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Elektrisches Lautsignal mit eingebauter Membran, bei der hinter der
Membran ein Solenoid angeordnet ist, unter Verwendung eines beweglichen die Membran
in Schwingungen versetzenden Ankers. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage
vom 2. Juni igii die Priorität auf Grund der Anmeldungen in England vom 15. September,
B. Oktober 1920 und 27. April 1g2 i beansprucht. Die Erfindung bezieht sich auf
ein elektrisches Lautsignal mit eingebauter Membran, bei dem in bekannter Weise
hinter der Membran ein Solenoid angeordnet ist. Die Schwingung der Membran erfolgt
durch einen an sich bekannten beweglichen Anker: Gemäß der Erfindung -ragt ein Glied
von magnetischem Material unabhängig vom Solenoidkern zum Teil in das Solenoidfeld
hinein und wird bei der Erregüng: der Solenoidspule einerzeitweisen
Magnetisierung
unterworfen, um außer der Solenoidwirkung auf den Anker eine zusätzliche anziehende
magnetische Wirkung auszuüben. Ferner ist eine besondere Einrichtung getroffen,
welche gestattet, die Länge des Luftraumes zwischen dem Ende des Ankers und dem
Amboßstift, der mit der Membran verbunden ist, zu ändern, um auf diese Weise einen
Wechsel des Tones hervorzurufen. Bei einer weiteren Ausführungsform gemäß der Erfindung
ist der Anker mit einem in seiner Verlängerung liegenden nichtmagnetischen Stift
versehen, der die Membran anstößt. Dieser Stift geht durch einen festliegenden Weicheisenkern
hindurch, der bei der Erregung der Solenoidspule als Elektromagnet wirkt. .
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt, und
zwar zeigt Abb. i eine Seitenansicht in teilweisem Schnitt eines Lautsignals, welches
im besonderen als Hupe für Kraftfahrzeuge ausgebildet ist.
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Abb. 2 ist ein Längsschnitt durch den hinteren Teil der Vorrichtung
im vergrößerten Maßstabe.
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Abb. 3 ist eine Stirnansicht der Abb. 2. Die Abb. 4 bis 7 zeigen Schnitte
durch verschiedene andere Ausführungsformen.
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Bei der Ausführungsform nach den Abb. i bis 3 wird in bekannter Weise
ein mit Eisen umkleidetes Solenoid verwendet, dessen Spule i auf ein inneres Rohr
2 aus nicht metallischem Material gewickelt ist, während ein eisernes Gehäuse 3
die Spule einschließt. Die Membran 4 der Vorrichtung wird durch Schrauben 5 zwischen
zwei Ringe 6 und 7 geklemmt, während das Solenoidgehäuse durch Schrauben 8 mit einer
hinter der Membran liegenden Platte verbunden ist. Die Membran 4 ist mit einem Amboßstift
io ausgerüstet, der zum Teil in das innere Rohr 2 des Solenoides hineinragt. Der
Anker i i des Solenoides ragt ebenfalls zum Teil in das innere Rohr 2 des Solenoidgehäuses
hinein, während das äußere Ende 12 des Ankers verbreitert ist. Eine Schraubenfeder
13 befindet sich zwischen dem verbreiterten Ende 12 des Ankers und dem Solenoidgehäuse.
Die Feder ist bestrebt, den Anker aus dem Solenoid nach außen zu drücken.
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Auf der hinter der Membran liegenden Platte sind eine Anzahl Stehbolzen
14 befestigt, die an ihren freien Enden eine Isolationsscheibe 15 tragen. In der
Mitte dieser Scheibe ist eine Gewindebüchse 16 eingesetzt. Die Büchse 16 wird durch
eine Mutter 17 in ihrer jeweiligen Lage festgehalten. In die Büchse 16 ist eine
weitere Büchse 18 eingeschraubt, die mit einem Flansch i9 versehen ist, und in welcher
sich, der Kontaktstift 20 befindet, dessen Bund 21 in der Büchse lagert. Hinter
dem Bund 21 liegt eine Schraubenfeder 22, die sich gegen einen Gewindestift 23 abstützt,
der durch das Gehäuse 24 der Vorrichtung ragt. Auf dem Gewinde des Stiftes 23 sitzt
eine Mutter 25 mit einer Schraube 26, die sich in eine Anzahl Einkerbungen hineinlegt,
um den Stift in einer gewünschten Stellung festzuhalten.
