Einstellhebel 17 in vertikaler Richtung relativ zur Konsole 4 verschieben.
Wird der Abstand des Sitzrahmens 1 vom Zwischenrahmen 1' verringert,
dann bewirkt die Absenkbewegung des Kolbens der Zylindereinheit 22 eine
entsprechende Absenkbewegung des Kolbens der Zylindereinheit 23 und
eine entsprechende Absenkung des Einstellhebels 17. Die Schwenklage des
vorderen Abschnittes 11 des Polsterträgers relativ zu dessen hinterem Ab
schnitt wird deshalb dank der Ausgleichseinrichtung durch eine Höhenver
stellung des Sitzrahmens 1 nicht beeinflußt.
Fig. 3 zeigt, daß statt der Druckfeder 12 eine einfach einzubauende Tor
sionsfeder 24 oder eine auf der Konsole 4 abgestützte Luftfeder 12' vorge
sehen sein kann. Die Stelle, an welcher die Luftfeder 12' den vorderen Ab
schnitt 11 abstützt, kann zwischen dessen vorderem Ende und der Quer
achse 13 liegend so gewählt werden, daß das gewünschte Übersetzungs
verhältnis erhalten wird. Dabei kann auch eine Verstellbarkeit vorgesehen
sein, beispielsweise von einer Übersetzung 1 : 1 zu anderen Werten. Falls
man die Luftfeder 12' verwendet, kann die Luftfeder 25 entfallen. Im übri
gen unterscheidet sich das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 nicht von
demjenigen gemäß Fig. 1, weshalb wegen weiterer Einzelheiten auf die
Ausführungen zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 Bezug genommen
werden kann.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 zeigt, daß das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 2 ohne weiteres dahingehend abgewandelt werden kann, daß
der Führungsschlitz 5 im hinteren Endabschnitt des Zwischenrahmens 1'
und der Führungsschlitz 8 am hinteren Ende der Konsole 4 vorgesehen sein
können. Wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist dann keine
zweite Umlenkrolle für das Seil 15 erforderlich. Da im übrigen das Ausfüh
rungsbeispiel gemäß Fig. 4 mit demjenigen gemäß Fig. 2 übereinstimmt,
kann auf die Ausführungen zu letzterem Bezug genommen werden.
Für eine Höheneinstellung des Sitzes ist, wie das Ausführungsbeispiel ge
mäß Fig. 5 zeigt, ein Zwischenrahmen nicht unerläßlich. Man kann nämlich
beispielsweise, ausgehend von einem Sitz, der wie das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3 Hebel 2 aufweist, deren vorderer Endabschnitt an der Konsole
4 bzw. am Sitzrahmen 1 angelenkt ist und deren hinterer Endabschnitt mit
dem im Sitzrahmen 1 vorgesehenen Führungsschlitz 5 bzw. dem in der
Konsole 4 vorgesehenen Führungsschlitz 8 zusammenwirkt, eine erste Zy
lindereinheit 26 mit den hinteren Endabschnitten der beiden Hebel 2 ver
binden. Im Ausführungsbeispiel ist, um das Übersetzungsverhältnis verän
dern zu können, der im Führungsschlitz 8 geführte Hebel 2 mit mehreren in
Hebellängsrichtung im Abstand voneinander liegenden Verbindungsstellen
2' versehen. Eine zweiter Zylindereinheit 27 stützt im Abstand vor der
Querachse 13 den vorderen Abschnitt 11 des Polsterträgers des Sitzteils auf
dem Sitzrahmen 1 ab. Die beiden Zylindereinheiten 26 und 27 sind so über
Verbindungsleitungen miteinander verbunden, daß bei einer Absenkbewe
gung des Sitzrahmens 1 der Kolben der zweiten Zylindereinheit 27 den
vorderen Abschnitt 11 relativ zum Sitzrahmen 1 im Uhrzeigersinn bei einer
Blickrichtung gemäß Fig. 5 schwenkt.
Mit derjenigen Leitung 28, welche den unteren Arbeitsraum der Zylinder
einheit 26 mit dem oberen Arbeitsraum der Zylindereinheit 27 verbindet,
ist auch eine im Ausführungsbeispiel in der Konsole 4 vorgesehene Fluid-
Vorratskammer 29 verbunden, deren wirksame Größe, im Ausführungsbei
spiel mittels einer Schraube 30, zum Zwecke einer Höhenverstellung ver
ändert werden kann.
Von dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 unterscheidet sich dasjenige
gemäß Fig. 6 zum einen dadurch, daß die Führungsschlitze 5 und 8 wie bei
dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 vorne liegen. Zum anderen ist statt
eines Seilzuges als Steuereinrichtung ein Steuerarm 31, im folgenden kurz
als Arm bezeichnet, vorgesehen und die Druckfeder 12 weggelassen. Der
starre Arm 31 ist mit seinem einen Ende an der Unterseite des vorderen Ab
schnittes 11 des Polsterträgers 1 des Sitzteils festgelegt und erstreckt sich
von hier aus schräg nach hinten und unten in den Zwischenraum hinein
zwischen den vorderen Endabschnitten der beiden doppelarmigen Hebel 2.
