DE392667C - Gewinnung der Ecken des Arbeitsstosses in Tagebauen - Google Patents
Gewinnung der Ecken des Arbeitsstosses in TagebauenInfo
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- DE392667C DE392667C DEK82280D DEK0082280D DE392667C DE 392667 C DE392667 C DE 392667C DE K82280 D DEK82280 D DE K82280D DE K0082280 D DEK0082280 D DE K0082280D DE 392667 C DE392667 C DE 392667C
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C47/00—Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines
- E21C47/02—Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines for coal, brown coal, or the like
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Description
(K 82280
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck,
die maschinelle Kohlengewinnung in den Braunkohlentagebauten an der ganzen Kohlenwandfront
restlos bis in die Ecken durchzuführen.
Dies ist mit den üblichen normalen Schneidbaggern oder Kohlengewinnungsvorrichtungen
nicht möglich, da
1. bei den normalen Baggern das Gehäuse ίο bedeutend breiter gebaut ist als die die Kohle
abschrämende Leiter dieser Bagger,
2. ferner die Umlenkböcke der Kettenbahn, mit der die Grubenwagen befördert werden,
seitlich im Wege sind.
Abb. ι zeigt einen Situationsplan der bisher mit den normalen Baggern üblichen Kohlengewinnung.
Abb. 2 zeigt die restlos maschinelle Kohlengewinnung mit dem Eckschneider bis in die
Ecken der Kohlenwand.
Abb. 3 zeigt den seitlich zum Schneidbagger schwenkbaren Eckschneider in Seitenansicht
(stark ausgezogene Linien), befestigt an den Seiten eines vorhandenen Kohlenschneidbaggers
(punktiert gezeichnet).
Abb. 4 zeigt die Vorderansicht des Kohleneckschneiders (stark ausgezogene Linien), an
der Baggerleiter seitlich befestigt, in der Ecke einer Kohlenwand.
Wie aus Abb. 1 zu ersehen ist, können die normalen Kohlenbagger α nicht die ganze
Kohlenwand b bearbeiten, da die Umlenkböcke c der Kettenbahn d im Wege sind, ferner
die Baggergehäuse α bedeutend breiter gebaut sind als die vorhandenen Leitern.
Die Eckförderung wird daher bei dem normalen Kohlenbaggerbetrieb durch Handgewinnung
betätigt, wozu je nach den Verhältnissen 8 bis 15 Mann in einer Schicht
notwendig sind. ·
Abb. 2 zeigt dieselbe Kohlenwand & mit ί
den gleichen Baggern a, aber mit den senkrecht, d. h. nach oben und unten bewegbaren '·
und seitlich bis in die Wagerechte ausschwenkbaren Eckschneidern e an der vorhandenen
Leiter befestigt. Mit diesen Eckschneidern ist es möglich, die Kohle restlos bis in die Ecken maschinell zu gewinnen.
Der senkrecht am Hauptleitergerüst nach ίο oben und unten bewegbare und seitlich bis in
die Wagerechte ausschwenkbare Eckschneider (Abb. 3 und 4, stark ausgezogene Linien) besteht
aus einer Kratzleiter c, die an einem Rollenführungsstück f im Gelenk g gelagert
ist. Der Antrieb der in der Kratzleiter e geführten Kratzkette oder auch Kratztrommel h,
die die Kohle von der Wand abschrämt, erfolgt durch ein Schneckenradgetriebe und ent-.
sprechende Übersetzungsräder i. Der Antrieb dieses Getriebes erfolgt unabhängig
vom Bagger durch einen Elektromotor j.
Das seitliche Ausschwenken der Kratzleiter e von der schrägen Lage k in die wagerechte
Lage ^1 erfolgt durch das Seil /, das über eine Rolle m am Führungsstück f läuft
und durch ein entsprechend eingebautes ; Windwerk am Schneckenradgetriebe i in Be- !
wegung gesetzt wird.
Das Führungsstück / wird mittels einer Zugkette η an einer angebauten Führungsbahn
0 der vorhandenen Kratzleiter des Baggers nach oben und unten geführt. Die
Bewegung der Zugkette η erfolgt vom Bagger aus.
