DE3885114T2 - Opto-elektronische Druckbalken. - Google Patents

Opto-elektronische Druckbalken.

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DE3885114T2
DE3885114T2 DE88300467T DE3885114T DE3885114T2 DE 3885114 T2 DE3885114 T2 DE 3885114T2 DE 88300467 T DE88300467 T DE 88300467T DE 3885114 T DE3885114 T DE 3885114T DE 3885114 T2 DE3885114 T2 DE 3885114T2
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft opto-elektronische Geräte, die in Druckern benutzt werden, und insbesondere einen Flüssigkristall-Druckstab unter Benutzung von Dünnfilm-Transistoren.
  • Druckstäbe werden rasch eine notwendige Komponente bei Druckern und bei elektronischen Multifunktions-Reprographiesystemen. Der optische Druckstab bietet den Komfort, daß der Bürokopierer als ein Computerdruckgerät dienen kann, während er seine Verwendung als Kopierer beibehält. Es ist auch möglich, den Kopierer bei Faksimile-Übertragungen zu benutzen. Die Verwendung von Flüssigkristallen in verschiedenen Ausgestaltungen ist wohl bekannt. Z.B. beschreibt US-A-4 385 292 eine segmentierte Flüssigkristall-Anzeige und ein System zum Ansteuern der Anzeige, welches Dünnfilm-Transistoren umfaßt, die mit einer Vielzahl von in Segmente aufgeteilten Anzeigeelektroden gekoppelt sind. US-A-4 386 352 beschreibt eine Flüssigkristall-Matrixanzeige, welche eine Dünnfilmtransistor-Anordnung umfaßt, und US-A-4 403 217 beschreibt eine Multiplex-Flüssigkristallanzeige, die eine dielektrische Dünnfilm-Schicht umfaßt. US-A-3 936 172 lehrt die Verwendung von Flüssigkristall-Material an der Plattenstation in einer Reproduktions-Maschine, um vorbestimmte Bereiche eines Originaldokumentes zu maskieren.
  • Es ist auch bekannt, lichtemittierende Dioden (LEDs) bei alphanumerischen Geräten einzusetzen. Beispielsweise lehrt das IBM Technical Disclosure Bulletin, Bd. 13, Nr. 12, Mai 1971 die wahlweise Anregung lichtemittierender Dioden durch einen Computer, um Bildmuster zu erzeugen. Zusätzlich beschreibt US-A-3 438 057 die parallele Anregung von ausgewählten aus einer Vielzahl von Festkörper-Lichtemittern, die in einer linearen Anordnung mit einer Aufzeichnungsstation ausgerichtet sind zum Aufzeichnen von Mehrkanaldaten an einem photographischen Film. US-A-3 850 517 benutzt eine Reihe von LEDs und die Bewegung eines Photoleiters für die Vertikalabtastung. Andere Anwendungen einer Anordnung von Festkörper-Lichtemittern bestehen in der Beleuchtung eines Dokuments, wie in US-A-3 967 893 beschrieben.
  • Es ist auch bekannt, einen Druckkopf mit einer ferroelektrischen Flüssigkristall-Lichtblendenanordnung zu versehen. Der Kopf ist aus einer Fluoreszenzlampe, einer Lichtblendenanordnung unter Benutzung von Flüssigkristallen und einer Fokussierungslinse aufgebaut, wie im SID '85 Digest, Seiten 373-376 vom Mai 1985 beschrieben. Zusätzlich beschreibt SID '86 Digest, Seiten 263-265 eine Flüssigkristallblende für einen Drucker aufgrund eines doppelfrequenz-adressierten G.H Modus und die Veröffentlichung Technology vom Mai 1986 beschreibt allgemein die Verwendung von Flüssigkristallblenden zur Lichtsteuerung und bei berührungsfreien Druckern.
  • Eine Schwierigkeit bei bekannten Druckstäben liegt allgemein in der Kompliziertheit und den Kosten des Druckstabes, wie auch in der Schwierigkeit, eine hohe Auflösung und Geschwindigkeit bei der Verwendung als Drucker zu erzielen.
  • Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen neuen und verbesserten Druckstab unter Benutzung von Flüssigkristallblenden zu schaffen.
