DE394697C - Gleichstromsenkschaltung fuer Nebenschluss- oder Kompoundmotoren - Google Patents
Gleichstromsenkschaltung fuer Nebenschluss- oder KompoundmotorenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
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- B66C13/18—Control systems or devices
- B66C13/22—Control systems or devices for electric drives
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- B66C13/24—Circuits for controlling the lowering of the load by DC motors
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Description
.ti.i.
Bisher wurden bei Gleichstromkranhubwerken fast ausschließlich Hauptstrommotoren benutzt,
weil sie den Vorteil haben, leichte Lasten schneller zu heben als schwere. Die hierfür
benutzten Senkschaltungen bestanden darin, daß entweder für schwere Lasten Senkbremsstellungen,
für leichte Lasten Stromstoßstellungen benutzt wurden oder in der sogenannten Senkkraftschaltung, bei der durch
ίο Widerstände, die parallel zum Anker geschaltet sind, schwere oder leichte Lasten auf denselben
Stellungen gesenkt werden können. Man hat auch eine Verbindung beider Schaltungsarten
durchgeführt, indem man auf die Senkbrems-Stellungen Senkkraftstellungen folgen ließ, die
es erlaubten, daß auch die schweren Lasten auf den Kraftstellungen gesenkt wurden. Diese
Schaltung erfordert aber viel Strom für die Fremderregung des Hauptstromfeldes. Verwendet man an Stelle von Hauptstromfeldwicklungen
ein Nebenschlußfeld, so ergibt dies den Vorteil der Rückgewinnung einer größeren beim Senken freiwerdenden Energie.
Die Verwendung von Nebenschlußmotoren ist vorwiegend für Greiferkrane geeignet, bei
denen in der Regel der volle Greiter gehoben und der leere Greifer gesenkt wird. Der Vorteil
der Geschwindigkeitssteigerung des Hauptstrommotors bei leichteren Lasten kann also
beim Heben nicht ausgenutzt werden: der mögliche Rückgewinn an Energie geht aber
in der Erregung des Hauptstromfeldes verloren, während eine Senkschaltung mit Nebenschlußmotor
Stromrückgewinnung ermöglicht. Diese ist bei Greiferkranen um so höher zu bewerten, je größer der Greiferinhalt und damit
die Motorleistung wird. Nimmt man an, daß der Greifer etwa ebensoviel wiegt wie sein Inhalt, so kann bei der bisherigen Senkkraftschaltung
mit Hauptstrommotoren keine Energie zurückgewonnen werden, während bei der Schaltung mit Nebenschlußmotoren 40 bis
50 Prozent des zum Heben des vollen Greifers erforderlichen Stromes zurückgewonnen werden
können. Der Gewinn an Energie gegenüber der Hauptstromschaltung ist um so größer, je
größer der Triebwerkswirkungsgrad ist, je mehr also der als Dynamo geschaltete Motor
die Last abbremsen muß; dtnn je größer dieses Bremsmoment ist, desto stärker muß
auch das Feld erregt werden, um trotz gesteigerter Senkgeschwindigkeit eine Funkenbildung
am Kommutator zu vermeiden.
Die Abb. 1 und 2 der Zeichnung stellen einen Vergleich der Stromverbrauchsverhältnisse
der Senkschaltungen mit Hauptstromfeld (Abb. 1) und derjenigen mit Nebenschlußfeld
(Abb. 2) dar.
Die Abb. 1 zeigt das Schaltbild der bisher übliche η Senkschaltung eines Hauptstrommotors
mit Anker a, Feld fh und Widerstand w und
die Stromverzweigung. Unter der Annahme, ! daß der leere Greifer vom Gewicht der halben
! Gesamtlast gesenkt wird und der Hubwerkswirkungsgrad 90 Prozent beträgt, daß ferner
die Motorleistung zum Heben der Vollast bei einer Betriebsspannung von 300 Volt 55 kW, entsprechend
einer Hubstromstärke von 120 Amp., beträgt, fließen im Hauptstromfeld 46 Amp.,
im Anker etwa 48 Amp. und in das Netz zurück nur 2 Amp., da der Widerstand u· für
die Erregung des Feldes den größten Teil der · freiwerdenden Energie vernichtet. Die am Anker
entwickelte E.M.K. ist hierbei 550 Volt, und der Motor erreicht eine höchste Senkgeschwindigkeit
von etwa der 1,85 fachen Hubgeschwindigkeit bei vollem Greifer.
In Abb. 2 ist die Senkschaltung mit Nebenschlußmotor in der letzten Senkstellung dargestellt
; es ergibt sich, daß bei der gleichen Felderregung der volle Ankerstrom von 48 Amp.
in das Netz zurückfließt, wovon nur etwa 3 Amp. zur Erregung des Nebenschlußfeldes
abzuziehen sind, um den Strom rückgewinn von 45 Amp. zu erhalten. Die erreichte Senkgeschwindigkeit
bei Benutzung des an Ohmzahl und Querschnitt gleichen Widerstandes ist aber bei der neuen Schaltung die 2,2 fache Vollast-Hubgeschwindigkeit,
also größer als bei der alten Schaltung. Dies liegt daran, daß die bei Abb. 1 benutzte Stufe R0-R1 zur Herabsetzung
der Feldstromstärke des Haupt-
strommotors, also für 46 Amp. ausgelegt werden
muß, während das Nebenschlußfeld zur Schwächung nur für wenige Ampere« auszulegen
ist. Dagegen wird der Widerstand R0-R1 in Abb. 2 zur Erhöhung der Anker-E.M.
K. benutzt, um den Spannungsverlust im Widerstand, der durch den Generatorstrom hervorgerufen wird, zu vergrößern.
• Die Erfindung bezweckt nun eine besondere betriebssichere und einfache Senkschaltung für Nebenschlußmotoren, bei der die volle Last auf jeder Stellung gefahrlos gesenkt werden kann und eine Drehmomentsunterbrechung vermieden ist.
