DE400367C - Ankermast und Verankerungsvorrichtung fuer Luftschiffe - Google Patents

Ankermast und Verankerungsvorrichtung fuer Luftschiffe

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DE400367C
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swivel arm
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64FGROUND OR AIRCRAFT-CARRIER-DECK INSTALLATIONS SPECIALLY ADAPTED FOR USE IN CONNECTION WITH AIRCRAFT; DESIGNING, MANUFACTURING, ASSEMBLING, CLEANING, MAINTAINING OR REPAIRING AIRCRAFT, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; HANDLING, TRANSPORTING, TESTING OR INSPECTING AIRCRAFT COMPONENTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B64F1/00Ground or aircraft-carrier-deck installations
    • B64F1/12Ground or aircraft-carrier-deck installations for anchoring aircraft
    • B64F1/14Towers or masts for mooring airships or balloons

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Lift-Guide Devices, And Elevator Ropes And Cables (AREA)

Description

  • Ankermast und Verankerungsvorrichtung für Luftschiffe. Patentiert im Deutschen Reiche vom 17.-August 1921 ab. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom a. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in England vom $o. Januar 192,1 beansprucht. Die Erfindung bezieht sich auf einen Ankermast und eine Verankerungsvorrichtung für Luftschiffe, die am Bug mit einem Fitting versehen sind, welcher mit einem nachgiebig am Mastkopf gelagerten Ankerfitting mittels eines Ankerkabels gekuppelt wird.
  • Gemäß der Erfindung wird das Luftschiff an einem Fitting verankert, der an einem Schwenkarm sitzt, welcher seinerseits an der Spitze des Mastkopfes gelagert ist. Diese Lagerung ist so eingerichtet, daß der Fitting eine allseitig freie Bewegung ausführen und beliebige Winkellagen innerhalb gewisser Grenzen in jeder senkrechten Ebene einnehmen kann.
  • Wenn das Luftschiff zum Mast eingeholt wird, gelangt die Spitze nicht direkt auf einem geraden oder geneigten Wege innerhalb einer senkrechten Ebene zum Oberteil des Mastes; es findet gewöhnlich je nach den Umständen eine mehr oder weniger heftige Schwingung in einer Ebene statt, die zum Annäherungsweg senkrecht liegt. Diese Schwingung wird um so heftiger sein, je kürzer das Einholseil wird, und es ist praktisch unmöglich, die Schiffsspitze zu einem ortsfesten Punkte zu bringen. Bei einem beweglichen Arm ist dieser Punkt jedoch nicht fest, da der Arm den Drehungen der Schiffsspitze nachgibt und folgt. Sobald die Kupplungsteile in Eingriff gelangen, werden diese Schwingungen durch die Zentriervorrichtung des beweglichen Armes gedämpft.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Abb. z teils eine Ansicht, teils einen Schnitt des oberen Ankermastendes, Abb. a einen senkrechten Schnitt durch den Mastfitting, Abb. 3 eine Aufsicht auf die Plattform mit der besonderen Zentrieranordnung für den Schwenkarm. Der Mast i ist als Gitterträger gebaut und an seinem oberen Ende mit einem Fuß 2 aus Stahlplatten versehen. Der obere Teil des Fußes ist konisch ausgebildet, während sein unterer Teil von einer runden Plattform 3 umgeben ist. Letztere kann vom Boden aus mittels einer am Mast befindlichen Leiter und einer kurzen Außenleiter erreicht werden. Die kurze Leiter verbindet die obere Plattform mit einer etwas tieferen, im Gitterwerk des Mastes befestigten Plattform. Der obere Teil des Fußes ist mit einem kardanischen Ringpaar ¢, 5 ausgerüstet. Der innere Ring 5 trägt ungefähr in der Mitte einen aus den beiden Rohren 6 und 7 bestehenden, teleskopartig verschiebbaren Schwenkarm. Das Rohr 7 wird zu dem Rohr 6 in der normalen Lage durch eine starke Schraubenfeder 8 nach außen gestreckt, die innerhalb der Rohre untergebracht ist. Unter Federwirkung stehende Klinken 9 kommen mit einem Band am unteren Ende des inneren Rohres 7 in Eingriff, um zu verhindern, daß letzteres durch die Feder 8 aus dem äußeren Rohr 6 herausgedrückt werden kann, während ein Ineinanderschieben der Rohre möglich ist. Der aus den beiden Rohren 6 und 7 bestehende Schwenkarm kann aus irgend einer Schräglage in die senkrechte Stellung durch vier Drahtseile gebracht werden, die an ölen i i am unteren Ende des Rohres 6 innerhalb des Fußes 2 befestigt sind. Diese Drahtseile laufen über wagerechte Führungsrollen 13 und werden dann über senkrechte nebeneinanderliegende Rollen 12 zu einer gemeinsamen Öse 1¢ geführt, an welcher der Haken eines Differentialflaschenzuges 15 befestigt ist. Der andere Haken des Flaschenzuges ist an einem festliegenden Punkt des Mastes befestigt, so daß durch Betätigung der Kette 16 des Flaschenzuges sämtliche vier Zentrierseile i o gleichzeitig angezogen werden können, um den Schwenkarm in die senkrechte Stellung zu bringen, während beim Nachlassen des Seilzuges das Rohr irgendeine beliebige Schräglage einnimmt.
  • Das obere Ende des Rohres 7 ist mit einem Hohlkonus 17 ausgerüstet, der an seinem unteren Ende mit einem Flansch versehen ist, und durch Bolzen an einem entsprechenden Flansch des Rohres 18 befestigt werden kann, welches sich in dem Spurzapfenkugellager 19 und in den Lagern 2o innerhalb des Rohres 7 frei drehen kann.
