DE397272C - Verfahren zum Doppeln oder Falten von Metallplatten - Google Patents
Verfahren zum Doppeln oder Falten von MetallplattenInfo
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- DE397272C DE397272C DET26389D DET0026389D DE397272C DE 397272 C DE397272 C DE 397272C DE T26389 D DET26389 D DE T26389D DE T0026389 D DET0026389 D DE T0026389D DE 397272 C DE397272 C DE 397272C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D39/00—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders
- B21D39/02—Application of procedures in order to connect objects or parts, e.g. coating with sheet metal otherwise than by plating; Tube expanders of sheet metal by folding, e.g. connecting edges of a sheet to form a cylinder
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Doppeln oder Falten
von Metallplatten.
Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß das Werkstück an zwei
gegenüberliegenden Kanten einem dauernden Druck in der Längsrichtung ausgesetzt wird,
wobei die beiden Kanten während des Doppeins in derselben horizontalen Ebene gehalten werden,
ίο derart, daß das Werkstück zunächst gebogen
und dann doppelt geschlagen wird.
Nach dem Falten wird das Werkstück senkrecht nach oben zwischen ein Paar von Walzen
geführt, deren Berührungslinie senkrecht über der Faltstelle des Bleches liegt.
Die Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung enthält zur
Ausübung des auf die gegenüberliegenden Kanten des Werkstückes wirkenden Längsdruckes
einen beweglichen Block o. dgl., der mit einem feststehenden Teile der Einrichtung,
etwa dem Maschinenständer, zusammenwirkt, indem er gegen diesen beispielsweise durch
eine endlose Kette bewegt wird, wobei die Enden des Werkstückes während des Doppeins
auf Platten ruhen und gegen Verbiegen in der Querrichtung durch einstellbare seitliche
Anschläge gesichert werden.
Die Zeichnung stellt eine Ausführungsform einer zur Ausübung des Verfahrens gemäß
der Erfindung geeigneten Einrichtung dar. Abb. ι ist eine Draufsicht, Abb. 2 ein Längsschnitt
nach Linie 2-2 der Abb. 1, und Abb. 3 zeigt in kleinerem Maßstabe Einzelheiten der
Einrichtung.
Zur Lagerung der verschiedenen Wellen und anderen Teile der Einrichtung sind Endständer
α vorgesehen, die an ihren oberen und unteren Enden durch Paare von Stangen b
verbunden sind, die in seitlichen Augen a1 an
den Ständern α befestigt sind (Abb. 3). Zwischen den Ständern ist ein Druckkörper c beweglich
gelagert, bei dessen Bewegung in der einen Richtung der Enddruck auf die zu faltende
Platte ausgeübt wird. Dieser Körper ist in Abb. 2 in drei verschiedenen Stellungen gezeigt,
und zwar in der Anfangsstellung mit gestrichelten Linien an der linken Seite der
Maschine, in einer Zwischenstellung in ausgezogenen Linien und in der Endstellung, die
er einnimmt, wenn er seinen Hub in der Arbeitsrichtung beendet hat, und die an der
rechten Seite der Maschine mit strichpunktierten Linien angedeutet ist.
Der Druckkörper c wird durch seitlich vorstehende Arme c1 geführt, an deren oberen
Enden (Abb. 3) Schienen c2 mit Rollen c3 befestigt sind, welche auf Längsschienen d laufen,
die von den Augen α1 an den oberen Enden der Ständer α gehalten werden. Die Arme c1
sind zur Sicherung einer weiteren Führung und eines ruhigen Ganges das Druckkörpers c
an den oberen und unteren Enden mit Rollen c4
versehen, welche auf vertikalen Achsen angeordnet sind und sich an den Längsverbindungsstangen
b führen.
Der Druckkörper c kann z. B. durch einen hydraulischen Kolben in Bewegung gesetzt
werden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiele sind zwei endlose Ketten e zu diesem
Zweck angenommen, an denen die zugehörigen Enden eines Querzapfens f befestigt sind, die
durch Führungsschlitze c:> an der hinteren Seite des Druckkörpers c gehen. Die Ketten e
bewegen sich über Kettenräder g, gl, die auf Achsen A, h1 gelagert sind von denen die
Achse h der Räder g Stirnräder i trägt, welche in Stirnräder k auf der Querwelle m eingreifen,
die durch die Riemenscheibe m1 angetrieben
wird. Diese Riemenscheibe wird im einen oder anderen Sinne gedreht, um die Bewegung
des Druckgliedes c im einen oder anderen Sinne zu bewirken.
