DE401327C - Verfahren zur Gewinnung unveraenderlicher Harzseife aus Rohkolophonium - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung unveraenderlicher Harzseife aus Rohkolophonium

Info

Publication number
DE401327C
DE401327C DEM78570D DEM0078570D DE401327C DE 401327 C DE401327 C DE 401327C DE M78570 D DEM78570 D DE M78570D DE M0078570 D DEM0078570 D DE M0078570D DE 401327 C DE401327 C DE 401327C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rosin
unchangeable
raw
production
colophony
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM78570D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEM78570D priority Critical patent/DE401327C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE401327C publication Critical patent/DE401327C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D15/00Manufacture of resin soap or soaps derived from naphthenic acids; Compositions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung unveränderlicher Harzseife aus Rohkolophonium. Das bei der Harzverarbeitung nach vorangegangener Abdestillierung des Terpentins verbleibende klare Kolophonium muß für Papierfabriken, Seifensiedereien und andere dieses Material benutzende Industrien Eigenschaften aufweisen, welche eine absolute Reinheit der aus ihm hergestellten Harzseife gewährleistet.
  • Nur bei dieser Voraussetzung kann z. B. ein fleckenfreies Papier hergestellt werden und wird ein Nachdunkeln fertiger harzhaltiger Seifen dauernd verhindert. Dergleichen Erfordernisse liegen auch bei den sonstigen dieserhalb in Frage kommenden Industriezweigen vor.
  • Verschiedene Forscher, u. a. F a h r i o n und Professor Aschan, haben gefunden, daß Rohkolophonium jeglicher Provenienz oxydierte und leicht oxydierbare Substanzen enthält, und es lag, nachdem die störenden Eigenschaften als Wirkungen dieser Stoffe erkannt waren, der Gedanke nahe, das Kolophonium von diesem oxydierten Anteil zu befreien und die leichte Oxydierbarkeit des Kolophoniums möglichst zu beseitigen.
  • Asch.an hat in den Berichten der Deutschen Chemischen Gesellschaft vom Jahre 1921, Heft 5, Seite 867 bis 886, eine Arbeit >""Cber neue Kolophoniumbestandteile, die Kolophensäuren und Analogen« veröffentlicht, worin er auf Seite 873 bis 875 die Versuche zur Abscheidung dieser Substanzen unter a, b und c ausführlich beschreibt. Aus diesen Versuchen geht hervor: i. daß das Verfahren ..a« den Rückstand des Kiefernöles -behandelt, welches bei der Sulfatzellulo.sedarstellung anfällt und durch Destillation der sogenannten Schwarzlauge mit überhitztem Dampfe gewonnen wird; 2. daß das Verfahren »b« zwar Kolophonium behandelt, jedoch infolge seiner komplizierten Manipulationen für die Technik nicht in Frage kommt; 3. daß in dem Hauptverfahren »c« die Abscheidung der Kolophensäuren mittels Verseifung von ioo g Kolophoniumpulver und der äquivalenten Menge Nag C0,9 in i bis 2 1 Wasser nach Zugabe von 13 bis i8o g Na Cl bewerkstelligt wird; 4.. daß sich je nach Vergrößerung der Zusätze an H.0 und Na Cl die Menge der abgeschiedenen Kolophensänren wesentlich ändert; 5. daß ;alle drei Verfahren in offenen Behältern ausgeführt werden; 6. daß A.schan auf Seite 875 in den letzten vier Zeilen des Abschnittes 3 die beste Abscheidung dem Verfahren »c« zuspricht und auf derselben Seite im vierten Abschnitt die nachstehende Folgerung zieht: »Die ganze Menge der Säure wird fast niemals in einer Operation aus dem Kolophonium abgegeben. Es lohnt sich daher fast immer, die durch Kochsalz abgeschiedenen, in Wasser schwer löslichen Natriumresinate von neuem aufzulösen und auszufällen sowie die Behandlung der Filtrate auf Kolophensäuren vorzunehmen. Noch bei einer dritten Behandlung fallen kleinere Mengen derselben Säuren heraus.« Im Gegensatz zu obigen Auseinandersetzungen hat der Erfinder gefunden, daß die Abscheidung dieser Substanzen wesentlich einfacher zu bewerkstelligen ist, wenn das Abscheidungsverfahren unter Druck in einem völlig geschlossenen Autoklaven ausgeführt wird, wobei eine Zugabe von i o g Wasser und 3;3 g NaCl pro i oo g Kolophonium genügt. Das Kolophonium kann in Stücken verwendet werden, wodurch die Arbeit für die Großindustrie entschieden vereinfacht wird, zumal die Feuergefahr, welche bei der Pulverisierüng es Kolophoniums infolge Selbsterhitzung entsteht, vollständig au5#-schaltet.
  • Der Erfinder hat ferner gefunden, daß die im Autoklaven gebildete Harzseife bei einem Gehalt von etwa 70 Prozent Kolophonium 3o Prozent Wasser bindet und bei diesem Wassergehalt jedwede weitere Oxydierbarkeit ausschließt, somit den eingangs erwähnten Bedingungen der Industrie vollkommen entspricht.
  • Für die Seifensiedereien, die das Kolophonium als Zusatz zu ihren Seifen mitverseifen mußten, erzielt das Verfahren den Vor;-teil, daß sie nunmehr eine vollständig raffinierte Harzseife an Stelle des Rohkolophoniums verwenden können.
  • Für die Ausführung des Verfahrens gilt folgendes Beispiel: iooo kg klaren Kolophoniums in Stücken gelangen mit der äquivalenten Menge Na., C'03 in i ooo 1 Wasser gelöst nebst 330 g Na C=1 in einen völlig verschlossenen, mit Rührwerk versehenen Autoklaven, woselbst die Masse i bis 2 Stunden bei einer Temperatur von etwa a25° C erhitzt wird. Hierauf läßt man die Autoklavenmasse bia' auf etwa 9o° abkühlen und entfernt die entstandene Oberlauge. Nach Entfernung der Laube wird die Harzseife im Autoklaven bis etwa i o 5' C erhitzt und der sich hierbei entwickelnde Dampf abgeblasen, wodurch eine Kondensation des überschüssigen Dampfes verhindert wird. Letztere Manipulation dauert etwa a/2 Stunde, und es kann nunmehr die erforderlich etwa 70 Prozent Harzgehalt aufweisende Seife als klarer, unveränderlicher Seifenleim abgelassen werden.

