DE39872C - HEILMANN'sche Kämm-Maschine - Google Patents
HEILMANN'sche Kämm-MaschineInfo
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- DE39872C DE39872C DENDAT39872D DE39872DA DE39872C DE 39872 C DE39872 C DE 39872C DE NDAT39872 D DENDAT39872 D DE NDAT39872D DE 39872D A DE39872D A DE 39872DA DE 39872 C DE39872 C DE 39872C
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Links
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G19/00—Combing machines
- D01G19/06—Details
- D01G19/14—Drawing-off and delivery apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 7 β: Spinnerei.
Die Arbeitsleistung Heilmann'scher Kämm-Maschinen wird wesentlich durch die Hin- und
Herbewegungen des Abreifsapparates beschränkt, da infolge dieser Bewegungen nicht über eine
gewisse Geschwindigkeit hinausgegangen werden kann.
Dieser Mangel wird nach vorliegender Erfindung durch einen Abreifsapparat beseitigt,
der sich im Sinne der Drehungsrichtung der Kammwalze nicht hin- und herbewegt, bei
welchem vielmehr ein Abzugscylinder (D) mit einer sich periodisch drehenden Riffelwalze (C)
und einer beweglichen, das gekämmte Faserband gegen den Abzugscylinder drückenden
Backe (O) derart zusammen arbeitet, dafs bei der Abwärtsbewegung der Backe der Abzugscylinder
sich auf einen der geriffelten Sectoren der Kämmwalze legt, wobei die Backe sich
von dem Abzugscylinder entfernt und eine Vereinigung des abgerissenen Faserbartes mit
dem gekämmten Faserbande gestattet, während bei Aufwärtsbewegung der Backe der mit dem
Faserbande vereinigte Faserbart zwischen Abzugscylinder und Backe festgehalten und der
Abzugscylinder von der Kammwalze entfernt wird, so dafs eine Auskämmung des Faserbartes
durch das folgende Kammsegment der Kammwalze eintreten kann. Der Abzugscylinder
dient hierbei gleichzeitig zum Abreifsen des Faserbartes, jedoch kann man auch einen
oder mehrere Abreifscylinder (A) zwischen dem Abzugscylinder und dem Vorstechkamm anordnen.
Der ganze Abreifsapparat ist also wesentlich einfacher, gestattet einen viel schnelleren
Gang der Maschine und ermöglicht endlich auch, die Faser.bärte je nach der Faserlänge
auf eine gröfsere oder geringere Länge mit dem Faserbande zu vereinigen.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι den Abreifsapparat in seinen wesentlichen
Theilen in Verbindung mit den übrigen Hauptorganen der Maschine, während die Fig. 2
und 3 die Theile des Apparates in zwei anderen Stellungen zeigen. Die Kammwalze mit ihren
Kammsegmenten B und geriffelten oder mit Leder überzogenen Sectoren S bietet ebensowenig
etwas Bemerkenswerthes, wie der Speiseapparat mit der Zange AiM1 und dem Vorstechkamm
F. ■' ' '
Die wesentlichen Theile des Abreifsapparates sind der Abzugscylinder D, die Backe O und
die Riffelwalze C. Die Backe O umgiebt mit einer muldenförmigen Ausdehnung den festgelagerten Riffelcylinder C und ist um dessen
Welle drehbar. Der Abzugscylinder D wird concentrisch zum Riffelcylinder C geführt, so
dafs er mit demselben stets in Berührung bleibt; durch den Einflufs eines Gewichtes oder
einer Feder wird er im Sinne des Pfeiles 1 gegen die Angriffsfläche X der Backe O geprefst,
so dafs er mit letzterer eine Zange bildet, die sich öffnet, wenn die Backe sich
im Sinne des Pfeiles 2 dreht und der Abzugscylinder D sich auf einen der Sectoren S der
Kammwalze legt, die Backe aber noch etwas weiter gedreht wird, Fig. 2.
Zwischen Abzugscylinder D und Vorstechkamm F kann man einen oder mehrere Abreifscylinder
A anordnen, welche so geführt werden, dafs sie sich dem Umfange der Kammwalze
nähern oder von derselben sich entfernen können. Dies läfst sich z. B. dadurch erreichen, dafs man die Zapfen dieser Cylinder
in radial zur Achsenmitte der Kammwalze gerichteten Schlitzen gleiten läfst und auf der
Kammwalze Curvenscheiben anordnet, gegen welche der Cylinder A durch Federn oder
Gewichte angedrückt wird. Der Riffelcylinder C erhält eine intermittirende Drehung mittelst
irgend eines geeigneten Mechanismus, z. B. mittelst eines Schaltwerkes, eines Zahnsectors,
eines Sternrades oder eines Räderwerkes, das im geeigneten Augenblick durch eine Kupplung
ein- und ausgerückt wird. Der Cylinder D wird durch Reibung von C und von dem
Sector S, mit welchem er in Berührung gebracht wird, Fig. 2, mitgenommen, woraus
folgt, dafs die Peripheriegeschwindigkeit von C mit derjenigen der Sectoren S übereinstimmen
mufs und die Dauer der Drehung von C derjenigen
Periode entspricht, während welcher D mit S in Berührung steht. Anstatt die Oberfläche
von C zu riffeln, kann dieselbe auch in anderer Weise rauh gemacht sein.
Die Backe O wird durch geeignete Mechanismen,
z. B. Zugstange P, Hebel Q. und Daumenscheiben, in schwingende Bewegung
versetzt. Es ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, dafs diese Backe um die Welle des
Cylinders C drehbar ist, vielmehr kann die Backe O auch in anderer Weise geführt werden.