Die zu faltende Platte ist mit X bezeichnet und wird einer Plattform zugeführt, welche
aus zwei oder mehr Schienen ti, n1 (Abb. 3)
besteht, die horizontal zwischen den Ständern a angeordnet sind und in solchem Abstand voneinander
liegen, daß das Druckglied zwischen ihnen durchgehen kann.
Die Schiene η besitzt eine nach oben gerichtete Schiene m2, welche als Anschlag zum
Einstellen der Längskante der Platte dient, während die Schiene n1 eine gekrümmte Führungsplatte
ns trägt, über welche sich die andere Kante der Platte auf die Plattform
bewegt. Der Abstand zwischen den Teilen «2
und w3 ist annähernd gleich der Breite der
Platte X, so daß diese Teile die Seitenbewegung der Platten oder Bleche während des
Faltens derselben nach Möglichkeit verhindern. Die Platten können auf die Plattform unmittelbar
von Hand gelegt werden oder einzeln und selbsttätig bzw. von Hand auf die endlosen
Förderketten 0, welche einen Zapfen o1 tragen, an welchem Finger oder Zinken p befestigt
sind, um die Kante der Platte zu erfassen. Diese Zinken oder Finger besitzen Gegengewichte p1, um sie in der richtigen
Lage zum Erfassen der Platte X zu halten.
Eine Platte X ist in Abb. 1 und 3 auf den Förderketten 0 gezeigt und in Abb. 3 in gestrichelten
Linien in dem Augenblick, wo sie auf die Plattform rutscht.
Die Plattform n1 und die Führung n3 sind
mit Schlitzen für den Durchlaß der Finger p versehen. Befindet sich die Platte auf der
Plattform in Stellung, so geraten die Finger bei der dauernden Drehung der Förderketten
schließlich außer Eingriff mit der Platte und bewegen sich zurück in die Stellung, in
welcher sie die nächstfolgende Platte erfassen, um sie der Plattform der Maschine
zuzuführen.
Die Platte X ist in Abb. 2 gestrichelt in der Stellung gezeigt, die sie auf der Plattform
n, n1 einnimmt, wenn der Druckkörper c sich in seiner Anfangsstelluug befindet, die
an der linken Seite der Maschine in gestrichelten Linien angedeutet ist.
Bei der Vorwärtsbewegung des Druckkörpers c wird die vordere und hintere Kante
der Platte mit dem Druckkörper bzw. dem hinteren festen Ständer a in Berührung gebracht.
Während diese Kanten der Platte in Berührung mit der Plattfo m bleiben oder
durch besondere einstellbare Halter an dem Druckkörper gehalten werden, wird die Platte
immer mehr gebogen, wie sich aus Abb. 2 ergibt, wo die Platte in dieser Lage mit λ*1 no
bezeichnet ist. Diese gebogene Lage nimmt die Platte ein, wenn das Druckglied c sich
in einer Mittelstellung befindet. Hat der Teil c seinen Vorwärtshub vollendet, so nimmt die
Platte die Stellung X2 der Abb. 2 ein, in welcher sie zwischen dem Druckglied c und
dem hinteren Ständer α vollständig doppelt geschlagen ist. Um den Knick der Platte zu
vervollständigen und ihre Überführung von der Maschine nach einer anderen Stelle zu
erleichtern, ist oberhalb des Ständers α ein Paar Querwalzen r angeordnet, deren Be-
rührungslinie (Abb. 2) senkrecht oder nahezu senkrecht über der doppelt geschlagenen Kante
der Platte liegt.
Die Platte wird zwischen die Walzen durch hakenförmige Arme s auf einer Stange s1 gehoben,
die unter der Unterkante der Platte liegt und durch die Schubstange t einer Kurbel
t1 betätigt wird. Die Stange s1 wird beim
Heben und Senken durch die vertikalen Stangen s2 geführt, die in Augen ss der Maschine
gleiten. Die Welle der Kurbel tl wird durch ein Stirnradgetriebe von der Welle des
Kettenrades u aus angetrieben, dessen Kette ν an dem Druckgliede c befestigt ist und sich
daher mit diesem bewegt. Das Kettenrad ist so ausgebildet, daß es sich auf seiner Achse
frei drehen kann, und zwar bei der Vorwärtsbewegung des Druckkörpers, während es sich
mit seiner Welle kuppelt, wenn die Kette in der entgegengesetzten Richtung bei der Umkehrbewegung
des Druckgliedes sich dreht. Mit anderen Worten, die Kurbel tx und die
Kurbelstange t werden nur beim Rückwärtshub des Gliedes c betätigt und haben dann die gefaltete
Platte in den Zwischenraum zwischen den beiden Walzen r, von denen sie auf ein
Band oder eine andere Fördervorrichtung gelangt, um einer Schere oder einem Ofen oder
einer anderen Verwendungsstelle zugeführt zu werden.
