GEBIET DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein
Fermentations-Verfahren zur Herstellung von 2-Keto-L-gulonsäure, die als
Zwischenprodukt für die Synthese der L-Ascorbinsäure von
Wert ist.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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2-Keto-L-gulonsäure, die als Zwischenprodukt für die
Synthese der L-Ascorbinsäure wertvoll ist, wird bisher mit
Hilfe des industriell eingeführten Verfahrens von Reichstein
[Helvetica Chimica Acta 17, 311 (1934)] hergestellt. Dieses
Verfahren umfaßt jedoch viele Schritte, erfordert eine große
Menge Lösungsmittel und ist aus diesem Grunde als heutige
industrielle Technologie unbefriedigend.
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Auf der anderen Seite hat man an Stelle des Reichstein'schen
Verfahrens mehrere Verfahren vorgeschlagen, die
hauptsächlich Mikroorganisinen einsetzen. Untersucht wurden
beispielsweise ein Verfahren, das die mikrobiologische Oxidation von
D-Glucose zu 5-Keto-D-gluconsäure, die Reduktion derselben,
entweder chemisch oder mikrobiologisch, zu L-Idonsäure und
dann deren mikrobiologische Oxidation zu 2-Keto-L-gulonsäure
umfaßt [siehe US-Patent 2 421 611], und ein anderes
Verfahren, das die mikrobiologische Oxidation von Glucose zu
2,5-Diketo-D-gluconsäure und deren mikrobiologische oder
chemische Reduktion zu 2-Keto-L-gulonsäure umfaßt [siehe die
JP-Patentveröffentlichungen Nr. 39-14493, 53-25033, 56-15877
und 59-35920].
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Die Schritte der chemischen Reduktion bei diesen bekannten
Verfahren, d.h. die Reduktion der 5-Keto-D-gluconsäure zu
L-Idonsäure bei dem erstgenannten Verfahren und die
Reduktion der 2,5-Diketo-D-gluconsäure zu 2-Keto-L-gulonsäure in
dein letztgenannten Verfahren sind mit Problemen hinsichtlich
der Stereospezifität behaftet und erzeugen D-Gluconsäure
bzw. 2-Keto-D-gluconsäure als Nebenprodukte, was zu einer
Minderung der Ausbeute führt. Wenn die oben bezeichnete
Reduktion mit Hilfe eines Mikroorganismus durchgeführt wird,
sollte weiterhin der Mikroorganismus mit einem überschuß an
Glucose als Quelle für die Reduktions-Energie versorgt
werden, was ebenfalls eine Erniedrigung der Ausbeute nach
sich zieht. In dieser Hinsicht kann bei Einsatz von L-
Sorbose als Ausgangsstoff 2-Keto-L-Gulonsäure nur durch
einen Schritt der Oxidation produziert werden.
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Tatsächlich hat man mehrere Versuche zur Ausnutzung dieses
Vorteils unternommen, bei denen zu den Genera Gluconobacter,
Pseudomonas, Serratia, Achromobacter und Alcaligenes
gehörende Bakterien eingesetzt wurden [siehe Biotechnology and
Bioengineering 14, 799 (1972), die
JP-Patentveröffentlichungen Nr. 41-159 und 41-160, das US-Patent 3 043 749, das
USSR-Patent 526 660, die JP-Patentveröffentlichung Nr.
49-39838, Acta Microbiologica Sinica 20, 246 (1980) und 21,
185 (1981), und die JP-Patent-Offenlegungsschrift Nr.
62-48389].
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Die offenbarten Stämme liefern jedoch unzureichende
Ausbeuten und sind aus diesem Grunde für die industrielle
Nutzung unzureichend.
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Kürzlich wurde über ein Verfahren zur Herstellung von
2-Keto-L-gulonsäure aus D-Glucose unter Einsatz eines
Bakterien-Stammes berichtet, der durch Einführen eines
2,5-Diketo-D-gluconsäure-Reduktase-Gens eines zu
Corynebacterium gehörenden Mikroorganismus in einen zu Erwinia
gehörenden Mikroorganismus mit Hilfe einer
DNA-Rekombinationstechnik erhalten wurde [siehe Science 230, 144 (1985)].
Dieses Verfahren ist jedoch ebenfalls unter dem
Gesichtspunkt der produzierten 2-Keto-L-gulonsäure für eine
industrielle Nutzung unzureichend.
ZIELE DER ERFINDUNG
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Unter diesen Umständen haben die Erfinder der vorliegenden
Erfindung eingehende Untersuchungen angestellt, um ein
industriell vorteilhaftes Verfahren zur Produktion von
2-Keto-L-gulonsäure zu erhalten. Als Ergebnis fanden wir
bereits, daß aus dem Boden isolierte und als
Pseudogluconobacter saccharoketogenes bezeichnete Bakterien eine
beträchtliche Menge 2-Keto-L-gulonsäure aus L-Sorbose zu
erzeugen vermögen (siehe die veröffentlichte Europäische
Patentanmeldung 0 221 707). Dann haben wir bei
Untersuchungen über eine Verbesserung jenes Verfahrens
überraschenderweise gefunden, daß die Fermentations-Zeit dadurch abgekürzt
wird und die Produktions-Ausbeute an 2-Keto-L-gulonsäure aus
L-Sorbose in bemerkenswerter Weise dadurch verbessert wird,
daß die Bakterien in einem mit einem Seltenerdelement
ergänzten Kulturmedium kultiviert werden. Bisher wurde nicht
gefunden, daß ein Seltenerdelement einen solchen, die
Fermentation fördernden Effekt zeigen kann. Wir haben diese
Erscheinung eingehend untersucht und als Ergebnis die
folgende Erfindung erreicht.
