DE386768C - Foerderungsanlage mit Pendelbetrieb - Google Patents

Foerderungsanlage mit Pendelbetrieb

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DE386768C
DE386768C DEO13327D DEO0013327D DE386768C DE 386768 C DE386768 C DE 386768C DE O13327 D DEO13327 D DE O13327D DE O0013327 D DEO0013327 D DE O0013327D DE 386768 C DE386768 C DE 386768C
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rope
pulley
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DEO13327D
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HASENCLEVER MASCHF
OTTO OHNESORGE DIPL ING
Maschinenfabrik Hasenclever AG
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HASENCLEVER MASCHF
OTTO OHNESORGE DIPL ING
Maschinenfabrik Hasenclever AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B15/00Main component parts of mining-hoist winding devices
    • B66B15/08Driving gear

Landscapes

  • Lift-Guide Devices, And Elevator Ropes And Cables (AREA)

Description

  • Förderungsanlage mit Pendelbetrieb. Bei den Drahtseilbahnen ist man bekanntlich dazu übergegangen, die Aufgaben des ursprünglich gleichzeitig als Tragglied und Zugglied benutzten Drahtseiles auf zwei Seile, nämlich das eigentliche Tragseil und ein besonderes Zugseil zu unterteilen, um alle Vorteile, die sich wie ganz allgemein in der Technik so auch hier im besonderen aus dieser Zuweisung bestimmter Aufgaben an dafür bestimmte Körper ergeben, ausnutzen zu können.
  • Der Gedanke, diese gleiche Unterteilung auch für die Schachtförderung anzuwenden, indem .dort -ein Lastseil verwendet wird, das die Abstützung der toten Last der Förderkörbe übernimmt, und ein Zugseil, auf das die Nutzlast plus Beschleunigung übertragen wird, ist nun nicht ohne weiteres durchzuführen, und zwar aus dem Grunde, weil diese Lastverteilung auf zwei Seilstränge statisch unbestimmt sein würde, und zwar sowohl bei Zugrundelegung einer Trommelförderung als auch ganz besonders bei der der Treibscheiben- oder Köpeförderung.
  • Denkt man sich durch irgendwelche Hilfsmaßnahmen für einen besonderen Fall die beiden Seilstränge so eingestellt, daß sie in einer ganz bestimmten Gesetzmäßigkeit sich in die zu übertragenden Kräfte teilen, so geht mit der elastischen und bleibenden Formänderung derSeile dieserBelastungszustand natürlich verloren; hierbei haben schon die Temperatureinflüsse, denen die Seile unterworfen sind, einen ganz erheblichen Einfluß. Auch die dauernd wechselnde Belastung im praktischen Betriebe und die unvermeidliche Abnutzung wirken auf Zerstörung des unterstellten Ausgangszustandes hin. Der Gedanke, bei der Trommelförderung etwa das Zugseil an die an einem besonderen Lastseil hängenden Körbe so anzuschließen, daß auch unter Berücksichtigung der obenerwähnten Erscheinungen nur immer die Nutzkräfte in (las Zugseil gelangen, verbietet sich deshalb, weil damit natürlich in dem jeweilig von der Trommel ablaufenden Strang sich Hängeseile ergeben würden, was schon für diese Betriebsstufe unzulässig ist, das aber mit der Umkehr der Bewegung zu einem Schlage im Seil und in der Maschine führen würde. Für die Köpeförderung liegen die Verhältnisse noch insofern ungünstiger, als hier das von der Treibscheibe ablaufende Seil unter einer ganz bestimmren Spannung stehen muß, uni überhaupt den nötigen Reibungsschluß auf der Treibscheibe zu verbürgen.
  • Die gedachte Unterteilung des bisherigen Schachtförderseiles in ein eigentliches Lastseil und ein besonderes Zugseil ist also nur dadurch durchzuführen, daß die Belastungsverteilung zwischen beiden statisch bestimmt gemacht wird, und dies wird gemäß der Erfindung dadurch ermöglicht, daß einmal für den Antrieb des eigentlichen Zugseiles ein Zweischeibenantrieb mit Spannungsausgleich gewählt wird, und daB außerdem die in der Seilschleife zwischen den beiden Treibscheiben liegende Umlenkrolle _ zu einer Spannrolle gemacht wird, d. h. beweglich gelagert und unter die Belastung eines Vorspanngewichtes gesetzt wird. Es entsteht damit die Anordnung, wie sie in der beiliegenden Zeichnung schaubildlich in schematischer Vereinfachung wiedergegeben ist.
  • Die Förderkörbe a und b sind in bekannter Weise durch ein Seil c, das um eine Umlenkrolle d läuft, aneinandergeschlossen und durch ein zweites Seil f über die Seilscheiben g im Fördergerüst mit der Fördermaschine in Verbindung gebracht. Diese besteht gemäß der Erfindung aus einem Zweischeibenantrieb h, i mit zwischengeschaltetem Spannungsausgleicher k. Nach Umschlingung der ersten Scheibe läuft das Seil f gemäß der Erfindung über die Rolle 1, die in einer Gleitführung verschieblich gelagert ist, und unter die Vorspannung des Gewichtes in mit Hilfe des über die Scheibe n laufenden Seiles o gesetzt ist: Beträgt die tote Last der Förderkörbe 22 t, die Nutzlast 8 t, so ergibt ein Vorspanngewicht von 16 t die in der Abbildung eingezeichnete Kräfteverteilung.
  • Die in der Seilschleife zwischen den beiden Treibscheiben h und i vorhandene Spannung von 8 t wird auf Grund der Wirkung des Spannungsausgleichers k im ablaufenden Strang um dieselbe Größe herabgesetzt um die sie im auflaufenden Strang erhöht wird. Erhält so beispielsweise der ablaufende Strang eine Spannung von q. t und der auflaufende Strang eine Spannung von 12 t, so hat jede Scheibe ein ¢ t entsprechendes Drehmoment zu übertragen. Damit wird der in dem eigentlichen Lastseil c verbleibende Spannungsanteil in beiden Strängen auf 18 t herabgesetzt, während der Spannungsunterschied zwischen dem auflaufenden Strang und dem ablaufenden Strang des Zugseiles f 12 - ¢ = 8 t beträgt, d. h. der Nutzlast gleichkommt. (Der Vereinfachung halber ist hier von der Berücksichtigung der Beschleunigungs- und sonstigen Bewegungswiderstände abgesehen worden.) Es ist also hiermit tatsächlich eine statisch bestimmte Spannungsverteilung auf Lastseil und Zugseil f erzielt worden, die unabhängig von allen im Betrieb auftretenden Beeinflussungen ist, da durch die Spannrolle 1 jeweilig der erforderliche Ausgleich geschaffen wird. Von großer Bedeutung ist .dabei der Umstand, daß die Spannralle 1 gewissermaßen symmetrisch in der ganzen Anordnung liegt, so daß die Verhältnisse auch mit der Bewegungsumkehr die gleichen bleiben; das Zusammenwirken der Spannrolle 1 mit dem Spannungsausgleicher k ist dabei ._ insofern bedingend, als nur auf diese Weise die Spannrolle überhaupt ihre Aufgabe erfüllen kann. Unterstellt man nämlich einen starren Zweischeibenantrieb, so würde die Spannrolle gar nicht in der Lage sein, Seillängenänderungen in den Seilsträngen im Schacht herbeizuführen, weil dazu der Reibungsschluß des Seiles auf -den Treibscheiben überwunden werden müßte. Vielmehrwürde unter der bekanntenFlaschenzugwirkung - eines solchen- Zweischeibenanttriebes infolge der unvermeidlichen, von vornherein vorhandenen oder im Betrieb eintretenden Ungleichförmigkeiten die Spannrolle bei der einen Bewegungsrichtung auf die Treibscheiben zu gewunden werden, während sie sich bei der anderen Bewegungsrichtung von ihnen entfernen würde. Es ist aber ein schon bekannter Vorteil der Mehrscheibenantriebe mit Spannungsausgleich, daß die in den Seilschleifen zwischen den Treibscheiben liegenden Umlenkrollen beweglich ausgebildet werden können, so daß sie nicht nur in der Ruhestellung der Treibscheiben, sondern auch während ihrer Bewegung wirken.
  • Man erhält demnach mit der Anordnung die Möglichkeit, tatsächlich alle mit der Unterteilung in Lastseil und Zugseil verbundenen Vorteile restlos auszunutzen. So kann zunächst das Lastseil weit schwächer gehalten werden, als es bei der Regelanordnung der Fall sein müßte, wo es außer der Last auch noch die sämtlichen übrigen auftretenden Kräfte übernehmen muß. Dies ist besonders für tiefe Schächte und große Lasten von entscheidender Bedeutung. Dabei braucht das Lastseil c selbst nur um eine einfache Umlenkrolle im Fördergerüst geführt zu werden, erleidet also nicht die wiederholten und zum Teil entgegengesetzten Biegungen wie bei der üblichen Förderung, wo es um die Seilscheiben und die Trommeln oder die Treibscheiben laufen muß.
  • Der Umstand, daß nur das eigentliche, wesentlich geringer belastete Zugseil hier um die Treibscheiben laufen muß, gestattet zunächst die Abmessungen dieser und damit der ganzen Maschine beträchtlich geringer zu halten, so daß die Maschine leichter, billiger und handlicher wird. Entsprechend der größeren Sicherheit im Tragseil kann man auch beim Zugseil die bisher für das vereinigte Trag-und Zugseil notwendigen und vorgeschriebenen Sicherheitsgrade verringern.
  • Um für den Fall eines Bruches des Tragseiles c die Möglichkeit zu gewährleisten, daß das Zugseil f unter Umständen die Förderkörbe halten kann, wird zweckmäßig mit der Spannrolle l ein Bremszylinder verbunden, der wohl bei dem während des Regelbetriebes auftretenden langsamen Bewegungen ein praktisch zwangloses Einspielender Rolle gestattet, jedoch sich einer schnellen Bewegung, wie dies beim Bruch des Seiles c unter dem Bestreben, die Spannrolle L in ihr innerses Hubende zu ziehen, eintreten würde, widersetzt. Das kann z. B. durch eine Art Luftpufferkolben erreicht werden, der sich in einem beiderseits abgeschlossenen Zylinder bewegt und dessen vorhandene oder künstlich geschaffene Undichtheiten während des Regelbetriebes den erforderlichen Austausch zwischen dem Raum vor und hinter dem Kolben gestatten; gegebenenfalls kann auch an Stelle von Luft eine Flüssigkeit, wie Glyzerin o. dgl., verwendet werden.
  • Die hier für eine senkrechte Förderung beschriebene Einrichtung kann natürlich auch bei schiefen Ebenen benutzt werden, wo ein entsprechender Pendelbetrieb herrscht, d. h. also in den sogenannten tonnlägigen Schächten und bei Bergbahnen.
  • endet man zwecks genauen Einstellens der Förderkörbe relativ zu Füllort undHängebank in bekannter Weise die Verstellbarkeit der Seilscheiben der Höhe nach an, so braucht nur die Seilscheibe verstellt zu werden. Infolge Mitwirkens der Spannrolle l stellt sich dabei das Seil f auch ohne Verstellung der Seilscheibeng jeweilig von selbst mit ein.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: z. Förderungsanlage mit Pendelbetrieb, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufgabe des bisherigen Förderseiles auf ein im wesentlichen die tote Last der Förderkörbe aufnehmendes Tragseil und ein besonderes, die Nutzlast plus Widerstände übernehmendes Zugseil verteilt wird, wobei die statisch bestimmte Kräfteverteilung auf beide Seile dadurch gewährleistet wird, daß das eigentliche Zugseil um einen Zweischeibenantrieb .mit Spannungsausgleich geführt wird, dessen in die Seilschleife zwischen den beiden Treibscheiben eingeschaltete Umlenkrolle beweglich gelagert und unter die Einwirkung eines Vorspanngewichtes gesetzt ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannrolle (l) mit einem Bremszylinder verbunden wird, der die im Regelfalle auftretenden langsamen Bewegungen der Spannrolle gestattet, sich jedoch einer schnellen Bewegung, wie diese beim Bruch des Last-oder Tragseiles (c) eintreten würde, widersetzt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks genauer Einstellung der Förderkörbe im Schacht nur die das Tragseil aufnehmende Scheibe (d) in der Höhenlage verstellbar gemacht wird, womit infolge des Mitwirkens der Spannrolle (L) eine selbsttätige Einstellung des die Nutzlast übernehmenden Zugseiles (f) erfolgt.
DEO13327D 1922-11-01 1922-11-01 Foerderungsanlage mit Pendelbetrieb Expired DE386768C (de)

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