  • Dementsprechend wird durch die vorliegende Erfindung ein opto-elektronisches Gerät geschaffen, wie es in den angefügten Ansprüchen beansprucht ist.
  • Für ein besseres Verständnis der vorliegenden Erfindung kann auf die beigefügte Zeichnung verwiesen werden, bei der die gleichen Bezugszeichen gleichen Teilen zugeordnet wurden und bei der:
  • Fig. 1 die Gesamt-Druckergestaltung darstellt;
  • Fig. 2 die Einzelheiten eines typischen Druckstabes darstellt;
  • Fig. 3 die Anordnung der Dünnfilm-Transistoren (TFT) und Flüssigkristallzellen entsprechend der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • Fig. 4 ein Blockschaltbild der Steuerung eines Druckstabes, eines Flüssigkristalls und einer TFT-Anordnung nach der vorliegenden Erfindung ist;
  • Fig. 5 die Zeitgabesignale für den "Ein"- und "Aus"-Zustand des Druckstabes darstellt;
  • Fig. 6 eine zweite Ausführung einer Steuerung der TFT und der Flüssigkristall-Anordnung entsprechend der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • Fig. 7a bis 7h die Zeitgabe-Impulsformen für die in Fig. 6 dargestellte Steuerung darstellen, und
  • Fig. 8a und 8b einen anderen erfindungsgemäßen Betriebsmodus darstellen.
  • Mit dem Systemschaubild der Fig. 1 ist ein elektrophotographischer Drucker 10 gezeigt, der einen Flüssigkristall-Bildstab 12 verwendet. Der Drucker 10 enthält eine Reihe von Bearbeitungsstationen, durch welche ein als ein endloses Band ausgebildetes photoleitendes Teil 14 hindurchläuft.
  • Beginnend mit der Abbildungsstation 16, an der das latente elektrostatische Abbild gebildet wird, schreitet das photoleitende Band 14 in Pfeilrichtung um die Führungswalzen 18a, 18b und 18c fort, vorbei an der Entwicklungsstation 20, der Übertragungsstation 22, der Reinigungsstation 24, der Löschlampe 26 und dem die Vorladungs-Korona erzeugenden Gerät 28 vor der Rückkehr zu der Abbildungsstation. An der Entwicklungsstation 20 führt eine rotierende Magnetbürste oder ein Schaufelrad 30, die/das in einem Trichter 32 sitzt, Tonerpartikel 34 zur Oberfläche des photoleitenden Teils 14 bei seiner Bewegung um die Führungswalze 18a zu. Die Tonerpartikel 34 sind mit entgegengesetzter Polarität zu den Ladungen aufgeladen, die durch das korona-erzeugende Gerät 28 dem photoleitenden Teil mitgeteilt werden, und zwar entweder durch ein reibungselektrisches Aufladeverfahren oder durch ein (nicht dargestelltes) Korona-Erzeugungsgerät oder durch beides. Die Tonerpartikel werden durch das auf dem photoleitenden Teil an der Abbildungsstation aufgezeichnete latente elektrostatische Bild angezogen und festgehalten, so daß sie das latente Bild entwickeln und sichtbar werden lassen. Das entwickelte Bild wird an der Übertragungsstation 22 einem permanenten Material 36 wie Papier übertragen. Nach der Übertragung des entwickelten Bildes läuft das photoleitende Teil an der Reinigungsstation 24 vorbei, an der alle restlichen Tonerpartikel entfernt werden.