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Das Hauptziel der vorliegenden Erfindung ist die
Bereitstellung eines verbesserten Verfahrens zur Herstellung von
2-Keto-L-gulonsäure aus L-Sorbose.
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Dieses Ziel und andere Ziele und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden für Fachleuten aus der folgenden
Beschreibung deutlich.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein verbessertes
Verfahren zur Herstellung von 2-Keto-L-gulonsäure
bereitgestellt, das das Kultivieren eines zum Genus
Pseudogluconobacter gehörenden Mikroorganismus umfaßt, der befähigt ist,
L-Sorbose zu 2-Keto-L-gulonsäure in einem durch ein
Seltenerdelement ergänzten Kulturmedium in Gegenwart von L-Sorbose
zu oxidieren.
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Durch Kultivieren eines zum Genus Pseudogluconobacter
gehörenden Mikroorganismus, der befähigt ist, L-Sorbose in
Anwesenheit eines Seltenerdelements zu 2-Keto-L-gulonsäure
zu oxidieren, kann 2-Keto-L-gulonsäure, die ein wichtiger
Ausgangsstoff für die Synthese von L-Ascorbinsäure ist,
effizient hergestellt werden.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Der in der vorliegenden Erfindung eingesetzte
Mikroorganismus von Pseudogluconobacter schließt beispielsweise die
folgenden, in der veröffentlichten Europäischen
Patentanmeldung 0 221 707 beschriebenen Stämme ein:
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Pseudogluconobacter saccharoketogenes K591s: FERM BP-1130, IFO 14464;
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Pseudogluconobacter saccharoketogenes 12-5: FERM BP1129, IFO 14465;
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Pseudogluconobacter saccharoketogenes TH14-86: FERM BP-1128, IFO 14466;
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Pseudogluconobacter saccharoketogenes 12-15: FERM BP1132, IFO 14482;
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Pseudogluconobacter saccharoketogenes 12-4: FERM BP1131, IFO 14483;
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Pseudogluconobacter saccharoketogenes 22-3: FERM BP1133, IFO 14484.
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Im folgenden können diese Bakterien von Pseudogluconobacter
saccharoketogenes auch als Oxidations-Bakterien angesprochen
werden.
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Zu den in der vorliegenden Erfindung eingesetzten
Seltenerdelementen zählen beispielsweise Scandium (Sc), Yttrium (Y),
Lanthan (La), Cer (Ce), Praseodym (Pr), Neodym (Nd),
Samarium (Sm), Europium (Eu), Gadolinium (Gd), Terbium (Tb),
Dysprosium (Dy), Holmium (Ho), Erbium (Er), Thulium (Tm),
Ytterbium (Yb) und Lutetium (Lu). Diese Seltenerdmetalle
können in Form eines Metall-Pulvers oder -Klumpens ergänzend
zugeführt werden. Oder sie können in Form ihrer Verbindungen
wie der Chloride, Carbonate, Sulfate, Nitrate, Oxide und
Oxalate eingesetzt werden. Sie können für sich allein oder
in Form einer Kombination aus zwei oder mehr
Seltenerdelementen, verwendet werden; beispielsweise können
Cercarbonat und Lanthanchlorid simultan eingesetzt werden. Weiterhin
kann auch ein Rohprodukt verwendet werden, das im Zuge der
Schritte der Isolierung und Reinigung der jeweiligen
Elemente erhalten wurde.
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Die Menge des dem Kulturmedium ergänzend zugeführten
Seltenerdelement kann aus einem solchen Bereich gewählt werden,
der das Wachstum des eingesetzten Mikroorganismus nicht
hemmt. Im alllgemeinen liegt die wirksame Menge im Bereich
von 0,000001 bis 0,1 % (Gew./Vol.), vorzugsweise von 0,0001
bis 0,05 % (Gew./Vol.).
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Als Verfahrensweise zur ergänzenden Zuführung des Elements
zu dem Kulturmedium kann die vorherige Zugabe desselben zu
dem Kulturmedium oder dessen intermittierende oder
kontinuierliche Zugabe während des Kultivierens gewählt werden.
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Wenn in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung das
Ausgangsmaterial, d.h. L-Sorbose, dem Kulturmedium zugesetzt
wird, kann die gesamte Menge desselben dem Kulturmedium zu
Beginn der Kultivierung zugesetzt werden, oder es kann in
mehreren Anteilen oder kontinuierlich der Flüssig-Kultur
zugesetzt werden. Die Konzentration der L-Sorbose in dem
Kulturmedium kann 2 bis 40 Gew./Vol.-%, vorzugsweise 5 bis
30 Gew./Vol.-%, bezogen auf das Kulturmedium, betragen.
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In dem für die Kultivierung der obigen Oxidations-Bakterien
verwendeten Kultur-Medium können Nährstoff-Quellen, die die
Bakterien-Stämme auszunutzen vermögen, d.h. Kohlenstoff-
Quellen, Stickstoff-Quellen, anorganische Salze, organische
Salze und Spuren-Nährstoffe, die von den Stämmen verwertet
werden können, verwendet werden.
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Als Kohlenstoff-Quelle kann L-Sorbose, so wie sie ist,
eingesetzt werden. Zusätzlich können als ergänzende
Kohlenstoff-Quellen beispielsweise Glucose, Fructose, Glycerin,
Sucrose, Lactose, Maltose, Melasse und dergleichen
eingesetzt werden.