In diesen Zwischenraum ragt auch ein Vorsprung 32 des von hinten schräg
nach vorne und oben verlaufenden doppelarmigen Hebels 2. Der Arm 31
ist an den Vorsprung 32 angelenkt, wobei diese Gelenkachse in Sitzquer
richtung verläuft. Selbstverständlich kann ein zweiter Arm 31 im Abstand
neben dem ersten Arm 31 vorgesehen und dort an einem doppelarmigen
Hebel 2 des zweiten Scherenhebelpaares in gleicher Weise abgestützt sein.
Bewegt sich der Sitzrahmen 1 nach unten, dann verschiebt sich der Zapfen
6 des den Vorsprung 32 aufweisenden Hebels 2 im Führungsschlitz 5 nach
vorne. Die entsprechende Bewegung des Vorsprunges 32 relativ zur Quer
achse 13 hat eine Schwenkbewegung des vorderen Abschnitts 11 des Pol
sterträgers 1 des Sitzteils um die Querachse 13 im Uhrzeigersinn bei einer
Blickrichtung gemäß Fig. 6 zur Folge, d. h. der vordere Rand des vorderen
Abschnittes 11 und des von diesem getragenen vorderen Teils 14 des Sitz
teilpolsters werden relativ zum Sitzrahmen nach oben bewegt. Entspre
chend hat eine Bewegung des Sitzrahmens 1 nach oben eine Schwenkbe
wegung des vorderen Abschnittes 11 des Polsterträgers entgegen dem Uhr
zeigersinn bei einer Blickrichtung gemäß Fig. 6 zur Folge.
Bei dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden durch
den Gelenkzapfen 3 miteinander schwenkbar verbundenen Hebel 2 in ei
nem am hinteren Ende der Konsole 4 vorgesehenen Führungsschlitz 8 bzw.
einem am Sitzrahmen 1 vorgesehenen Führungsschlitz 5 in Sitzlängsrich
tung verschiebbar geführt. Der mit dem Führungsschlitz 5 zusammenwir
kende Hebel 2 ist im Bereich des vorderen Endes der Konsole 4 an dieser
angelenkt. Entsprechend ist der andere Hebel 2 im Bereich des vorderen
Endes des Sitzrahmens 1 an diesem angelenkt. Diese Anlenkstelle 1'' liegt
vor der Querachse 13, welche den vorderen Abschnitt 11 des Polsterträgers
1 des Sitzteils mit dem Sitzrahmen 1 schwenkbar verbindet.
Der vordere Teil 11 des Polsterträgers 1 ist außerdem mittels eines Bolzens
33, der parallel zur Querachse 13 im Abstand vor dieser und im Abstand
hinter der Anlenkstelle 1'' des Hebels 2 liegt, schwenkbar mit diesem Hebel
2 verbunden. Die zusätzliche Verbindung über den Bolzen 33 hat zur Fol
ge, daß bei einer Absenkbewegung des Sitzrahmens 1 der vordere Teil 11
relativ zum Sitzrahmen 1 im Uhrzeigersinn und bei einer Bewegung des
Sitzrahmens 1 nach oben entgegen dem Uhrzeigersinn bewegt wird. Die
Verbindung des vorderen Teils 11 des Polsterträgers 1 des Sitzteils über den
Bolzen 33 mit dem Hebel 2 bildet hier also die Steuereinrichtung. Das
Übersetzungsverhältnis hängt von der Lage des Bolzens 33 relativ zur Lage
der Querachse 13 ab.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 unterscheidet sich von demjenigen
gemäß Fig. 7 nur durch eine andere Ausbildung der Steuereinrichtung. An
eine Verlängerung nach vorne der Konsole 4 sind ein längerer, hinterer
Lenker 34 und im Abstand vor diesem ein kürzerer, vorderer Lenker 35 mit
in Sitzquerrichtung verlaufender Achse angelenkt. Bei dem in Fig. 8 darge
stellten Niveau des Sitzrahmens 1 und des vorderen Abschnittes 11 des Pol
sterträgers 1 des Sitzteils, bei dem die durch das Polster 10, 14 des Sitzteils
gebildete Auflagefläche für den Sitzbenutzer annähernd horizontal verläuft,
ist der hintere Lenker 34 etwas stärker nach vorne geneigt als der vordere
Lenker 35. Der Schnittpunkt der Längsachsen beider Lenker 34 und 35 liegt
vor der durch die vorderen Teile 11 und 14 des Polsterträgers bzw. des Pol
sters gebildeten Sitzvorderkante. Ein an das obere Ende der beiden Lenker
34 und 35 angelenkter Verbindungshebel 36, der bei dem dargestellten
Niveau des Sitzrahmens 1 nach vorne hin abfällt, trägt eine Stütze 37, die
an ihn auf etwa halber Länge angelenkt ist. Das obere Ende der Stütze 37 ist
starr mit dem vorderen Abschnitt 11 des Polsterträgers 1 des Sitzteils ver
bunden. Das durch die Lenker 34 und 35 sowie den Verbindungshebel 36
gebildete Viergelenk-Hebelgetriebe ist so auf die Stütze 37 und den vorde
ren Abschnitt 11 des Polsterträgers 1 abgestimmt, daß sich zu jedem Ni
veau, auf das sich der Sitzrahmen 1 einstellen kann, der richtige Neigungs
winkel der Auflagefläche des vorderen Teils 14 des Sitzteilpolsters einstellt.
