Technisches Gebiet
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung eines
biolagischen Materials oder eines hiervan abgeleiteten Produkts.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zur
Herstellung eines biologischen Extraktes, der im wesentlichen frei
ist von Verunreinigungen, die Viren oder virus-ähnliche
Teilchen enthalten.
Stand der Technik
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Die Reinigung biologischer Flüssigkeiten unter Verwendung der
Ultrafiltration war aufgrund der Ähnlichkeit der
Molekulargewichte verschiedener Bestandteile derartiger Flüssigkeiten mit
Problemen verbunden. Während das Konzentrieren (z.B. die
Isolierung von Flüssigkeiten, in denen das Verhältnis größerer
Moleküle zu kleineren Molekülen erhöht ist) bekannt ist, ist
die Verwendung rein physikalischer Techniken, um größere
Moleküle von kleineren Molekülen durch Ultrafiltration zu
entfernen oder vollständig abzutrennen, nicht dokumentiert worden.
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Das Konzentrieren von Viren durch Ultrafiltrationstechniken
wurde beschrieben in:
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J.D. Gangemi et al. "Arenovirus Concentration by Molecular
Filtration", Applied and Environmental Microbiology, vol. 34,
No. 3 (Sept., 1977) Seiten 330,2;
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G.P. Shibley et al. "New Method for Large-Scale Growth and
Concentration of the Epstein-Barr Viruses", Applied and
Environmental Microbiology, vol. 40, No. 6 (Dez.,1980) Seiten
1044-1048; und
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L.E. Mathes et al. "Purification of Infectious Feline Leukemia
Viruses from Larger Volumes of Tissue Culture Fluids", Journal
of Clinical Microbioloqy, vol. 5, No. 3 (März, 1977) Seiten
372-4.
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EP-A-0 219 295; TATEISHI et al., Lancet, 1985, 1299; TAYL0R,
Lancet, 1985, 559; TAYLOR, Lancet, 1985, 1430 offenbaren ein
Membranfiltrationsverfahren, um
Creutzfeldt-Jakob-Krankheitserreger in Wachstumshormonpräparationen zu entfernen.
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Diese Veröffentlichungen und alle anderen darin zitierten
Veröffentlichungen werden von dieser Anmeldung vollständig
mitumfaßt.
Erfindung
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Es wurde gefunden, daß Viren und andere Kontaminanten mit
ähnlicher Größe und/oder ähnlichem Molekulargewicht aus
biologischen Flüssigkeiten, z.B. Extrakten aus Urin, Hypophysen,
anderen Organen und ähnlichem unter Verwendung einer
physikalischen Trenntechnik, die eine spezifische Art von
Filtermembrane verwendet, entfernt oder hieraus isoliert werden kann.
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Insbesondere wird erfindungsgemäß ein Verfahren
bereitgestellt, um die virale Infektivität eines biologischen
Produktes ohne signifikanten Verlust des Produktes wesentlich zu
verringern oder virale Kontaminanten aus einem biologischen
Produkt ohne signifikanten Verlust des Produkts im
wesentlichen zu entfernen, wobei das Verfahren die
Tangentialstromfiltration einer das biologische Produkt enthaltenden Flüssigkeit
durch eine Ultrafiltrationsmembran mit einem 100.000 Dalton
Rückhaltevermögen und die Wiedergewinnung des biologischen
Produktes aus dem Filtrat umfaßt.
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Die Filtermembran mit dem 100.000 Dalton Rückhaltevermögen
weist die folgenden Merkmale auf:
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Retention: Dextranblau ≥ 99%
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IgG ≥ 95%
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Durchlauf: Albumin ≥ 60%
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Insbesondere ist die Filtermembran eine Polysulfonmembran.
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Im allgemeinen wird das filtrierte biologische Produkt mit
Harnstoff in Kontakt gebracht.
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In einer bevorzugten Ausführungsform wird eine
"PTHK"-Ultrafiltrationsmembran mit einem 100.000 Dalton Rückhaltevermögen
von der Firma Millipore, Bedford MAS, verwendet, um
Retrovirus- und Slowvirus (d.h. AIDS-, CJD- und
ähnliche)-Kontaminanten aus Hypophysenextrakten, die humanes Wachstumshormon (hGH)
enthalten, zu entfernen. Das Verfahren ermöglicht
Wiedergewinnungen des Produkts von etwa 90% bis etwa 99%.
Vorteile
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Das erfindungsgemäße Verfahren weist gegenüber anderen
Verfahren zur Reinigung biologischer Flüssigkeiten verschiedene
Vorteile auf. Es ist wesentlich einfacher als chemische und/oder
thermische Verfahren. Demnach werden auch die Kosten- und
Energieaufwendungen, die normalerweise mit herkömmlichen
chemischen und/oder Wärmebehandlungen verbunden sind, vermieden.
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Weiterhin sind die erfindungsgemäß behandelten Flüssigkeiten
gebrauchsfertig, wobei sie entweder alleine oder in
Kombination mit anderen herkömmlichen Mitteln, z.B.
phosphat-gepufferter Saline, zur Verabreichung an Menschen oder andere
Tiere, bevorzugt Säugetiere, verwendet werden.
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Andere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden anhand der
nachfolgenden Beschreibung der Erfindung offenbart.
Beschreibung der Erfindung
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung eines
Produktes biologischen Ursprungs, d.h. eines Materials, welches
aus Körperflüssigkeiten/Organen abstammt, wobei das Verfahren
den Schritt des Filtrierens des unreinen Produktes in
flüssiger Form, z.B. in Form einer Lösung, unter Verwendung einer
Filtrationsmembran mit einem 100.000 Dalton Rückhaltevermögen
umfaßt.
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Anders ausgedrückt betrifft die Erfindung die Entfernung von
Viren aus biologischen Extrakten unter Verwendung einer
Ultrafiltrationsmembran mit bestimmten Eigenschaften.
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Falls nicht anders angegeben, sind alle angegebenen
Prozentsätze Gewichtsprozente und basieren auf dem Gesamtgewicht der
Zusammensetzung.
Filtrationssystem
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Das im erfindungsgemäßen Verfahren verwendete
Filtrationssystem umfaßt eine Ultrafiltrationsmembran. Es umfaßt weiterhin
einen Tangentialstrom, z.B. in Ausführungsformen, in denen
Kassettenfiltrationssysteme verwendet werden.
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Geeignete Vorrichtungen, um die Erfindung auszuführen, sind
von der Firma Millipore in Bedford, Massachusetts, U.S.A,
erhältlich.
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Bei der Tangentialstromfiltration handelt es sich um eine
bekannte Technik zur Trennung größerer (Retentat-) Moleküle von
kleineren (Filtrat-) Molekülen. In biologischen
Verfahrensanordungen wurde das Verfahren entweder dazu verwendet, das
Filtrat, welches durch die Membran tritt, zu sammeln oder den
Rückstand, der die Membran nicht passiert, zu konzentrieren.
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Während es bekannt ist, Konzentrate von Virusmolekülen
und/oder anderen "Verunreinigungen" aus biologischen Flüssigkeiten
herzustellen, ist es unbekannt, sie effizient hieraus zu
entfernen, so daß eine hoch gereinigte Filtratflüssigkeit
erhalten wird, d.h. mit einer Filtrationseffizienz von 90%-95% oder
darüber.
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Die Filtrationseffizienz gibt das Verhältnis der Filtratmenge
zur anfänglichen Flüssigkeits- oder Extraktmenge an.
