DE4032313C2 - Vorrichtung zum Vereinzeln von Weblitzen - Google Patents
Vorrichtung zum Vereinzeln von WeblitzenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von
Weblitzen oder Lamellen nach dem Gattungsbegriff des
Patentanspruchs 1. Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise
durch die DE-OS 19 19 743 bekannt.
Bei der oben genannten, bekannten Vereinzelungsvorrichtung
wird die jeweils vordere einer Reihe von Weblitzen mit Hilfe
eines Permanentmagneten abgefördert, der seinerseits an einem
Schieber sitzt. Dieser Schieber kann auf die Breitseite der
Weblitzen zu und von ihr wegbewegt werden, wobei sich der
Schieber gleichzeitig (wegen in ihm eingearbeiteter, Z-
förmiger Schlitze) zusammen mit dem Magneten hebt und senkt.
Bei dieser bekannten Vereinzelungsvorrichtung besteht das
Problem, daß die Vereinzelung der Weblitzen ausschließlich
auf der Anziehungskraft des oder der verwendeten Magneten
beruht; ein sicheres Vereinzeln der jeweils vordersten
Weblitze ist deshalb dann oft nicht möglich, wenn die
Oberfläche der jeweils zu vereinzelnden Weblitze nicht so
ist, daß sie vom Magneten ordnungsgemäß erfaßt werden kann.
Beispielsweise können Öl oder Schmutz an dieser Oberfläche
anhaften oder es kann sich von der Oberfläche eine vorher
aufgebrachte Beschichtung ablösen.
Dasselbe trifft sinngemäß für die Vereinzelungsvorrichtung
nach der DE-PS 31 39 625 zu. Dort wird die jeweils vorderste
Weblitze eines Weblitzen-Stapels mit Hilfe eines Magneten vom
Stapel abgezogen, der zusätzlich noch mit einer Saugdüse
zusammenarbeitet.
Bei der Vorrichtung nach der DE-AS 23 39 586 wird schließlich
die jeweils vorderste Weblitze eines Weblitzenstapels mit
Hilfe von Saugern abgezogen und anschließend an Magneten
übergeben.
In allen genannten Fällen wird die jeweils vorderste Weblitze
in einem Zustand erfaßt, in dem sie noch voll an der
nachfolgenden Weblitze anliegt. Durch die oben erwähnten
Verschmutzungen kann daher die jeweils vorderste Weblitze an
der nachfolgenden anhaften, so daß eine ordnungsgemäße
Vereinzelung erschwert oder gar verhindert wird.
Der Erfindung liegt hiernach die Aufgabe zugrunde, eine
Vereinzelungsvorrichtung für Weblitzen anzugeben, die eine
zuverlässige Vereinzelung der jeweils vordersten Weblitze
eines Weblitzenstapels auch dann ermöglicht, wenn diese in
irgendeiner Weise oberflächenverschmutzt sind.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale gelöst, wie sie im
Anspruch 1 enthalten sind. Die Ansprüche 2 bis 5 enthalten
vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden die Weblitzen
konstant in die Trennposition gedrückt, und zwar mit Hilfe
von Luft aus der Düsenanordnung. In diesem Zustand drückt die
Hebevorrichtung das untere Ende der zu vereinzelnden Weblitze
nach oben.
Danach nimmt die Bewegungsvorrichtung das untere Ende der
Weblitze auf und bewegt dieses in Richtung seiner Breite.
Anschließend nähert sich die Trennvorrichtung der bewegten
Weblitze, um sie mit Hilfe eines Magneten anzuziehen
und zu halten. Inzwischen ist die Sperrvorrichtung
abhängig vom Betrieb der Trennvorrichtung aktiviert worden, um nur
eine zu trennende Weblitze freizugeben. Dadurch wird
die Weblitze von den übrigen durch die Trennvorrichtung
vollständig getrennt.