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Zu den Stickstoff-Quellen gehören beispielsweise
verschiedene Arten von Ammonium-Salzen (z.B. Ammonium-Sulfat,
Ammoniumnitrat, Ammoniumchlorid, Ammoniumphosphat etc.),
anorganische und organische, Stickstoff enthaltende Verbindungen
wie Maisquellflüssigkeit (im folgenden gelegentlich als CSL
bezeichnet), Pepton, Fleischextrakt, Hefeextrakt,
getrocknete Hefe, Sojabohnenmehl, Baumwollsamenöl, Harnstoff und
dergleichen.
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Als anorganische Salze können, zusätzlich zu den oben
bezeichneten Seltenerdelementen, Salze von Kalium, Natrium,
Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan, Cobalt, Zink, Kupfer und
Phosphorsäure verwendet werden.
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Als Spuren-Nährstoffe können CoA, Pantothensäure, Biotin,
Thiamin und Riboflavin, die keiner besonderen Erwähnung
bedürfen, da sie essentielle Wachstumsfaktoren für die
genannten Bakterien sind, zugesetzt werden. Daneben können
Flavinmononucleotid (im folgenden gelegentlich als FMN
bezeichnet), das Aktivitäten in bezug auf die Förderung des
Wachstums und die Produktion von 2-Keto-L-gulonsäure zeigt,
andere Vitamine, L-Cystein, L-Glutaminsäure,
Natriumthiosulfat und dergleichen, entweder als Verbindungen oder als
sie enthaltende Naturprodukte, in geeigneter Weise zugesetzt
werden.
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Diese Komponenten des Kulturmediums können dem Kulturmedium
vorher auf einmal zugesetzt werden, oder ein Teil oder alle
von ihnen können intermittierend oder kontinuierlich zu der
Flüssig-Kultur hinzugefügt werden.
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Was die Kultur-Methode betrifft, so kann jedes Verfahren der
unbewegten Kultur, Schüttelkultur, Rührkultur oder
dergleichen angewandt werden. Für die Massen-Produktion wird
jedoch die sogenannte Submerskultur bevorzugt.
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Die Kultur-Bedingungen variieren naturgemäß in Abängigkeit
von der besonderen Art der Stämme, einer besonderen
Zusammensetzung des Mediums und dergleichen, und sie können, kurz
gesagt, für jeden besonderen Fall so gewählt werden, daß die
Ziel-Verbindung mit dem höchsten Wirkungsgrad erzeugt werden
kann. So liegt zum Beispiel die Kultur-Temperatur
vorzugsweise im Bereich von 25 ºC bis 35 ºC, und der pH-Wert des
Kultur-Mediums beträgt wünschenswerterweise etwa 5 bis 9.
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Wenn die Kultivierung unter den vorstehenden Bedingungen 10
bis 120 h durchgeführt wird, kann die 2-Keto-L-gulonsäure in
der höchsten Konzentration angereichert werden. Da der
pH-Wert des Mediums im allgemeinen mit der Anreicherung des
Ziel-Produkts sinkt, kann ein geeignetes basisches Material,
beispielsweise Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid oder Ammoniak
zugesetzt werden, um stets den optimalen pH-Wert für die
mikrobiologische Erzeugung von 2-Keto-L-gulonsäure
aufrechtzuerhalten. Oder ein geeignetes Puffermittel kann dem
Kultur-Medium zugesetzt werden, um den optimalen pH-Wert
aufrechtzuerhalten.
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Wenn in der vorliegenden Erfindung der zu dem Genus
Pseudogluconobacter gehörende Mikroorganismus in Gegenwart eines
Seltenerdelements in einem L-Sorbose enthaltenden flüssigen
Medium kultiviert wird, um 2-Keto-L-gulonsäure zu
produzieren und in dem Kulturmedium anzureichern, kann die Menge der
angereicherten 2-Keto-L-gulonsäure dadurch, daß die obigen
Oxidations-Bakterien mit einem anderen Mikroorganismus
vermischt werden, im Vergleich zu einer Verwendung der
Oxidations-Bakterien, d.h. der zu Pseudogluconobacter gehörenden
Mikroorganismen, für sich allein in bemerkenswertem Maße
erhöht werden.
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Zu den zuzumischenden Mikroorganismen zählen Bakterien, die
zu den Genera Bacillus, Pseudomonas, Proteus, Citrobacter,
Enterobacter, Erwinia, Xanthomonas, Flavobacterium,
Micrococcus, Escherichia und dergleichen gehören. Besonders
eingeschlossen sind die folgenden Bakterien.
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Bacillus cereus IFO 3131
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Bacillus licheniformis IFO 12201
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Bacillus megaterium IFO 12108
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Bacillus pumilus IFO 12090
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Bacillus amyloliquefaciens IFO 3022
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Bacillus subtilis IFO 13719
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Bacillus circulans IFO 3967
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Pseudomonas trifolii IFO 12056
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Pseudomonas maltophilia IFO 12692
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Proteus inconstans IFO 12930
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Citrobacter freundii IFO 13544
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Enterobacter cloacae IFO 3320
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Erwinia herbicola IFO 12686
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Xanthomonas pisi IFO 13556
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Xanthomonas citri IFO 3835
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Flavobacterium menigosepticum IFO 12535
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Micrococcus varians IFO 3765
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Escherichia coli IFO 3366
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Eine Flüssig-Kultur, die durch 1 bis 4 Tage Kultivieren
jedes dieser Stämme in einem geeigneten Medium bei 20 ºC bis
40 ºC erhalten wurde, kann als Impfkultur des zuzumischenden
Mikroorganismus eingesetzt werden. Im allgemeinen beträgt
die zu inokulierende Menge wünschenswerterweise 1/10 bis
1/1000 derjenigen der Oxidations-Bakterien
(Pseudogluconobacter). Wenn die Misch-Kultur in der Weise durchgeführt
wird, daß der mit den Oxidations-Bakterien zu mischende
Mikroorganismus in einer solchen, zu inokulierenden Menge
vermischt wird, kann das Wachstum der Oxidations-Bakterien
gefördert werden und dadurch, im Vergleich zu einer Kultur
unter Verwendung der Oxidations-Bakterien allein, L-Sorbose
in einer höheren Konzentration in einem kürzeren Zeitraum zu
2-Keto-L-gulonsäure oxidiert werden. Die als zuzumischender
Mikroorganismus einzusetzenden Bakterien haben vorzugsweise
keine oder nur eine schwache Fähigkeit, L-Sorbose, die der
Ausgangsstoff der vorliegenden Erfindung ist, und 2-Keto-L-
gulonsäure, die das Ziel-Produkt der vorliegenden Erfindung
ist, zu assimilieren. Die anderen Kultur-Bedingungen sind
die gleichen wie diejenigen bei Verwendung der Oxidations-
Bakterien allein.