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Demnach ist:
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% Filtrationseffizienz = Gewicht des Filtrats/Gewicht der unreinen Flüssigkeit x 100
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Bei einer Abtrennungstechnik - im Gegensatz zu
Konzentrationstechniken - ist die Filtrationseffizienz relativ gering, etwa
40 bis etwa 50%. Dies liegt daran, weil ein Konzentrat des
zurückgehaltenen Materials (d.h. des Rückstands (Retentats))
eine signifikante Menge des Filtrats enthält. Demnach enthält
ein derartiges Konzentrat 60-90 Gew.-% des Rückstands
(Retentats) und 10-40% des Filtrats.
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Im Gegensatz dazu ergeben die Reinigungs- und/oder
Abtrennungstechniken der Erfindung sehr geringe Mengen des Filtrats,
die mit dem Rückstand verbleiben, d.h. etwa 1ppm oder weniger
der biologischen Flüssigkeit geht verloren, wenn die viralen
oder anderen Kontaminanten in oder auf der Filtrationsmembran
abgefangen werden. In einem bevorzugten System wird der
Rückstand mehrere Male, z.B. etwa 8 mal oder mehr, gewaschen.
Diese Kontaminanten, d.h. der Rückstand nach dem Waschvorgang,
werden anschließend verworfen.
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Die verwendete Filtrationsmembran ist in einer bevorzugten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eine
Ultrafiltrationsmembran mit einem 100.000 Dalton Rückhaltevermögen, die
kommerziell in Scheiben- und Kassettensystemen zur Verwendung
bei der Behandlung biologischer und pharmazeutischer
Materialien verkauft wird. Die Membran selbst wird von der Firma
Millipore als "PTHK" bezeichnet, und es handelt sich um einen
Polysulfonmembranguß (cast) auf einem
Polypropylendichtungsmaterial (sealant) unter Verwendung von 20% Glycerin. Sie wird
mit Formaldehyd aufbewahrt.
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Eine bevorzugte Membran ist die Millipore
PTHK-Ultrafiltrationsmembran. Ihre Merkmale sind wie folgt:
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Retention: Dextranblau ≥ 99%
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IgG ≥ 95%
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Durchlauf: Albumin ≥ 60%
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Die Retentionsmarker sind bei einem durchschnittlichen
Transmembrandruck von 6,9 - 690 KPa (1-100 psi) konsistent, wobei
die Art des Durchtrittsverhaltens sowohl vom Druck als auch
vom gelösten Stoff abhängt.
Integrität
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Weniger als 2,00 ml/Min. Luftdurchtritt pro 929 cm² (ft²) bei
34,5 KPa (5 psi) Luftdruck, getestet an einer vollständig
benetzten Membran.
Chemische Kompatibilität
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Die Membran ist mit wäßrigen Lösungen und mit Alkohol bis 20%
kompatibel. Der verwendbare pH-Bereich liegt bei 1-14. Sie ist
mit NaOH bis zu 1.0 M regenerierbar. Ihre Temperaturgrenze
beträgt 50ºC, und sie kann mit einer NaCH oder NaOCl
entpyrogenisiert werden.
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Diese bevorzugte Membran wird in verschiedenen Publikationen
der Firma Millipore beschrieben: AD 841, OM 131, OM 141, und
UF 009.
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Die Membranen können Systemen, die entweder Scheiben oder
Kassetten verwenden, angepaßt werden. Die Membran arbeitet in der
Erfindung in jeder Umgebung. Bevorzugterweise werden jedoch
Kassettensysteme verwendet. Der Hersteller, Millipore,
bezeichnet die Kassettensysteme als "Pellicon"-Kassettensysteme
(für größere Volumina) oder "Minitan"-Systeme (für kleinere
Volumina). Scheibenmembranen werden in einem gerührten
Zellsystem unter Druck verwendet.
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Andere verwendbare Filtrationssysteme umfassen SM 16527 von
Sartorius und Filtron und ähnliche Systeme.
Filtrationsparameter
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Die zu behandelnden biologischen Flüssigkeiten werden durch
das Filtrationssystem mit einer Geschwindigkeit von etwa 300
bis etwa 500 ml/Min. oder darüber gepumpt.
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Die verwendete Membran kann allgemein als eine mit einer
Oberfläche von O,46m²/je Kassette beschrieben werden. Natürlich
kann mehr als eine Kassette verwendet werden; in diesem Fall
muß die Fließgeschwindigkeit durch das System entsprechend
erhöht werden. Für das Minitan-System sind Werte von etwa 120
bis etwa 600 cm² üblich. Für das Pellicon-System sind Werte von
etwa 465 bis etwa 46.500 cm² üblich. Diese Bereiche hängen von
der Zahl der verwendeten Kassetten ab.
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Der ausgeübte Druck variiert von etwa 0,2 bis etwa 1,5 bar,
wobei 0,3 bis 1,0 bar bevorzugt wird; es sind jedoch auch
höhere Drücke verwendbar.
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Die Temperatur ist unkritisch. Bevorzugterweise findet das
Filtrationsverfahren jedoch bei einer Temperatur von etwa 2º
bis etwa 10ºC statt.
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Das Verhältnis zwischen Retentats- und
Filtratsstromgeschwindigkeiten ist eine Funktion des verwendeten Gegendrucks. Es
kann von etwa 30 bis etwa 60% variieren, wobei ein Verhältnis
von etwa 50% bevorzugt wird.
Biologische Flüssigkeiten
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Die biologischen Flüssigkeiten, die in Übereinstimmung mit der
Erfindung behandelt werden, d.h. von denen virale und/oder
andere Kontaminanten entfernt werden, umfassen eine weite
Vielzahl von flüssigen und halbflüssigen Materialien, die von
Menschen oder Tieren abstammen, d.h. Geweben oder
Flüssigkeiten, die aus Körperteilen stammen. Die bevorzugten Donor- oder
Herkunftsorganismen für derartige Gewebe sind Menschen oder
andere Säugetiere. Es können jedoch auch Gewebe und andere
Flüssigkeiten, die nicht aus Säugetieren stammen, behandelt
werden.
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Bevorzugterweise werden die zu behandelnden Extrakte oder die
zu behandelnden anderen biologischen Flüssigkeiten aus der
physikalischen Behandlung von Geweben und Körperflüssigkeiten
erhalten, die über den normalen Stoffwechsel des
Wirtsorganismus
hergestellt werden. Demnach können auch Blut, Urin oder
ähnliches behandelt werden.
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Zusätzlich können auch Präparationen, die unter Verwendung
rekombinanter Techniken hergestellt wurden, z.B.
Zubereitungen, die Hormone wie rec-hGH enthalten, unter Verwendung
dieses Verfahrens gereinigt werden. Demnach können Zellkulturen,
z.B. solche, die genetisch veränderte Säugetierzellen und/oder
virale Zellen enthalten, gemäß der Erfindung behandelt werden.
Zubereitungen, die Hormone und ähnliche Materialien enthalten,
z.B. FSH, LH; HCG, nGH, EGF, Interferone etc., sind die
bevorzugten Materialien, die erfindungsgemäß behandelt werden.
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Die Art des Gewebes, von dem die Flüssigkeit oder der Extrakt
abstammt, ist unkritisch. Bevorzugt stammt das Gewebe jedoch
aus Teilen des Körpers, z.B. Organen oder Drüsen aus
Säugetieren, erhalten durch herkömmliche Extraktionstechniken. Demnach
sind Extrakte aus dem Gehirn, der Leber, dem Herzen etc. aus
irgendeinem Säugetier bevorzugt. Extrakte aus dem Gehirn - und
insbesondere den Hypophysen - von Menschen, Hamstern, Mäusen,
Ratten und ähnlichen Tieren werden bevorzugt. Es können
Extraktmischungen verwendet werden.
