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Sicherheitsvorrichtung für insbesondere mit Öl beheizte Dampfkessel.
Gegenstand der Erfindung ist eine Sicherheitsvorrichtung für Dampfkessel, insbesondere
für solche, die mit 0I geheizt werden. Diese Sicherheitseinrichtung soll die Brennstoffzufuhr
selbsttätig abstellen in dem Augenblick, in dem der zulässig niedrigste Wasserstand
erreicht wird. Die Einrichtung wird durch den wechselnden Flüssigkeitsstand unmittelbar
betätigt, und zwar besteht das wesentliche Erfindungsmerkmal darin, daß ein Schwimmer
in einem Gefäß untergebracht ist, das mit dem Kessel in Verbindung steht und daß
durch diesen Schwimmer ein Fallgewicht ausgelöst wird, das bei tiefstem Wasserstand
die Durchlochung einer Zwischenwand und dadurch die Abstellung der Brennstoffzufuhr
bewirkt.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsformen
dargestellt, und zwar zeigt Abb. z einen Längsschnitt, Abb. 2 einen Schnitt der
Abb. Z nach der Linie 2-2, Abb. 3 bis 5 zeigen verschiedene Stellungen der Eurchlochungseinrichtung,
und Abb. 6 zeigt die Art der Zurückführung des Fallgewichtes auf seinen Sitz, Abb.7
in größerem Maßstabe das Fallgewicht bei Anheben seines Sitzes unmittelbar vor dem
Herausfallen.
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In der Zeichnung ist eine Ausführungsform dargestellt, durch die die
Brennstoffzufuhr zu den Brennern eines Kessels unterbrochcn oder vermindert wird,
wenn der M* a: s._ r: tand im Kessel eine bestimmte Höhe erreicht hat. Innerhalb
des mit dem Kessel durch die Öffnungen b und c verbundenen Gefäßes
a hat der Wasserstand die gleiche Höhe wie im Kessel. In dem Gefäß a ist
ein Schwimmer d, der durch eine Stange e mit einem drehbaren Rahmen f verbunden
ist, welcher in einer besonderen Kammer m eine Kugel g trägt. Der Rahmen
f ist auf einer Achse h gelagert, die bei i und k drehbar ist.
Diese Achse h ist durch einen Hebel l
mit der Stange e verbunden.
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`'Fenn der Körper g von seinem Lager herunterfällt, wird er von dem
Teil n im unteren Teil der Kammer m aufgenommen. Die Kammer m ist mit dem Gefäß
a durch einen Durchlaß o verbunden.
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I'ie Einrichtung n besteht aus einem Kolben P, der eine Eurchlochungseinrichtung
q trägt. Der Kopf y des Kolbens p nimmt den Stoß des Fallgewichtes g auf, und eine
Sperrklinke s, die durch die Kugel g umgelegt wird, verhindert die Wiedereinsetzung
des Kolbens p nach seiner Wirkung, bevor der Körper g wieder an seinen Platz gebracht
ist (Abb. 5). Unterhalb der Durchlochungseinrichtung q ist eine -Zwischenwand t
angebracht, die durch einen Block -ic und Backen v in ihrer. Lage gehalten wird.
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Um eine unerwünschte Schwingung des Schwimmers d zu vermeiden, ist
sein unteres Ende d' durch Ketten dz mit einer Hilfsvorrichtung d' verbunden, die
im Unterteile des Gefäßes a untergebracht ist. Eie Ketten haben se viel Spiel, daß
die richtige Wirkung des Schwimmers d während des Gebrauches nicht gestört wird.
Bei
Vorrichtungen, die durch den Flüssigkeitsstand in der beschriebenen Weise betätigt
werden, hat sich die Schwierigkeit gezeigt, eine zuverlässige Wirkung dann zu erzielen,
wenn die Antriebsflüssigkeit beispielsweise unter der Wirkung des Stampfens und
Rollens des Schiffes, auf dem die Einrichtung untergebracht ist, heftig bewegt wird.
Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, kann eine besondere Sperreinrichtung zwischen
dem Gefäß a und dem Kessel, dessen Wasserstand überwacht werden soll, eingeschaltet
werden. Liese Sperrvorrichtung umfaßt einen Körper, wie beispielsweise einen Ball
w mit geringem Auftrieb in der Flüssigkeit. Dieser Ball kann beispielsweise aus
einer hohlen Metallkugel mit einer geeigneten Korkfüllung o. dgl. bestehen. Er ist
von einem Käfig x umgeben und hat einen Sitz y, der im rurchlaß c zwischen dem Gefäß
a und dem Kessel untergebracht ist. Wenn die Flüssigkeit keine oder nur geringe
Bewegung aufweist, ist der Ball zv von seinem Sitze y abgehoben, und es besteht
freier Lurchgang zwischen dem Kessel und dem Gefäß a. Wenn jedoch der Flüssigkeitsstand
im Gefäß a plötzlich zurückgeht, drückt die heftige Bewegung der Flüssigkeit die
Kugel ze, herab auf ihren Sitz ,il, indem sie den geringen Auftrieb überwindet.
1'er Flüssigkeitsstand im Gefäß a kann hierdurch nicht wesentlich vermindert werden.
Sobald die Verhältnisse wieder normal «erden, steigt der Ball zc, nach oben, und
die freie Verbindung wird wieder hergestellt.
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Beim Gebrauch fällt der Wasserstand im Kessel im gleichen MaJ?e wie
im Gefäß a, und der Schwimmer d sinkt und dreht den Rahmen f
in seinen
Lagern i und k (Abb. 7). Wenn der Wasserstand einen bestimmten Punkt
erreicht hat, fällt der Körper g vorn Rahmen f herab, schlägt auf das Ende r des
Kolbens p und drückt die f : urchstol:',einrichtung durch die Zwischenwand t, so
daß der Flüssigkeitsdruck über der Wand i zu dem t"berwacliungsventil
z, das mit der Einrichtung verbunden ist, gelangen kann und die Brtnnstoffzufulir
zum Brenner abschneidet oder vermindert (Abb. .l).
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Um die Einrichtung wieder arbeitsfähig zu machen, inuß eine unversehrte
Zwischenwand t gleichzeitig mit dem Kolben p wieder an ihre Stelle gebracht und
die Kugel g wieder im Rahmen f untergebracht weiden. T res kann durch Einführung
eines Stabes o. dgl. durch die Kolbenöffnung geschehen (Abb. h). 1'(r Körper g wird
während des Zurückbringens durch eine in der Kammer in und dem Rahmen
f enthaltene schiefe Ebene ;;il geführt.
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Selbstverständlich kann das Element g nicht wieder zuri_`ckgebraclit
werden, bis der Wasserstand über die vorbestimmte 'Marke gestiegen ist. Die Sperrklinke
s, die durch den Körper g umgelegt wird, verhindert aus sich die Wiedereinsetzung
des Kolbens P, .ehe die Kugel g an ihrem Platz ist, und ehe der Kolben p eingesetzt
ist, kann die neue Zwischenwand nicht eingesetzt werden.
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An Stelle des freien Fallgewichtes g kann auch ein Winkelhebel, der
unter der Wirkung der Schwerkraft steht, oder eine federbetätigte Einrichtung verwendet
werden, um den Schlag auszuführen, der die Eurchlochung der Zwischenwand herbeiführt,
wenn der Flüssigkeitsspiegel eine vorher bestimmte Größe erreicht hat.