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
nachfolgend unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Trennvorrichtung für
Weblitzen;
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung der Linie II-II von Fig. 1;
Fig. 3 eine Schnittansicht einer Düse, die in Fig. 1
gezeigt ist; und
Fig. 4 eine Ansicht in Richtung der Linie IV-IV von Fig. 2.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 umfaßt die
erfindungsgemäße Vereinzelungsvorrichtung 1 für Weblitzen eine
Düsenanordnung 2, die neben einer Tragstange r angeordnet
ist, welche durch Öffnungen h in Weblitzen d gesteckt ist,
um diese in einer hängenden Anordnung zu tragen, in der sie
in einem gewissen Bereich in Richtung ihrer
Breite verschwenkt werden können. Weiter umfaßt die Vereinzelungsvorrichtung
eine Hebe-Vorrichtung 3, die unterhalb der
Tragstange r vorgesehen ist, eine Verschwenkvorrichtung 4,
die das untere Ende einer Weblitze d in Richtung ihrer
Breite bewegt, eine Trennvorrichtung 5, die eine
Weblitze d trennt und bewegt, sowie eine
Sperrvorrichtung 6, die über der Tragstange r für
Weblitzen vorgesehen ist. Außerdem sind mehrere Tragstangen
r für Weblitzen jeweils parallel zueinander vorgesehen,
wobei die Vereinzelungsvorrichtung 1 für jede der Tragstangen r
für Weblitzen vorgesehen ist; jedoch sei angemerkt, daß die
Vereinzelungsvorrichtung zur leichteren Erklärung nur in bezug auf
eine Tragstange r beschrieben wird.
Wie in Fig. 3 gezeigt, besitzt die Düsenanordnung 2 einen
Körper 21, der neben der Tragstange r für Weblitzen und
parallel zu dieser angeordnet ist. Der Körper 21 ist mit
mehreren Blasdüsen 22 versehen, die sich schräg nach vorne
erstrecken. Die Blasdüsen 22 stehen mit einem Versorgungskanal
23 in Verbindung, der in dem Körper 21 ausgebildet ist, und
der an eine bekannte Druckluftversorgungsquelle (nicht
gezeigt) angeschlossen ist. Die Hebevorrichtung 3 besitzt
ein Paar paralleler Antriebswellen 31, die sich im
wesentlichen senkrecht zu der Richtung erstrecken, in der
sich die Tragstange r erstreckt, und zwar in einer Position
unterhalb der Weblitzen d, die an der Tragstange r
aufgehängt sind. Die Antriebswellen 31 sind drehbar in
Lagern (nicht gezeigt) gelagert und es sind Exzenter 32 an
den Antriebswellen 31 befestigt. Die Exzenter 32 sind
drehbar in entsprechenden Bohrungen 36 untergebracht, die
in Fußbereichen 35 eines Hebeglieds oder auch einer
Hubplatte 34 vorgesehen sind, die ihrerseits oberhalb und entlang
der Antriebswellen 31 vorgesehen ist. Die exzenter 32 haben
einen bekannten Aufbau, d. h. jeder Exzenter 32 hat einen
kreisförmigen äußeren Umfang, wobei die jeweilige
Antriebswelle 31 exzentrisch an diesem befestigt ist. An
der vorderen Kante der Hubplatte 34 (in Fig. 1 die linke
Seite) sind Vorsprünge 37 in einer Position ausgebildet,
die sich direkt unterhalb der Reihe von Weblitzen d
befindet. Entsprechend sind mehrere Vorsprünge 37
vorgesehen, die der Anzahl der Tragstangen r
entsprechen.
Die Hebevorrichtung 3 ist derart angeordnet, daß sich auf eine
Drehung der Antriebswellen 31 in Pfeilrichtung hin die
Hubplatte 34 nach oben und anschließend nach vorne bewegt,
wodurch die Weblitzen d, die auf der Hubplatte 34 liegen
angehoben und nach vorne bewegt werden.
Die Verschwenkvorrichtung 4 weist einen im wesentlichen
L-förmigen Hebel oder eine Scheibe 41 auf, die drehbar
durch eine Drehwelle 42 in einer Position gelagert ist, die
sich unterhalb und vor der Reihe der Weblitzen d befindet,
wobei ein Zylinder 43 gegen ein Ende 46 des Hebels 41
drückt und eine Feder 44 konstant den Hebel 41 im
Uhrzeigersinn vorspannt, wie in Fig. 1 gezeigt (in Richtung
des Pfeiles X). Der obere Eckbereich am anderen Ende 47 des
Hebels 41 ist mit einer Aussparung 45 versehen, die eine
Tiefe aufweist, die im wesentlichen gleich oder geringfügig
kleiner ist, als die Dicke einer Weblitze d. Das zweite
Ende 47 des Hebels 41 ist auch mit einem Vorsprung 48
versehen.