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Die Extraktionstechnik, die verwendet wird, um die zu
behandelnde Flüssigkeit aus dem Gewebe, einem anderen zellulären
Material oder einer Körperflüssigkeit gemäß der Erfindung zu
entfernen, ist unkritisch. Es wird jedoch im allgemeinen
bevorzugt, daß die zu erhaltende Flüssigkeit über Schritte wie
Lösungsmittel- oder Salzpräzipitation, Ionenaustausch,
Chromatographie, Größenausschlußchromatographie und ähnliche
Verfahren erhalten wird.
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Die zu behandelnde Flüssigkeit muß frei sein von Teilchen; sie
muß z.B. über beispielsweise einen 0,45 µm Filter oder eine
andere geeignete Filtrationsvorrichtung gereinigt werden.
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Gelöste Stoffe und/oder pH-Stabilisatoren wie Harnstoff, NaOH,
NH&sub4;HCO&sub3; und Phosphatpuffer liegen in den zu behandelnden
biologischen Flüssigkeiten gewöhlich vor. Mischungen sind
verwendbar. Es kann eine weite Vielzahl an gelösten Stoffen verwendet
werden. Jedoch sollten solche Lösungsmittel vermieden werden,
die die Wirksamkeit der Membranen beeinträchtigen.
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Geeignete Mengen an Harnstoff und/oder dekontaminierenden
Mitteln können ebenfalls verwendet werden, um jegliche
kontaminierende Substanz(en), die nach der Behandlung in der
Flüssigkeit verbleiben, zu deaktivieren. Die Wirkung von Harnstoff
auf die Verringerung der Infektivität von Scrapie- und CJD-
Agentien wurde in der Vergangenheit untersucht. Die meisten
Forscher (Hunter et al., 1986, Kimberlin und Walker, 1985,
March et al., 1984, Prusiner 1982, und Mould,
unveröffentlichte Daten 1969) fanden, trotz der Tatsache, daß ihre
experimentellen Vorgehensweisen unterschiedlich waren, eine
Verringerung der Infektivität um 2-3 log. Die Ergebnisse der Anmelder
als auch die der oben angegebenen Forscher unterscheiden sich
von den Beobachtungen von Brown et al. (1986), die bei Zugabe
von Harnstoff zu 20% Gehirnhomogenaten von mit Scrapie
infizierten Hamstern oder mit CJD infizierten Guineaschweinen
keine signifikante Wirkung beobachten konnten.
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In der Vergangenheit wurde die Verwendung von NaOH zur
Inaktivierung der Infektivität empfohlen. NaOH verursacht jedoch
eine teilweise Inaktivierung und Modifizierung der
hGH-Moleküle, während die Einwirkung von Harnstoff bei Konzentrationen
von etwa 2 bis etwa 8 M, bevorzugt bei Verwendung von Lösungen
mit 6M Harnstoff, keine beobachtbaren Veränderungen induziert.
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Nach der Ultrafiltration wird Harnstoff oder ein anderes
geeignetes Mittel angewandt. Hierbei handelt es sich um einen
getrennten chemischen Inaktivierungsschritt, um virale
Restinfektivität zu entfernen. Nach der Behandlung wird Harnstoff
durch Ultrafiltration auf Kassetten mit einem
Rückhaltevermögen von 10.000 Dalton entfernt.
Kontaminanten
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Die Kontaminanten, die aus biologischen Flüssigkeiten unter
Verwendung des erfindungsgemäßen Reinigungsverfahrens entfernt
werden, umfassen beliebige Materialien, deren Größen
vorschreiben, daß sie durch die 100.000 Dalton Molekulargewichts-
Filtrationsmembran während der zielgerichteten Filtration
zurückgehalten werden. Demnach handelt es sich bei den viralen
oder anderen Kontaminanten, die in Übereinstimmung mit der
Erfindung entfernt und beseitigt werden, um menschliche
und/oder tierische Viren entsprechender Größe.
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Da Gamma-Globolin und Dextranblau die Retentionsmarker für die
verwendeten Filtermembranen sind, kann gesagt werden, daß die
Molekulargewichte der auf der Membran zurückgehaltenen
Kontaminanten leicht größer sind als 100.000, d.h. 110.000 oder
darüber.
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Virale Kontaminanten, die unter Verwendung des
erfindungsgemäßen Verfahrens und Filtrationssystems entfernbar sind,
umfassen die "langsamen" Viren, beispielsweise Scrapie-Virus,
Creutzfeld-Jakob-Erkrankungs-Virus (CJD) und ähnliche Viren.
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Andere Kontaminanten, die aus biologischen Flüssigkeiten und
Extrakten unter Verwendung des erfindungsgemäßen
Filtrationssystems entfernbar sind, umfassen herkömmliche Viren, z.B.
AIDS (HIV), SV 40, Hepatitis, als auch virus-ähnliche
Teilchen, z.B. Prionen und ähnliche. Kombinationen derartiger
Verunreinigungen können ebenfalls entfernt werden.
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Nach ihrer Entfernung vom gereinigten Hormon oder einer
anderen Flüssigkeit werden die auf der Filtrationsmembran
verbliebenen
Kontaminanten hiervon abgewaschen und durch geeignete
Mittel, z.B. durch Verbrennung, Deponierung, Autoklavierung
oder Inaktivierung, beseitigt.
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Die gereinigte Flüssigkeit wird anschließend geeigneten
Techniken zur Lagerung, Handhabung, Verpackung oder einer anderen
Verarbeitung der Flüssigkeit unterworfen. Eine derartige
Verarbeitung kann die Gefriertrocknung (d.h. Lyophilisierung),
Lösungsmittelpräzipitation, Kühlen, Einfrieren (wie sie ist
oder in Lösung), Harnstoffbehandlung und ähnliches umfassen.
Eine oder mehrere dieser Techniken und/oder andere
Verarbeitungstechniken können verwendet werden.
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Die nachfolgenden Beispiele dienen zur weiteren
Veranschaulichung der Erfindung.
Beispiel 1
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Dieses Beispiel zeigt die Aufnahme des Scrapie-Agens in
Sorono's hGH (kommerziell erhältlich als "GRORM") und vergleicht
die Ausschlußfähigkeit sowohl der 25 nM und 100.000 MW
Ultrafilter und die Wirkung einer weiteren Behandlung mit 6 M
Harnstoff.
Verfahren
Virusquelle
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Hamstergehirne, die mit dem 263 K-Stamm von Scrapie infiziert
wurden, werden als "slow virus"-Kontaminante verwendet werden.
Es wurde gezeigt, daß das Scrapie-Agens die gleichen
biologischen und physiochemischen Eigenschaften wie das CJD-Agens
aufweist. Der dem Hamster angepaßte Scrapie-Stamm wurde wurde
wegen seiner kurzen Inkubationszeit (55-60 Tage nach der
intracerebralen (IC) Inokulation der höchsten Virusdosis) und
wegen seines großen Virusinfektivitätstiters von 10¹&sup0; LD&sub5;&sub0;/g
Gehirn ausgewählt).