• Die Erfindung bezweckt nun eine besondere betriebssichere und einfache Senkschaltung für Nebenschlußmotoren, bei der die volle Last auf jeder Stellung gefahrlos gesenkt werden kann und eine Drehmomentsunterbrechung vermieden ist.
Die bisherigen Nebenschlußsenkschaltungen dieser Art hatten den Nachteil, daß der Stromkreis
für den Anker beim Übergang von den Kurzschlußbremsstellungen zu den Nutzbremssteüungen
unterbrochen war, und daß diese
ao Drehmomentsunterbrechung zur Folge hatte,
daß der Motor eine unzulässig hohe Drehzahl annahm oder die Last abstürzte, falls der Führer
beim Schalten längere Zeit auf der Übergangsstelle, bei der ja auch die Bremse gelüftet ist,
stehen blieb. Die vorliegende Erfindung bezweckt nun eine Verbesserung dieser Nachteile
des Vorhandenen durch Hinzufügen einer Übergangsstellung, bei der der Motor in Senkkraftschaltung
geschaltet ist, d. h. der Anker in bekannter Weise über einen Widerstand am Netz liegt und zugleich mit einem Teil
des Anlaßwiderstandes einen Kurzschlußstromkreis bildet. Diese Schaltung ist aber nur auf
der Übergangsstellung von den Kurzschlußauf die Nutzbremsstellungen vorhanden, und
selbst auf dieser Übergangsstellung ist der Energieverbrauch des parallel zum Anker geschalteten
Widerstandes gering, weil der größte Teil des Anlaßwiderstandes eingeschaltet ist.
Die Abb. 3 zeigt den Stromlauf auf den verschiedenen Senkstellungen. Die Stellungen
ι bis 4 sind Bremsstellungen, bei denen der Anker α auf die Anlaßwiderstände Rg-R1
kurzgeschlossen ist. Beim Überschalten von Stellungen 4 nach 5 wird der Anker über den
Widerstand R0-R1 an das Netz gelegt und
kurz darauf die Verbindung des Widerstandes R6 mit dem Minuspol unterbrochen. Unter
Umständen kann der Netzpol auch an den Punkt A2 angeschlossen werden. Der Widerstand
r dient als Schutzwiderstand in der Übergangsstellung und gegen ein zu scharfes
Bremsen. Der Übergang von der Bremsstellung 4 auf die Stellung 5 mit Netzanschluß
für Stromrückgewinnung erfolgt ohne Drehmomentsunterbrechung.
Je nach der Senklastgröße bleibt das Nebenschlußfeld f in Stellung 5 voll erregt oder es
wird gegebenenfalls auf einer weiteren Stellung mehr oder weniger geschwächt. .Hat man es
beim Senken mit immer gleichen Lasten zu tun, so kann man den Motor auch mit Kompoundwicldung
ausführen, wobei durch richtige Wahl der Amperewindungen des Hauptstromfeldes
gegenüber denen des Nebenschlußfeldes das für die gewünschte Geschwindigkeitssteigerung erforderliche geschwächte Feld hergestellt
werden kann. Das Hauptstromfeld würde dann dauernd in Reihe mit dem Anker geschaltet bleiben können.
Es kann, wenn auch in seltenen Fällen, vorkommen, daß der volle Greifer gesenkt
werden muß. Hat man nun für den normalen Betrieb bei leerem Greifer, also für halbe Last,
dieHöchstgeschwindigkeit eingestellt, so würden die hierdurch bedingten Widersiände beim
Senken der vollen Last auf den Stellungen »Senken« 4 und 5 eine zu große Senkgeschwindigkeit
und vor allen Dingen auch eine zu hohe Bremsspannung ergeben, die eine schädliche
Funkenbildung am Kommutator hervorrufen würde. Es ist infolgedessen zweckmäßig, beim
Überschreiten einer gewissen Spannung, die etwa 10 bis 30 Prozent über der Netzspannung
liegt, die Widerstandsstufe R1-R2 oder sogar
R11-R2 selbsttätig durch einen elektromagnetischen
Schalter kurzzuschließen, dessen Spule beim Überschreiten der Grenzspannung den Kontakt schließt.
Claims (2)
1. Gleichstromsenkschaltung für Nebenschluß- oder Kompoundmotoren, bei der der
Anker des Motors in den ersten Stellungen über einen Widerstand kurzgeschlossen und.
in den letzten Stellungen in Reihe mit einem Widerstand an das Netz angeschlossen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang von den ersten zu den letzten
Stellungen über eine Zwischenstellung er- mo folgt, bei der der Kurzschlußkreis der
ersten Stellungen über die dem Anker auf denletzten Stellungen vorgeschaltetenWiderstände
mit dem Netz verbunden wird.
2. Gleichstromsenkschaltung nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß die
auf den letzten Stellungen für das Senken mittlerer Lasten bemessenen Widerstände
beim Senken schwerer Lasten durch einen elektromagnetischen Schalter selbsttätig
verringert werden, sobald die Bremsspannung eine bestimmte Größe überschreitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA38015D DE394697C (de) | Gleichstromsenkschaltung fuer Nebenschluss- oder Kompoundmotoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEA38015D DE394697C (de) | Gleichstromsenkschaltung fuer Nebenschluss- oder Kompoundmotoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE394697C true DE394697C (de) | 1924-05-10 |
Family
ID=6930551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA38015D Expired DE394697C (de) | Gleichstromsenkschaltung fuer Nebenschluss- oder Kompoundmotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE394697C (de) |
-
0
- DE DEA38015D patent/DE394697C/de not_active Expired
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