Die Verschwenkvorrichtung 4 befindet sich vor der vordersten
Weblitze d in Wartestellung, wobei das zweite Ende 47 des
Hebels 41 nach oben gehalten wird. Wenn die Weblitzen d
durch die Hebevorrichtung 3 nach vorne befördert werden, dann
begibt sich der Eckbereich am unteren Ende der vordersten
Weblitze d in die Aussparung 45 des Hebels 41 und in
dieser Stellung stoppt die Weblitze d. Anschließend wird
der Zylinder 43 aktiviert, um den Hebel 41 in Richtung
des Pfeiles Y zu verschwenken (vgl. Fig. 4), wodurch das untere
Ende der Weblitze d, das in der Aussparung 45 aufgenommen
ist, sich in Richtung seiner Breite bewegt, wie dies durch die
mit Punkten unterbrochene Linie in Fig. 4 angedeutet ist.
Die Trennvorrichtung 5 besitzt ein Trennglied oder einen
Schieber 51, der unterhalb derReihe von Weblitzen d
angeordnet ist (an der Seite, an der eine Weblitze d durch
die Verschwenkvorrichtung 4 herausgedrückt wird). Der
Schieber 51 besitzt eine vertikale Fläche 52, die mit der
Oberfläche der Weblitze d in Kontakt gerät, wobei in der
vertikalen Fläche 52 Permanentmagnete 53 eingebettet sind.
Eine Führungsplatte 55 ist am oberen Ende des Schiebers 51
befestigt, um die Weblitzen d auszurichten, die an der
Tragstange r aufgehängt sind. Der Schieber 51 ist an einem
Balken 57 befestigt, der so angeordnet ist, daß er im
wesentlichen parallel zu den Antriebswellen 31 verläuft.
Der Balken 47 wird durch die Wirkung eines Zylinders 56 in
einer Richtung parallel zur Tragstange r hin-
und herbewegt. Somit wird der Schieber 51 entlang der
Tragstange r mit Hilfe des Zylinders 56 über
den Balken 57 bewegt.
Auch wenn in Fig. 1 nur ein Hebel 41 und ein Schieber 51
gezeigt sind, so sei doch angemerkt, daß für den Fall, daß
mehrere Tragstangen r für Weblitzen parallel angeordnet
sind, eine entsprechende Anzahl an Hebeln 41 und Schiebern
51 vorgesehen ist.
Die Sperrvorrichtung 6 besitzt einen Sperrhebel 61, der
an seinem abstehenden Ende 64 mit dem oberen Ende einer
Weblitze d in Eingriff steht, um deren Bewegung zu
stoppen, sowie einen Zylinder 62, der den Sperrhebel 61
hebt und senkt. Der Zylinder 62 wird synchron mit dem
Zylinder 56 der Trennvorrichtung 5 betrieben. Genauer
gesagt hebt der Zylinder 62 den Sperrhebel 61, nachdem die
vorderste Weblitze d durch den Schieber 51 nach vorne
abgetrennt worden ist, um das Abtrennen der Weblitze d zu
ermöglichen.
Auch wenn in der vorhergehenden Anordnung nur eine
Tragstange r für Weblitzen gezeigt ist, so sei doch
angemerkt, daß die Hubplatte 34 sich im wesentlichen
senkrecht zu der Richtung erstreckt, in der sich die
Tragstange r erstreckt, wobei der Schieber 51
an dem Balken 57 befestigt ist, der sich parallel zur
Hubplatte 34 erstreckt. Darüber hinaus ist der Sperrhebel
61 der Sperrvorrichtung 6 an einer Stange 63 befestigt,
die sich oberhalb der Tragstange r im wesentlichen
senkrecht zu dieser erstreckt. Dies ist deshalb so gemacht,
da es vorgesehen ist, mehrere Tragstangen für Weblitzen
jeweils parallel zueinander anzuordnen und an jeder der
Stangen einen Schieber, einen Sperrhebel usw. zu befestigen.