Statt der dargestellten Anordnung der Führungsschlitze 5 und 8 im hinteren
Endabschnitt des Sitzrahmens 1 bzw. der Konsole 4 könnte diese Längsfüh
rung auch vorne vorgesehen sein. Wie bei den Fig. 6 und 7 ist die Luftfeder
25, in die eine Dämpfungseinrichtung integriert ist, nicht dargestellt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 ist der Sitzrahmen 1 nicht über
Scherenhebelpaare abgestützt und geführt. Vielmehr ist eine nur am hinte
ren Ende des Sitzrahmens 1 angreifende Linearführung vorgesehen, die
schematisch als eine von der Konsole 4 in deren hinterem Bereich vertikal
nach oben abstehende Führungssäule 38 dargestellt ist, welche in eine am
Sitzrahmen 1 festgelegte Führungsbuchse 39 eingreift. Im Abstand vor der
Linearführung ist der Sitzrahmen 1 über eine Feder, nämlich die eine
Dämpfungseinrichtung enthaltende Luftfeder 25, auf der Konsole 4 abge
stützt.
Der vordere Abschnitt 11 des Polsterträgers 1 des Sitzteils ist mittels der
Querachse 13 mit dem Sitzrahmen 1 verbunden und trägt zusammen mit
diesem das Polster des Sitzteils.
Als Steuereinrichtung ist bei diesem Ausführungsbeispiel ein Hebelgetriebe
vorgesehen. Ein erster Hebel 40 ist im Bereich seines einen Endes mit einer
zur Querachse 13 parallelen Achse im vorderen Bereich der Konsole 4 an
gelenkt. Das andere Ende trägt einen Zapfen, welcher in einem an der Un
terseite des vorderen Abschnittes 11 vorgesehenen und in dessen Längsrich
tung verlaufenden Führungsschlitz 41 in Schlitzlängsrichtung verschiebbar
geführt ist. Ein zweiter Hebel 42 ist einerseits im Abstand von der Anlenk
stelle des Hebels 40 an der Konsole 4 schwenkbar mit dem Hebel 40 und
andererseits schwenkbar mit dem Sitzrahmen 1 verbunden, wobei alle
Schwenkachsen parallel zueinander in Sitzquerrichtung verlaufen. Dieses
Hebelgetriebe ist so ausgelegt, daß bei einer Absenkbewegung des Sitzrah
mens 1 der vordere Teil 11 des Polsterträgers in dem gewünschten Ausma
ße relativ zum Sitzrahmen 1 um die Querachse 13 im Uhrzeigersinn ge
schwenkt wird.
Wie Fig. 10 zeigt, kann auf die Schlitz-/Zapfen-Verbindung am vorderen
Abschnitt 11 des Polsterträgers 1 zugunsten einer reinen Gelenkverbindung
verzichtet werden, wenn man den Hebel 40 an der Verbindungsstelle mit
dem Hebel 42 teilt und die beiden Teile 40' und 40'' mit dem Hebel 42 zu
einem Kniegelenk 43 verbindet.
Wie sich bei einer Absenkung des Sitzrahmens 1 die Lage des vorderen
Abschnittes 11 des Polsterträgers und die Lage der Abschnitte 40' und 40''
des Kniehebels sowie die Lage des Hebels 42 ändert, ist mit strichpunktier
ten Linien dargestellt. Hieraus ersieht man, daß dabei der vordere Abschnitt
11 des Polsterträgers 1 und der auf ihm aufliegende Abschnitt 14 des Pol
sters im Uhrzeigersinn bei einer Blickrichtung gemäß Fig. 10 relativ zum
Sitzrahmen 1 geschwenkt werden, wenn der Sitzrahmen 1 abgesenkt wird.
Die Führung und Abstützung des Sitzrahmens 1 auf der Konsole 4 ist wie
bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 9 ausgebildet. Selbstverständlich
könnten auch Scherenhebelpaare als Linearführung eingesetzt werden, wie
umgekehrt die bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 9 und 10
vorgesehene Linearführung auch bei den Ausführungsbeispielen gemäß den
Fig. 1 und 8 vorgesehen sein könnten.
