DE397990C - Vorrichtung zum Pruefen der Luft auf entzuendbare Beimengen von Gasen, bei der das zu pruefende und komprimierte Gasgemisch in einem Behaelter zur Explosion gebracht wird - Google Patents

Vorrichtung zum Pruefen der Luft auf entzuendbare Beimengen von Gasen, bei der das zu pruefende und komprimierte Gasgemisch in einem Behaelter zur Explosion gebracht wird

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DE397990C
DE397990C DEF52623D DEF0052623D DE397990C DE 397990 C DE397990 C DE 397990C DE F52623 D DEF52623 D DE F52623D DE F0052623 D DEF0052623 D DE F0052623D DE 397990 C DE397990 C DE 397990C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N25/00Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
    • G01N25/50Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating flash-point; by investigating explosibility
    • G01N25/54Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating flash-point; by investigating explosibility by determining explosibility

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Description

  • Vorrichtung zum Prüfen der Luft auf entzündbare Beimengen von Gasen, bei der das zu prüfende und komprimierte Gasgemisch in einem Behälter zur Explosion gebracht wird. Um im Bergbau die Reviere auf Schlagwetter zu kontrollieren, wird im nachstehenden ein Anzeiger beschrieben und in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsl:eispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar ist Abb. i der Schnitt durch den Anzeiget und Abb. 2 die Ansicht von oben.
  • Der Schlagwetteranzeiger besteht aus einem Zylinder oder zylinderartigen Körper i. In dem Zylinder sind Kolben 2, 3 vorhanden. Die Kolben sind von oben und von unten in denselben hineingeschoben uni sind mit. Kolhenstangen 4, 5 an Hebel 6, 7 gelenkig angeschlossen. Die Hehe16, 7 sind mit Schlitzaugen 8, 9 zum Teil außerhalb der Zylinderwand an die Zylinder i angeschlossen. Die zweiten Enden der Hebel 6, 7 sind el:enfalls reit Schlitzaugen io, i i versehen, welche Bolzen 12, 13 umschließen, und die letzteren sind von einer Spindel 14 durchdrungen. Die Spindel 14 ist mit Rechts- und Linksgewinde versehen und dreht sich in Augenlagern 15, 16, welche am Zylinder i angebracht sind. An der gegenüberliegenden Seite ist ein kleiner Zylinder 17 an den Hauptzylinder i angegossen, in welchem ein Kolben ig vorhanden ist. Desgleichen ist noch ein Stutzen 2o an den Zylinder i angegossen, an welchen ein Behälter 21 angebracht ist. Der Behälter wird von einer Kolbenstange 22 durchdrungen und finit einem Flansch 23 abgedichtet.
  • Der Arbeitsvorgang ist folgender: Der Schlagwetteranzeiger wird auf den Fuß, welcher von dem unteren Abschnitt des Zylinders i gebildet ist und nach unten etwas breiter ist, auf einen Körper, welcher ziemlich plan ist, aufgesetzt. Die im Revier vorhandenen Schlagwetter gelangen in das Innere des Zylinders i durch Öffnungen 24, durchziehen den Zylinder in seiner Höhe und gelangen durch Öffnungen 25 aus dem Zylinder ins Freie. Über die Öffnungen 24 ist ein Schirm 35 um den ganzen Umfang des Zylinders gelegt, damit ein größeres Quantum Schlagwetter durch das Innere des Zylinders strömt. Durch den Schirm 35 wird ein schnelleres Entleeren des Zylinders i von den Schlagwettern erreicht, in dein die gesamte Grubengasanzeigevorrichtung auf und nieder bewegt wird.
