DE3853C - Signal-Apparat für Eisenbahnzüge - Google Patents

Signal-Apparat für Eisenbahnzüge

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DE3853C
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Germany
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signaling apparatus
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H. SCHÜLTZE, Maschinenbauer und Techniker, in Berlin
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L1/00Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

1878.
Klasse 20.
H. SCHULTZE in BERLIN. Signal-Apparat für Eisenbahnzüge.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1878 ab.
Der vorliegende Signalapparat dient dazu, selbstthätig von gewissen Punkten der Bahn aus die Ankunft einer Locomotive eine beliebig bestimmte Strecke telegraphisch voraus zu melden.
Der Apparat ist insbesondere berechnet für Bahnhöfe, Tunneleinfahrten, Brücken, stark frequentirte Uebergänge, unübersichtliches Terrain etc.
Der Grundgedanke, auf dem die Construction beruht, ist der, die Haupttelegraphenleitung, die von der einen zur anderen Endstation führt, zeitweise zu unterbrechen und eine Nebenleitung einzuschalten, die an gewünschter Stelle ein Läutewerk in Bewegung setzt.
Mitten zwischen beiden Schienen pp ist die gufseiserne Platte b auf zwei Schwellen ο festgeschraubt, welche nach unten einen Angufs hat, der der starken, eisernen Stange C als Lager für das eine ihrer Enden dient. . Auf diesem Ende befindet sich fest verkeilt der stählerne Arm α. Das andere Ende der Stange c tritt durch eine Bohrung in das Innere des gufseisernen Kastens d ein, der in angemessener Entfernung von der Schiene auf einem Fundament befestigt ist. Der Kasten ist nach unten und oben offen, indessen mit einem übergreifenden aufgeschraubten Deckel versehen. Im Fundament befindet sich eine Aussparung zur Einführung der Leitungsdrähte. Im Innern des Kastens befindet sich, fest mit dem Ende der Stange c verbunden, die Kurbelscheibe e. An dieser hängt mittelst der Zugstangen / ein Gewicht k, dessen unterer Theil q von dem oberen durch eine eingeschaltete Feder t getrennt ist, deren Zweck die Aufhebung der nachtheiligen Wirkung einer stofsartigen Bewegung des Armes a ist, Fig. ι und 4. Selbstverständlich kann das Gewicht k auch in mehrere Theile zerlegt und mehrere Federn in Anwendung gebracht werden. Der Rahmen r hält die einzelnen Gewichtstheile zusammen. Die Schrauben s, die in k festgeschraubt sind und auf denen die rechtwinklig umgebogenen, oberen Rahmenstücke spielen, dienen zur Führung. Sobald das Gewicht seinen tiefsten Stand erreicht hat, steht der Arm senkrecht. Das Gewicht k spielt in dem gufseisernen Kasten /, der in das Fundament eingelassen ist, Fig. 1 und 4. Aufser der Kurbelscheibe ist im Innern des Kastens noch eine zweite Scheibe aus Gufseisen in, Fig. 1 und 3, mit der Stange c in fester Verbindung.
Auf der Scheibe m befindet sich eine andere mit ihr verbundene n, die aus Hartgummi oder einem sonstigen, die Elektricität nicht leitenden Material hergestellt ist.
Wie die Fig. 5 und 7 zeigen, sind in die Scheibe n, und zwar mit deren Oberfläche verglichen, concentrisch drei Kupferstreifen eingelassen. In der Ruhelage, Fig. 6, in welcher der Arm α senkrecht steht, liegen die beiden Schleppfedern, welche mit den Hauptleitungen HL und H L1 in Verbindung stehen, auf dem Kupferstück an der Peripherie, und der Strom der Hauptleitung ist daher ohne Unterbrechung.
Bewegt dagegen der Anstofs der Locomotive den Arm α nach rechts, Fig. 5, so setzt sich die Hauptleitung, die von der Abgangsstation kommt, in Verbindung mit der zum Läutewerk führenden Nebenleitung N Z1. Dies geschieht, wie Fig. 5 zeigt, durch Vermittlung des mittleren Kupferstreifens.
Für eine doppelgeleisige Bahn, die also immer nur in einer bestimmten Richtung befahren wird, genügt diese Einrichtung, während für eine eingeleisige Bahn zum Zweck des Signalisirens nach beiden Richtungen die Anwendung des inneren (dritten) Kupferstreifens nöthig wird. Fig. 3 zeigt, wie durch ihn die Schleppfedern der Hauptleitung NL1 mit der Nebenleitung NL in Verbindung gebracht werden, also durch den Apparat in der, der in Fig. 5 dargestellten Richtung entgegengesetzten telegraphirt wird.
Um den Apparat für alle Locomotiven ein und derselben Bahn passend zu machen, ist nichts weiter erforderlich, als dafs dieselben am Aschenkasten mit einem eisernen Lappen versehen werden, dessen untere Kante eine bestimmte Entfernung von der Oberkante der Schienen hat. Die Länge des Armes α wird so bemessen, dafs die erforderliche Drehung der Scheibe η hinreichend erfolgt ist, wenn die Spitze von α sich um 5 cm gesenkt hat. Es
wird indessen die richtige Verbindung der Leitungen auch noch vermittelt, wenn die Senkung doppelt so grofs ist.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die selbsttätige Vorrichtung zur Geradestellung des horizontalen Armes nach erfolgter Bewegung, wie gezeichnet und beschrieben.
    Die Anbringung und Einrichtung einer Scheibe zur Verbindung der telegraphischen Hauptleitung mit den Nebenleitungen für den beabsichtigten Zweck, wie gezeichnet und beschrieben.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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