Ein Hebelgetriebe als Steuereinrichtung weist auch das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 11 auf, das sich von den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig.
9 und 10 nur durch eine abgewandelte Steuereinrichtung unterscheidet.
An einem vom vorderen Ende der Konsole 4 aus schräg nach vorne und
oben vorspringenden Träger ist mit zur Querachse 13, die den vorderen
Teil 11 des Polsterträgers 1 schwenkbar mit dem Sitzrahmen 1 verbindet,
paralleler Achse ein doppelarmiger Schwenkhebel 44 gelagert, dessen
schräg nach oben und vorne weisender Arm zusammen mit einem zweiten
Hebel 45 einen Kniehebel bildet. Der zweite Hebel 45 ist andererseits un
ten im Bereich des vorderen Endes des Abschnittes 11 angelenkt. Ein dritter
Hebel 46 erstreckt sich von dem nach unten weisenden Ende des ersten
Hebels 44, mit dem er gelenkig verbunden ist, schräg nach oben und hin
ten zu dem vorderen Endabschnitt des Sitzrahmens 1, an dessen Unterseite
er ebenfalls angelenkt ist.
Wenn sich der Sitzrahmen 1 aus der mit ausgezogenen Linien dargestellten
Lage in die mit strichpunktierten Linien dargestellte Lage absenkt, wird der
Kniehebel aus seiner zunächst leicht nach unten und vorne durchgedrück
ten Knicklage über seine Totpunktlage hinaus in eine leicht nach oben und
hinten geknickte Lage geschwenkt. Das vordere Ende des Abschnittes 11
des Polsterträgers 1 behält dabei nahezu sein Niveau bei. Da aber die
Querachse 13 im gleichen Maße wie der Sitzrahmen 1 abgesenkt wird, er
fährt der vordere Abschnitt 11 relativ zum Sitzrahmen 1 eine Schwenkbe
wegung im Uhrzeigersinn bei einer Blickrichtung gemäß Fig. 11.
Eine weitere Variante der Steuereinrichtung zeigt das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 12. Der Sitzrahmen 1 ist bei diesem Ausführungsbeispiel wie
derum durch ein Scherenhebelpaar bildende Hebel 2 geführt. Die Füh
rungsschlitze 5 und 8 sind im Bereich des hinteren Endes des Sitzrahmens 1
bzw. der Konsole 4 vorgesehen. Der vordere Abschnitt 11 des Polsterträgers
ist mit dem Sitzrahmen 1 um die Querachse 13 schwenkbar verbunden.
Die vor der Schwenkachse 13 liegende Anlenkstelle des Hebels 2 ist nicht
dargestellt.
Als Steuereinrichtung für den vorderen Abschnitt 11 des Polsterträgers 1 ist
eine mit diesem im Bereich seines vorderen Endes starr verbundene Stütze
47 vorgesehen, die leicht nach hinten geneigt ist und an ihrem unteren En
de eine Rolle 48 trägt, die an einer im Ausführungsbeispiel vom vorderen
Ende der Konsole 4 gebildeten Steuerfläche 49 anliegt. Die Steuerfläche ist
als nach vorne und unten geneigte schiefe Ebene dargestellt. Der Verlauf ist
von dem Zusammenhang zwischen dem Niveau des Sitzrahmens 1 und der
gewünschten Schwenklage des Abschnittes 11 relativ zum Sitzrahmen 1
bestimmt und kann deshalb einer anderen Kurve folgen. Beispielsweise
kann die Kurve ein Kreisbogen sein, dessen Mittelpunkt vor der Sitzvorder
kante liegt.
Wie die bereits beschriebenen Ausführungsformen der Steuereinrichtung
bewirken auch die Stütze 47 zusammen mit der Rolle 48 und der Steuerflä
che (Führungsbahn) 49, daß sich bei einer Niveauänderung des Sitzrah
mens 1 die Schwenklage des Abschnittes 11 des Polsterträgers relativ zum
Sitzrahmen 1 in der gewünschten Weise ändert.