  • Für Zufuhr des Papiers sorgt eine Zuführwalze 38, und es wird mittels Antriebswalzen 40 durch die Übertragungsstation gezogen und mittels Antriebswalzen 44 durch eine Tonerpartikel-Schmelzstation 42, und hier wird das entwickelte Abbild durch Schmelzwalzen 46, die Wärme und Druck auf das entwickelte Bild übertragen, permanent an dem Papier befestigt. Eine Schneideanordnung 48 schneidet das Papier 36 mit den daran befestigten Bildern in getrennte Blätter, während das Papier sich zu einem Sammelfach oder einem (nicht dargestellten) Sorter begibt. Nach der Übertragung des entwickelten Bildes wird das photoleitende Teil 14 an der Reinigungsstation 24 vorbeibewegt, welche alle restlichen Tonerpartikel entfernt, die nicht auf das Papier übertragen wurden. Eine weiche Drehbürste 55, die in einer Kammer 52 sitzt, entfernt restlichen Toner von dem photoleitende Teil 14, und eine einzelne unter elektrischer Vorspannung vorstehende leitfähige Walze 44 wird benutzt, um die Tonerpartikel von der Bürste 50 abzunehmen. Ein üblicher (nicht dargestellter) Flackerstab ist so angeordnet, daß er bei der Abnahme der Tonerpartikel von der weichen Bürste hilft, und eine Kratzklinge 56 wird bei der unter Vorspannung stehenden Walze 54 benutzt, um die Tonerpartikel von ihr in einen Sammeltrog 58 zu schaben, so daß die gesammelten Tonerpartikel ggf. wiederverwendet werden können.
  • Die Abbildungsstation umfaßt eine Lichtquelle 60 und einen Reflektor 62, die einen Flüssigkristall-Bildstab 12 beleuchten. Es ist dabei zu bemerken, daß eine kleine Lichtquelle mit einem optischen Koppler vom Optikfaser-Anordnungstyp verwendet werden kann. Das durch den Bildstab selektiv durchgelassene Licht wird durch eine Linse 64 fokussiert, die aus einer Einzel- oder mehreren Einzellinsen bestehen kann, aus einem Selfoc-Linsensystem (Warenzeichen) oder einer Vielzahl von den Optikfasern zugeordneten Miniaturlinsen. Der Bildstab 12 läßt wahlweise Licht durch, um latente elektrostatische Abbilder an einer Zeile gleichzeitig durch Löschen oder Auf laden der Bildhintergrund-Bereiche zu bilden. Der Bildstab wird durch eine einzelne Reihe von Punktblenden gebildet, die durch wahlweises Anlegen einer Spannung an die Vielzahl von Elektroden an einem der Substrate des Bildstabes betätigt werden. Es ist zu bemerken, daß sich hier auch um eine Mehrzahl von Zeilen versetzter Punktblenden handeln kann. Eine elektronische Steuerung oder ein Mikrocomputer 66 beaufschlagt die entsprechenden Elektroden in Reaktion auf digitalisierte Daten von einem Abtastmittel wie einem ladungsgekoppelten Bauelement (CCD), linearen Bildsensoren 68 oder digitalisierte Daten von einer Quelle außerhalb des Druckers 10, z. B. von einem Zeichengenerator, einem Computer oder einem anderen Mittel zum Speichern und Abrufen von Daten über den Leiter 70. Falls ein Abtast-CCD oder ein Linearbildsensor benutzt wird, tastet dieses oder dieser eine Informationszeile gleichzeitig von einem stationären Dokument 72 ab, das auf eine transparente feste Platte 74 gelegt ist. Die Abtast-Geschwindigkeit des CCD oder des Bildsensors ist im wesentlichen die gleiche wie die Geschwindigkeit des photoleitenden Teils, falls eine Realzeit-Abbildung geschehen soll. Sonst muß ein Mittel zum Speichern der digitalisierten Dokumentdaten bei der elektronischen Steuerung enthalten sein.
