DE3841069A1 - Spritzpistole zum auftragen von fluessigkeiten - Google Patents
Spritzpistole zum auftragen von fluessigkeitenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spritzpistole zum
Auftragen von Flüssigkeit, mit einem Pistolenkörper mit einem
Anschluß zur Verbindung mit einer Druckluftquelle, einem am
vorderen Ende vorgesehenen Düsenhalter, in dem ein Düsenkörper
vorgesehen ist, in dessen Durchgangsbohrung eine axial hin-
und herbewegbare Düsennadel vorgesehen ist, die in ihrer
vorgeschobenen Ruhestellung die Durchgangsbohrung gegen den
Austritt von Flüssigkeit abdichtet und die in ihrer
zurückgezogenen Freigabestellung den Austritt von Flüssigkeit
aus der vorderen Öffnung der Durchgangsbohrung gestattet,
sowie mit einem am Pistolenkörper angebrachten Farbbehälter,
der in Verbindung mit dem hinteren Bereich der Durchgangsbohrung
steht.
Derartige Spritzpistolen sind beispielsweise zum Auftragen
von Farben bekannt, und bei ihnen ist im allgemeinen der
Farbbehälter fest mit dem Pistolenkörper verbunden.
Eine Schwierigkeit bei den bekannten Spritzpistolen dieser
Art besteht darin, daß bei jedem Wechsel von einer Farbe zu
einer anderen der Farbbehälter und der gesamte innere Bereich
des Pistolenkörpers, der in Berührung mit der Farbe kommt,
sorgfältig gereinigt werden müssen, was einen erheblichen
Aufwand darstellt und häufig auch nicht in vollem Umfang
möglich ist, so daß beim Verspritzen einer neuen Farbe
zunächst überprüft werden muß, ob beim Spritzvorgang nicht
noch Reste der zuvor verspritzten Farbe ausgetragen werden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Spritzpistole dahingehend
zu verbessern, daß der Reinigungsvorgang vor einem Farbwechsel
erheblich vereinfacht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Spritzpistole der
eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß derart ausgestaltet,
daß der Düsenhalter, der Düsenkörper und der Farbbehälter
eine Baueinheit bilden und daß die Baueinheit lösbar am
vorderen Ende des Pistolenkörpers befestigt ist.
Bei der erfindungsgemäßen Spritzpistole läßt sich somit die
aus Düsenhalter, Düsenkörper und Farbbehälter gebildete
Baueinheit als Ganzes entfernen, so daß praktisch alle Teile,
die mit Farbe in Berührung kommen, vom Pistolenkörper
abgenommen werden und gegen eine andere Baueinheit mit
Düsenhalter, Düsenkörper und Farbbehälter ausgetauscht oder
aber auch sorgfältig gereinigt werden können. Im Pistolenkörper
verbleibt als auch in Berührung mit Farbe kommendes Bauteil
lediglich die Düsennadel, die sich jedoch nach Entfernen der
Baueinheit einfach reinigen läßt, da sie mit ihrem sich sonst
in die Baueinheit erstreckenden und mit Farbe in Berührung
kommenden Abschnitt nach Entfernen der Baueinheit über das
vordere Ende des Pistolenkörpers vorsteht.
Der Farbbehälter kann mit einem Rohrelement verbunden sein,
durch das sich im montierten Zustand die Düsennadel erstreckt
und an dessen vorderem Ende der Düsenhalter befestigt ist,
wobei Farbbehälter und Rohrelement einstückig ausgebildet
sein können.
Um sicherzustellen, daß keine Druckluft im Übergangsbereich
zwischen Pistolenkörper und Baueinheit entweicht, kann das
Rohrelement an seinem hinteren Endbereich mindestens eine, an
seiner Außenseite ausgebildete Ringnut aufweisen, in die ein
O-Ring eingesetzt ist.
Die Druckluftzufuhr vom Pistolenkörper zum Raum zwischen
Düsenkörper und Düsenhalter kann durch einen Druckluftkanal
erfolgen, der sich parallel zur Öffnung für die Düsennadel
durch das Rohrelement erstreckt.
Zur Erzielung einer sicheren und zuverlässigen Verbindung
zwischen Düsenhalter und Rohrelement kann der Düsenhalter auf
das Rohrelement aufgeschraubt sein.