Das in den Fig. 13 und 14 dargestellte Ausführungsbeispiel eines Sitzes,
insbesondere eines Fahrersitzes für einen Lastwagen, einen Omnibus, ein
Geländefahrzeug oder ein landwirtschaftliches Fahrzeug, weist, wie die
zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele, eine Konsole 4 auf, über die
der Sitz mit dem Fahrzeugboden verbunden ist. Die Konsole 4 kann wie die
zuvor beschriebenen Konsolen durch Schienen gebildet sein, die längsver
schiebbar und in wählbaren Stellungen feststellbar von Führungsschienen
geführt sind. Der wie bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsbei
spielen von einem Sitzrahmen 1 gebildete hintere Teil des Polsterträgers 1
des Sitzteils ist über eine im Ausführungsbeispiel durch die Hebel 2 gebil
dete Linearführung in vertikaler Richtung bewegbar mit der Konsole 4 ver
bunden. Eine Luftfeder 25 stützt den Sitzrahmen 1 ab. Die Längsschlitze,
von denen nur der in der Konsole 4 vorgesehene Längsschlitz 8 dargestellt
ist, liegen im Ausführungsbeispiel vorne. Die Dämpfungseinrichtung, wel
che die Schwingbewegungen des Sitzes dämpft, ist wie bei den anderen
Ausführungsbeispielen nicht dargestellt, da sie in bekannter Weise ausge
bildet und beispielsweise in die Luftfeder 25 integriert ist.
Der vordere Abschnitt 111 des Polsterträgers ist nicht wie bei den bisher
beschriebenen Ausführungsformen schwenkbar mit dem hinteren Abschnitt
verbunden. Vielmehr ist sein hinteres Ende fest mit dem vorderen Endab
schnitt des Sitzrahmens 1 verbunden. Der vordere Abschnitt 111 ist deshalb
in der Art einer elastisch deformierbaren Platte ausgebildet, die eine Wöl
bung oder Auslenkung sowohl nach oben als auch nach unten erfahren
kann. Der vordere Abschnitt 111 und der Sitzrahmen 1 tragen den vorderen
bzw. hinteren Teil 114 bzw. 110 des Sitzteilpolsters. Am Übergang vom
Sitzrahmen 1 zum vorderen Abschnitt 111 des Polsterträgers kann, was für
alle Ausführungsbeispiele gilt, eine Stufe vorgesehen sein, um deren Höhe
der hintere Teil 110 des Sitzteilpolsters dicker ist als der vordere Teil 114.
Die Stufe ist als Rampe ausgebildet, welche dazu beiträgt, ein Durchrut
schen unter einem Beckengurt nach vorne bei einer starken Verzögerung zu
verhindern.
Die Steuereinrichtung, welche die Neigungslage der durch den vorderen
Teil 114 des Sitzteilpolsters gebildeten Auflagefläche für die Oberschenkel
des Sitzbenutzers in Abhängigkeit vom Niveau des Sitzrahmens und des auf
diesem liegenden Polsterteils 110 einstellt, ist, wie die Fig. 13 und 14 zei
gen, wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 ausgebildet. Statt des
Armes 31, dessen vorderes Ende mit der Unterseite des Abschnittes 111 im
Bereich von dessen vorderem Ende fest verbunden und dessen unteres Ende
am Vorsprung 32 angelenkt ist, könnte durch eine andere Steuereinrich
tung, insbesondere eine der bereits beschriebenen Steuereinrichtungen,
ersetzt sein.
Wie die Fig. 13 und 14 zeigen, ist in der in Fig. 13 dargestellten oberen
Schwinglage des Sitzrahmens 1 der vordere Abschnitt 111 des Polsterträgers
1 nach unten ausgelenkt, so daß der vordere Abschnitt 111 eine Wölbung
nach oben hat. Wenn sich nun der Sitzrahmen 1 entgegen der Kraft der
Luftfeder 25 gegen die Konsole 4 hin, also nach unten, bewegt, verschiebt
sich der in den Führungsschlitz 8 eingreifende Zapfen 9 des einen Hebels 2
relativ zur Konsole 4 nach vorne. Entsprechend verschiebt sich der am an
deren Hebel 2 vorgesehene Zapfen in dem nicht dargestellten Führungs
schlitz des Sitzrahmens 1 relativ zu diesem nach vorne. Da im gleichen
Maße der Arm 31 relativ zum Sitzrahmen 1 nach vorne bewegt wird, wird
der vordere Teil 111 des Polsterträgers in die in Fig. 14 dargestellte, unaus
gelenkte Lage oder sogar über diese hinaus in eine Lage gebogen, in der er
eine Wölbung nach unten aufweist. Deshalb ändert sich auch bei diesem
Ausführungsbeispiel die Neigungslage der Auflagefläche des vorderen Teils
114 des Polsters relativ zur Auflagefläche des hinteren Teils 110 derart, daß
der Unterschenkel bei Schwingungen des Sitzes keine Längsbewegungen
erfährt und der Oberschenkel stets vollständig vom Polster abgestützt ist.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 15 unterscheidet sich von der Führung
und Abstützung des den hinteren Abschnitt des Polsterträgers des Sitzteils
bildenden Sitzrahmens 1 nicht von den zuvor beschriebenen Ausführungs
beispielen. Statt der dargestellten Hebel 2 mit hinten liegenden Führungs
schlitzen könnte auch eine andere Führung vorgesehen sein. Die Feder,
über welche sich der Sitzrahmen 1 auf der Konsole 4 abstützt, ist nicht dar
gestellt.