  • Fig. 2 zeigt schematisch eine Einzelelektroden-Gestaltung eines Bildstabes, der typisch für die bei der vorliegenden Erfindung verwendeten Bildstabart ist. Eine Vielzahl von transparenten Elektroden 76 verläuft in Längsrichtung der Innenfläche eines oberen Glassubstrates 78, wenn auch nur eine dargestellt ist. Eine Lichtabschirmung 80 bedeckt die Innenfläche des Glassubstrats 78 und überdeckt die Kanten der Elektroden 76, so daß ein zentraler Schlitz 82 in Längsrichtung der Elektrode 76 ausgebildet ist. Eine Vielzahl von transparenten parallelen Elektroden 84 ist an der Innenfläche des unteren Glassubstrats 86 ausgebildet. Die Elektroden 84 besitzen gleichen Abstand voneinander und liegen senkrecht zur Elektrode 76. Die Dichte der Elektroden beträgt etwa 12 pro mm bis ggf. etwa 40 pro mm, und sie bilden so eine einzige Anordnung von Punktblenden, die als ein Bildstab benutzt werden, um latente elektrostatische Bilder an einem photoleitenden Teil zu erzeugen. Die elektronische Steuerung 66 ist an den Elektroden 84, 76 über Leitungen 88 bzw. 56 angeschlossen; die Elektrode 76 liegt an einer durch die Steuerung 66 ausgewählten Spannung. Die Elektroden 84 sind allgemein an entsprechenden Ansteuerungen angeschlossen, welche eine Rechteckwelle von 50 Veff bei einer Frequenz von 5 bis 15 kHz ergeben, bis Licht von der Quelle 60 durchzulassen ist, woraufhin die an der betreffenden Elektrode 84 angelegte Spannung unterbrochen wird, um Licht zu dem Photoleiter 14 durchzulassen, oder nicht unterbrochen, wenn kein Licht durchzulassen ist. Für weitere Einzelheiten des Flüssigkristall-Bildstabes wird auf US-A-4 595 259 verwiesen.
  • Im allgemeinen gibt es drei Ausführungen. Die erste Ausführung benutzt X-Achsen-Ansteuerungen, um eine "Einstell"-Spannung zu schaffen, um den Übergangseffekt im Flüssigkristall auszunutzen. Das wird getan, damit eine einzige einstückige Rückebene benutzt werden kann. Die Verwendung einer Sperrschicht zum Sperren des Fließens von Gleichstrom, um dadurch eine Verschlechterung des Flüssigkristalls zu verhindern, ermöglicht die Verwendung von zwei statt drei Spannungspegel- Ansteuerungen. Es kann jedoch nötigenfalls ein Dreipegel-Betrieb der Ansteuerung eingerichtet werden. Bei der zweiten Ausführung ist die Rückebene in eine Anzahl von Streifen unterteilt, um die Ansteuerungen zu multiplexieren und die "Einstell"-Spannung kann an die verschiedenen Rückebenen-Segmente angelegt werden, wodurch die Ansteuerungen davon entlastet werden, für diese Funktion zu sorgen.
  • Bei dieser Ausgestaltung ist jedoch eine Vielzahl von Verbindungen mit der Rückebene erforderlich, gleich dem Multiplexfaktor, und macht ein Ansteuerchip erforderlich, vereinfacht jedoch die Gestaltung der Abfolge der Y-Achse und verlängert den Zeitraum zum Aufladen der Pixel. Die dritte Ausführung verwendet einen Betriebsmodus des Dünnfilm-Transistors (TFT), die von dem Erreichen verringerten Leckens im TFT abhängt. Der Hauptvorteil dieser Ausführung ist die Reduzierung der angelegten Spannungen, um die TFT anzusteuern, wie auch die Möglichkeit, eine Wechselspannung hoher Frequenz von 5 bis 15 kHz an den Flüssigkristall anzulegen, ohne Dreipegel-Ansteuerungen zu benötigen.
  • Für die erste Ausführung sind in Fig. 3 die Anordnungen der TFT und der Flüssigkristall-Pixel dargestellt, die dort eingesetzt werden. Eine Vielzahl von Flüssigkristall-Elementen, dargestellt durch Pixelflecken 120, wird durch eine Vielzahl von TFT 122 angesteuert. Jeder Pixelfleck 120 wird durch einen TFT 122 angesteuert. Unter der Annahme, daß ein Multiplex-Verhältnis von N eingesetzt wird, werden die TFT in N Gruppen aufgeteilt, in Fig. 3 sind es z. B. drei Gruppen von jeweils vier TFT. Innerhalb jeder Gruppe sind alle Gates der vier TFTs gemeinsam geführt, mit (Y&sub1;, Y&sub2;, Y&sub3;) bezeichnet, während die Sources zu einer Anzahl von Sammelleitungen laufen, die gleich der Anzahl in jeder Gruppe sind, und die hier als X&sub1;, X&sub2;, X&sub3; und X&sub4; dargestellt sind. Drei solche Gruppen von jeweils vier Pixeln sind gezeigt, jedoch wird in der Praxis ein viel größeres Multiplex-Verhältnis benutzt, typischerweise 20 bis 64. Es ist nicht nötig, die Anzahl von Gruppen gleich der Anzahl von Pixeln in jeder Gruppe zu machen, obwohl dadurch die größte Herabsetzung in der Gesamtzahl von X bzw. Y Sammelleitungen erhalten wird. Bei der tatsächlichen Praxis ist es erwünscht, die Anzahl der Y-Buse kleiner als die Anzahl der X-Buse zu machen, um die Einschaltzeiten und Stromspitzen herabzusetzen, wie auch die Notwendigkeit, extrem kurze Ansteuerspannungen für die X- und Y-Buse zu schaffen.
