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Stoßfänger für Geschützbremsen u. dgl. Gegenstand der Erfindun- ist
ein Stoßfänger für Artilleriebremsen u. dgl., der eine hydropneumatische Bremse
darstellt. bei der auf der einen Seite einer Kolbeneinrichtum, (las'Druckg#ts, das
den Rücklauf bewirkt; ein--' wirkt, während auf der anderen Seite eine Flüssigkeit
sich befindet. Das Neue besteht in der eigenarti-en Abdichtung der beiden Seiten
gegeneinander, die dadurch erzielt wird, daß in dem Zvlin(ler der Bremse zwei ineinander
eingreifende und gegeneinander verschiebbare Teile vorgesehen sind. von denen der
eine gegen den anderen durch eine Stopfbüchse so abgedichtet ist, daß ein ring'
P-Lum
z\\i,#t21ivii beiden Teilen Nurbleibt" in den die Dichtung eingelegt wird. Dieser
ringförmige Rauin hat einen geringeien Ouerschnitt als der Gesanitquerschilitt der
Trennungswand, so (laß der Druck, der auf die Dichtung wirkt, wesentlich
hÖher ist als der auf die Flächen der Trennungswand lastende. Dieser hohe Druck
be-#wirkt eine unbedingt sichere Abdichtung und x-erhindert in jedem Fall den Durchtritt
N-011 11iissigkeit oder Gas von der einen Seite nach der anderen Seite. Von der
Güte der Dichlung ist aber die Wirksamkeit der Bremse abhängig.
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Auf der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein Längsschnitt durch
eine derartige Hinrichtun- dargestellt. Die Trennungswand Z, el besteht aus
einem 1-#oll)etiarti#"eil Teil i- der hinten mit einem Zylinderfortsatz 2 versehen
ist, der in den Teil 3 des entsprechend ausgehöhlten zylinderfil)rinigen
Eleinentes 4 eindrin-t. Jeder der Teile i. und 3 ist mit einer Ab(lichtun-
aus zusammengedrückteni Gummi 5 tiud 0 versehen, (lie durch die Muttern
7 und 8 gehalten werden, auf die sieh die Z,
lZinge
9 und io aufstützen. Die beiden Teile i und 4 sind in (lern Zylinder i i
unter-'lebracht in Verbindung mit einer Zylinderbremse. Der krei,#riii',#f;')riiiige
Zwischenraum zNvischen den Teilen 1 Und 3 ist mit einer plastischen
Masse 12. z. B. 17ett, Gummi o. dgl., ausgefüllt, die durch den Teil i hindurch
mittels einer ein Ventil 13 enthaltenden Vorrichtung eingefüllt wird. (-las
Ventil 13
stützt sich mit (ler-Fe(1,2r 14 auf die Dichtung 15, und die Schraube
i(-) schließt die Zuführungsöffnung ab. Dabei verhindert die Dichtung i,#, (laß
die plastische -_NIasse durch las Ventil nach außen entweichen kann.
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In dein Teil 3 ist die Dichtung 17
vorgeselten,
(-lie durch die Schraube 18 zusammengedrückt wird, vor der der Ring ig liegt, der
durch den Schraubenring.2o gehalten wird.
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Der Ring ig besteht au-, zwei Teilen, und (la sein Durchmesser etwas
],]einer als der der Verlängerung 2 ist und er auf einem Ab-
satz dieses Teiles
2 sitzt, so verhindert er eine zufällige Trennung der Teile 1, 3 und 4. Die
Dichtung t- hat zum Zweck-, zu verhin-(lern, (laß die plastische Masse in
den Hohlrau111 21 tritt, der dazu dient, eine Bewegung der Teile i und 4 gegeneinander
zu eriniiglichen# dainit auch die plastische 'Masse als solche wirken kann. Praktisch
ist in dem Zwischenraurn 21 nur ein Druck. der etwa dem atmosphärischen Druck beim
Zusammenbau der Teile entspricht. Die (Ii( Teile i und 4 einander zu nähern,
i:,t vorgesehen, um jeden Verlust an plastischer Masse ausgleichen zu können, der
aus irgendeinem Grunde entstehen kann.
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Auf der äußeren Fläche des Teiles 4 ist ein Fortsatz 22 vorgesehen,
der als Bremse für die bewegliche Zwischenwand 12 dient. Dieser Fortsatz hat irgendwelchen
Quersclinitt, zweckmäßig zylindrischen, und irgendwelche sonstige Gestalt. Am Ende
des Vorliufes in die Feuerstellung dringt dieser F#ortsatz 2.2 mehr oder weniger
in ein Loch 23 cilles Organs der Bremse ein und verschließt es.
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Der Teil i erhält den Druck des Gases 24 111l(1 der Teil 4 den Druck
der Flüssigkeit 2;. jedoch k-i*)iii)eii auch die beiden Teile i und 4 umgekehrt
werden, ohne daß dadurch eine Änderung in der Wirkungsweise der Vorrichtung eintritt;
in jedem Fall muß der Fortsatz 22 stets sich auf derjenigen Fläche befinden,
wo die Flüssigkeit ist.
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Während des Feuerns der Kanone findet die Wirkungsweise des Stoßfängers
zunächst unter (]ein Stoß der Flüssigkeit statt, der während des ganzen Rücklaufes
der Kanone wirkt. Die durch den Kolben der Bremse in den Zylinder des Stoßfängers
zurfickfließende Flüssigkeit verschiebt diesen. und dieser drückt (las Gas zusammen.
Während dieses Verdichtens des Gases übt dieses einen ständig anwachsenden Druck
auf den Teil i aus, clent dann der Druck der Flüssigkeit auf den Teil 4 (las Gleichgewicht
hält, derart, daß die plastische Masse 12, die zwischen den beiden Teilen sich befindet
kräftig zusammengepreßt wird und daher zwischen den beiden Teilen abdichtet. Am
Ende des Rückstoßes des Geschützes beginnt der Stoßfanger seine Rückwärtsbewegung
in die Anfangsstellung unter der Wirkung der Ausdehnung des Gases, während die Flüssigkeit
auf der gegenüberliegenden Seite den zu überwindenden Widerstand. darstellt.