Der vordere Abschnitt des Polsterträgers 1 des Sitzteils, welcher den vorde
ren Teil 14 des Polsters trägt, wird von einem Kissen 50 gebildet oder getra
gen, das auf einer Verlängerung des Sitzrahmens 1 aufliegt und in der Sei
tenansicht de Form eines nach vorne hin breiter werdenden Keiles hat. Das
spitze Ende dieses in der Art eines Faltenbalges ausgebildeten Kissens 50
liegt etwa dort, wo bei den Ausführungsformen mit angelenktem vorderen
Abschnitt des Polsterträgers 1 die Querachse 13 vorgesehen ist.
Der Innenraum des Fluidkissens 50 ist über eine Leitung 51 mit dem Ar
beitsraum einer Zylindereinheit 52 verbunden, die unterhalb des Fluidkis
sens 50 an der Konsole 4 festgelegt ist. Die nach unten aus dem Zylinder
herausgeführte Kolbenstange dieser Zylindereinheit 52 ist an dem nach
vorne weisenden Ende eines etwa horizontal liegenden doppelarmigen He
bels 53 angelenkt, da seinerseits mit parallel zu dem die beiden Hebel 2
verbindenden Gelenkzapfen 3 liegender Schwenkachse an der Konsole 4
angelenkt ist. Das nach hinten weisende Ende des doppelarmigen
Schwenkhebels 53 ist gelenkig mit einem am Sitzrahmen 1 angelenkten
und sich von diesem aus nach unten erstreckenden Stab 54 verbunden. Das
Fluidkissen 50, die Leitungen 51 und der Arbeitsraum der Zylindereinheit
52 sind vollständig mit einem Fluid gefüllt.
Bewegt sich der Sitzrahmen 1 nach unten, dann wird der doppelarmige
Schwenkhebel 53 im Uhrzeigersinn bei einer Blickrichtung gemäß Fig. 15
gedreht, wodurch er den Kolben der Zylindereinheit 52 nach oben bewegt
und dabei Fluid durch die Leitung 51 in das Fluidkissen 50 drückt. Dieses
schwenkt dadurch den vorderen Abschnitt 14 des Polsters im Uhrzeigersinn
bei einer Blickrichtung gemäß Fig. 15 relativ zum hinteren Abschnitt 10.
Die aus der Zylindereinheit 52, dem Hebel 53 und dem Stab 54 bestehende
Steuerungseinrichtung bestimmt deshalb wie bei den bereits beschriebenen
Ausführungsformen die Schwenklage des vorderen Abschnittes des Polsters
14 relativ zum hinteren Abschnitt 10, so daß auch hier eine Schwingbewe
gung des Sitzrahmens 1 in vertikaler Richtung nicht zu einer Längsbewe
gung des Unterschenkels des Sitzbenutzers führt.
Claims (13)
1. Fahrzeugsitz, mit einer eine Auslenkbarkeit nach oben und unten zulassen
den, federnden Abstützung seines Polsterträgers, bei dem
- a) der Polsterträger von einer Linearführung geführt ist,
- b) eine Bewegungen des Polsterträgers relativ zu einer den Sitz tragen den Konsole dämpfende Einrichtung vorgesehen ist,
- c) ein vorderer Abschnitt der vom Sitzteil gebildeten Auflagefläche für den Sitzbenutzer in seiner Neigungslage relativ zu einem hinteren Abschnitt dieser Auflagefläche veränderbar ist und
- d) eine die Neigungslage des vorderen Abschnittes dieser Auflagefläche in Abhängigkeit vom Niveau des hinteren Abschnittes festlegende Steuereinrichtung vorgesehen ist,
- a) die Linearführung durch wenigstens ein Scherenhebelpaar (2, 3) gebildet ist, dessen beide Hebel (2) im Bereich ihres einen End abschnittes nur schwenkbar mit der Konsole (4) und dem Polsterträger (1) und im Bereich ihres anderen Endabschnittes schwenkbar und in Sitzlängsrichtung verschiebbar mit dem Polsterträger (1) und der Konsole (4) verbunden sind,
- b) die Steuereinrichtung als ein Seilzuggetriebe (15, 16, 16', 17) ausge bildet ist, dessen Seil (15) einerseits an einem vorderen Abschnitt (11) des Polsterträgers (1) und andererseits an dem drehbar und längs verschiebbar mit der Konsole (4) verbundenen Endabschnitt des einen Hebels (2) festgelegt ist und
- c) der vordere Abschnitt (11) des Polsterträgers (1) mit einer Feder (12) in einer der Zugrichtung des Seiles (15) entgegenwirkenden Richtung belastet ist.