  • In Fig. 3 ist auch jede Gruppe von Pixeln mit einem Abstand von d/N unter die vorhergehende Gruppe versetzt, wobei d wie gezeigt der Abstand zwischen den Pixeln ist. Das wird getan, um die verschiedenen gedruckten Pixelgruppen nach dem Druckvorgang einer Zeile in Ausrichtung zu bringen. Bei der tatsächlichen Praxis ist es nicht notwendig, diese Versetzung durchzuführen. Wegen des hohen Wertes von N, der eingesetzt wird, ist es notwendig, die gesamte Zeile um ein Pixel (d) gegen die Photoempfängerfläche zu kippen. Die Auswirkung des Fehlens der einzelnen Versetzungen innerhalb jeder Gruppe werden in der Praxis kaum bemerkt.
  • Fig. 4 zeigt ein Blockschaltbild der Systemsteuerung. Die Pixelzeile ist, nur zum Zweck der Darstellung, in einer quadratischen Matrix angeordnet. Physikalisch liegen die Pixel in einer einzigen Zeile. Die Vertikal- oder X-Buse X&sub1;-X&sub5; werden mit einer Kombination aus einem Schieberegister 124, einem Zwischenspeicher 126 und Ansteuerungen 128 adressiert. Die Ansteuerungen 128 können entweder Zwei- oder Dreipegel-Ansteuerungen sein, wobei die Zweipegel-Ansteuerungen erforderlich sind, falls eine Blockierschicht in der Flüssigkristall-Zelle vorhanden ist, während die Dreipegel-Ansteuerungen ohne Blockierschicht erforderlich sind. Die Horizontal- oder Y-Buse Y&sub1;-Y&sub5; werden mit einer Dekodier-Ansteuerung 130 statt der üblichen Schieberegister und Zwischenspeicher adressiert. Da das Adressieren der Y-Achse nicht aufeinanderfolgend geschieht, kann an der Y-Achse kein Schieberegister Verwendung finden.
  • Die Dekodierer und Ansteuerungen werden durch ein entsprechendes Signal 132 von der Steuerung 134 adressiert, die auch sowohl Austast- wie Polaritätssignale an die Ansteuerung 128, ein Zwischenspeichersignal an die Zwischenspeicher 126 und Daten- und Taktsignale an die Schieberegister 124 abgibt. Die Steuerung 134 erhält die Eingangsdaten von einer entsprechenden Quelle wie dem Computer 136. Die Daten bestehen aus Zeilen von Bit-abgebildeter zu druckender Information.
  • An der Überschneidung jedes X- mit einem Y-Bus ist ein TFT vorhanden, der mit einem in Kontakt mit einem Flüssigkristall stehenden Pixelfleck 140 verbunden ist. Eine (nicht dargestellte) Rückebene bedeckt die gesamte Quadratmatrix und ist geerdet. Es ist an der Rückebene keine Konstantspannung zugelassen, da diese Spannung einen Leckstrom durch den Flüssigkristall durchlassen und damit alle Pixel anschalten würde, ob nun der TFT ein oder aus wäre. Der Grund für dieses Durchlecken ist der kleine Leckstrom, den gegenwärtig jeder TFT besitzt, nicht das Lecken des Flüssigkristalls.
