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Chiffriermaschine. Eine Chiffriermaschine besteht gewöhnlich aus einer
Tastatur, einer Schreibvorrichtung und einer zwischen beiden eingeschalteten Tauschvorrichtung.
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Gemäß der Erfindung wird eine solche Chiffriermaschine mit zwei Schreibvorrichtungen
ausgerüstet, von denen die eine nur über die Tauschvorrichtung, die andere nur unmittelbar
mit der Tastatur verbunden werden kann. Dadurch ist es möglich, neben dem Geheimtext
gleichzeitig auch den Klartext zur Nachprüfung zu schreiben. Wenn man die Schreibwalze
so verschiebbar anordnet, daß ihr vor der den chiffrierten Satz schreibenden Vorrichtung
stehender Teil vor die den Klartext schreibende Vorrichtung gestellt werden kann.,
dann kann jederzeit in den chiffrierten der Klartext eingefügt werden.
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Um bestimmte Stellen in dem chiffrierten Text wiederfinden zu können,
ist es erforderlich, die Zahl der Chiffrierzeichen bis zu einer bestimmten Stelle
zu ermitteln. Deshalb pflegt man in solchen Fällen, wo nicht auf einen fortlaufenden
Streifen, sondern in abgebrochenen Zeilen geschrieben wird, in jeder Zeile eine
ganz bestimmte, möglichst durch zehn teilbare Zahl von Zeichen zu schreiben. Um
nun das Auffinden der gesuchten Stelle im chiffrierten Text nicht durch den dazwischen
eingestreuten Klartext zu erschweren, muß man Vorsorge dafür treffen, daß erstens
die Schreibfläche bei dem Hinüberschieben, von der einen Schreibvorrichtung zur
anderen möglichst selbsttätig um einen Zeilenabstand verstellt wird, und daß sie
zweitens zu der den chiffrierten Text schreibenden Vorrich-, tung nur in dieselbe
Stellung innerhalb der Zeile zurückgeführt werden kann, aus der sie entfernt wurde.
Ein mit einer derartigen Vorrichtung geschriebener Text von z. B. dreißig Zeichen
Zeilenlänge würde also folgendermaßen aussehen: qscft zgvbh ujmki ngrdlw rdxcf pojzg
dzgvh zb Hier folgt Klartext in beliebiger Menge, ohne zu stören.
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frd tfgkp mhtrs vdwqa kuipo In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt. Es ist r die Schreibwalze. 2 ist die den chiffrierten
Satz schreibende und 3 die den Klartext schreibende Vorrichtung. Diese Schreibvorrichtungen
sind Walzen, die auf ihrem Um: fang die Typen tragen und von Magneten 4
und
5 gegen die Schreibfläche geschlagen werden. Andere 1\Iagiiete, von denen der Cbersichtlichkeit
halber nur je zwei, und 8, 9 dargestellt sind, stellen die Schreibwalzen so ein,
da13 der zu jedem der Magnete bis 9 gehörende Buchtabe gerade vor der Schreibfläche
steht. io ist die Tauschvorrichtung. i 1 und 12 sind zwei Tasten der 1 atur,
deren feststehende Kontakte mit dein , -ta einen Pol einer Stromquelle 13
verbunden sind. 14. sind zwei Zeilentransportvorrichtun-en für die Schreibwalze,
die in bekannter Weise aus einem in einem Rohr geführten und von einer Feder gegen
das Transportrau der Schreibwalze gedrückten Zapfen bestehen. Die Transportvorrichtungen
14 sind auf einer Welle 15 befestigt, an der ein etwa senkrecht herabhängender Handgriff
16 aii--ebracht ist, der zum Verstellen der Schreibwalze dient. Die Welle 15 ist
nach hinten durch einen Ansatz 17 verlängert, der eine Nase 18 trägt. Diese
Nase liegt zwischen zwei Zahnstangen 19 und 2o. Sie kann durch Verschieben der Welle
15 in der Längsrichtung entweder in eine Aussparung der Zahnstange i 9 eingelegt
oder soweit daraus entfernt werden, dal3 sie gegen eine Nase 21 der Zahnstange 2o
stößt. 22 und 23 sind Schaltvorrichtungen, die die Zahnstangen i 9 und 2o jedesmal
um eine Buchstabenbreite weiterschalten, wenn die Magnete 24. oder 25 vom Strom
durchflossen erden. 26 ist eine schwingend gelagerte Stange, die von dem Ansatz
1; gegen einen Kontakt 2gedrückt wird, wenn die Nase i8 aus der Aussparung der Zahnstange
i 9 lierausgeschoben wird.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende: In der in der
Zeichnung dargestellten Stellung der Nase 18 ist die Schreibwalze i mit der Zahnstange
i9 gekuppelt. Die Verzahnung der Stange i9 braucht nur halb so lang zu sein als
die Schreibfläche, da von dieser ja jede Hälfte von einer besonderen niedergedrückt
wird, dann fließt ein Strom über die Taste i i, den lagn.eten 9, die Tauschvorrichtung
i o, den Magneten , den Magneten .1, den Magneten 5, den :\-lagneten 25 und den
Magneten 24.. Dadurch wird auf der Schreibvorrichtung 3 der zur Taste i i gehörende
Buchstabe des Klartextes und auf der Schreibvorrichtung 2 ein der Stellung der Tauschvorrichtung
entsprechender Chiffrierbuchstabe der Schreibfläche gegenübergestellt und gegen
sie angeschlagen. Außerdem werden die Zahnstangen i 9 und 2o um einen Zahn weitertransportiert.
Nachclean eine Zeile fertiggestellt ist, wird die Schreibwalze i an dem Handgriff
16 wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgezogen und dabei um einen Zeilenabstand
verstellt. Soll nun, nachdem z. B. eine halbe Zeile chiffriert geschrieben ist,
Klartext .eingefügt werden, so wird der Handgriff 16 nach hinten gedrückt und dann
ganz nach rechts gezogen. Dabei, bleibt die Zahnstange i 9 unverändert stehen, während
die Zahnstange 2o in ihre rechte Endstellung mitgenommen wird. Gleichzeitig wird
die Schreibwalze i um einen Zeilenabstand verstellt. Während des weiteren Klartextschreibens
wird nun ausschließlich mit der 7ahnstange 2o gearbeitet. Die Zahnstange i9 wird
dabei nicht weitergeschaltet, da der Ansatz. i; die Stange 26 gegen den Kontakt
=; drückt und dadurch den Magneten 2.1 kurzschließt. Soll weiter chiffriert werden,
so wird die `Falze i an dem Handgriff 16 so weit nach links geführt, bis die Nase
i8 wieder in die Aussparung der Zahnstange i9 eingreift. Da die Zahnstange i 9 ihre
Stellung nicht verändert hat, wird also an derselben Stelle innerhalb der Zeile
fortgefahren, an der aufgehört wurde. I?m auch hierbei die Walze i um einen Zeilenabstand
zu verstellen, ist die zweite Zeilenschaltvorrichtung 1.1 angeordnet.