DE4028186C2 - Verfahren zum Herstellen von Scheibenfiguren - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von ScheibenfigurenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27M—WORKING OF WOOD NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B27B - B27L; MANUFACTURE OF SPECIFIC WOODEN ARTICLES
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-
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von an wenigstens einer
Flachseite profilierten Scheibenfiguren aus Holz der im Oberbegriff von Anspruch 1 er
läuterten Art.
Scheibenfiguren aus Holz, beispielsweise für Kinderspielzeug oder dergleichen, werden
gegenwärtig nach verschiedenen Verfahren hergestellt. Bei einem gattungsgemäßen
maschinellen Verfahren werden die Umrißflächen der gewünschten Figur aus einem
Brett herausgearbeitet, das wie üblich in Holzfaserrichtung geschnitten wurde. Die da
durch erhaltene Scheibe mit den Umrißlinien der gewünschten Figur enthält somit nur in
einem Teil ihrer Umrißfläche das rauhere Stirnholz, während die übrigen Flächen, und
insbesondere die senkrecht zur Umrißfläche verlaufenden Flachseiten, glatteres und
leichter zu bearbeitendes Längsholz aufweist. Um diesen Figuren ein gefälligeres Aus
sehen zu verleihen, werden die Scheiben anschließend über bestimmte Teile ihrer Dic
ke, meist durch Schleifen, abgeflacht, so daß beispielsweise die Schnauze eines Tieres
eine geringere Dicke aufweist als sein Bauch. Die Übergänge zwischen dem schmaleren
und dickeren Bereich der Scheibe verlaufen kontinuierlich, so daß derartige Figuren in
Draufsicht ein angenähert elliptisches Profil aufweisen. Bei diesem Verfahren fällt sehr
viel Holzabfall an. Außerdem ist das einzelne Ausschneiden der Scheiben aus Brettma
terial umständlich und zeitaufwendig, da eine geschlossene Umrißlinie gesägt werden
muß.
Ein weiteres, wesentlich wirtschaftlicheres, maschinelles Verfahren, bei dem weniger
Abfall anfällt, ist z. B. im DE-GM 19 51 451 beschrieben. Dabei wird zunächst ein Längs
holz-Profilstab hergestellt, dessen Profilierung der Umfangsfläche der gewünschten Fi
gur entspricht. Dieser Profilstab wird anschließend quer zur Holzfaserrichtung in einzelne
Scheiben zersägt, die die Figuren darstellen. Nachteilig an diesem Verfahren ist es, daß
die senkrecht zur Umrißfläche verlaufenden Flachseiten der Scheibenfigur Stirnholz zei
gen. Um diese Stirnholzfläche, die ja auch die Griffflächen für die fertige Figur sind, mög
lichst glatt und ohne fühlbare Holzrauhigkeiten zu halten, wurde bislang auf eine weitere
Bearbeitung dieser Scheibenfiguren verzichtet. Die nach diesem Verfahren hergestellten
Scheibenfiguren weisen somit über die gesamte Figur eine gleiche Scheibendicke auf.
Auch die DE 27 03 905 A1 beschreibt Figuren, die aus plattenförmigen Teilen gleicher
Dicke aus Holz oder Kunststoff zusammengesetzt sind. Wie diese plattenförmigen Teile
hergestellt sind, ist nicht beschrieben.
Die US 1 026 861 beschreibt Spielfiguren, die aus einer Art Sperrholz hergestellt wur
den, wobei die einzelnen Sperrholzlagen, wie im übrigen bei Sperrholz üblich, so mitein
ander verleimt wurden, daß sich ihr Faserverlauf kreuzt, jedoch immer in der Flächen
richtung des Spielzeuges liegt. Demgemäß erscheint Stirnholz nur an den Umrißkanten,
d. h. an den Schmalseiten des Spielzeugs.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein einfaches und wirtschaftliches, ma
schinelles Verfahren zum Herstellen von an wenigstens einer Flachseite profilierten
Scheibenfiguren aus Holz bereitzustellen.
Die Aufgabe wird durch kennzeichnende Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist einfach und wirtschaftlich, da das Ausschneiden
der Scheibenrohling von einem Profilstab mit ebenem Sägeschnitt erfolgt. Das anschlie
ßende Profilieren erfolgt auf ebenfalls wirtschaftliche Weise durch Kopierfräsen.
Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, daß es möglich ist, aus einer Stirnholz
fläche mit einer Kopierfräsmaschine ein Profil herauszuarbeiten, ohne daß diese Fläche
eine erhöhte Rauhigkeit erhält, die in nachfolgenden Bearbeitungsgängen nur schwer
wieder zu glätten wäre. So entsteht mit einem sehr wirtschaftlichen Verfahren eine at
traktive, seitlich profilierte
Scheibenfigur.
Es hat sich weiterhin herausgestellt, daß es mit einer
Kopierfräsmaschine möglich ist, auch kleinformatige,
reliefartige Profilierungen, gemäß Anspruch 2, in einer
Stirnholzfläche vorzunehmen, so daß die Stirnholzfläche
ein besonders attraktives Aussehen erhält.