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Weiterhin können die sterilisierten Kulturen bestimmter
anderer Arten von Bakterien als die der obigen Oxidations-
Bakterien in wirksamer Weise als Bestandteil des Kultur-
Mediums verwerter werden. Zu den Bakterien, die auf diese
Weise ausgenutzt werden können, zählen solche der Genera
Bacillus, Pseudomonas, Citrobacter, Escherichia und Erwinia.
Speziell eingeschlossen sind die folgenden Bakterien:
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Bacillus cereus IFO 3131
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Bacillus subtilis IFO 3023
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Bacillus pumilus IFO 12089
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Bacillus megaterium IFO 12108
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Bacillus amyloliquefaciens IFO 3022
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Pseudomonas trifolii IFO 12056
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Citrobacter freundii IFO 12681
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Escherichia coli IFO 3456
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Erwinia herbicola IFO 12686
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Diese Bakterien können in einem Medium kultiviert werden, in
dem sie bei 20 ºC bis 40 ºC in 2 bis 4 Tagen wachsen können.
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Die resultierende Kultur kann sterilisiert und dem
Kultur-Medium der anwesenden Oxidations-Bakterien in einer Menge
von 0,5 bis 5,0 Vol./Vol.-% zugesetzt werden, um das
Wachstum der Oxidations-Bakterien zu fördern.
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Die auf diese Weise erzeugte und in dem Kultur-Medium
angereicherte 2-Keto-L-gulonsäure kann mittels bekannter
Arbeitsweisen unter Ausnutzung ihrer Eigenschaften isoliert
und gereinigt werden.
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2-Keto-L-gulonsäure kann in Form der freien Säure isoliert
werden, oder sie kann in Form ihres Salzes mit,
beispielsweise, Natrium, Kalium, Calcium oder Ammonium isoliert
werden.
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Als Verfahren zur Isolierung kann beispielsweise ein
Verfahren eingesetzt werden, bei dem die Bakterien-Zellen aus dem
Kultur-Medium, entsprechend den Erfordernissen, durch
Filtration oder Zentrifugation entfernt werden, die Lösung ohne
oder nach Behandlung mit Aktivkohle konzentriert wird und
die abgetrennten Kristalle durch Filtration gesammelt und
zur Gewinnung der Ziel-Verbindung umkristallisiert werden;
weiterhin angewandt werden können die
Lösungsmittel-Extraktion, die Chromatographie oder das Aussalzen und
dergleichen. Diese Verfahrensweisen können für sich allein, in
geeigneter Kombination oder in Wiederholung angewandt
werden.
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Wenn 2-Keto-L-gulonsäure in freier Form erhalten wird, kann
sie beispielsweise in ein Salz, des Natriums, Kaliums,
Calciums, Ammoniums oder dergleichen, überführt werden, und
wenn sie in Form eines Salzes gewonnen wird, kann dieses mit
Hilfe eines geeigneten Verfahrens in die freie Säure oder in
ein anderes Salz überführt werden.
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Die in dem Kultur-Medium erzeugte 2-Keto-L-gulonsäure wurde
mittels Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie unter den
folgenden Bedingungen bestimmt.
Meßbedingungen der
Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie:
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HPLC: 655A-System (hergestellt von Hitachi Seisakusho,
Japan)
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Säule: SCR 101H (sulfoniertes Polystyrol-Gel) (300 mm x
7,9 mm) (hergestellt von Shimadzu Seisakusho,
Japan)
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Fließgeschwindigkeit: 0,8 ml/min (Druck: 50 kg/cm²)
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Mobile Phase: Verdünnte Schwefelsäure (pH 2,1)
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Detektor: UV (214 nm) und
Differential-Refraktometer
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Retentions-Zeit: 7,20 min für 2-Keto-L-gulonsäure und
8,33 min für L-Sorbose.
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Die folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung
im einzelnen, sind jedoch nicht als Beschränkung
aufzufassen. Alle für die Kultur-Medien verwendeten Prozentzalen
sind Gew./Vol.-%, sofern nichts anderes angegeben ist. Die
Ausbeuten für die Kulturen in den Beispielen sind als
Ausbeute der molaren Umwandlung der produzierten Menge der
2-Keto-L-gulonsäure, bezogen auf diejenige der verwendeten
L-Sorbose, angegeben.