  • Wird nun angenommen, daß Schlagwetter vorhanden sind, so wird an einem Handrädchen 26 gedreht, so daß die Hebel etwa parallel zueinander stehen; es werden dann auch die Kolben 23 die Öffnungen oben und unten gleichzeitig schließen. Der Prüfer dreht an einem Rad 27, welches auf einer Welle 28 sitzt. Im Innern des Zylinders i sitzt auf der Welle 28 eiri kleines Rädchen 29, das am Umfang mit vielen scharfen Einschnitten versehen ist. Unter dem kleinen Rädchen 29 ist ein Röhrchen 30 vorgesehen, welches die Zylinderwand ebenfalls mit einem kurzen Stutzen von innen durchdringt und außen am Zylinder i angeschraubt ist. In dein Röhrchen ist ein Feuerstein 31, der mit einer kleinen Feder belastet ist und den Stein iinilier gegen das Rädchen schiebt, so daß beim Drehen an dein Rädchen 29 ein Funken erzeugt wird (ähnlich den bekannten Feuerzeugen). Die Funken werden die in dem Zylinder abgeschlossenen Schlagwetter zur Entzündung bringen, so daß man ohne weiteres feststellen kann, daß in dein betreffenden Abschnitt, in welchem sich der Anzeiger aufgehalten hat, Schlagwetter befinden. Damit man auch jederzeit feststellen kann, daß ein Funken erzeugt wird, ist etwa in der entgegengesetzten Seite der Funkenerzeugungsstelle in der Zylinderwand ein kleiner Glaskörper 32 eingefügt, durch welchen man beobachten kann, ob ein Funken erzeugt ist. plan dreht dann einfach so lange an dem Rad 27, bis der Funke zu sehen ist. Ist nun die Explosion in dem Zylinder i erfolgt, so wird der Kolben i9 aus dem Zylinder 17 nach außen gedrängt, etwa so weit, bis die Öffnungen 33 frei sind, so daß die Explosionsreste durch dieselben entweichen können und von der firn Behälter vorhandenen Flüssigkeit (etwa Wasser) unschädlich gemächt werden. Um einen Überdruck in dem Behälter durch die Explosion zu begegnen, wird ein freier Raum 36 gelassen, so daß die Flüssigkeitsmenge in dein Behälter verdünnt werden kann. Als «eitere Sicherheit wird in dein Teil vom Behälter 2i, welcher nach oben steht, eine Öffnung 37 vorgesehen, so daß ein Teil von der Flüssigkeitsmenge evtl. herausgedrängt werden kann. Mit dem Anzeiger kann man auch die Menge der Schlagwetter feststellen, indem am Zylinder i eine Skala 38 etwa mit Millimetereinteilung angebracht wird, an welcher ein Zeiger 39 durch die Bewegung des Hebels 6 geführt wird, so daß beispielsweise bei 5 mm Verdichtung die Explosion ausbleibt, dagegen bei io min die Explosion infolge der größeren Dichte der Schlagwetter erfolgt.
  • Nach erfolgter Explosion kann die Kolbenstange 22 entweder von Hand aus oder der besseren Handhabung halber mit einer Schraubenfeder, welche auf die Kolbenstange 22 gelegt wird, zurückgedrängt werden, damit die Flüssigkeit in das Innere des Hauptzylinders i nicht eindringt bzw. ein neues Nachfüllen vermieden wird.
  • Der Schlagwetteranzeiger kann wie eine Bergmannslampe getragen werden, er kann aber auch leicht an der Bergmannslampe angebracht werden.
  • Die Erfindung unterscheidet sich von den bekannten Einrichtungen dieser Art im wesentlichen darin, daß durch die gegenläufige Bewegung der Kolben 2, 3 zum Abschließen bzw. Öffnen der Kanäle 24, 25 in dem Zylinder i eine besondere Vorrichtung außer einer Spindel 14 zur Betätigung der Kolben 2, 3 nicht erforderlich ist. Es wird liier angenommen, daß an die schon schweren elektrischen Grubenlampen die vorliegende Prüfvorrichtung in verjüngtem Maßstabe angebracht wird, so daß die Lampen nur um ein geringes schwerer werden, indem der Hauptzylinder i in Form einer Patrone an dem Sockel der Lampe auf geeignete Art angebracht wird und die Grubenluft von jedem Bergmann ohne nennenswerten Zeitverlust geprüft wird. Mit dieser Grubengasanzeigevorrichtung ist der Bergmann in der Lage, die Luft bei jeder Dichte zu prüfen. Wird beispielsweise an dem Handrad 26 die Spindel 14 nur ein oder zweimal gedreht, so verschieben sich