  • Im Betrieb ist es für die Übergangswirkung zuerst notwendig, die Ausrichtung einer Zeile der Flüssigkristall-Anordnung "einzurichten" durch Anlegen einer Spannung an alle Elemente der Zeile. In Fig. 4 ist anzunehmen, daß die Zeile Y3 eingerichtet wird. Die Leitung Y3 wird beaufschlagt durch Anlegen einer Spannung an die Y3-Leitung und gleichzeitiges Anschalten aller X-Ansteuerungen mittels eines Austast-Eingangssignals. Es sollte bemerkt werden, daß Ansteuerchips gegenwärtig sowohl einen Austast- wie einen Polaritäts-Ausgangswähler besitzen und so leicht entweder alle Ansteuerungen angeschaltet oder ausgeschaltet werden können, ohne irgendwelche innerhalb des Chips gespeicherte Information entweder in dem Zwischenspeicher 126 oder Schieberegister 124 durcheinander zu bringen. Die Zeitdauer dieses Spannungsstoßes ist geringer als die Zeitdauer des Multiplex und typischerweise nicht größer als ½(T&sub0;/N), wobei T&sub0; die zum Anzeigen einer Rasterzeile notwendige Zeit ist.
  • Im nächsten Schritt werden vorher in das X-Achsen-Schieberegister 124 geladene Ein/Aus-Daten zu den Ansteuerungen 128 zwischengespeichert und der Austast-Bus abgedreht. Die z. B. an Zeile Y1 zu druckenden Daten sind nun an der X-Achse verfügbar. Gleichzeitig dazu wird Zeile Y1 durch den Dekodierer der Ansteuerung 130 angeschaltet. Die Zeile Y1 besitzt eine Einrichtspannung, die vorher in der gleichen Weise wie bei der Zeile Y3 angelegt wurde, jedoch etwas früher. Die Daten an Zeile Y1 werden während einer Zeitlänge von ½(T&sub0;/N) oder länger gehalten, so daß optisch zugelassen wird, daß Licht die Fotoempfänger-Fläche während einer kürzeren Zeitdauer als T&sub0; erreicht.
  • Fig. 5 stellt die Wellenformen für den optischen "Ein-" und "Aus"-Zustand dar. Der Einrichtvorgang für beide ist identisch. Die von der X-Achse angelegte Spannung ist als durchgezogene Linie gezeichnet und die tatsächliche Spannung an dem Pixelfleck als eine gestrichelte Linie. Im "Ein"-Fall, wenn die Flüssigkristall-Zelle transparent ist, wird die Einrichtspannung gefolgt durch einen Zeitraum, während dessen der TFT 138 eingeschaltet, jedoch keine Spannung an die X-Achse angelegt ist. Das lädt die vorher während der Einrichtzeit angelegte Ladung durch den TFT 138 zurücklecken und dadurch den Pixel entladen. Es kann notwendig sein, eine kleine permanente Vorspannung entweder in der X- oder der Y-Achse an den TFT 138 anzulegen, um den richtigen Arbeitspunkt auszuwählen, damit dies auftritt. Beim Drucken der nachfolgenden Zeile wird der gleiche Vorgang wiederholt, und unter der Annahme, daß das Pixel an EIN zu bleiben hat, jedoch kann die Polarität entweder die gleiche sein, wenn eine Blockierungsschicht vorhanden ist, oder kann umgekehrt werden, wenn keine Blockierungsschicht benutzt wird.
  • Falls das Pixel aus ist, wird während des Einschreibzyklus ein weiterer Spannungsimpuls angelegt und das Element bleibt aus. Dieser Spannungsimpuls lädt das Element nicht auf, sondern wird nur angelegt, um Entladung durch den TFT zu verhindern. Es sollte bemerkt werden, daß alle Elemente mit einer an sie angelegten Einrichtspannung, die während dieser Zeit im optischen Aus-Zustand sind, dies für eine Zeitlänge nach dieser Zeit bleiben, bis die Spannung abgenommen wird. Die Spannung wird abgenommen entweder durch Einschalten des TFT ohne anliegende X-Spannung zum Entladen des Pixels, oder bis die Ladung an dem Pixel durch den Flüssigkristall oder den TFT selbst ableckt. Es sollte bemerkt werden, daß ein Bildstab benutzt werden kann, wenn die geladenen und die entladenen Flächen entwickelt werden.