  • An der Spitze des Luftschiffes befindet sich ein kurzer, wagerechter Ausleger 21, der sich frei um die Längsachse des Schiffes drehen kann und an welchem ein Konus 22 angelenkt ist, dessen Konizität derjenigen des Hohlkonus 17 am Mastkopf entspricht. Durch die drehbare Anordnung des Auslegers 21 kann sich das am Schwenkarm verankerte Luftschiff am eine Längsachse drehen, ohne daß der Schwenkarm durch diese Bewegung beansprucht wird. Der Ausleger ist ferner mit einer Seilscheibe 23 ausgerüstet, über welche ein Drahtseil24 läuft, das vom Luftschiff aus nach unten durch die Achse des Konus 22 geht. Mittels dieses Seiles wird der Konus am Luftschiff in den Hohlkonus des Mastkopfes bei der Landung hineingezogen, nachdem das durch den Schwenkarm laufende Einholseil mit dem Luftschiffseil gekuppelt worden ist. Wenn ein Luftschiff landen will, wird eine beträchtliche Länge des Einholseiles aus dem Schwenkarm ausgelegt und leewärts des Mastes auf den Boden gebracht, wobei der Schwenkarm ebenfalls nach dieser Seite geneigt wird. Wenn das Luftschiff ungefähr die Landungsstelle erreicht hat, dann wird das Drahtseil 24 von der Spitze des Luftschiffes heruntergelassen und mit dem Einholseil durch eine geeignete Kupplung verbunden. Alsdann steigt das Luftschiff durch Auswerfen von Ballast, hebt das Einholseil vom Boden hoch und wird dann durch eine Winde mittels des durch den Schwenkarm laufenden Seiles eingeholt, bis der Konus 22 in den Hohlkonus 17 hineingezogen worden ist. In dieser Stellung wird der Konus 22 durch unter Federwirkung stehende Klinken 25 im Konus 17 festgehalten, in dessen Wandung sich dieselben befinden. Die Stoßwirkung beim Eingreifen des Konus 22 mit dem Konus 17 oder die Möglichkeit, das Seil zu weit aufzuwinden, wird durch die teleskopartige Anordnung der beiden Rohre 6 und 7 gemildert, da bei einem derartigen Vorgang die Feder 8 innerhalb des Schwenkarmes zusammengedrückt wird. Das Einholen wird zweckmäßig durch eine Winde fortgesetzt, bis das innere Rohr 7 so weit in das Rohr 6 geschoben worden ist, daß die Klinken 9 hinter den Bund 26 greifen. Der Schwenkarm wird dann durch die Zentrierseile i o in seine senkrechte Stellung gebracht und in dieser Stellung durch radiale Stützstangen 27, die zwischen das untere Ende des Rohres 7 und die Basis des Fußes 2 gesteckt werden, festgehalten. Nach Landung des Luftschiffes befindet sich also der Schwenkarm in der zentralen Lage, die in Abb. i gestrichelt angedeutet ist, wobei die Klinken 9 hinter den Bund 26 greifen. Nunmehr wird das lange schwere Drahtseil 2:f von dem Einholseil der Winde gelöst und an Bord des Luftschiffes eingeholt, so daß letzteres nur durch die Kupplung der Kegel 22 und 17 mittels der Klinken 25 festgehalten wird. Ein verhältnismäßig kurzes, leichtes Drahtseil 28, das durch einen Haken an der Spitze des Luftschiffes in gewöhnlicher Weise angebracht ist, wird sodann innerhalb der Haltekegel 22 rund 17 und des Schwenkarmes 6, 7 herabgelassen und an dem Spannschloß 29 mittels eines Schäkels zga befestigt.
  • Um das Schiff vom Mast zu lösen, wird das Seil28 straff gespannt, so daß die auf die Klinken 25 ausgeübte Kraft aufgehoben wird und letztere zurückgezogen werden können. Da sich der Mast in seiner untersten Lage befindet, kann dies von der Plattform aus geschehen; irgendeine geeignete Einrichtung, um die Klinken 25 in der zurückgezogenen Lage zu verriegeln, z. B. dadurch, daß man durch eine Teildrehung einen Vorsprung an der eingezogenen Klinke gegen einen Anschlag bringt, gibt den Konus 22 frei, ,so daß sein, Zurückziehen ermöglicht wird, sobald das Halteseil28 abgeworfen ist. Das Luftschiff ist alsdann vollständig von dem Landungsmast gelöst.
  • Wenn das Luftschiff freigemacht und aufgestiegen ist, wird ein mit einem Fitting 30 verzenenes Seil 31 durch den Konus 17 und den Schwenkarm 6, 7 herabgelassen und an der Winde befestigt; dies geschieht von der Plattform des Mastes aus. Wenn dieses Seil gespannt wird, werden die Klinken 9 - aus ihrem Eingriff mit dem Bund 26 zurückgezogen und das Seil31 allmählich losgelassen, bis der Schwenkarm seine vollständige Ausdehnung erreicht hat, wie in Abb. i ausgezogen dargestellt. Das Sei131 wird dann von der Winde gelöst und zurückgezogen, wobei es mittels eines Seiles, das am oberen Teil des Fittings 3o befestigt ist (Abb. 2), auf die Plattform eingeholt wird. Darauf werden die Streben oder Stützstangen 27 entfernt, .so daß der Schwenkarm nur durch die Zentrierseile io in senkrechter Lage gehalten wird. Dadurch ist der Mast wieder in Bereitschaft für die Landung eines anderen Luftschiffes, wobei natürlich die Klinken 25 vorher in ihre normale Eingriffslage zurückgebracht .sein müssen.
  • Anstatt von der Spannung auf das Landungsseil24 abhängig zu sein, um selbsttätig eine aufrichtende Wirkung auf den Schwenkarm auszuüben, zu welchem Zweck das Kabel zwischen Rollen 32, die senkrecht unter dem Stützmittelpunkt des Armes liegen, geführt wird, kann eine federnde oder nachgiebige, zum Aufrichten dienende Vorrichtung am unteren Ende des Armes angeordnet sein. Um das Ineinandergreifen der beiden Haltekegel zu erleichtern, kann der Scheitelwinkel des äußeren größer als der des inneren Kegels ausgeführt werden.

