DE39657C - Rotirender Dampferzeuger - Google Patents

Rotirender Dampferzeuger

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DE39657C
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DENDAT39657D
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Original Assignee
A. MUSIL, Direktor der K. u. K. Fachschule und Versuchsanstalt für Eisen- und Stahlindustrie in Steyr, Ober-Oesterreich
Publication of DE39657C publication Critical patent/DE39657C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B29/00Steam boilers of forced-flow type
    • F22B29/02Steam boilers of forced-flow type of forced-circulation type

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
ALFRED MUSIL in STEYR (Ober-Oesterreich). Rotirentler Dampferzeuger.
Patentitt im Deutschen Reiche vom 24. November 1886 ab.
Durch die Construction des den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Dampferzeugers soll die vom Brennmaterial gelieferte Wärme in möglichst rationeller Weise ausgenutzt werden, indem derselben eine grofse Heizfläche dargeboten und das zu verdampfende Wasser in Schichten von geringer Dicke über die erhitzten Metallflächen geführt wird, so dafs in kürzester Zeit und bei geringstem Kostenaufwande Dampf erzeugt werden kann. Der rotirende Dampferzeuger, an welchem sehr wenig Anschlufs- bezw. Dichtungsstellen vorhanden sind, arbeitet mit einem weit geringeren Wasserquantum als die meisten gebräuchlichen Kessel, und da überdies alle seine Theile eine der die gröfste Widerstandsfähigkeit besitzenden Formen, nämlich die Cylinder - oder Kugelform haben, so ist die Explosionsgefahr nahezu beseitigt. Der Dampferzeuger eignet sich daher besonders für Kleingewerbe - Motoren.
In beiliegender Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in Fig. 1 im Längsschnitt, in Fig. 2 im Querschnitt dargestellt.
Der Dampferzeuger besteht im wesentlichen aus einem horizontal gelagerten, um seine Längsachse drehbaren Centralrohr a, welches zum Theil mit Wasser gefüllt ist. Bei Rotation des Rohres a mit passender Umfangsgeschwindigkeit wird die innere Mantelfläche desselben constant benetzt werden und jeder Theil dieser Mantelfläche gelangt bei jeder Umdrehung des Rohres mit dem an der tiefsten Stelle verbleibenden Wasser in Berührung. Da nun das Rohr α von aufsen erhitzt wird, so bildet die ganze Rohrwandung Heizfläche.
Um diese Heizfläche zweckentsprechend zu vergröfsern und eine gezwungene Wassercirculation zu erzielen, ist das Centralrohr a von einem Schlangenrohr j umgeben, dessen Enden in das Centralrohr münden. Selbstverständlich kann man statt eines solchen Schlangenrohres auch mehrere anordnen. Das Schlangenrohr j rotirt mit dem Centralrohr und entnimmt demselben bei jeder Umdrehung bei Ci1 ein gewisses Wasserquantum, welches schraubenförmig fortgeführt und' nach so viel Umdrehungen, als das Schlangenrohr Windungen besitzt, bei ^2 in das Centralrohr zurückgeleitet wird. Das Wasser circulirt daher gezwungen nicht nur im Schlangenrohr j, sondern auch im Centralrohr α von einem Ende zum anderen.
Die Innenfläche der Rohrwindungen wird infolge der continuirlichen Rotation ebenfalls fortwährend benetzt, indem sie mit dem in den unteren Rohrtheilen fortlaufenden Wasser beständig in Berührung kommt, und es wird daher die ganze in einem Feuerungsraum liegende Mantelfläche des aus dem Centralrohr a und Schlangenrohr j gebildeten Dampferzeugers auch Heizfläche sein.
Der im Dampferzeuger gebildete Dampf wird durch ein Schlangenrohr k, welches mit einem Ende bei aB in das Rohr α, mit dem anderen bei CL1 in eine im Centralrohr angeordnete Kammer m mündet, abgeführt. Damit unter normalen Verhältnissen kein Wasser in das Dampfrohr k gelange, ist bei Ct3 ein in das Centralrohr hineinragender Rohrstutzen η angebracht.
Der Dampf, welcher, um in die Kammer m zu gelangen, das ganze mit dem Centralrohr rotirende Schlangenrohr k durchströmen mufs, wird auf diesem Wege getrocknet und strömt schliefslich aus der Kammer in durch das Rohr / in einen mit den nöthigen Sicherheitsvorrichtungen (Manometer und Sicherheitsventil) versehenen Dampfsammler.
Das Speisewasser wird dem Centralrohr a continuirlich bei d zugeführt und der Wasserspiegel im Rohr α wird constant auf derselben Höhe erhalten, indem man den Rohrstutzen η so weit in das Innere des Centralrohres hineinragen läfst, dafs die Mündung desselben bei seiner tiefsten, während der Rotation eingenommenen Stellung mit dem normalen Wasserspiegel des Centralrohres in einem Niveau liegt, denselben bei der Drehung also tangirt.
Wenn der Wasserspiegel im Centralrohr über das normale Niveau steigt, so strömt das überschüssige Wasser bei jeder Umdrehung des Dampferzeugers in den Rohrstutzen η und wird durch das Schlangenrohr k fortgeführt, wobei es infolge der Hitze dieses Rohres und des Dampfes ganz oder theilweise verdampft und schliefslich in die Kammer m und von da in den Dampfsammler gelangt. Das ,Dampfrohr k dient also gleichzeitig zur Ableitung der über dem normalen Wasserspiegel des Rohres a etwa vorhandenen Wassermenge.
Der Dampferzeuger ist, wie eingangs erwähnt, horizontal·gelagert; zur Lagerung können Laufrollen c oder beliebige passende Lager verwendet werden. Der Antrieb des Dampferzeugers kann in irgend einer bekannten Weise erfolgen. Die Umdrehungszahl hängt von der Gröfse desselben ab und ist so zu wählen, dafs die Innenfläche des Dampferzeugers stets von Wasser benetzt ist.
Der Apparat rotirt in einem Gehäuse b aus Metall oder Mauerwerk, welches vortheilhaft so eingerichtet wird, dafs durch Abheben eines Deckels oder einzelner Deckelstücke der Dampferzeuger freigelegt wird und somit bei einer Umdrehung desselben jede Stelle des Apparates untersucht werden kann. Mit dem Gehäuse steht eine beliebige Feuerungsanlage in Verbindung, deren Heizgase um den Dampferzeuger circuliren und ihn infolge seiner Rotation an allen Stellen gleichmäfsig erhitzen.
Um den Dampferzeuger innen bequem reinigen zu können, ist es vortheilhaft, die Stirnseiten des Centralrohres mit abnehmbaren Abschlufsdeckeln zu versehen und einen kleinen Putzverschlufs anzuordnen.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    i. Ein Dampferzeuger, bestehend aus einem um seine Längsachse rotirenden, theilweise mit Wasser gefüllten, von aufsen erhitzten Centralrohre a, welches von einem Schraubenrohre j oder mehreren solcher Rohre umgeben ist, dessen oder deren Enden in das Centralrohr münden, wodurch eine grofse Heizfläche und gezwungene Wassercirculation erzielt wird.
    -2. Bei Dampferzeugern der unter i. genannten Art die Anordnung eines das Centralrohr a umgebenden Schlangenrohres k, welches mit einem Ende in eine vom Centralrohre a getrennte Kammer m mündet und mit dem anderen Ende η so weit in das Innere des Centralrohres hineinragt, dafs die Mündung bei der Rotation des Dampferzeugers den normalen Wasserspiegel tangirt, so dafs sowohl der Dampf als die über dem Normalniveau stehende Wassermenge abgeführt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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