Eine der beiden Walzen r wird von einem Kettenrade auf der Welle m. durch eine Kette w
angetrieben.
Um die Platte in einer senkrechten Stellung zu halten, wenn das Druckglied c beim Rückwärtshub
davon entfernt ist, ist ein Paar Greifarme y vorgesehen, die bei y1 in Ausnehmungen
der Platte a2 angelenkt sind, so daß sie sich in einer horizontalen Ebene drehen
können. Die durch die Ausnehmung nach der Hinterseite der Platte vorragenden Enden
sind winklig abgebogen und an Stangen y2 angeschlossen, welche durch die geneigt angeordneten
Hängestangen y3 betätigt werden, um die Arme y in die zum Erfassen der Platte
geeignete Stellung zu drehen. Dies erfolgt durch die Stange s1, welche beim Beginn des
Rückwärtshubes des Druckkörpers c durch die Kurbelstange t angehoben wird und dann an
der geneigten Stange y3 entlanggleitet.
Die Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ist selbstverständlich nicht an die
auf der Zeichnung dargestellte Einrichtung gebunden. Zum Beispiel könnte die Einrichtung
zum Hochheben der Platte auch ersetzt werden durch eine solche mit Exzenteroder Hubseheibenantrieb. Auch könnte, wie
bereits eingangs erwähnt, das Druckglied durch hydraulischen oder Dampfdruck betätigt werden.
In diesem Falle könnte die Anordnung c2, c3 entfallen. Statt eines Druckgliedes könnten
deren auch mehrere vorgesehen sein. Auch könnten zwei bewegliche Druckkörper an den
Enden des feststehenden Gestelles angebracht sein, wodurch sich die Geschwindigkeit des
Biegungsvorganges steigern ließe.
Claims (4)
1. Verfahren zum Doppeln oder Falten von Metallplatten, dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück an zwei gegenüberliegenden Kanten einem dauernden Druck in der Längsrichtung ausgesetzt wird, wobei
die beiden Kanten während des Doppeins
in derselben horizontalen Ebene gehalten werden, derart, daß das Werkstück zunächst
gebogen und dann doppelt geschlagen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück nach
dem Falten oder Doppeln senkrecht nach oben zwischen ein Paar von Walzen geführt
wird, deren Berührungslinie senkrecht über der .Faltstelle des Bleches liegt.
3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der auf die gegenüberliegenden Kanten des Werkstückes wirkende Längsdruck zwischen einem beweglichen go
Block (c) o. dgl. und einem feststehenden Teile, etwa dem Maschinenständer («), ausgeübt
wird, indem der Block (c) gegen den Ständer (a) durch eine 'Kette (e) bewegt
wird, deren Räder (g, g1) auf Achsen
(Ä, h1) angebracht sind, die von der Hauptscheibe
(m1) angetrieben werden, wobei die
Enden des Werkstückes während des Doppeins auf Platten (n, n1) ruhen und
durch einstellbare seitliche Anschläge (n2, n3)
gegen Verbiegen in der Querrichtung gesichert werden.
4. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Werkstück nach dem Doppeln durch Arme (s) o. dgl. senkrecht nach oben zwischen Walzen (r) gehoben
wird, wobei die Arme (s) von der Hauptwelle (m) aus durch einen Kettentrieb
in Übereinstimmung mit der Bewegung des Blockes (c) angetrieben werden,
während Greif arme (y) das gedoppelte Werkstück halten, wenn der Block (c) umkehrt
und die Arme (s) in Tätigkeit treten.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB397272X | 1921-03-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE397272C true DE397272C (de) | 1924-06-18 |
Family
ID=10411137
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET26389D Expired DE397272C (de) | 1921-03-24 | 1922-03-23 | Verfahren zum Doppeln oder Falten von Metallplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE397272C (de) |
-
1922
- 1922-03-23 DE DET26389D patent/DE397272C/de not_active Expired
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