DE39879C - Maschine zum automatischen Ordnen verschiedenfarbiger Florfadenstücke nach Maafsgabe eines herzustellenden Musters für Smyrna-Teppiche und andere Plüschgewebe - Google Patents

Maschine zum automatischen Ordnen verschiedenfarbiger Florfadenstücke nach Maafsgabe eines herzustellenden Musters für Smyrna-Teppiche und andere Plüschgewebe

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DE39879C
DE39879C DENDAT39879D DE39879DA DE39879C DE 39879 C DE39879 C DE 39879C DE NDAT39879 D DENDAT39879 D DE NDAT39879D DE 39879D A DE39879D A DE 39879DA DE 39879 C DE39879 C DE 39879C
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DE
Germany
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machine
pattern
carpets
smyrna
produced
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Expired - Lifetime
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DENDAT39879D
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English (en)
Original Assignee
B. NEUBAUER in Plauen i. V
Publication of DE39879C publication Critical patent/DE39879C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D39/00Pile-fabric looms
    • D03D39/02Axminster looms, i.e. wherein pile tufts are inserted during weaving

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
BRUNO NEUBAUER in PLAUEN i. V.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. December 1886 ab.
Bei der Teppichfabrikation, hauptsächlich bei geknüpften Teppichen ist es sehr wesentlich, dafs die zu verarbeitenden Fäden beim Abschneiden von den Spulen schon nach'Mafsgabe des Musters, nach welchem der Teppich hergestellt werden soll, angeordnet sind. Dieses Ordnen der farbigen Fadenabschnitte von Hand ist äufserst zeitraubend.
Um in dieser Beziehung eine ganz bedeutende Erleichterung zu schaffen, ist die in Fig. 1 bis 11 dargestellte Einrichtung construirt worden.
Die Wirkung dieser Einrichtung beruht im wesentlichen darauf, dafs durch ein ähnlich der Jacquard-Karte wirkendes Stiftbrett eine Anzahl die Fadenenden tragender Düsen bewegt wird, so dafs dieselben mit gewissen Fadenfarben, gemäfs dem Muster, in eine horizontale Reihe zu liegen kommen und in solcher Lage durch besondere Fadenzangen die Fäden durch Fädelröhrchen hindurchgezogen und in geeigneter Länge abgeschnitten werden.
Dieser Vorgang wird ausgeführt mit Hülfe folgender specieller Mechanismen.
Auf Blatt I ist Fig. 1 eine Seitenansicht der Maschine, während Fig. 2 einen Horizontalschnitt und Fig. 3 einen Verticalschnitt durch die Maschine darstellt.
Die von den Garnspulen A ablaufenden Fäden werden nach den Düsenträgern B geleitet, von welchen jeder so viel über einander sitzende Düsen α trägt, als Farben verarbeitet werden sollen. Die Düsenträger sind in senkrechter Richtung verschiebbar, und zwar geschieht diese Bewegung durch eine Schiehe b, welche auf eine Reihe Stifte d wirkt, welche gemäfs der Gruppirung der Farben verschiedene Längen haben. Die Stifte d haben den Zweck, die Düsenträger mehr oder weniger hoch zu heben, je nachdem die eine oder andere Fadenfarbe vor die Zangenreihe D geführt werden soll. Die Stifte sitzen lose in einer Platte E aus Holz oder Blech und werden nach Art der Jacquard-Karte gelegt. Die Platte E ist mit einem Zahnstangen- oder einem anderen Ver-, Schiebungsmechanismus verbunden, welcher bei jeder Tour der Maschine das Vorrücken einer neuen Stiftreihe bewirkt.
Die mittelst der Stifte bewegten Dosenträger bringen je nach dem Muster die Fadenfarben vor die Nadelreihe D bezw. den Nadelwagen F und die Fädelröhrchen G. Aus den Düsen a ragt stets ein kurzes Stück Faden heraus, welches beim Ankommen der Fädelzangen D von letzten ergriffen wird, um bei Rückbewegung des Fädelnadelwagens F den Faden durch die Fädelröhrchen G hindurchzuziehen. Hierbei wirkt die Nadel eigenartig, indem das Maul e derselben bei Ankunft an der Düse geöffnet sein mufs, um vor Beginn des Rückganges vom Nadelwagen wieder geschlossen zu werden.
Das Oeffnen der Nadelmäuler geschieht durch die Wirkung der excentrisch gelagerten Druckwellen /, welche auf den Maulhebel g der Nadel wirken und das Oeffnen zur Folge haben, während das Schliefsen mittelst der Feder h, Fig. 5 und 6, geschieht. Die Bewegung der Wellen / geschieht durch die auf Scheibe H sitzende Rollenbahn z. Nach vollendetem Rück-
gang des Nadelwagens, d. h. nach stattgefundenem Durchziehen der Fäden durch die Fä'delröhrchen werden die Nadelmäuler wieder geöffnet, um den Faden frei zu lassen.
Der Gesammtvorgang beim Betriebe der Maschine ist folgender:
Die sämmtlichen Düsen der einzelnen Düsentra'ger sind mit Spulenwollfäden verbunden. Die erste Stiftreihe der Platte E befindet sich über der Treibschiene b, die mittelst Curve k gehoben wird, so dafs die Stifte nach, ihrer Länge die Düsenträger in senkrechter Richtung aufwärts schieben. Nach erfolgtem Verschieben steht eine Reihe Fäden in gewissem Farbenwechsel vor dem Nadelwagen. Letzterer ist durch Wirkung des Hebels J mit den Nadeln vor die Düsen gelangt und die Nadelmäuler sind geöffnet, um die aus den Düsen herausragenden Fadenenden zu ergreifen, festzuhalten und bei Rückbewegung des Nadelwagens in die in die Platte K eingeklemmten Fädelröhrchen G einzuziehen, worauf die Fäden von den Düsen abgeschnitten werden. Hierauf wird wieder eine neue Stiftreihe d vorgerückt und eine neue Tour beginnt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Einrichtung zum Einfädeln von bunten Fäden nach gegebenen Farbengruppirungen, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Anzahl neben einander liegender, mit verschiedenen Düsen (a) versehener, in senkrechter Richtung beweglicher Düsenträger (B), welche durch eine Reihe von Stiften (d), deren Längen von den zu gruppirenden Farben bedingt sind, derartig beeinflusst werden, dafs Düsen von verschiedenen Farben eine horizontale Reihe bilden und dieselbe vor eine Reihe mit Zangen (D) versehener Nadeln gebracht wird, welche Nadeln die Fäden aus den Düsen herausziehen und in Fädelröhrchen (G) überführen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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