  • In der zweiten Ausführung in Fig. 6 ist die Rückebene, die vorher eine einzige Ebene war, in Streifen 150a, 150b, 150c und 150d geschnitten, gleich der Anzahl von Y-Elementen (gleich N). Jedes Element wird nun durch Z-Achsen-Ansteuerungen Z&sub1;, Z&sub2;, Z&sub3; und Z&sub4; angesteuert, die zusammen bei 152 gezeigt sind, ebenfalls mit der Anzahl N, und die jeweils mit den Rückebenen-Streifen 150a-150d verbunden sind. Die X-Achsen-Ansteuerungen X&sub1;-X&sub4; , die als 154 gezeigt sind, sind Zweipegel-Ansteuerungen, und die Y-Achse hat nun ein Schieberegister 156 statt eines Dekoders.
  • Der Betrieb ist beträchtlich vereinfacht. Die Daten von der Steuerung 158 werden in das X-Achsen-Schieberegister 160 eingespeist und die entsprechenden Y-Leitungen aufeinanderfolgend getaktet, etwa in der gleichen Weise wie ein normales Flüssigkristall-Anzeigegerät. Das Einrichten jeder Zeile wurde vorher dadurch fertiggebracht, daß die Z-Achse vor dem Gaten der y-Achsen-Ansteuerungen Y&sub1;, Y&sub2;, Y&sub3; oder Y&sub4; für diese Zeile angesteuert wurde. Es ist so zu sehen, daß die Synchronisierung der Einrichtung und das Takten bewirkt wurde durch Betreiben des Z-Achsen-Schieberegisters 162 vor dem Y-Achsen-Schieberegister 156. Damit sind das Einrichten der Zeile und das Takten insgesamt unabhängig.
  • Die Wellenformen dieser Anordnung sind in Fig. 7A-7H gezeigt. Fig. 7A zeigt die von der Rückebene angelegte Spannung, beispielsweise von Leitung Y3, die die Rückebenen-Ansteuerung Z&sub3; ist. Der TFT ist nicht eingeschaltet, und der durch den TFT angesteuerte Pixelfleck bleibt annähernd bei Spannung Null wegen der Verteilung der Kapazitäten und weil das Lecken des Flüssigkristalls geringer als das des TFT ist. Als eine Folge wird der Flüssigkristall unter dem Pixelfleck 140 die Spannung von der Z-Achse angelegt erhalten. Diese muß während eines wesentlichen Anteils einer Ruheperiode anliegen, damit ein richtiges Einrichten auftritt. Um dies zu verwirklichen, wird das Z-Achsen-Schieberegister 162 vor dem Y-Achsen-Schieberegister betrieben, was diesen Impuls verlängert und ein überdecken der Einrichtimpulse zuläßt, die gleichzeitig an mehr als einer Rückebenen-Leitung angelegt sind. Im Gegensatz dazu wird das Y-Achsen- Schieberegister 156 immer mit einer festen Anzahl von Bits hinter dem Z-Achsen-Schieberegister betrieben.
  • Fig. 7B zeigt den Spannungs-Rückebenen-Impuls an die nächste Rückebene in der Folge anlegt, und dieser ist um T&sub0;/N versetzt. Es sollte bemerkt werden, daß die Länge dieses Impulses beträchtlich größer als T&sub0;/N ist und beide Impulse sich teilweise überdecken. Fig. 7C zeigt die durch die X-Achsen- Ansteuerung an ein einziges Element angelegte Spannung, das optisch ausgehalten wird. In dem Fall, daß das Element "ein" zu sein hat, wird keine Spannung angelegt, wie in Fig. 7D. Die Fig. 7E zeigt die resultierende Spannung, die an ein Aus-Pixel der Zeile 3 angelegt ist, und Fig. 7F zeigt die Spannung, die an ein Aus-Element an Leitung 3 angelegt ist. In gleicher Weise sind die Aus- und Ein-Pixel der Zeile 4 in Fig. 7G bzw. 7H gezeigt.
  • Der Hauptvorteil der Ausführung nach Fig. 6 gegenüber der Ausführung nach Fig. 4 ist die Tatsache, daß die Zeitdauer der angelegten Spannung länger ist, und mehrere Einheiten von T&sub0;/N statt ½(T&sub0;/N) oder weniger beträgt.