Der Cylinder A wird entweder durch Reibung von S mitgenommen, oder erhält
seine Drehung durch ein besonderes Räderwerk.
Da die Einzelheiten dieser Bewegungsmechanismen mannigfach variiren können, so wird
von einer besonderen Darstellung derselben abgesehen.
Das Zusammenspiel der beschriebenen Organe ergiebt sich aus der Betrachtung einer Kämmoperation.
Das Auskämmen des von der Zange MM1
gehaltenen Faserbartes α, Fig. 1, bietet nichts Bemerkenswertb.es; während dieser Periode ist
sowohl der Abreifscylinder A als auch der Abzugscylinder D aufser Berührung mit der
Kammwalze. Der Riffelcylinder C steht still und die Backe O drückt das vorhin gekämmte
Faserband β gegen den Cylinder D. Der aus der vom Cylinder D und der Backe O gebildeten
Zange hervorhängende Faserbart wird nun zunächst bei der Weiterdrehung der Kammwalze
von dem Kammsegment B gekämmt, Fig. 3. Sobald indessen der diesem Kammsegment folgende
geriffelte Sector 5 dem Cylinder A gegenüber zu liegen kommt, senkt sich der Cylinder
A und erfafst das vordere Ende de^ aus
der Zange MM1 hervorhängenden Faserbartes a,
Fig. 2, indem er es gegen den geriffelten Sector S drückt. Infolge dessen wird bei Weiterdrehung
der Kammwalze der gekämmte Faserbart α durch den gesenkten Vorstechkamm hindurchgezogen,
während der Kämmling zurückbleibt. Gleichzeitig dreht sich auch die Backe O im
Sinne des Pfeiles 2, Fig. 1, so dafs auch der Abzugscylinder D sich auf den Sector S legt,
die Angriffsfläche X der Backe O aber sich vom Abzugscylinder D entfernt, Fig. 2. Sobald
der Cylinder D mit 5 in Berührung gekommen ist und die Backe O das Faserband β
freigegeben hat, beginnen der Riffelcylinder C sowie der Abzugscylinder D sich zu drehen,
und es erfolgt die Vereinigung des hinteren Endes des Faserbandes β mit dem vorderen
Ende des vom Cylinder A abgerissenen Faserbartes α.
Ist diese Vereinigung beendet, so wird die Backe O im Sinne des Pfeiles 3, Fig. 2, gedreht,
die Fläche X drückt das Faserband β gegen den Cylinder D, derselbe wird vom
Sector 5 abgehoben und kommt in demselben Augenblick, ebenso wie der Riffelcylinder C,
zum Stillstand. Desgleichen entfernt sich auch der Cylinder A nach Beendigung des Abreifsens
von der Kammwalze und gelangt zum Stillstand.
Beim Weiterdreben der Kammwalze wird dann das hintere Ende des von D und O gehaltenen
Fäserbandes β von dem folgenden Kammsegment B gekämmt, Fig. 3, und die
folgenden. Operationen wiederholen sich in der beschriebenen Weise.
Wenn man den Abreifscylinder A fortfallen läfst, so mufs der Cylinder D das Abreifsen
allein übernehmen und also dem Vorstechkamm F möglichst nahegebracht werden.
Da die Dauer der Drehung von C und D die Länge des aus der Zange. D O frei heraushängenden
Faserbartes einerseits und die Länge der Uebereinanderlage der einzelnen Faserbärte
andererseits bestimmt, so kann man beides, entsprechend der Faserlänge, dadurch reguliren,
dafs man die Cylinder C und D sich längere oder kürzere Zeit drehen läfst.
Die nicht speciell beschriebenen Organe der Maschine weichen von bekannten Einrichtungen
nicht ab, sie können daher beliebig gestaltet sein.
Im übrigen richten sich die Hülfsmittel zur Bewegung der Organe des neuen Abreifsapparates
nach der Anzahl der Kammsegmente der Kammwalze, und es ist klar, dafs die beschriebene
Vorrichtung sich daher auch leicht bei vorhandenen Maschinen anbringen läfst.
Claims (1)
- Da die Bewegungen der Organe des Abreifsapparates sich nur innerhalb der denkbar kleinsten Grenzen vollziehen, so kann die Maschine wesentlich schneller laufen, ohne dafs die Güte des Productes darunter leidet. Versuche mit der neuen Maschine ergaben z. B., dafs es möglich war, bis ι 50 Kämmoperationen in der Minute vorzunehmen, während man es mit den bekannten Abreifsapparaten nur auf 85 bis 100 bringen kann.Patenτ-Anspruch:Eine Heilmann'sche Kämm-Maschine, bei welcher die bisher festgehaltene Schwingbewegung des ganzen Abreifsapparates dadurch vermieden wird, dafs der abgerissene Faserbart nicht von zwei Walzen, vielmehr nur von einer, der unteren Abreifswalze (D), in Gemeinschaft mit einem schwingend beweglichen Klemmbacken (O) festgehalten wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE39872C true DE39872C (de) |
Family
ID=315467
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT39872D Expired - Lifetime DE39872C (de) | HEILMANN'sche Kämm-Maschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE39872C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2640467A1 (de) * | 1976-09-08 | 1978-03-16 | Mo Textilnyj I | Verfahren zum kaemmen von textilfasern und kaemmaschine |
-
0
- DE DENDAT39872D patent/DE39872C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2640467A1 (de) * | 1976-09-08 | 1978-03-16 | Mo Textilnyj I | Verfahren zum kaemmen von textilfasern und kaemmaschine |
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