die Kolben 2, 3 nur um ein Geringesgegeneinander, und zwar eben nur um so y iel, daß die Kolben 2, 3 die Kanäle 24, 25 abschließen. In diesem Falle wird die Luft nur sehr gering oder gar nicht komprimiert. Der Bergmann dreht jetzt an dem Rad 27 einer Funkenerzeugungsstelle und beobachtet durch das Bullauge 32 den Funken, und es wird bei der geringen Kompression kaum eine Explosion erfolgen. In diesem Falle dreht man an dem Handrad 26 weiter, so daß die gegenläufigen Kolben 2, 3 dichter zusammenrücken und die Luft stärker komprimiert wird. Man dreht wiederholt an dem Rad 27 und beobachtet den Funken im Zylinder i. Ist hierbei eine Explosion erfolgt, so bleiben die durch die Spindel 14 gekuppelten Kolben 2, 3 in der augenblicklichen Lage im Zylinder i stehen, so daß nur der Kolben i9 in dem Nebenzylinder 17 verschoben wird, und zwar nur so weit, bis die Kanäle 33 freigelegt werden. Es wird hierbei ganz besonders Wert darauf gelegt, daß die Explosionsreste, die durch die Kanäle 33 strömen, nicht direkt ins Freie gelangen, wie es bei den schon bekannten Vorrichtungen der Fall ist, sondern die Feuerreste werden nach der Explosion von den Kanälen 33, welche nach unten münden, in einen Behälter 21, welcher mit Wasser 34 zum Teil gefüllt ist, geleitet, so daß die Feuerreste restlos gelöscht werden und nur als gefahrloser Rauch evtl. durch den Trichter 37 ins Freie abwandern.
  • Die gegenläufigen Kolben 2, 3 sind aus dem Grunde durch die Spindel 14 gekuppelt, damit jegliche Kompressions- bzw. Ansaugevorrichtungen für die zu prüfende Luft überflüssig werden, wodurch Material und Gewicht gespart wird. Die Pumpen werden hierbei dadurch ersetzt, daß in dem Zylinder i um den ganzen Umfang kleine Löcher gebohrt sind, so daß die so hergestellten Kanäle 25 schräg von oben außen nach innen unten und die Kanäle 2q. von unten außen nach innen oben unter dem Schirm 35 verlaufen. Schiebt man durch irgendein Hilfsmittel die Kolben 2, 3 zusammen, so hat man ein Quantum Luft eingefangen. Die Menge der Schlagwetter wird hierbei nicht an dem Ausschlag des Kolbens i9 während der Explosion gemessen, sondern an der Höhe der Kompression, die zur Explosion geführt hat. Man merkt sich die Stellung des Zeigers 39 an der Skala 38 bei ganz geringer Kompression. Desgleichen merkt man sich die Stellung des Zeigers 39 an der Skala 38 bei hoher Kompression und wiederholt das Zünden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Prüfen der Luft auf entzündbare Beimengen von Gasen, bei -der das zu prüfende und komprimierte Gasgemisch in einem Behälter zur Explosion gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Zylinder (i) mit Schrägschlitzen (24, 25), die ein leichtes Ansaugen und Entweichenlassen des Gasgemisches ermöglichen, zwei mittels einer Spindel (14) gegeneinander verschiebbare und durch einen Zeiger (39) einstellbare Kolben (2,3) derart angeordnet sind, daß durch sie (2, 3) nach Abschließung der Schrägschlitze (24, 25) die Kompression des Gasgemisches ermöglicht wird, deren zu beobachtende Explosionswirkung nach Entzündung (z. B. mittels eines- Feuerzeuges 29-31) auf einen dritten in einem Nebenzylinder (17) angeordneten Kolben (i9) übertragen wird, von wo aus etwa noch vorhandene gefährliche Explosionsreste in einen mit Flüssigkeit gefüllten Behälter (21) abgelassen werden.
DEF52623D 1922-09-23 1922-09-23 Vorrichtung zum Pruefen der Luft auf entzuendbare Beimengen von Gasen, bei der das zu pruefende und komprimierte Gasgemisch in einem Behaelter zur Explosion gebracht wird Expired DE397990C (de)

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