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Den dem Hamster angepaßten 263 K-Stamm von Scrapie, isoliert
von Kimberlin und Walker (1977), applizierte man zweimal in
Syrischem Goldhamster durch intracerebrale (IC) Inokulation
mit 10% scrapie-infiziertem Gehirnhomogenat in
phosphat-gepufferter Saline (PBS), pH 7,4, durchlaufen. Die Hamstergehirne
wurde aseptisch aus terminalkranken Tieren entfernt und sofort
bei -80ºC eingefroren. Die Gehirne wurden aufgetaut und in
steriler phosphat-gepufferter Saline bei pH 7,4 auf eine
Endkonzentration von 10% homogenisiert. Die Suspension wurde bei
1500 g 30 Minuten lang zentrifugiert, und der Überstand wurde
in 5 ml Aliquote geteilt und bei -80ºC gefroren gelagert.
Scrapie-kontaminierte hGH-Aufreinigung
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Lyophilisiertes hGH (90% reine monomere menschliche
Wachstumshormonproteine) wird in 10,8 ml 0,01 M NH&sub4;HCO&sub3;, pH 8,0 gelöst;
1,2 ml der 10% gereinigten Suspension des mit dem 263 K-Stamm
von Scrapieinfizierten Hamstergehirns wird mit Ultraschall
behandelt (3x5 Sekunden) und zur hGH-Lösung gegeben, um ein
Endvolumen von 12 ml zu ergeben. Eine 2 ml Probe wird
entfernt, um den Infektivitätstiter zu bestimmen.
Hoher Titer-Challenge
(1,2 ml) gereinigte Scrapie-Hamster-Gehirne
und (10,8 ml) lyophilisiertes Serono hGH (324 mg)
(12 ml Gesamtvolumen
erste Testtitration, erwarteter Titer 5x10 /0,05 ml)
(-2 ml) Titer unverdünnt bis 10
(132 Hamster)
100.000 MW Filtration
zweiter Testtiter (-2 ml)
unverdünnt bis 10
(72 Hamster)
6 M Harnstoff
übernacht bei 4ºC
dritter Test
(Gesamtvolumen)
nur unverdünnt
(60 Hamster)
25nM Filtration
fünfter Testtiter (-2 ml)
unverdünnt bis 10
(72 Hamster)
Erster Test
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Der erwartete Titer war ungefähr 10&sup8;LD&sub5;&sub0;/ml oder 5x10&sup6;LD&sub5;&sub0;/0,05
ml. Die Probe wird um das 10-fache auf bis zu 10&supmin;¹&sup0; verdünnt.
0,05 ml Aliquote an Verdünnungen von unverdünnt bis 10&supmin;¹&sup0;
werden in 12 Hamster gespritzt (IC). (Zahl der Tiere: 12 x 11 =
132).
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Dieses in diesem und den nachfolgenden Tests zugegebene
Verdünnungsmittel war 0,01 M NH&sub4;HCO&sub3;-Puffer, pH 8,0.
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Die verbleibenden 10 ml wurden in zwei gleiche Aliquote von 5
ml aufgeteilt. Das 5 ml Aliquot (zweite Testtitration) wurde
mit 0,01 M NH&sub4;HCO&sub3; auf 100 ml verdünnt, und es passierte einen
Millipore 100.000 MW-Ausschluß-Ultrafilter. Das Filtrat wird
durch Ultrafiltration und Lyophilisation konzentriert, und das
Endvolumen wird auf 5 ml eingestellt. Eine 2 ml Probe wird für
die zweite Testtitration abgenommen.
Zweiter Test
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Die Probe wird 10-fach seriell bis zu 10&supmin;&sup5; verdünnt. 0,05 ml
Aliquote der unverdünnten und verdünnten Proben werden in die
12 Hamster injiziert (IC). (Zahl der Tiere: 12 x 6 = 72).
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Das verbleibende 3 ml-Filtrat wird mit 6 M Harnstoff wie folgt
behandelt:
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1. 1,40 g Harnstoff (Molekulargewicht 60,02, spezifisches
Volumen 0,756) wird zum 3 ml Aliquot gegeben, um eine
Endkonzentration von 6 M zu erhalten. Nach einer
Übernacht-Behandlung bei 4ºC wird die Lösung durch
Ultrafiltration gegen NH&sub4;HCO&sub3;-Puffer dialysiert, um den Harnstoff
zu entfernen. Die Lösung wird anschließend lyophilisiert
und in 3 ml 0,01 M NH&sub4;HC0&sub3;, pH 8,0, resuspendiert.
Dritter Test
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Das Gesamtvolumen, unverdünnt, wird in Hamster injiziert
(IC). (Zahl der Tiere: 60).
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2. Das zweite 5 ml-Aliquot durchläuft eine Serie von
Filtern, bestehend aus 220 nM, 40 nM und 25 nM. Das Filtrat
wird durch Ultrafiltration und Lyophilisation
konzentriert, und das Endvolumen auf 5 ml mit 10 mM
Ammoniumbicarbonat eingestellt. Eine Probe von 2 ml wird für die
fünfte Testtitration abgenommen.
Fünfter Test
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Die Probe wird 10-fach seriell auf bis zu 10&supmin;&sup5; unter Verwendung
von phosphatgepufferter Saline (PBS), enthaltend 100
Einheiten/ml Penicillin und 0,1 mg/ml Streptomycin, verdünnt. 0,05
ml Aliquote der unverdünnten und verdünnten Proben werden in
12 Hamster injiziert (IC). (Zahl der Tiere 12 x 6 = 72).
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Das verbleibende 3 ml-Filtrat wird wie folgt behandelt:
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3. 1,40 g Harnstoff (Molekulargewicht 60,02, spezifisches
Volumen 0,756) wird zum 3 ml-Aliquot gegeben, um eine
Endkonzentration von 6 M zu erhalten. Nach der
Übernacht-Behandlung bei 4ºC wird die Lösung durch Ultrafiltration
gegen NH&sub4;HCO&sub3;-Puffer dialysiert, um den Harnstoff zu
entfernen. Die Lösung wird anschließend lyophilisiert und in
3 ml 0,01 M NH&sub4;HCO&sub3;, pH 8,0, resuspendiert.
Sechster Test
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Das Gesamtvolumen, unverdünnt, wird in Hamster injeziert (IC).
(Zahl der Tiere: 60).
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Der Ultrafiltrationsvorgang bei 100.000 MW wurde unter
Verwendung einer Tangentialfiltration in einem Minitansystem
(Millipore), ausgestattet mit 8 Membranpaketen bei etwa 0,5 bar
Druck und 4ºC durchgeführt. Die 25 nm Filtration wurde in
einer 600 ml Millipore-Fülleinheit, ausgerüstet mit einem 0,47
mm Swinnex-Filterhalter von Millipore, durchgeführt.
Ergebnisse
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Die Wirkungen auf Laboratoriumsrestkontamination unter
Verwendung der oben beschriebenen Titrations- und
Filtrationsprodukte sind in den nachfolgenden Tabellen angegeben.
Tabelle I: erste Testtitration
Verdünnung
Inkubationszeit (Tage)
Zahl der injizierten Tiere
tot
überlebend
keine (unverdünnt)
keine Symptome
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Der Infektivitätstiter, berechnet nach dem Reed- und Muench-
Verfahren, ergibt eine LD&sub5;&sub0; von 105,5/0,05 ml (108,8/g Gehirn).
Tabelle II: zweiter Test (100.000 MW Filtration)
Verdünnung
Inkubationszeit (Tage)
Zahl der injizierten Tiere
tot
überlebend
keine (unverdünnt)
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Der Infektivitätstiter, berechnet nach dem Reed- und Muench-
Verfahren, ergibt eine LD&sub5;&sub0; von 103,1/0,05 ml (106,4/g Gehirn).
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Nach der 100.000 MW-Filtration ergibt sich eine Abnahme im
Infektivitätstiter von 2,4 log.
Tabelle III:
dritter Test (100.000 MW Filtration + 6 M Harnstoff)
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Das Gesamtvolumen des dritten Tests wurde intracerebral in 58
gesunde Hamster gespritzt. Ein Tier starb sofort nach der
Injektion. 46 Hamster zeigten klinische Symptome von
Scrapieerkrankungen 126,0 + 13,9 Tage nach der Injektion. Die anderen
11 Tiere blieben am Leben und zeigten keine klinischen
Symptome von Scrapie 180 Tage nach der Injektion. Die
Sterblichkeitsrate beträgt 80,7% und der Infektivitätstiter, berechnet
mit dem Inkubationszeitraum, ergibt eine LD&sub5;&sub0; von 102,9+1,3/g
Gehirn.
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Nach der 100.000 MW Filtration + 6 M Harnstoff ergibt sich
eine Abnahme im Infektivitätstiter von 5,9 + 1,3 log.
Tabelle IV: fünfter Test (25 nm Filtration)
Verdünnung
Inkubationszeit (Tage)
Zahl der
injizierten Tiere
tot
überlebend
keine (unverdünnt)
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Der Infektivitätstiter, berechnet nach dem Reed- und Muench-
Verfahren, ergibt eine LD&sub5;&sub0; von 103,4/0,05 ml (106,7/g Gehirn).
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Nach der 25 nm-Filtration ergibt sich eine Abnahme im
Infektivitätstiter von 2,1 log.
Tabelle V: sechster Test (25 nm-Filtration + 6 M Harnstoff)
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Das Gesamtvolumen des sechsten Tests wurde intracerebral in 53
gesunde Hamster injiziert. Ein Tier starb sofort nach der
Injektion. 50 Hamster zeigten klinische Symptome von Scrapie
111,7 + 10,6 Tage nach der Injektion. Die anderen zwei Tiere
blieben am Leben und zeigten keine klinischen Zeichen von
Scrapie 180 Tage nach der Injektion. Die Sterblichkeitsrate
beträgt 96,2%, und der Infektivitätstiter, berechnet mit dem
Inkubationszeitraum, ergibt eine LD&sub5;&sub0; von 104,2+1/g Gehirn.
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Nach der 25 nm-Filtration + 6M Harnstoff ergibt sich eine
Abnahme im Infektivitätstiter von 4,6 ± 1,0 log.
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Die Proben, die gemäß der Erfindung verarbeitet wurden (d.h.
Ultrafiltration unter Verwendung der 100.000
MW-Ausschlußmembran mit oder ohne dem zusätzlichen Harnstoff-Kontaktschritt)
zeigten geringere Infektivitätsraten. Im allgemeinen wurde
durch die vorliegende Ultrafiltration die Infektivität um
99,6% verringert, d.h. vergleichbar mit Werten, die erhalten
wurden, wenn die Proben unter Verwendung eines 25
nm-Filtrationssystems filtriert wurden.
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Die Wirkungen der Filtration auf die Infektivität ist in
Tabelle VI angegeben.
Tabelle VI
Experimentelle (s) Verfahren - Proben
Infektivität(a) Titer (log)
Abnahme der Titer (log)
Kontrolle - A
Filtration (100.000 MW) - B
Filtration (25 nm) - C
Filtration (B) + Harnstoff - BU
Filtration (C) + Harnstoff - CU
(a) Die Infektivitätstiter sind als - log&sub1;&sub0; LD&sub5;&sub0; i.c.
Einheiten/ g Gehirn ausgedrückt (Am. J. Hyg. 1938; 27; 493-97).
(b) Der Infektivitätstiter, bestimmt durch die
Inkubationszeit (J. Comp. Path. 1969; 79; 15-22).
-
Wenn das 100.000 MW-Ausschluß-Filtrat 6 M Harnstoff (BU)
ausgesetzt wurde, war eine stärkere Inaktivierungswirkung zu
beobachten als wenn das 25 nm-Filtrat (CU) der gleichen
Behandlung unterworfen wurde. Die mittlere Anzahl an Tagen von der
Injektion bis zum Auftreten klinischer Symptome betrug 136,5, ±
4,0 (Mittelwert + SEM) für BU und 114 2 ± 2,3 Tage für CU. Der
Unterschied war anhand des Studenten-T-Tests und des
Wilcoxon-Tests beim Level p < 0,0001 statistisch signifikant. Die Zahl
der betroffenen Tiere für BU beträgt 54 aus 58 Tieren und für
CU 52 aus 52. Dieser Unterschied ist anhand der
chi-Quadratanalyse signifikant, P = 0,0207. Der Grund, weshalb die
Kombination der Filtration durch ein 25 nm-Filter + Harnstoff
einen geringeren Grad an Scrapie-Entfernung zeigte als die
100.000-Ausschluß-Filtration aus 6 M Harnstoff ist zu diesem
Zeitpunkt nicht erklärbar.
-
Im vorliegenden Experiment wurden die zwei kombinierten
Verfahren (100.000 MW-Ausschluß-Filtration + Reinigung des
Filtrats mit 6 M Harnstoff) auf ein hoch-infektiöses
Gehirnhomogenat mit einem Infektivitätstiter von 10 (8,8) log/g
angewandt. Diese zwei Verfahren verringerten die Infektivität um
etwa 6 log ohne die Anwendung von irgendwelchen vorhergehenden
Schritten oder anschließenden Reinigungsschritten.
-
Wenn die erfindungsgemäßen Schritte auf bereits gereinigtes
hGH angewandt werden, vergrößern sie die Sicherheitsspanne von
hGH oder irgendeinem anderen Produkt, bei welchem diese
Verfahrensschritte anwendbar sind. Das Produkt sollte deshalb,
selbst wenn moderne Technologien verwendet werden, weiterhin
diesen zwei Verfahren ausgesetzt werden, da sie die Sicherheit
des Produkts signifikant erhöhen. Demgemäß ist die
Ko-Verwendung des Filtrationsverfahrens oder des Filtrationsverfahrens
mit der Zugabe von Harnstoff alleine und mit anderen
Reinigungsverfahren wünschenswert.
Beispiel 2
-
Dieses Beispiel zeigt die Behandlung einer Lösung des humanen
Menopausen-Gonadotropins (HMG), welches aus Urin unter
Verwendung der 100.000 Dalton-Ausschlußmembran gewonnen wurde.
-
120 ml der Harn-HMG-Lösung (in Wasser) wurden aus der
konzentrierten Lösung vor dem letzten Präzipitationsschritt der HMG-
Herstellung abgenommen. Sie weist die folgenden Eigenschaften
auf:
-
Menge = 120 ml aus 3281 Liter Urin;
-
Analyse der Lösung:
-
Proteine - 4,17 mg/ml Gesamtproteine = 500 mg;
-
FSH (Biol.) = 1258 UI/ml, entsprechend 46 UA/1 Urin
-
pH = 7,3;
-
Diese Lösung wurde mit NH&sub4;HCO&sub3;, 0,1 M, pH 8 auf einen Liter
verdünnt.
-
Die Endlösung wurde tangential unter Verwendung einer 100.000
Ausschluß-PTHK-Membran von Millipore in einer Kassette bei 1
kg/cm² Druck und 6 ± 2ºC Temperatur filtriert. Die Filtration
wurde durchgeführt, bis man ein Volumen von 200 ml erhielt;
anschließend wurde die Konzentrierung 12 mal wiederholt, wobei
jeweils 200 ml NH&sub4;HCO&sub3;, 0,1 M, pH 8 entsprechend dem
nachfolgenden Fließschema zugegeben wurden.
-
Ausgangslösung = 500 mg Protein.
-
Nach dem 100.000-Ausschluß
Filtrat
Zurückgehaltener Anteil
total
Volumen
Filtrat
zurückgehalten
Effizienz
-
Das oben erhaltene Filtrat wurde über eine 100.000
Dalton-Ausschlußmembran gegeben, und man erhielt:
-
Eingesetzte Gesamtproteine = 431 mg.
-
Wiedergewinnung der Proteine:
-
- Gesammeltes Konzentrat = O.D.x ml = 0,83 x 410 ml = 340 mg.
-
- Filtrat = 0
-
Proteinverlust vom Ausschluß von 10.000 = 431 - 340 = 91 mg.
-
Effizienz =
-
Das Fließschema des Beispiels II ist wie folgt:
FLIEßSCHEMA
ULTRAFlLTRATlONSAUSSCHLUß 100.000 MW
Ausgangslösung 120ml
Verdünnung auf 1 l
Konzentrierung durch
Ultrafiltration Aus schluß 100.000
konz.
Ultrafiltration Ausschluß 100.000
züruckbehalten
Präzipitation sammeln
entspricht
Filtrat
fortschreitende Wiedergewinnung %
Anmerkung: (1) SDS-Elektrophorese zeigt weniger an geringern Molekulargewichten
(2) O.D. = optische Dichte
Gesamtfiltrat (aus Ausschluß 100.000)
Konzentrierung Ausschluß 10.000
Präzipitation sammeln
Filtrat
Gewichtsausbeute : 0,104 mg/l Urin
FSH-Akivität = 262 IU/l (Bioassay)
Beispiel 3
-
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ausbeuten, die erhalten
wurden, wobei das erfindungsgemäße Verfahren zum Filtrieren
eines Teils eines Fabrikationsansatzes im Vergleich mit dem
anderen, normal behandelten Teil verwendet wurde.
-
Der FSH-Gehalt des Ausgangsschritts betrug: 46 I.U./l Urin.
Zusammenfassung des Experiments verglichen mit einem typischen
Fabrikationsansatz des follikel-stimulierenden-Hormons (FSH)
Fabrikationsansatz
A zurückbehalten
B Filtrat
Ausbeute mg/1 Urin
Ausbeute FSH UI/1 Urin
FSH spezifische Aktivität UI/mg
%-Ausbeute bezüglich der
Ausgangslösung (46 UI/1 Urin)
-
Die Gesamtausbeute des
100.000-Ausschluß-Ultrafiltrationsverfahrens plus Ausschluß 10.000 bezüglich der
Fabrikationsausbeute betrug:
Beispiel 4
-
Unter Verwendung ähnlicher Verfahren, wie sie im Beispiel 1
verwendet wurden, kann SV 40-Virus aus menschlichem Urin
entfernt werden. Es wird erwartet, daß die Ergebnisse der
Tiertests eine verringerte Infektivität zeigen, wenn 100.000
Dalton-Ausschlußmembrane verwendet werden. Eine Verdünnung
und/oder die Zugabe von Harnstoff sollte die Herabsetzung der
Infektivität unterstützen.
Beispiel 5
-
Unter Verwendung ähnlicher Verfahren, wie sie im Beispiel 1
verwendet wurden, kann das AIDS-Virus aus Urin und anderen
menschlichen biologischen Flüssigkeiten entfernt werden. Die
Ergebnisse der Tiertests sollten zeigen, daß die Filtration
mit der erfindungsgemäßen Membran die Infektivität herabsetzt.
Weiterhin sollte eine Verdünnung und/oder die Verwendung von
Harnstoff allgemein helfen, die Aktivität irgendwelcher
Restviren im gereinigten Material zu verringern.
Beispiel 6
-
Der nachfolgende Text wurde aus einem Protokoll entnommen,
welches entwickelt wurde, um die Entfernung von Simian-Virus
40 aus menschlichem Wachstumshormon durch ein PTHK-Membran-
Reinigungsverfahren zu untersuchen.
Ziel
-
Bestimmung der Viruseigenschaften der PTHK-Membran unter
Verwendung von Simian-Virus 40 (SV40), welches im Permeat nach
der Filtration erscheint.
-
Die Anfangsuntersuchung soll den Einfluß der kritischen
Leistungsvariablen auf die Entfernung eines herkömmlichen
Modellvirus, SV40, und auf die gleichzeitige Passage des
menschlichen Wachstumshormons unter Verwendung der
Millipore-PTHK-Membran, eingebaut in einer Minitan-Vorrichtung, untersuchen. Die
erste Aufgabe ist, die Wirkung des Ansatzvolumen auf das
Membran-Oberflächenverhältnis zu untersuchen, wenn der Betrieb
bei einem Transmembrandruck von 0,5 bar erfolgt. Diese
Betriebsbedingung stimmt überein mit dem Produktionsvorgang bei
genau 1/10tel. Die zweite Aufgabe ist es, die Wirkung der
Betriebsbedingungen zu untersuchen, das Verhältnis der
Permeat-Fließgeschwindigkeit zur Retentat-Fließgeschwindigkeit, wobei
das Beanspruchungsverhältnis Volumen zu Oberfläche entspannt
wird. Zwei Betriebsbedingungen sollen in dieser Weise
untersucht
werden. Alle anderen Verfahrensbedingungen, d.h. die
Harnstoffbehandlung, die Zahl der Waschschritte usw., werden
so ausgelegt, daß sie das tatsächliche Herstellungsverfahren
simulieren.
Testgegenstand
-
Herkunft: Ares-Serono
-
Name : PTHK in der Minitan-Konfiguration
-
Herkunft: Millipore
Positive Kontrolle
-
Simian-Virus 40 (SV40)-Herkunft: Virology Department,
Microbiological Associates, Inc.
Testsystem
-
Testsystem : Vero-Zellen für den SV40-Virustest wurden im
Biotechnology Services Department Laboratory gehalten.
Die Verfahren, um die Veränderung in der Menge des
vorliegenden SV40 in den Proben zu beobachten, verwenden
Virus-Standard-Quantifizierungsverfahren.
Experimentelle Gestaltung und Verfahren
-
A. Die Testgegenstandlösung wird mit SV40 versetzt und über
ein Filtrationsschema geführt, welches die Filtration bei
verschiedenen Betriebsbedingungen einschließt. Proben
werden bei verschiedenen Schritten während dem
Filtrationsverfahren wie unten beschrieben gesammelt, und die
Proben werden bei -70ºC gelagert, bis sie auf den
Plaquetiter hin untersucht werden.
-
B. Der Aufbau und die Durchführung der Filtrationsverfahren
steht unter der Verantwortlichkeit des Sponsors. Die
Testvorrichtung stellt SV40 bereit, mit dem die Probe
versetzt wird, und sie entnimmt die Proben aus den
angegebenen
Reinigungsschritten für den anschließenden
Plaquetest. Die Zielkonzentration des unterzumischenden
Virus wird etwa&sup6; pfu/ml nach der Verdünnung im Testmaterial
betragen.
-
Die Plaquetests werden bei geeigneten Verdünnungen
durchgeführt, um genaue Titer zu ergeben (Maximum von 3 pro Probe) in
abgestimmter Salzlösung (wie unten angegeben).
Verfahren
A. Protokoll A
-
1.0 Lyophilisiertes h-GH wird in 285 ml 0,01 M
Ammoniumbicarbonatpuffer auf 2 mg/ml eingestellt. Drei 1 ml
Proben werden für den SV-40- und h-GH-Test
zurückbehalten und bei -70ºC gelagert (A1).