Der Arbeitsvorgang des Eckschneiders ist folgender:
i. Die normal unter 45° seitlich durch das
Seil / gehaltene Kratzleiter e bewegt sich zwangläufig mit dem Führungsstück f an der
Bahn o, die an der Hauptleiter p des Baggers befestigt ist, nach oben oder nach unten, hierbei
mit der durch den Antrieb i und / in Bewegung gesetzten Kratzkette oder Kratztrommel/i
die Kohle von der Stirnwand r entsprechend der Bewegung nach oben und unten
abschneidend, und zwar auf folgende Weise: Die Kratzleiter c mit Gleitstück f, Antrieb / '■
und Motor j wird mit der Baggerhauptleiter p, mit der sie in derselben Ebene liegt, durch
die Flaschenzüge i des Baggers aus Lage t in die Lage u parallel zur Kohlenstirnwand r entsprechend
gesenkt, hierbei die Kohle abschneidend.
Ist die Tiefstellung u erreicht, so wird die Hauptleiter ρ mit dem Eckschneider wieder in die erste Lage t gehoben und der gesamte Bagger entsprechend so weit vorgerückt, daß die gehobene Leiter die Kohlenwand wieder l.erührt.
Ist die Tiefstellung u erreicht, so wird die Hauptleiter ρ mit dem Eckschneider wieder in die erste Lage t gehoben und der gesamte Bagger entsprechend so weit vorgerückt, daß die gehobene Leiter die Kohlenwand wieder l.erührt.
2. Treten in der Kohlenseitenwand ν oder in den Ecken der Kohlenwand Unebenheiten
auf, hervorgerufen durch Sandnester, Vertiefungen oder auch Verschiebungen der Kohlenlagerungen, wie in der Seitenwand ν
(Abb. 4) angedeutet, so wird, um ein ungehindertes Arbeiten der Kratzkette zu gewährleisten
und um diesen Unebenheiten und Störungen seitlich auszuweichen, der Ausleger e
entsprechend durch das Seil Z seitlich gehoben oder gesenkt, d. h. sie kann in die Lage k in
Zwischenlagen bis in die Horizontallage ^1
und auch tiefer gebracht werden.
3. Um die abfallende Kohle aus den Ecken zur Mitte des Baggers zu fördern, befindet
sich an der unteren Seite des Auslegers e ein Schaufelband q, welches die Kohle in der
wagerechten gesenkten Stellung kt der Kratzleiter
zur Mitte des Baggers schaufelt; von diesem wird sie dann wie bisher weiterbefördert.
Der Eckschneider kann auch unabhängig vom Kohlenbagger selbst die Kohle in den
Ecken gewinnen durch Anbringung der senkrecht, d. h. nach oben und unten beweglichen
und seitlich bis in die Wagerechte ausschwenkbaren Kratzleiter an ein entsprechendes
Gerüst, welches dann in den Kohlenecken Aufstellung findet. Der Antrieb bleibt hierbei
derselbe wie bei Befestigung an der Hauptleiter des vorhandenen Baggers.
Claims (2)
1. Einrichtung zur Gewinnung der Ecken des Arbeitsstoßes in Tagebauen
durch einen schwenkbaren Ausleger mit Schneidvorrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausleger mit selbständig arbeitender Kratzkette oder Kratztrommel
seitlich und in der Höhe an einem Gleitstück ausschwenkbar ist, das an einem Gerüst, das mit dem Bagger verbunden
sein kann, auf und abwärts beweglich ist.
2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ausleger außer der Schneidvorrichtung eine Vorrichtung zum Abfördern des gelösten
Gutes trägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK82280D DE392667C (de) | 1922-06-10 | 1922-06-10 | Gewinnung der Ecken des Arbeitsstosses in Tagebauen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK82280D DE392667C (de) | 1922-06-10 | 1922-06-10 | Gewinnung der Ecken des Arbeitsstosses in Tagebauen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE392667C true DE392667C (de) | 1924-03-24 |
Family
ID=7234440
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK82280D Expired DE392667C (de) | 1922-06-10 | 1922-06-10 | Gewinnung der Ecken des Arbeitsstosses in Tagebauen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE392667C (de) |
-
1922
- 1922-06-10 DE DEK82280D patent/DE392667C/de not_active Expired
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