  • Bei den vorherigen zwei Ausführungen hat der TFT im Durchlaß-Transistorbetrieb gearbeitet. Als Folge davon müssen alle Spannungen und alle Leistung, die zum Laden oder Entladen eines Pixels benötigt werden, von den X-Achsen-Ansteuerungen kommen. Eine andere Betriebsart ist möglich. Falls in der Konfiguration der Ausführung von Fig. 4 Spannung an die Rückebene angelegt ist, und, unter der Annahme, daß die TFTs im Aus-Zustand nicht ausreichend Leckung zum Laden des Pixelflecks besitzen, können die X- und Y-Ansteuerungen in der Spannung auf den Punkt reduziert werden, bei dem der TFT bloß ein- und aus-geschaltet wird, ohne daß die X-Achse den Ladestrom und die -Spannung zuführt, die in Fig. 8a und 8b gezeigt sind. Es sollte aufgezeigt werden, daß die Konfiguration identisch zur Ausführung nach Fig. 3 ist, nur die angelegten Spannungen sich unterscheiden.
  • Der Betrieb des TFT in diesem Verstärkermodus hat den Vorteil, daß die X- und Y-Spannungen weitgehend herabgesetzt sind. Weiter ist es möglich, eine Wechselspannung an die Rückebene anzulegen, die die Quelle des Ladestroms ist, so daß die zu dem Flüssigkristall durchgelassene Spannung wechselt, statt ein Gleichstromimpuls zu sein, wodurch die Notwendigkeit beseitigt wird, mit Blockschicht zu arbeiten. Es ist nur möglich, diesen Verstärkermodus in der Ausführung nach Fig. 4 zu benutzen, wenn die Verteilung des Einrichtimpulses über den Flüssigkristall und nicht über die TFT erfolgt.

Claims (6)

1. Vorrichtung zum Projizieren von Bilddaten auf eine relativ bewegbare Photoaufnehmerfläche (14), welche Vorrichtung umfaßt: einen Flüssigkristall-Bildstab (12), der sich quer zur Richtung der Relativbewegung des Photoaufnehmers erstreckt und eine Längsanordnung von Flüssigkristall-Geräten (120) enthält, die sich parallel zu dem Photoaufnehmer und über dessen Breite quer zu seiner Relativbewegungs-Richtung erstreckt; Mittel (60) zum Projizieren von Licht auf den Bildstab; Mittel (64 zum Fokussieren von durch die Flüssigkristall-Geräte durchgelassenem Licht auf die Photoaufnehmer-Fläche und Logikmittel (134) zum wahlweisen Freigeben der Flüssigkristall-Geräte zum Durchlassen von Licht in einem Muster, das den auf der Photoaufnehmer-Fläche aufzuzeichnenden Daten entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß
die Flüssigkristall-Geräte (120) längs zweier paralleler Zeilen angeordnet sind, wobei die Geräte in einer Zeile seitlich zu den Geräten in der anderen Zeile versetzt sind und
die Flüssigkristall-Geräte elektrisch mit einer Anordnung von Dünnfilm-Transistoren (122, 138) verbunden sind, damit diese sie wahlweise transparent oder lichtundurchlässig machen, wobei die Anordnung durch die Logikmittel (134) angesteuert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Dünnfilm-Transistoren (122, 138) aus amorphem oder polykristallinem Silizium bestehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, die Mittel enthält, um die Oberfläche des Photoaufnehmers jeweils an einem Zeitpunkt zeilenweise zu belichten.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der eine Zeile der Flüssigkristall-Geräte dem Schreiben der ungeradzahligen Bitstellen gewidmet ist, und die andere Zeile dem Schreiben der geradzahligen Bitstellen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der die Bits einer Zeile ausgelegt sind, mit einer Zeilendichte geschrieben zu werden, die verschieden von der Dichte der anderen Zeile ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, einschließlich Mitteln zum wahlweisen Entregen der Flüssigkristall-Geräte während einer ausgewählten Zeitlänge, um einen linearen Bereich der Photoaufnehmer-Fläche Licht auszusetzen.
DE88300467T 1987-01-20 1988-01-20 Opto-elektronische Druckbalken. Expired - Fee Related DE3885114T2 (de)

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DE3885114D1 DE3885114D1 (de) 1993-12-02
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