Claims (1)

  1. PATEI,'T-ANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung unveränderlicher Harzseife aus Rohkolophonium, dadurch gekennzeichnet, daß letzteres in einem völlig verschlossenen Auto-- klaven bei einer Temperatur von etwa i25° C mit der äquivalenten- Menge Alkalilauge und unter Zugabe von Kochsalz verseift wird und dann nach Entfernung der Oberlauge die überschüssigen Dämpfe bei etwa 1o5° C aus dem Autoklaven abgeblasen werden.
DEM78570D 1922-08-02 1922-08-02 Verfahren zur Gewinnung unveraenderlicher Harzseife aus Rohkolophonium Expired DE401327C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM78570D DE401327C (de) 1922-08-02 1922-08-02 Verfahren zur Gewinnung unveraenderlicher Harzseife aus Rohkolophonium

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEM78570D DE401327C (de) 1922-08-02 1922-08-02 Verfahren zur Gewinnung unveraenderlicher Harzseife aus Rohkolophonium

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE401327C true DE401327C (de) 1924-09-01

Family

ID=7318117

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM78570D Expired DE401327C (de) 1922-08-02 1922-08-02 Verfahren zur Gewinnung unveraenderlicher Harzseife aus Rohkolophonium

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE401327C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1225479C2 (de) Verfahren zur herstellung von papierleim auf der basis von petrolharz
DE401327C (de) Verfahren zur Gewinnung unveraenderlicher Harzseife aus Rohkolophonium
DE1948536A1 (de) Parfuemkomposition mit einem Gehalt an einem Isolongifolenester sowie Verfahren zur Herstellung von Isolongifolenestern
DE699773C (de) Verfahren zur Mercurierung von Benzol
DE558437C (de) Verfahren zur Herstellung wertvoller Produkte aus Montanwachs
DE735037C (de) Verfahren zur Herstellung von Futtermitteln oder Zusatzmitteln zu diaetetischen Naehrmitteln aus Cellulose
DE723165C (de) Verfahren zur Gewinnung von Naphthensaeuren
DE696822C (de) Verfahren zur Gewinnung der im Glycerinpech enthaltenen Anteile an mehrwertigen Alkoholen, insbesondere an Di- und Polyglycerinen
CH209331A (de) Verfahren zur Mercurierung von Benzol.
DE734956C (de) Verfahren zum Reinigen von durch Kracken organischer Hochpolymerer erhaeltlichen monomeren polymerisierbaren Abkoemmlingen der Methacrylsaeure
DE648237C (de) Verfahren zur Herstellung von Methylmethacrylat
DE562181C (de) Verfahren zur Gewinnung gereinigten Zellstoffes
DE175416C (de)
DE563440C (de) Verfahren zur Herstellung eines Halbzellstoffes aus Stroh, Graesern u. dgl.
DE321232C (de) Verfahren zum Leimen, Wasserfestmachen, Appretieren usw. von Papier, Gewebe u. dgl.
DE733896C (de) Verfahren zur Gewinnung von Fischeiweiss
DE736183C (de) Verfahren zur Herstellung von Lackrohstoffen aus fossilen Harzen
DE339741C (de) Verfahren zur Nutzbarmachung von Sulfitablauge
DE855560C (de) Verfahren zur Gewinnung von Glucosaminhydrochlorid sowie von Huminstoffen aus bei der Fettextraktion von verfetteten mycelbildenden Mikroorganismen anfallenden Rueckstaenden
DE852852C (de) Verfahren zur Reinigung von Methylcyclohexanon
DE359406C (de) Verfahren zum Leimen von Papier
DE908617C (de) Verfahren zur Erzeugung von Furfurol in Laubholzsulfitablaugen
DE583494C (de) Verfahren zur Erhoehung des Schmelzpunktes von Montanwachs
DE657368C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung von reinem Papierstoff aus bedrucktem Altpapier
AT88941B (de) Verfahren zum Leimen von Papier mit Hilfe von Montanwachs.