Beispiel 1
Tabelle 1:
Schräg-Medium
D-Sorbit
Pepton
Hefeextrakt
Agar
pH 7,0
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Ein aus 2,0 % D-Glucose, 1,0 % Pepton, 1,0 % getrockneter
Hefe und 2,0 % CaCO&sub3; (Akadama, hergestellt von Shiraishi
Calcium K.K., Japan) bestehendes Impfkultur-Medium (20 ml)
wurde in einem 200 ml-Erlenmeyer-Kolben verteilt und 20 min
bei 120 ºC autoklaviert. Dieser Kolben wurde mit einer
Ösenfüllung Pseudogluconobacter saccharoketogenes K591s (IFO
14464, FERM BP-1130), der auf dem in der Tabelle 1
angegebenen Schrägmedium 3 d bei 30 ºC kultiviert worden war,
beimpft und 2 d bei 30 ºC unter Schütteln (200 UpM)
kultiviert. Die resultierende Kultur (2 ml) wurde in das gleiche
Medium, wie es oben beschrieben ist, überführt und unter den
gleichen Bedingungen kultiviert, wonach eine zweite
Impfkultur erhalten wurde.
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Ein Fermentations-Medium (25 ml), das aus 2,0 % CSL, 0,5 %
getrockneter Hefe, 0,3 % Ammoniumsulfat, 0,05 %
Na&sub2;S&sub2;O&sub3; 5 H&sub2;O, 0,1 % FeSO&sub4; 7 H&sub2;O, 0,005 % CeCl&sub3; 7 H&sub2;O, 3,5 %
CaCO&sub3; (Akadama) und 9,5 % L-Sorbose (getrennt sterilisiert)
bestand, wurde in einem 200 ml-Erlenmeyer-Kolben verteilt
und 20 min bei 120 ºC autoklaviert.
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Dieses Medium wurde mit der obigen zweiten Impfkultur
(1,25 ml) inokuliert und 2 d unter Schütteln bei 30 ºC
kultiviert. Die auf diese Weise erhaltene
Fermentationslösung enthielt 86,4 mg/ml 2-Keto-L-gulonsäure (Ausbeute:
84,4 %), gemäß der Bestimmung mittels
Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie. Eine durch Kultivieren in der
gleichen Weise, jedoch mit der Abänderung, daß dem Medium
kein CeCl&sub3; ergänzend zugesetzt worden war, erhaltene
Fermentationslösung enthielt 51,0 mg/ml 2-Keto-L-gulonsäure
(Ausbeute: 49,8 %)
Beispiel 2
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Pseudogluconobacter saccharoketogenes 12-4 (IFO 14483, FERM
BP-1131), 12-5 (IFO 14465, FERM BP-1129), 12-15 (IFO 14482,
FERM BP-1132) und 22-3 (IFO 14484, FERM BP-1133) wurden
in der gleichen Weise, wie in Beispiel 1 beschrieben ist,
kultiviert, um zweite Impfkulturen zu erhalten.
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Ein aus 2,0 % CSL, 0,5 % getrockneter Hefe, 0,3 %
Ammoniumsulfat, 0,05 % Na&sub2;S&sub2;CO&sub3; 5 H&sub2;O, 0,05 % FeSO&sub4; 7 H&sub2;O, 0,01 %
Ce&sub2;(CO&sub3;)&sub3; 8 H&sub2;O, 3,5 % CaCO&sub3; (Akadama) und 9,5 % L-Sorbose
(getrennt sterilisiert) bestehendes Fermentations-Medium
(25 ml) wurde in einem 200 ml-Erlenmeyer-Kolben verteilt und
20 min bei 120 ºC autoklaviert.
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Jede der vorstehenden zweiten Impfkulturen (1,25 ml) wurde
in einen das Fermentations-Medium enthaltenden Erlenmeyer-
Kolben überführt und 3 d unter Schütteln bei 30 ºC
kultiviert. Die auf diese Weise erhaltene Fermentations-Lösung
wurde mittels Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie
bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 als Menge der
produzierten 2-Keto-L-gulonsäure (mg/ml) zusammen mit
denjenigen angegeben, die durch Kultivieren eines Mediums ohne
Zusatz von Ce&sub2;(CO&sub3;)&sub3; 8 H&sub2;O erhalten worden waren.
Tabelle 2:
Cercarbonat
Stamm
nicht zugesetzt
zugesetzt
Die Daten in Klammern bezeichnen Ausbeuten.
Beispiel 3
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Pseudogluconobacter saccharoketogenes TH14-86 (IFO 14466,
FERM BP-1128) wurde in der gleichen Weise, wie in Beispiel 1
beschrieben ist, kultiviert, um eine zweite Impfkulturen zu
erhalten.
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Ein aus 2,0 % CSL, 0,5 % getrockneter Hefe, 0,3 %
Ammoniumsulfat, 0,05 % Na&sub2;S&sub2;O&sub3; 5 H&sub2;O, 0,1 % FeSO&sub4; 7 H&sub2;O, 5 % CaCO&sub3;
(Akadama) und 10,5 % L-Sorbose (getrennt sterilisiert)
bestehendes Fermentations-Medium (25 ml) wurde in einem
200 ml-Erlenmeyer-Kolben verteilt und 20 min bei 120 ºC
autoklaviert. Die obige zweite Impfkultur (1,25 ml) wurde in
den das Fermentationsmedium enthaltenden Erlenmeyer-Kolben
überführt und 2 d unter Schütteln bei 30 ºC kultiviert.
Unter diesen Bedingungen erfolgte die Schüttelkultur unter
ergänzendem Zusatz von 0,01 % eines Chlorids von Yttrium,
Lanthan, Cer, Neodym, Samarium, Europium, Gadolinium,
Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium oder Ytterbium oder von
Praseodymoxid oder 0,05 % Scandiumoxid 2 d bei 30 ºC. Die
auf diese Weise erhaltene Fermentations-Lösung wurde mittels
Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie bestimmt. Die
Menge der in dem Kultur-Medium produzierten
2-Keto-L-gulon-Säure (mg/ml) ist in der Tabelle 3 aufgeführt.
Tabelle 3:
Seltenerdelement
Menge der produzierten 2-Keto-L-gulonsäure
nicht zugesetzt
Die Daten in Klammern bezeichnen Ausbeuten.
Beispiel 4
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In der gleichen Weise, wie in Beispiel 1 beschrieben ist,
wurde der Stamm Pseudogluconobacter saccharoketogenes
TH14-86 kultiviert unter Verwendung des gleichen
Fermentations-Mediums, wie es in Beispiel 1 beschrieben ist, dem
Lanthanoxid, -chlorid, -carbonat, -nitrat oder -oxalat oder
Ceroxid, -chlorid, -sulfat oder -carbonat in der in Tabelle
4 angegebenen Menge zugesetzt worden war. In diesem Fall
betrug die Kultur-Dauer 30 h. Die Menge der erhaltenen, in
der Fermentations-Lösung produzierten 2-Keto-L-gulonsäure
(mg/ml) wurde mittels
Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie bestimmt. Die Ergenisse sind zusammen mit
denjenigen, die durch Kultur ohne ergänzenden Zusatz eines
Seltenerdelements erhalten wurden, in der Tabelle 4 aufgeführt.
Tabelle 4:
Seltenerdelement
Zugesetzte Menge (%)
Menge der produzierten 2-Keto-L-gulonsäure
nicht zugesetzt
Die Daten in Klammern bezeichnen Ausbeuten.
Beispiel 5
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Mikroben-Zellen des Bacillus megaterium (IFO 12108), der 2 d
bei 28 ºC auf dem in Tabelle 1 angegebenen Schrägmedium
wachsen gelassen worden war, wurden in 10 ml sterilisiertem
Wasser suspendiert, und das Ganze wurde in einen das
Impfkultur-Medium (500 ml) aus Beispiel 1 enthaltenden
Sakaguchi-Kolben überführt und auf einem
Hin-und-Her-Schüttelgerät (85 Cyclen pro Minute) 2 d bei 28 ºC kultiviert, um
eine Impfkultur von Bacillus megaterium zu erhalten. Ein
Medium (30 l; pH 7,0), das aus 4,0 % Sucrose, 4,0
Baumwollsamenmehl, 0,65 % K&sub2;HPO&sub4;, 0,55 % KH&sub2;PO&sub4;, 0,05 %
Ammoniumsulfat, 0,05 % NaCl, 0,05 % MgSO&sub4; 7 H&sub2;O und 0,05 %
Calciumpantothensäure wurde in einen 50 l-Fermenter gefüllt
und 20 min bei 120 ºC autoklaviert. Der Fermenter wurde mit
der Impfkultur des Bacillus megaterium (1 Liter) beimpft und
4 d unter den folgenden Bedingungen kultiviert: Rühren
200 UPM, Belüftung 24 l/min, innerer Druck 1,0 kg/cm² und
Temperatur 28 ºC. Die resultierende Kultur wurde 20 min bei
120 ºC autoklaviert, an einem kalten Ort aufbewahrt, und die
sterilisierte Kultur des Bacillus megaterium (im folgenden
als Mega-Brühe bezeichnet) wurde als eine der Komponenten
des Fermentations-Mediums verwendet.
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Die Impfkultur aus Beispiel 1 (20 ml) wurde in einem 200 ml-
Erlenmeyer-Kolben verteilt und 20 min bei 120 ºC
autoklaviert. Eine Ösenfüllung Mikroben-Zellen des Stammes
Pseudogluconobacter saccharoketogenes THl4-86, der 4 d bei 28 ºC
auf dem in Tabelle 1 angegebenen Schrägmedium wachsen
gelassen worden war, wurde in den obigen Kolben inokuliert
und 2 d unter Schütteln bei 30 ºC kultiviert. Die erhaltene
Kultur (20 ml) wurde in einen 1 Liter-Erlenmeyer-Kolben
gefüllt, der ein aus 2,0 % D-Glucose, 3,0 % (Vol./Vol.)
Mega-Brühe, 1,0 % CSL, 0,5 % Hefeextrakt, 0,1 % Pepton,
0,3 % Ammoniumsulfat und 2,0 % CaCO&sub3; (Akadama) bestehendes
Kulturmedium (200 ml) enthielt, und 2 d unter Schütteln bei
30 ºC kultiviert, um eine zweite Impfkultur von TH14-86 zu
erhalten.
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Getrennt wurde ein die Impfkultur aus Beispiel 2 (20 ml)
enthaltender 200 ml-Erlenmeyer-Kolben mit einer Ösenfüllung
von Mikroben-Zellen des Bacillus megaterium IFO 12108, die
2 d bei 28 ºC auf einem Schrägmedium wachsen gelassen worden
waren, beimpft und 2 d bei 28 ºC der Schüttelkultur
unterworfen, um eine Impfkultur des zuzumischenden
Mikroorganismus zu erhalten.
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L-Sorbose (72 g) wurde in Wasser zu einem Volumen von 300 ml
gelöst. Dann wurden CSL (60 g), getrocknete Hefe (6 g),
Ammoniumsulfat (9 g), FeSO&sub4; 7 H&sub2;O (3 g), FMN (3 mg),
Thiamin (3 mg), Biotin (1,5 mg) und Actocol (hergestellt von
Takeda Chemical Industries, Ltd., Japan) (0,5 g) in Wasser
gelöst oder suspendiert, um das Volumen auf 800 ml zu
bringen. Getrennt wurden CaCO&sub3; (Akadam, 240 g) und
Ce&sub2;(CO&sub3;)&sub3; 8 H&sub2;O (150 mg) in Wasser zu 1 000 ml
suspendiert. Nach 20 min Autoklavieren jedes Mediums wurden die
Medien in einen 5 Liter-Fermenter gefüllt, der zuvor
sterilisiert worden war. Die zweite Impfkultur des obigen Stammes
TH14-86 (300 ml) und die Impfkultur des zuzumischenden
Mikroorganismus (4 ml) wurden in diesen Fermenter
inokuliert, und die Kultur wurde unter den folgenden
Bedingungen begonnen: Temperatur 30 ºC; Belüftung 2,4 l/min;
Rühren 800 UpM.