2. Fahrzeugsitz, mit einer eine Auslenkbarkeit nach oben und unten zulassen
den, federnden Abstützung seines Polsterträgers, bei dem
- a) der Polsterträger von einer Linearführung geführt ist,
- b) eine Bewegung des Polsterträgers relativ zu einer den Sitz tragenden Konsole dämpfende Einrichtung vorgesehen ist,
- c) ein vorderer Abschnitt der vom Sitzteil gebildeten Auflagefläche für den Sitzbenutzer in seiner Neigungslage relativ zu einem hinteren Abschnitt dieser Auflagefläche veränderbar ist und
- d) eine die Neigungslage des vorderen Abschnittes dieser Auflagefläche in Abhängigkeit vom Niveau des hinteren Abschnittes festlegende Steuereinrichtung vorgesehen ist,
- a) die Linearführung durch wenigstens ein Scherenhebelpaar (2, 3) gebildet ist, dessen beide Hebel (2) im Bereich ihres nach vorne weisenden Abschnittes nur schwenkbar mit der Konsole (4) und dem Polsterträger (1) und im Bereich ihres nach hinten weisenden Endab schnittes schwenkbar und in Sitzlängsrichtung verschiebbar mit dem Polsterträger (1) und der Konsole (4) verbunden sind, und
- b) die Hebel (2) im Bereich ihres hinteren Endabschnittes durch eine erste Zylindereinheit (26) verbunden sind und eine zweite Zylinder einheit (27) den vorderen Abschnitt (11) des Polsterträgers (1) auf dem Sitzrahmen abstützt und
- c) die beiden Zylindereinheiten (26 und 27) über Verbindungsleitungen miteinander verbunden und als Steuereinrichtung für die Neigungs lage vorgesehen sind.
3. Fahrzeugsitz, mit einer eine Auslenkbarkeit nach oben und unten zulassen
den, federnden Abstützung seines Polsterträgers, bei dem
- a) der Polsterträger von einer Linearführung geführt ist,
- b) eine Bewegungen des Polsterträgers relativ zu einer den Sitz tragen den Konsole dämpfende Einrichtung vorgesehen ist,
- c) ein vorderer Abschnitt der vom Sitzteil gebildeten Auflagefläche für den Sitzbenutzer in seiner Neigungslage relativ zu einem hinteren Abschnitt dieser Auflagefläche veränderbar ist und
- d) eine die Neigungslage des vorderen Abschnittes dieser Auflagefläche in Abhängigkeit vom Niveau des hinteren Abschnittes festlegende Steuereinrichtung vorgesehen ist,
- a) die Linearführung durch wenigstens ein Scherenhebelpaar (2, 3) gebildet ist, dessen beide Hebel (2) im Bereich ihres nach hinten weisenden Abschnittes nur schwenkbar mit der Konsole (4) und dem Polsterträger (1) und im Bereich ihres nach vorne weisenden End abschnittes schwenkbar und in Sitzlängsrichtung verschiebbar mit dem Polsterträger (1) und der Konsole (4) verbunden sind, und
- b) an dem mit dem Polsterträger (1) schwenkbar und längsverschiebbar verbundenen Endabschnitt des einen Hebels (2) ein nach unten in den Raum zwischen den beiden Hebeln (2) weisender Vorsprung (32) vorgesehen ist, an dem ein die Steuereinrichtung bildender Steuerarm (31) angelenkt ist, der andererseits mit dem vorderen Abschnitt (11) des Polsterträgers (1) verbunden ist.
4. Fahrzeugsitz, mit einer eine Auslenkbarkeit nach oben und unten zulassen
den, federnden Abstützung seines Polsterträgers, bei dem
- a) der Polsterträger von einer Linearführung geführt ist,
- b) eine Bewegungen des Polsterträgers relativ zu einer den Sitz tragen den Konsole dämpfende Einrichtung vorgesehen ist,
- c) ein vorderer Abschnitt der vom Sitzteil gebildeten Auflagefläche für den Sitzbenutzer in seiner Neigungslage relativ zu einem hinteren Abschnitt dieser Auflagefläche veränderbar ist und
- d) eine die Neigungslage des vorderen Abschnittes dieser Auflagefläche in Abhängigkeit vom Niveau des hinteren Abschnittes festlegende Steuereinrichtung vorgesehen ist,
- a) die Linearführung durch wenigstens ein Scherenhebelpaar (2, 3) gebildet ist, dessen beide Hebel (2) im Bereich ihres nach vorne weisenden Endabschnittes nur drehbar mit der Konsole (4) und dem Polsterträger (1) und im Bereich ihres nach hinten weisenden End abschnittes drehbar und in Sitzlängsrichtung verschiebbar mit dem Polsterträger (1) und der Konsole (4) verbunden sind, und
- b) die nur eine Schwenkbewegung zulassende Verbindung (1') zwi schen dem einen Hebel (2) und dem Polsterträger (1) bezüglich einer den vorderen mit dem hinteren Abschnitt des Polsterträgers (1) verbind denden Schwenkachse (13) weiter nach vorne versetzt ist als eine die Steuereinrichtung bildende Querachse (33), welche den vorderen Abschnitt (11) des Polsterträgers (1) schwenkbar mit dem nur schwenk bar mit dem Polsterträger (1) verbundenen Endabschnitt des einen Hebels (2) verbindet.