In der oben erwähnten Anordnung werden die Weblitzen d, die
an der Tragstange r aufgehängt sind,
sukzessive mit Hilfe von Luft in die Trennposition
gebracht,
die aus den Blasdüsen 22 ausgeblasen wird. Wenn sich die
Antriebswellen 31 der Hebevorrichtung 3 drehen und sich die
Hubplatte 34 durch die Wirkung der Exzenter 32 hebt und
nach vorne bewegt, dann werden die Weblitzen d angehoben und
durch den Vorsprung 37 nach vorne geschoben. Infolgedessen
begibt sich der untere Eckbereich der vordersten Weblitze
d in die Aussparung 45 des Hebels 41 der Verschwenkvorrichtung 4.
Danach wird der Hebel 41 in
Richtung des Pfeiles Y (vgl. Fig. 4) verschwenkt, um das untere
Ende der Weblitze d in Richtung ihrer Breite zu bewegen
(dies ist möglich, da die Dicke der Tragstange r
verglichen zur Breite der Öffnung h in den Weblitzen
d klein ist), wodurch die Weblitze d seitlich
von der Reihe der übrigen Weblitzen d vorstehen kann, wie
durch die mit Punkten unterbrochene Linie in Fig. 4
angedeutet ist. Anschließend wird die Weblitze d
durch magnetische Anziehungskräfte von dem
Schieber 51 der Trennvorrichtung 5 gehalten und auf die
untere Seite bewegt, wie in Fig. 2 gezeigt, und
anschließend getrennt. Zu diesem Zeitpunkt bewegt sich der
Sperrhebel 61 der Sperrvorrichtung 6 nach oben.
Erfindungsgemäß werden die Weblitzen mechanisch einer nach
dem anderen durch den Hebel 41 bewegt, bevor sie mit dem
Schieber getrennt werden. Entsprechend können die Weblitzen
auch dann sicher getrennt werden, wenn der Zustand ihrer
Oberflächen schlechter geworden ist, oder
durch Öl, Pasten oder ähnliches verschmutzt wurde. Darüber
hinaus kann eine Reihe von Weblitzen, die getrennt werden
sollen, je nach Wunsch ausgewählt werden, da das Trennen
unabhängig für jede Reihe von Weblitzen durchgeführt wird.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Vereinzeln von Weblitzen oder Lamellen,
die auf einer Tragstange aufgereiht sind, mit Hilfe von
Anordnungen zum Anheben, Erfassen und Abfördern der
jeweils vordersten Weblitze,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß neben den aufgereihten Weblitzen oder Lamellen (d) eine Düsenanordnung (2) angeordnet ist, die in bezug auf die Richtung der Tragstange (r) schräg in Weblitzen-Förderrichtung gerichtete Blasdüsen (22) aufweist, durch die die Weblitzen in eine Trennposition bewegbar sind,
- - daß neben den aufgereihten Weblitzen oder Lamellen ferner eine Vorrichtung (4) zum Verschwenken des Unterendes der jeweils vordersten Weblitze (d) in eine Richtung angebracht ist, die quer zur Richtung der Tragstange (r) liegt,
- - daß schließlich eine Sperrvorrichtung (6) vorgesehen ist, welche, abhängig vom Betrieb einer Trennvorrichtung (5), aktivierbar ist, um nur die jeweils vorderste Weblitze (d) freizugeben, die dann von der Trennvorrichtung (5) erfaßt und in Richtung der Tragstange (r) abgefördert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verschwenkvorrichtung (4) einen Hebel (41) aufweist,
der neben den aufgereihten Weblitzen (d) verschwenkbar
gelagert ist und an dessen Ende eine Aussparung (45)
vorhanden ist, mit der das Unterende der jeweils
vordersten Weblitze (d) erfaßbar und seitlich
verschwenkbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß jeweils mehrere Weblitzentragstangen
(r), Verschwenkvorrichtungen (4) und Trennvorrichtungen
(5) vorgesehen sind, die parallel zueinander arbeiten.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Weblitzen-Anhebevorrichtung (3)
aus einer Hubplatte (34) besteht, die auf zwei
Exzenternocken-Wellen (31, 32) gelagert ist, und auf
diese Weise sowohl auf- und ab-, als auch in
Weblitzenförderrichtung vor- und zurückbewegbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Trennvorrichtung (5) einen
Schieber (51) aufweist, der mit einer senkrechten Fläche
ausgebildet ist, an der ein Magnet (53) befestigt ist.
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