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Getrennt wurden L-Sorbose (528 g) und LaCl&sub3; 7 H&sub2;O (150 mg)
in Wasser gelöst, um das Volumen auf 900 ml zu bringen.
Ammoniumsulfat (6 g) und FeSO&sub4; 7 H&sub2;O (3 g) wurden in
Wasser gelöst, um das Volumen auf 100 ml zu bringen. Diese
Lösungen wurden jeweils 20 min bei 120 ºC autoklaviert und
dann aseptisch miteinander vermischt. Von der 6. Stunde nach
Beginn der Kultur wurde diese Mischung kontinuierlich in den
Fermenter eingeleitet, und die Zugabe wurde in 24 h
vervollständigt. Nachdem die Zugabe der Mischung beendet worden
war, wurde die Kultur weitere 8 h durchgeführt (Gesamt-
Kultur-Dauer: 38 h), wodurch die L-Sorbose in der Lösung
vollständig verbraucht wurde und 3,16 l einer
Fermentationslösung
erhalten wurden. Die Fermentationslösung enthielt
176,0 mg/l 2-Keto-L-gulonsäure (Ausbeute: 86,0 %).
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Getrennt wurde eine Kultur unter den gleichen Bedingungen
durchgeführt, wie sie oben beschrieben sind, jedoch mit der
Abweichung, daß Ce&sub2;(CO&sub3;)&sub3; 8 H&sub2;O und LaCl&sub3; 7 H&sub2;O nicht
ergänzend zugeführt wurden. In diesem Fall wurde die
L-Sorbose verbraucht, wenn die Kultur nach der Zugabe der
Mischung weitere 22 h durchgeführt wurde (Gesamt-Kultur-
Dauer: 52 h),
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161,4 mg/ml 2-Keto-L-gulonsäure wurden in der so erhaltenen
Fermentationslösung (3,09 l) produziert (Ausbeute: 77,1 %).
Beispiel 6
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Etwa 260 ml 6N Schwefelsäure wurden unter Rühren zu der in
Beispiel 5 erhaltenen, 176,0 mg/ml 2-Keto-L-gulonsäure
enthaltenden Fermentationslösung (1 Liter) hinzugefügt, und die
entstandenen unlöslichen Stoffe wie Gips und Zellen wurden
durch Zentrifugation entfernt. Der resultierende Überstand
(1 150 ml) wurde durch eine mit einem Kationenaustausch-Harz
IR 120B (H&spplus;-Typ, hergestelllt von Rohm und Haas, USA)
(200 ml) geleitet, und die Säule wurde mit destilliertem
Wasser (150 ml) gewaschen. Das Eluat und die
Waschflüssigkeiten wurden vereinigt und durch eine mit
Shirasagi-Kohlenstoff für die Chromatographie (hergestellt von Takeda
Chemical Industries, Ltd., Japan) (200 ml) gepackte Säule
geleitet, und die Säule wurde mit destilliertem Wasser
(150 ml) gewaschen. Die vereinigte Lösung aus Eluat und
Waschflüssigkeiten (1 450 ml) wurde unter vermindertem Druck
bei etwa 50 ºC auf 250 ml eingeengt. Das Konzentrat ließ man
bei 5 ºC über Nacht stehen, um 2-Keto-L-gulonsäure
abzutrennen. Die erhaltenen Kristalle wurden durch Filtration
gesammelt und mit einer kleinen Menge gekühltem Wasser, kaltem
50-proz. Methanol und kaltem Methanol gewaschen. Das
resultierende Produkt wurde über Phosphorpentoxid unter
vermindertem
Druck getrocknet, wonach 156 g
2-Keto-L-gulonsäuremonohydrat in Form farbloser Kristalle erhalten wurde.
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Ausbeute: 81,1 %.
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Schmelzpunkt: 171 ºC (Zers.).
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Elementaranalyse (C&sub6;H&sub1;&sub0;O&sub7; H&sub2;O)
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ber.: C: 33,97 %; H: 5,62 %;
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gef.: C: 33,91 %; H: 5,65 %.
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Optische Drehung: [α]18D -48º (c = 1,0, in H&sub2;O).
Beispiel 7
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Eine Ösenfüllung Mikroben-Zellen des Stammes
Pseudogluconobacter saccharoketogenes TH14-86 wurde in einen 200 ml-
Erlenmeyer-Kolben inokuliert, der ein aus 2,0 % D-Glucose,
3,0 % Mega-Brühe (Vol./Vol.), 1,0 % CSL, 0,5 % Hefeextrakt,
0,1 % Pepton, 0,3 % Ammoniumsulfat und 2,0 % CaCO&sub3; (Super
#1700, hergestellt von Maruo Calcium K.K., Japan)
bestehendes Medium (20 ml) enthielt, und 2 d bei 30 ºC einer
Schüttelkultur unterworfen. Die erhaltene Kultur (2 ml)
wurde in einen 200 ml-Erlenmeyer-Kolben überführt, der das
gleiche Medium (20 ml) enthielt, und in der gleichen Weise
wurde die Kultur durchgeführt, um eine zweite Impfkultur der
Oxidations-Bakterien zu erhalten.