-
2.0 Die 285 ml der h-GH-Stammlösung werden mit 15 ml der
SV40-Stammlösung bei etwa 2 x 10&sup7; pfu/ml (eine 1/20
Verdünnung) inokuliert, um einen Endtiter von 10&sup6;
pfu/ml zu ergeben. Drei 1 ml Proben dieser
inokulierten Lösung werden für SV-40- und h-GH-Tests
zurückbehalten und bei -70ºC gelagert (A2). Dieses
beimpfte Material wird in drei gleiche Aliquots von
100 ml, je zur Einbringung in die
Filtrationsvorrichtung der Protokolle A1, A2, und A3, getrennt.
A.1. Protokoll A1
-
1.0 100 ml des beimpften Materials werden durch eine
PTHK-Minitan (8 Stapel) bei 0,5 bar
Transmembrandruck filtriert. Eine Reihe von 9 Waschungen wird
durchgeführt, um die gesamte Menge des h-GH
wiederzugewinnen. Jeder Waschschritt besteht aus dem
Filtrieren von 100 ml Lösung, bis das Ausgangsvolumen
auf zwischen 15 bis 20 ml verringert wurde. Dieses
verbleibende Volumen wird wiederum auf bis zu 100 ml
mit 0,01 M Ammoniumbicarbonatlösung vor dem nächsten
Waschschritt verdünnt. Nach der ersten Filtration
und den 9 Waschungen gibt sich ein Endvolumen von
800-850 ml des filtrierten Produkts.
-
2.0 Drei 1 ml Proben dieses filtrierten Produkts werden
zurückbehalten und bei -70ºC zur Analyse (A3) von
sowohl SV-40 als auch h-GH gelagert.
-
3.0 100 ml dieses filtrierten Produktes werden auf etwa
10 ml unter Verwendung eines PTGC-Minitan S-Systems
konzentriert. Diese 10 ml werden zurückbehalten
(A4), bei -70ºC gelagert und auf SV-40 und h-GH
getestet.
-
4.0 Zu den verbleibenden 700-750 ml PTHK-filtriertem h-
GH wird Harnstoff zugegeben, um eine
Harnstoffkonzentration von 6 M zu erhalten. Diese Lösung wird
über Nacht (16 Stunden) bei 4ºC gelagert.
-
5.0 Eine Reihe von 7 0,01 M Ammoniumbicarbonatwaschungen
unter Verwendung eines PTGC-Minitans wird
durchgeführt, um den Harnstoff nach der Behandlung zu
entfernen. Das Anfangsvolumen von 750 ml wird auf 100
ml verringert. Anschließend wird 1 l 0,01 M
Ammoniumbicarbonat zugegeben. Dieses Lösungsvolumen wird
wiederum auf 100 ml verringert. Dieses
Waschverfahren wird insgesamt sieben mal wiederholt, um den
Harnstoff zu entfernen. Nach den Waschungen wird das
System mit bis zu 300 ml 0,01 M Ammoniumbicarbonat
gewaschen, um das gesamte h-GH wiederzugewinnen.
-
6.0 Drei 4 ml Proben dieses derart verarbeiteten h-GH-
Produkts werden zurückbehalten und bei -70ºC
gelagert,
um später SV-40 und h-GH-Analysen
durchzuführen (A5).
A.2. Protokoll A2
-
1.0 100 ml des beimpften Materials werden durch eine
PTHK-Minitan (1 Stapel) bei einer 1:1 Filtrat zu
Permeat-Fließgeschwindigkeitsaufspaltung filtriert.
Die h-GH-Lösung wird wie im Protokoll A.1.1
beschrieben bei diesen Bedingungen gewaschen.
-
2.0 Drei 1 ml Proben des filtrierten Produktes werden
zurückbehalten (A6) und bei -70ºC für SV-40- und h-
GH-Analysen gelagert.
A.3. Protokoll A3
-
1.0 100 ml des beimpften Materials werden durch eine
PTHK-Minitan (1 Stapel) bei einer 5:1 Filtrat zu
Permeat-Fließgeschwindigkeitsaufspaltung filtriert.
Die h-GH-Lösung wird wie im Protokoll A.1.1
beschrieben bei diesen Bedingungen gewaschen.
-
2.0 Drei 1 ml Proben des filtrierten Produkts werden
zurückbehalten (A7) und bei -70ºC für SV-40- und h-
GH-Analysen gelagert.
C. Kontrollen
C.1. Einfrier-Auftau-Kontrolluntersuchung
-
Aufgabe: Es sollte bestimmt werden, ob SV40 bei
Konzentrationen, die etwa denen der Proben in Protokoll A
entsprechen, bei -70ºC eingefroren und aufgetaut werden
kann, um den Virustiter zu bestimmen.
-
1.0 SV40-Stammlösung bei 10&sup7; pfu/ml wird seriell verdünnt
auf 10, 10² und 10³ pfu/ml in 0,01 M
Ammoniumbicarbonat.
-
2.0 Man läßt 1 ml Proben von jeder Konzentration bei
Raumtemperatur für eine Zeitdauer stehen, die gleich
ist zu der im Protokoll A (etwa 4 Stunden) und
testet sofort auf SV-40 ohne weitere Behandlung
(C1).
-
3.0 Aliquote aller drei Konzentrationen werden bei -70ºC
für eine Zeitdauer eingefroren, die der im Protokoll
A1 verwendeten Lagerzeit gleicht.
-
4.0 Alle drei Konzentrationen werden auf Raumtemperatur
aufgetaut und auf SV-40 getestet (C2).
C.2. Gepufferte Toxizität (Arnmoniumbicarbonat und h-GH)
-
Aufgabe: Es soll die Toxizität sowohl von 0,01 M
Ammoniumbicarbonatpuffer und h-GH in diesem Puffer auf den
SV40-Plaquetest bestimmt werden.
-
1.0 Eine Lösung von 0,01 M Ammoniumbicarbonat wird mit
der SV-40-Stammlösung auf eine Konzentration von 10&sup4;
pfu/ml versetzt. Diese Probe wird auf SV-40 getestet
(C8) und der Titer mit dem der SV-40-Standardkurve
verglichen.
-
2.0 0,01 M Ammoniumbicarbonat wird seriell 10 x (Probe
C9) und 100 x (Probe C10) in Gewebekulturmedium
verdünnt. Jede dieser Proben wird mit SV-40-Stammlösung
auf eine Konzentration von 10&sup4; pfu/ml beimpft und
getestet.
-
3.0 SV-40-Stammlösung mit 10&sup7; pfu/ml wird 1/20 verdünnt
in h-GH-Stammlösung in 0,01 M Ammoniumbicarbonat, um
eine SV40-Endkonzentration von etwa 10&sup6; pfu/ml
herzustellen. Diese Lösung wird auf SV-40-Titer getestet
(Probe C7).
C.3. 6 M Harnstoff-Kontrolle
-
Aufgabe: Es soll die Virusinaktivierungsfähigkeit einer
Behandlung mit 6 M Harnstoff von SV-40-Virus bestimmt
werden.
-
1.0 5 ml der SV40-Stammlösung werden verwendet, um 95,0
ml der h-GH-Stammlösung bei 2 mg/m1 in 0,01 M
Ammoniumbicarbonat auf eine Endkonzentration von 10&sup6;
pfu/ml SV40 zu beimpfen.
-
2.0 Drei 1 ml Proben werden abgenommen (C3) und bei
-70ºC für SV-40- und h-GH-Analysen auf bewahrt.