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Der Flansch i9 ist mit Ausnehrnungen 28 versehen, die mit einem Stift
29 in Eingriff treten, der verschiebbar in einer Ausnehmung einer Mutter 3o angebracht
ist, die ihrerseits auf die Büchse 18 aufgeschraubt ist. Die Scheibe 15 ist mit
einer Ausnehmung 31 versehen zur Aufnahme einer Schraubenfeder 32, die auf einen
Bund 33 des Stiftes 29 wirkt, so daß, wenn die Büchse 18 aufgeschraubt wird, sich
der Stift 29 mit der Büchse in der Längsrichtung verschiebt. Das Aufschrauben der
Büchse 18 dient zur Bewegung des Ankers in achsialer Richtung, um so den Luftraum
zwischen dem Anker und dem Ende des Stiftes io zu verringern. Durch die jeweilige
Einstellung dieses Raumes wird der Ton des Lautsignals verändert.
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Die Scheibe 15 ist mit zwei Klemmen 34 und 35 versehen (Abb.3), zu
welchen elektrische Leitungen führen. Die Klemme 34 ist mit einer Schraube 36 versehen,
die das Kontaktglied sichert, welches die Klemme 3:I mit der Mutter 17 verbindet.
Die Mutter i; steht wiederum in elektrischer Verbindung mit dem Kontaktstift 2o.
Der Kontaktblock 35 ist mit einer Schraube 37 versehen, welche zur Sicherung eines
Leitungsdrahtes dient, der von der Spule kommt. Der andere Leitungsdraht der Spule
ist mit einem Kontaktglied 38 verbunden, das am Ende des Ankers sitzt.
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Wenn der Strom durch die Spule fließt, dann wird in bekannter '\Veise
eine Solenoidwirkung ausgeübt und der Anker nach innen gezogen, wobei er auf den
Stift io schlägt und die Membran in Schwingung versetzt. Außerdem wird aber der
Stift io zeitweise durch die Spule magnetisiert und übt eine anziehende Wirkung
auf den Anker aus, so daß die Stärke des Schlages vergrößert wird. Wenn der Anker
und der Stift io in Berührung kommen, werden die Kontakte 2o und 38 getrennt und
der Stromkreis unterbrochen. Die Ankerfeder drückt den Anker in seine ursprüngliche
Lage zurück, so daß -die Kontakte 2o und 38 wieder miteinander in Berührung treten.
Auf diese Weise wird, solange der Strom fließt, der Anker hin und her bewegt und
schlägt auf den Stift io.
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Bei der in Abb.4 dargestellten Ausführungsform sind anstatt eines
einzelnen Solenoides zwei Spulen angeordnet, die beiderseits
der
Mittelachse der Membran gelagert sind. Die beiden Anker der Solenoide 39 sind durch
ein Querstück 4o miteinander verbunden, an welchem sich der Schlagstift 41 befindet,
der auf den Amboßstift 42 der Membran schlägt. Die elektrischen Verbindungen sind
bei dieser Anordnung ähnlich wie bei der in den Abb. i, 2 und 3 dargestellten Ausführungsform.
An Stelle der in der Abb. ¢ verwendeten beiden Solenoide kann ein einzelnes Solenoid
eingebaut werden, das nicht koachsial mit der Mitte der Membran liegt. In diesem
Falle wird eine der Querstange 4o ähnliche Stange verwendet, wobei ein in ähnlicher
Weise ausgebildeter Stift 41, der an der Stange befestigt ist, die Schlagwirkung
auf die Membran oder den Amboßstift ausübt.
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Bei der in der Abb. 5 dargestellten Ausführungsform kommen das Gehäuse
des Solenoides und das Kernrohr in Fortfall. Die Scheibe 15 ist mit einem buchsenförmigen
Ansatz 4.3 ausgerüstet, der die Scheibe 15 von der Stirnseite des Solenoides
trennt.
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Bei der in der Abb.6 dargestellten Ausführungsform ist der bewegliche
Anker mit der Membran verbunden, während ein feststehender Amboßstift 44 an dem
Querstück 45 sitzt. In diesem Falle- ist der Anker 46 in ein Glied 47 eingeschraubt,
das an der Membran befestigt und durch eine Mutter 48 gesichert ist. Der Anker 46
ist mit einem Kontaktstück 49 versehen, während der feststehende Kontakt 5o an einem
Arm 51 sitzt. Wenn die Membran schwingt, wird der Kontakt zwischen den Gliedern
49 und 5o unterbrochen. Der Anker kann zur Membran eingestellt werden, um die Länge
des Raumes zwischen dem Anker 46 und dem Stift 44 zu verändern, wodurch ein Wechsel
des Tones eintritt.
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Bei der in der Abb. ; dargestellten Ausführungsform ist der Anker
mit einem nicht magnetischen Stift 52 versehen, der durch einen Weichensenkern 53
hindurchgeht, welcher seinerseits-an einer hinter der Membran liegenden Platte befestigt
ist. Bei dieser Ausführungsform wirkt der Weichensenkern 53 als Elektromagnet, wenn
der Strom durch die Spule fließt, um eine zusätzliche anziehende j Wirkung auf den
Anker auszuüben.