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Das aus 2,0 % CSL, 0,5 % getrockneter Hefe, 0,3 %
Ammoniumsulfat, 0,05 % Na&sub2;S&sub2;O&sub3; 5 H&sub2;O, 0,1 % FeSO&sub4; 7 H&sub2;O, 5 % CaCO&sub3;
(Super #1700, hergestellt von Maruo Calcium K.K., Japan)
und 12,5 % L-Sorbose (getrennt sterilisiert) bestehende
Fermentations-Medium (25 ml) wurde in einem 200
ml-Erlenmeyer-Kolben verteilt und 20 min bei 120 ºC autoklaviert.
Getrennt sterilisiertes CeCl&sub3; 7 H&sub2;O in der in Tabelle 5
angegebenen Menge wurde zu dem dieses Fermentations-Medium
enthaltenden Erlenmeyer-Kolben hinzugefügt, und der Kolben
wurde mit der oben beschriebenen zweiten Impfkultur
(1,25 ml) und der in Beispiel 5 erhaltenen Impfkultur des
zuzumischenden Mikroorganismus (0,1 ml) beimpft.
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Die Menge der in der Fermentationslösung durch 3 d
Schüttelkultur bei 30 ºC erhaltenen 2-Keto-L-gulonsäure (mg/ml) ist
in der Tabelle 5 angegeben.
Tabelle 5:
Zugesetzte Menge CeCl&sub3; 7 H&sub2;O (%)
Menge der produzierten 2-Keto-L-gulonsäure
Die Daten in Klammern bezeichnen Ausbeuten.
Beispiel 8
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Eine zweite Impfkultur der Oxidations-Bakterien des Stammes
Pseudogluconobacter saccharoketogenes TH14-86 wurde durch
Kultur in der gleichen Weise erhalten, wie in Beispiel 7
beschrieben ist. Das aus 2,0 % CSL, 0,5 % getrockneter Hefe,
0,3 % Ammoniumsulfat, 0,05 % Na&sub2;S&sub2;O&sub3; 5 H&sub2;O, 0,1 %
FeSO&sub4; 7 H&sub2;O, 2,5 % CaCO&sub3; (garantiertes Reagens, hergestellt
von Wako Pure Chemical Industries, Japan) und 7,5 %
L-Sorbose (getrennt sterilisiert) bestehende Fermentations-Medium
(25 ml) wurde in einem 200 ml-Erlenmeyer-Kolben verteilt und
sterilisiert. Getrennt sterilisiertes CeCl&sub3; 7 H&sub2;O in der
in Tabelle 6 angegebenen Menge wurde zu dem dieses
Fermentations-Medium enthaltenden Erlenmeyer-Kolben hinzugefügt, und
der Kolben wurde mit der oben beschriebenen zweiten
Impfkultur (1,25 ml) beimpft.
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Die Menge der in der Fermentationslösung durch 3 d
Schüttelkultur bei 30 ºC erhaltenen 2-Keto-L-gulonsäure (mg/ml) ist
in der Tabelle 6 angegeben.
Tabelle 6:
Zugesetzte Menge CeCl&sub3; 7 H&sub2;O (%)
Menge der produzierten 2-Keto-L-gulonsäure
Die Daten in Klammern bezeichnen Ausbeuten.
Beispiel 9
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Eine zweite Impfkultur der Oxidations-Bakterien des Stammes
Pseudogluconobacter saccharoketogenes TH14-86 wurde durch
Kultur in der gleichen Weise erhalten, wie in Beispiel 7
beschrieben ist. Das aus 2,0 % CSL, 0,5 % getrockneter Hefe,
0,3 % Ammoniumsulfat, 0,05 % Na&sub2;S&sub2;O&sub3; 5 H&sub2;O, 0,1 %
FeSO&sub4; 7 H&sub2;O, 5,0 % CaCO&sub3; (Super #1700), 12,0 % L-Sorbose
(getrennt sterilisiert) und Additiven, die in Tabelle 7
angegeben sind, in den angegebenen Mengen bestehende
Fermentations-Medium (20ml) wurde in einem 200 ml-Erlenmeyer-
Kolben verteilt und sterilisiert. Der Kolben wurde mit der
obigen zweiten Impfkultur (1 ml) beimpft und 2 d bei
30 ºC der Schüttelkultur unterworfen. Die Menge der in der
erhaltenen Kultur erzeugten 2-Keto-L-gulonsäure (mg/ml)
wurde durch Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie
bestimmt. Die Ergbenisse sind in der Tabelle 7 zusammen mit
denjenigen angegeben, die durch Kultur ohne Zusätze erhalten
wurden.
Tabelle 7:
Zusätze
Zugesetzte Menge (%)
Menge der produzierten 2-Keto-L-gulonsäure
Nichts
Lanthan1) (Klumpen)
Neodym2) (Metall)
Rohes Seltenerdmetallchlorid3)
Gemischtes Seltenerdmetalloxid4)
Die Daten in Klammern bezeichnen Ausbeuten.
1) und 2): hergestellt von Wako Pure Chemical Industries,
Japan;
3): Rohes Seltenerdmetallchlorid: hergestellt von Mitsubishi
Kasei K.K., Japan, enthaltend, als Seltenerdelemente,
Ce (18,3 %), La (10,0 %), Nd (7,1 %) und Pr (2,0 %).
4): Gemischtes Seltenerdmetalloxid: hergestellt von
Santoku Kinzoku Kogyo K.K., Japan, mit der
Zusammensetzung 29,5 % La&sub2;O&sub3;, 50,0 % CeO&sub2;, 4,9 % Pr&sub6;O&sub1;&sub1;,
16,0 % Nd&sub2;O&sub3; und nicht mehr als 0,03 % Sm&sub2;O&sub3;.