-
3.0 Harnstoff wird auf eine Endkonzentration von 6 M
Harnstoff zugegeben und 16 Stunden bei 4ºC
stehengelassen.
-
4.0 Der Harnstoff wird durch Filtration unter Verwendung
einer PTGC-Minitan, wie im Protokoll A.1.
beschrieben, entfernt.
-
5.0 Drei 4 ml Proben dieser filtrierten Lösung werden
für SV-40- und h-GH-Analysen zurückbehalten und
bei -70ºC gelagert (C4).
C.4. 10 K Dalton UF-Kontrolle
-
Aufgabe: es soll die PTGC-Minitan bewertet werden.
-
Anmerkung: Proben aus diesem Experiment werden nur falls
erforderlich gelagert und analysiert, d.h. die Probe A4
zeigt einen signifikanten SV40-Verlust.
-
1.0. 5 ml der SV40-Stammlösung werden mit 95 ml der h-GH-
Stammlösung in 0,01 M Ammoniumbicarbonat bei 2 mg/ml
auf eine Endkonzentration von etwa 10&sup4; pfu/ml SV40
vermischt.
-
2.0 Drei 1 ml Proben werden zurückbehalten (C5) und
bei -70ºC für die SV-40-Analyse gelagert.
-
3.0 Die beimpfte Lösung wird unter Verwendung der PTGC-
Minitan auf ein Endvolumen von etwa 10 ml
konzentriert.
-
4.0 Drei 1 ml Proben des 10 ml Volumens werden
zurückbehalten und bei -70ºC gelagert (C6).
Materialien
-
1.0 SV40-Stammlösung mit 2 x 10&sup7; pfu/ml.
-
2.0 Lyophilisiertes h-GH : 1,5 g.
-
3.0 Ammoniumbicarbonat.
-
4.0 Harnstoff.
-
5.0 Steriles Wasser.
-
6.0 Filtereinheiten.
-
Protokoll A: 10 PTHK-Minitan-Pakete
-
4 PTGC-Minitan-Pakete
-
4 Minitaneinheiten
-
Membran: Zwei Membrane werden aus PLMK, PKMK und
PZHK ausgewählt.
-
Die Auswahl wird auf der Grundlage der h-
GH-Passage durchgeführt.
-
Die h-GH-Passage wird bei Millipore in
Bedford unter Verwendung von h-GH, welches von
Ares-Serono an Millipore gesandt wurde,
vorherbestimmt.
Proteinbestimmung
-
Die Proteinbestimmung bei den Feed- und Permeatlösungen wird
mit Hilfe des Farbbindungsverfahrens von Brandford
durchgeführt (Anal. Biochem. 72,248 (1976)).
-
Es wird das BioRad-Proteintest-Farbreagenz auf (500-006)
verwendet. Beim Standard handelt es sich um gereinigtes
Hypophysen-hGH (1 mg/ml), welches bei -20ºC oder darunter gelagert
wird.
-
1. Das Testverfahren ist wie folgt
-
a. Standardkurve
-
Die Standardkurve wird für jeden neuen Behälter mit
Farbreagenzkonzentrat bestimmt.
Hypophysen-hGH (0,1 mg/ml)
Destilliertes Wasser
Farbreagenzkonzentrat
-
* Die Spalten repräsentieren Volumina in µl
-
* Die Tests wurden dreifach durchgeführt, mit
Ausnahme der Blindwertlösung.
-
* Nach einer Inkubation von 15 Minuten werden die
OD (595 nm) der Standardproben gegen den
Reagenz-Leerwert aufgezeichnet.
-
* Die Standardkurve wird dadurch erhalten, daß
die OD (595 nm) gegen die Konzentrationen des
Standards aufgetragen wird.
-
* Die Steigung der Standardkurve wird
anschließend berechnet.
-
b) Präperation der hGH-Probe
-
* Die hGH-Lösung wird mit destilliertem Wasser
verdünnt, um etwa 1-2 mg Protein/ml zu
erhalten.
-
* Ein geeignetes Volumen der verdünnten Probe,
enthaltend 5 bis 20 ug, wird in die
Teströhrchen gegeben. Das Gesamtvolumen wird mit Wasser
auf 800 aufgefüllt.
-
* 200 µl des Farbreagenzkonzentrats werden
anschließend zugegeben und vermischt.
-
* Die OD (595 nm) wird nach 15 Minuten Inkubation
gegen den Reagenz-Leerwert aufgezeichnet.
-
2. Bestimmung der hGH-Konzentration:
-
OD (hGH) x Steigung der Standardkurve/Volumen der verdünnten Probe = ... µg/ml
Probenkennzeichnung
Proben code
Probenkennzeichung
Volumen pro Probe (ml)
geschätzte Konzentration (pfu/ml)
Anzahl an Verdünnung
Stamm rekonstituiert h-GH
Beimpfter h-GH-Feed h-GH
h-GH nach PTHK-Filtration gemäß Protokoll A1
h-GH nach PTHK-Filtration, konzentriert 10x über 10.000 Dalton Ultrafiltration
Harnstoffgewaschene h-GH-Lösung nach Harnstoffentfernung
h-GH nach PTHK-Filtration gemäß Protokoll A2
h-GH nach PTHK-Filtration gemäß Protokoll A3
Probenkennzeichnung
Probencode
Probenkennzeichung
Volumen pro Probe (ml)
geschätzte Konzentration (pfu/ml)
Anzahl an Verdünnungen
Einfrieren/Auftauen Kontrolle
SV40-Stammlösung, verdünnt auf 10³ pfu/ml
SV40-Stammlösung, verdünnt auf 10² pfu/ml
SV40-Stammlösung, verdünnt auf 10 pfu/ml
Aufgetaute Kontrollen
6 M Harnstoff Kontrolle beimpfter hGH-Feed bei 10&sup6; pfu/ml
Harnstoff-behandeltes h-GH nach Harnstoffentfernung über 10.000 Dalton UF-Waschschritt
10.000K-UK-Kontrolle: beimpfter h-GH-Feed bei 10&sup4; pfu/ml
Retentat nach 10.000 Dalton UF 10-fache Konzentration
Puffertoxizität: beimpftes h-GH bei 10&sup6; pfu/ml
Puffertoxizität: Ammoniumbicarbonat puffer
Ammoniumbicarbonat verdünnt 10x in Gewebekulturmedium
Ammoniumbicarbonat verdünnt 100x in Gewebekulturmedium
-
Anhand der oben beschriebenen Beispiele konnte gezeigt werden,
daß die Filtration unter Verwendung der 100.000 Dalton
Ausschluß-Filtermembran in einem Kassettensystem mit einem
gereinigten Extrakt gereinigte Hormonextrakte menschlichen oder
anderen Säugetier-Ursprungs ergibt, aus denen virale
Kontaminanten effektiv entfernt wurden. Das erfindungsgemäße
Verfahren ist demnach ein industriell anwendbares Verfahren, durch
welches biologische Flüssigkeiten in einem kommerziellen
Maßstab gereinigt werden können. Weiterhin verringert die in
dieser Anmeldung offenbarte Verwendung von Harnstoff als ein
Dekontaminationsmittel und die Verwendung anderer Techniken,
z.B. von Verdünnungstechniken, die Wahrscheinlichkeit, daß
virale Infektionen an Empfänger von biologischen
Flüssigkeiten, die erfindungsgemäß behandelt wurden, weitergegeben
werden.
-
Es ist selbstverständlich, daß der Fachmann an der Erfindung
vernünftige Veränderungen vornehmen kann, ohne hierdurch vom
Erfindungsgedanken abzuweichen.