Claims (7)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Ankermast und Verankerungsvorrichtung für Luftschiffe, gekennzeichnet durch einen am Luftschiff angebrachten Landungsfitting, der mit einem am Mastkopf befindlichen Gegenstück gekuppelt wird, wobei das am Mastkopf befindliche Kupplungsstück auf einem Schwenkarm sitzt, der, frei beweglich am Mastkopf gelagert, in jeder beliebigen senkrechten Ebene eine Kippbewegung ausführen kann.
  2. 2. Ankermast nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsstücke oder Fittings aus einem Kupplungskonus am Luftschiff und aus einem Hohlkonus am Schwenkarm oder umgekehrt bestehen.
  3. 3. Ankermast nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm teleskopartig ausgebildet ist und in der normalen Lage durch die Wirkung von Federn o. dgl. ausgestreckt wird.
  4. 4. Ankermast nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm für Landungszwecke teleskopartig durch Aufwinden des Einholseiles in sich verschoben und durch unter Federwirkung stehende Klinken verriegelt wird.
  5. 5. Ankermast nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm mit Seilen oder anderen Einrichtungen in Verbindung steht, um ihn nach dem Landen des Luftschiffes zu zentrieren öder .senkrecht zu stellen.
  6. 6. Ankermast nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Konuskupplungsstücke mit Verriegelungsvorrichtungen versehen sind, um sie in gekuppeltem Zustande zu halten, nachdem das Einholseil abgeworfen ist.
  7. 7. Ankermast nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß -das Konuskupplungsstück (17) am Mastkopf achsial beweglich auf dem Schwenkarm und gleichzeitig um die Achse desselben drehbar gelagert ist. B. Ankermast nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das am Luftschiff sitzende -Kupplungsstück in zwei zueinander senkrechten Ebenen ausschwingen kann.
DES57287D 1921-01-20 1921-08-17 Ankermast und Verankerungsvorrichtung fuer Luftschiffe Expired DE400367C (de)

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