5. Fahrzeugsitz, mit einer eine Auslenkbarkeit nach oben und unten zulassen
den, federnden Abstützung seines Polsterträgers, bei dem
- a) der Polsterträger von einer Linearführung geführt ist,
- b) eine Bewegungen des Polsterträgers relativ zu einer den Sitz tragen den Konsole dämpfende Einrichtung vorgesehen ist,
- c) ein vorderer Abschnitt der vom Sitzteil gebildeten Auflagefläche für den Sitzbenutzer in seiner Neigungslage relativ zu einem hinteren Abschnitt dieser Auflagefläche veränderbar ist und
- d) eine die Neigungslage des vorderen Abschnittes dieser Auflagefläche in Abhängigkeit vom Niveau des hinteren Abschnittes festlegende Steuereinrichtung vorgesehen ist,
- a) die Linearführung durch wenigstens ein Scherenhebelpaar (2, 3) gebildet ist, dessen beide Hebel (2) im Bereich ihres einen End abschnittes nur schwenkbar mit der Konsole (4) und dem Polster träger (1) und im Bereich ihres anderen Endabschnittes schwenkbar und in Sitzlängsrichtung verschiebbar mit dem Polsterträger (1) und der Konsole (4) verbunden sind,
- b) die Steuereinrichtung eine starr mit dem vorderen Endabschnitt (11) des Polsterträgers (1) verbundene und von diesem nach unten abstehende Stütze (37; 47) aufweist, deren unterer Endabschnitt beweglich auf einem an der Konsole (4) vorgesehenen Teil (34, 35, 36; 49) der Steuereinrichtung abgestützt ist.
6. Fahrzeugsitz, mit einer eine Auslenkbarkeit nach oben und unten zulassen
den, federnden Abstützung seines Polsterträgers, bei dem
- a) der Polsterträger von einer Linearführung geführt ist,
- b) eine Bewegungen des Polsterträgers relativ zu einer den Sitz tragen den Konsole dämpfende Einrichtung vorgesehen ist,
- c) ein vorderer Abschnitt der vom Sitzteil gebildeten Auflagefläche für den Sitzbenutzer in seiner Neigungslage relativ zu einem hinteren Abschnitt dieser Auflagefläche veränderbar ist und
- d) eine die Neigungslage des vorderen Abschnittes dieser Auflagefläche in Abhängigkeit vom Niveau des hinteren Abschnittes festlegende Steuereinrichtung vorgesehen ist,
- a) der vordere Teil (14) des Sitzteilpolsters von einem Kissen (50) mit veränderbarer Größe getragen wird und
- b) das Kissen (50) an ein die Steuereinrichtung bildendes Fluidsystem mit einem Zylinder-Kolben-Aggregat (52) angeschlossen ist, dessen Arbeitsraumgröße vom Niveau des hinteren Abschnittes des Polster trägers des Sitzteils abhängig ist.
7. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder als
eine mechanische oder pneumatische Druckfeder (12, 12') oder als Tor
sionsfeder (24) ausgebildet ist.
8. Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Seil (15) über eine Umlenkrolle (16) geführt und die Umlenkrolle (16) von
einem Einstellhebel (17) getragen ist.
9. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeich
net, daß der vordere Abschnitt (11) des Polsterträgers (1) des Sitzteils
um wenigstens eine Querachse (13) schwenkbar mit dem hinteren Ab
schnitt dieses Polsterträgers (1) verbunden ist.
10. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch
eine Sitzhöhenverstellvorrichtung (21; 29, 30).
11. Fahrzeugsitz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzhö
henverstellvorrichtung (21) zwischen dem hinteren Abschnitt des
Polsterträgers (1) des Sitzteils und dem Scherenhebel
paar (2, 3) angeordnet ist.
12. Fahrzeugsitz nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sitzhöhenverstellvorrichtung (29, 30) durch eine Kammer veränderbarer
Größe gebildet ist, die an das mit einem Fluid gefüllte System der die
Zylinder-Kolben-Aggregate (26, 27) aufweisenden Steuereinrichtung an
geschlossen ist.
13. Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß der vordere Abschnitt (11; 111) des Polsterträgers (1) des
Sitzteils in Sitzlängsrichtung geteilt ist und nur die Neigungslage des ei
nen Teils von der Steuereinrichtung bestimmt ist.
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|---|---|---|---|
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| DE19904041573 DE4041573C2 (de) | 1990-12-22 | 1990-12-22 | Fahrzeugsitz |
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| DE4041573A1 DE4041573A1 (de) | 1992-07-02 |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |