DE388587C - Schreibplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Schreibplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE388587C
DE388587C DEW63800D DEW0063800D DE388587C DE 388587 C DE388587 C DE 388587C DE W63800 D DEW63800 D DE W63800D DE W0063800 D DEW0063800 D DE W0063800D DE 388587 C DE388587 C DE 388587C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L1/00Repeatedly-usable boards or tablets for writing or drawing

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  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description

  • Schreibplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung. Es sind Schreibplatten bekannt, die. aus natürlich vorkommenden Stoffen durch einfachste Zurichtung erhalten werden sowie durch mechanische und chemische Verfahren auf künstlichem Wege aus gewissen Grundstoen hergestellte. Sie lassen sich teils nur durch Einkratzen mit einem Stift aus einem Stoff, der härter ist als diese Schreibplatte, teils mit nur wenigen ganz bestimmten Stoffen beschreiben oder bemalen. Das Wiederentfernen der Schrift oder Bemalung zwecks wiederholter Verwendung der Schreibplatte begegnet dabei meistens Schwierigkeiten.
  • Die Erfindung betrifft eine künstlich hergestellte Schreibplatte, die mit den verschiedenartigsten Stoffen beschrieben werden kann, z. B. mit Graphit, Kopierstift, Fettstift, bunter Kreide, gewöhnlicher sowie kopierender Tinte, Tusche usw.
  • Gemäß der Erfindung wird die Schreibplatte durch Behandeln von Kunsthornmasse mit ätzenden Stoffen und Schleifen der Masse hergestellt.
  • Das Verfahren kann beispielsweise auf folgende Art ausgeführt werden: Es wird ein Bad angerichtet aus etwa 1/21 loprozentiger Salzsäure, o,15 kg Chlorkalk, o,15 kg frisch gelöschtem Kalk und 11I" 1 Salmiakgeist. Dieses Bad wird in eine Schale von etwas mehr als 2öXzo qcm Bodenfläche mit ebenem Boden gegeben und dann wird eine Zelluloidplatte von 2oX2o qcm Umfang und 3 mm Stärke von der Art, wie sie als elektrisches Isolationsmittel Verwendung findet, in das Bad eingelegt. Nachdem die Platte 12 Stunden in dem Bad gelegen hat, wobei man sie zeitweise darin bewegte und wendete, hebt man sie heraus, läBt ablaufen, schleift sie mit Bimsteinpulver und Sandpapier auf Fläche, spült ab und trocknet.
  • Nach der Trocknung ist die Platte auf beiden Seiten verwendbar zum Beschreiben mit Blei-, Kopier-, Fettstift, Tinte, Tusche sowie zum Bemalen mit Tinten, Tuschen, Aquarellfarben u. dgl. Stiche in der Art des Stahlstiches lassen sich leicht mit solchen Platten herstellen. Die Entnahme von Abzügen, falls kopierfähige Tinte usw. verwendet worden ist, gelingt einwandfrei.
  • Die Schrift usw. kann leicht wieder entfernt werden, z. B. durch Abreiben mittels eines Schwammes oder Lappens mit Wasser oder durch Radieren mit einem Gummi oder durch Abschleifen mit Sandpapier.
  • Obwohl die Platte nach der Bearbeitung gemäß der Erfindung die Eigenschaft erlangt hat, alle diese Farben usw. anzunehmen, dringen die Farben usw. nur so wenig in die Platte ein, daß ein Wegschleifen von Bruchteilen eines tausendstel Millimeters genügt, die Schrift u. dgl. vollständig wieder zu entfernen. Durch das Abwaschen, Abschleifen usw. erleidet die Platte keinerlei Beeinträchtigung an ihrer Schriftaufnahmefähigkeit.
  • Als Ausgangsstoff kommen die bekannten Kunsthornmassen in Betracht, z. B. die unter dem Namen Zelluloid bekannte Masse aus Nitrozellulose und Kampher, das aus Zellulosehydroacetat und Kampherersatzmitteln hergestellte sogenannte Cellon bzw. Siccoid, die mit Formalin und Chromsäure bzw. Gerbsäure gehärteten Casein- und Leimpräparate wie Galalith, die Kondensationsprodukte von Formaldehyd und Phenol wie Resinit und Bakelit u. a.
  • Als ätzende Stoffe kommen besonders Al-. kalien in Betracht, z. B. Ammoniak, Salmiakgeist, Pyridin, Kalk, aber auch Alkohole, z. B. Methylalkohohl; auch Säuren und Chlor.
  • Die ätzenden Stoffe bewirken nicht nur eine Lockerung des Gefiiges der Kunsthornmasse durch und durch, sondern führen auch eine große Gleichmäßigkeit ihrer Beschaffenheit herbei, wodurch vermieden wird, daß man beim Schreiben bald auf härtere und bald auf weichere Stellen trifft. Auch erscheint die Platte -stets in reinem Weiß.
  • Die Dauer der Behandlung der Kunsthornmasse mit den ätzenden Stoffen richtet sich nach der Art der Masse und der ätzenden Stoffe sowie nach der Stärke der ersteren. Von der Ausführung des Verfahrens, wie es an einem bestimmten Fall im obigen Beispiel dargelegt ist, kann man in der Weise abweichen, daß man die fertige Kunsthornmasse erst schleift und sie dann erst der Einwirkung der ätzenden Stoffe aussetzt, doch bereitet dabei das Abschleifen der harten und glatten Rindenschicht Schwierigkeiten.
  • Zweckmäßiger geht man nicht von einem verkehrsüblichen fertigen Zelluloid u. dgl. aus, sondern setzt bei der Herstellung dieses Stoffes bereits in dem Stadium, wo er sich noch im plastischen Zustande befindet, mit der Behandlung durch ätzende Stoffe ein.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Schreibplatten, dadurch gekennzeichnet, daß man Kunsthornmasse mit ätzenden Stoffen behandelt und sie schleift.
  2. 2. Nach dem Verfahren des Anspruches i hergestellte Schreibplatte.
DEW63800D 1923-05-09 1923-05-09 Schreibplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE388587C (de)

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