Gemäß Anspruch 3 werden bevorzugt beide
Stirnholz-Flachseiten profiliert.
Nach dem Profilieren wird die Scheibenfigur gemäß Anspruch
4 bevorzugt in einer Trommel geschliffen.
Anschließend kann die Scheibenfigur gemäß Anspruch 5 in
üblicher Weise dekoriert, also gebleicht, eingefärbt,
lackiert, bedruckt oder geprägt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Darstellung des Ergebnisses des ersten,
bekannten Schrittes des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 das Profilieren einer ersten
Stirnholz-Flachseite,
Fig. 3 das Profilieren der zweiten
Stirnholz-Flachseite, und
Fig. 4 eine perspektivische Darstellung einer
erfindungsgemäß hergestellten Scheibenfigur.
Fig. 1 zeigt einen Profilstab 1 aus Holz, der in
bekannter
Weise durch das Durchleiten einer Holzleiste durch eine
Messeranordnung hergestellt wurde, so daß seine
Umfangsfläche 2 die Umrißform einer gewünschten
Scheibenfigur, im dargestellten Ausführungsbeispiel einer
Kuh, aufweist. Im Profilstab verlaufen die Holzfasern in
Längsrichtung. Nach Fertigstellen des Profilstabes 1
werden vom Profilstab Scheiben 3 einer vorbestimmten Dicke
d quer zum Holzfaserverlauf im Profilstab 1 abgeschnitten.
Dadurch erscheint an beiden zueinander parallelen
Flachseiten 4, 5 der Scheibe 3 Stirnholz.
Danach wird die Scheibe 3, wie Fig. 2 zeigt, mit der aus
Stirnholz gebildeten Flachseite 4 nach oben in eine nur
schematisch dargestellte Kopierfräsmaschine eingespannt.
Gleichzeitig mit der Scheibe 3 wird in die
Kopierfräsmaschine ein Modell 6 eingespannt, das an seiner
Oberseite mit einer reliefartigen Profilierung versehen
ist. Diese Profilierung wird durch einen Taststift 7
abgetastet, wobei die Bewegungen des Taststiftes 7 auf das
Fräswerkzeug 8 übertragen werden.
Ist die Flachseite 4 fertiggestellt, so wird die Scheibe 3
mit der Flachseite 5 nach oben eingespannt und analog
bearbeitet, nachdem das Modell 6 ebenfalls umgespannt
wurde.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden die Flachseiten
4, 5 im Bereich des Mauls, der Ohren, des Halses und der
Flanke abtragend bearbeitet. Die fertige Scheibenfigur -
Kuh 9 ist in Fig. 4 gezeigt, in der die dunkel
schraffierten Bereiche 10 die Zonen zeigen, in denen die
Flachseite 4 abgefräst wurde.
Nach dem Kopierfräsen werden die Scheiben in einer Trommel
mit Füllgut und Schleifmittel geschliffen. Dadurch
reduzieren sich die Frässpuren. Anschließend können die
Scheiben auf übliche Art beispielsweise durch
Einfärben, Polieren, Lackieren, Bedrucken oder Prägen
dekoriert und fertiggestellt werden.
In Abwandlung des beschriebenen und gezeichneten
Ausführungsbeispiels können auch andere, nicht
reliefartige Profilierungen der Stirnholzflächen
vorgenommen werden. Es können auch mehrere Scheiben
gleichzeitig bearbeitet werden. Das Abtasten des Modells
beim Kopierfräsen kann auch per Hand oder durch eine
CNC-gesteuerte Maschine erfolgen. Das Schleifen kann in
Vibrationstöpfen mit Kunststoffscheibchen als
Schleifmittel durchgeführt werden.
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen von an wenigstens einer
Flachseite profilierten Scheibenfiguren aus Holz, bei dem
zunächst eine Scheibe mit parallelen Flachseiten und mit
einer der gewünschten Figur entsprechenden Umrißfläche
hergestellt und danach zumindest eine der Flachseiten
abtragend bearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Scheibe von einem mit der Umrißfläche versehenen
Profilstab quer zum Faserverlauf des Holzes abgetrennt
wird, und daß die durch Stirnholz gebildete Flachseite der
Scheibe durch Kopierfräsen profiliert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flachseite reliefartig profiliert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß beide durch Stirnholz gebildeten
Flachseiten profiliert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Scheibenfiguren nach dem Fräsen
trommelgeschliffen werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Scheibenfiguren dekoriert werden.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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|---|---|
| DE4028186A1 DE4028186A1 (de) | 1992-03-12 |
| DE4028186C2 true DE4028186C2 (de) | 1999-08-05 |
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| Country | Link |
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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| DE1951451U (de) * | 1966-10-31 | 1966-12-08 | Wolfgang Gruschwitz | Spielzeugtier. |
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1990
- 1990-09-05 DE DE19904028186 patent/DE4028186C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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| DE4028186A1 (de) | 1992-03-12 |
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