DE39388C - Verfahren zur Herstellung eines Sprengstoffs durch Nitriren von Molke-Niederschlag - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Sprengstoffs durch Nitriren von Molke-Niederschlag

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DE39388C
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DE
Germany
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explosive
nitriding
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whey
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DENDAT39388D
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R. SJÖBERG in Stockholm, Normalm Klara Södra Kyrkogstan Nr. 18, Schweden
Publication of DE39388C publication Critical patent/DE39388C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B25/00Compositions containing a nitrated organic compound
    • C06B25/02Compositions containing a nitrated organic compound the nitrated compound being starch or sugar

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 78: Sprengstoffe.
Dieser Sprengstoff besteht aus einem hiernach näher beschriebenen, aus der Molke gewonnenen, mit Säuren behandelten und mit kohlensaurem Ammoniak etc. versetzten Präparat für sich allein oder in Vermischung mit salpetersaurem oder oxalsaurem Ammoniak, welches mit Astralöl und aufgelöstem Naphtalin vermischt worden ist.
Durch die Behandlung der aus Kuh- oder Ziegenmilch gewonnenen Molke mit Essig bildet sich ein festkörperiger Niederschlag, welcher aus Milchzucker, Käsestoff und Zieger besteht. Die derart gewonnenen Producte, welche sämmtlich aufserordentlich starke Stickstoffträger bilden, behandle man behufs Benutzung als Sprengstoffcomponente mit Salpetersäure von mindestens 1,400 spec. Gew., vermischt mit Schwefelsäure von ca. 1,830 spec. Gew. Der vorgenannte Niederschlag mufs in diesen Säuren ca. 30 Minuten flüchtig herumgerührt werden und dann unter Zusatz von kohlensaurem Ammoniak oder Natron so lange gewaschen werden, bis er keine saure Reaction mehr zeigt.
In mäfsig erwärmter Luft wird das so erhaltene Product langsam getrocknet und ergiebt dann ein feines krystallinisches Pulver, welches in Wasser unlöslich ist. Dasselbe kann durch Zündhütchen zur Detonation gebracht werden, kommt aber durch Berührung mit Feuer sowie durch Schlag oder Stofs nicht zur Explosion. Die Explosion ist von solcher Wirkung, dafs 30 pCt. dieses Productes genügen-, um, einem Gemisch von 55 pCt. salpetersaurem oder oxalsaurem Ammon, 10 pCt. Astralöl und 5 pCt. Naphtalin zugesetzt, dieses Gesammtgemisch in Gase zu zersetzen, d. h. zur Explosion zu bringen; es genügen endlich bereits 3 pCt., um ein Gemisch von 55 pCt. salpeter- oder oxalsaurem Ammon, 27 pCt. chlorsaurem Kali, ι ο pCt. Astralöl und 5 pCt. Naphtalin zur Explosion zu bringen.
Das oben genannte Astralöl wird aus Bergöl durch Abdestillirung der flüchtigsten, unter 60 ° siedenden Bestandtheile gewonnen. Astralöl ist klar, nahezu farblos und leicht fliefsend; dasselbe hat schwachen Geruch, siedet bei 1500C., ohne dadurch verändert zu werden, wird weder durch Licht noch durch Luft verändert. Dasselbe absorbirt ohne jede Veränderung 2 Y2 mal sein Volumen Ammoniakgas.
Zucker, Gummi oder Stärke wird durch Astralöl nicht aufgelöst. In Wärme löst Astralöl· kaum Y100 seines eigenen Gewichtes hiervon.
Gummi lacca oder Copal, Kautschuk schwillt in Astralöl auf. Dasselbe löst nur Y7000 seines eigenen Gewichtes von Kautschuk.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Sprengstoffes durch Nitriren des durch Behandeln von Molke mit Essigsäure erhaltenen Niederschlages.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT39388D Verfahren zur Herstellung eines Sprengstoffs durch Nitriren von Molke-Niederschlag Expired - Lifetime DE39388C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2537039A (en) * 1947-06-12 1951-01-09 Hercules Powder Co Ltd Gelatinous explosive composition

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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