Damit im Betrieb keine Farbe vom Farbbehälter nach hinten in
das Rohrelement und gegebenenfalls von dort sogar in den
Pistolenkörper eintreten kann, kann im Rohrelement hinter der
Verbindung mit dem Farbbehälter eine im montierten Zustand
die Düsennadel umgebende Dichtung vorgesehen sein.
Ein Problem bei Spritzpistolen der eingangs erwähnten Art
besteht auch darin, daß zur Reinigung der gesamte Pistolenkörper
in eine Reinigungsflüssigkeit gelegt und dieser durchspült
wird, wobei dann auch das Sperrventil im Anschluß zur
Verbindung mit der Druckluftquelle mit durchspült wird. Dabei
besteht die Gefahr, daß sich gelöste Schmutzstoffe im Bereich
des Sperrventils ablagern und dieses in seiner Funktion
beeinträchtigen.
Um derartige Verschmutzungen zu vermeiden, kann bei einer
Spritzpistole, die im Anschluß zur Verbindung mit der
Druckluftquelle ein durch Beaufschlagung mit einem Betätigungs
element zu öffnendes Sperrventil aufweist, der das Sperrventil
enthaltende Abschnitt abnehmbar am Pistolenkörper befestigt,
etwa angeschraubt sein, so daß sich das Sperrventil zusammen
mit diesem Abschnitt vom Pistolenkörper abnehmen läßt, bevor
der vorstehend erwähnte Reinigungsvorgang durchgeführt wird.
Um bei einer Spritzpistole der vorliegenden Art zu erreichen,
daß sich im Betrieb ein möglichst ungestörtes Sprühbild
ergibt, das auch nach längerer Betriebsdauer unverändert
beibehalten wird, kann sich das vordere Ende der Düsennadel
in der Freigabestellung innerhalb der Durchgangsbohrung
befinden, wobei das vordere Ende in der Freigabestellung
vorzugsweise im Abstand vom vorderen Ende der Durchgangsbohrung
liegt.
Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß durch diese sehr
einfache Maßnahme das Sprühbild deutlich verbessert und
stabilisiert wird. Dies hat anscheinend seine Ursache darin,
daß sich am vorderen Ende der bei derartigen Spritzpistolen
im allgemeinen sowohl in der Ruhestellung als auch in der
Freigabestellung über das vordere Ende der Durchgangsbohrung
des Düsenkörpers vorstehenden Düsennadel im Betrieb Farb
teilchen ablagern, auf die dann aus der Durchgangsbohrung
mitgerissene Teilchen des auszutragenden Farbnebels auftreffen.
Dadurch werden diese Farbnebelteilchen aus ihrer normalen,
durch das eigentliche Sprühbild vorgegebenen Bewegungsbahn
herausgeschleudert, was zu einer Störung des Sprühbildes
führt.
Diese Schwierigkeiten werden durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung vermieden, offenbar dadurch, daß durch die Lage
der Düsennadel innerhalb der Durchgangsbohrung im Sprühbetrieb
nicht mehr die Gefahr besteht, daß sich Farbteilchen auf der
Außenfläche der Düsennadel ablagern.
Um die Düsennadel der erfindungsgemäßen Spritzpistole gegen
das Abbrechen zu sichern, kann sich das vordere Ende der
Düsennadel in der Ruhestellung in der Ebene der vorderen
Öffnung der Durchgangsbohrung befinden, so daß also auch in
der Ruhestellung kein Überstand der Düsennadel über das
vordere Ende des Düsenkörpers mehr gegegeben ist.
Es ist auch möglich, bei einer Spritzpistole der interes
sierenden Art unter Beibehaltung einer Düsennadel auf ein
fache Weise durch austauschbare Düsenkörper eine Veränderung
des Sprühbildes vorzunehmen. Hierzu kann beispielsweise bei
einem Düsenkörper mit verhältnismäßig großem Querschnitt des
Austrittsbereichs der Durchgangsbohrung im Bereich der vor
deren Öffnung die Düsennadel in der Ruhestellung dichtend an
einem im Abstand vom vorderen Ende der Durchgangsbohrung
liegenden Dichtungsabschnitt der Durchgangsbohrung anliegen,
so daß die Abdichtung durch einen Bereich der Düsennadel mit
größerem Querschnitt erfolgt.
Demgegenüber kann bei einem Düsenkörper mit einer Durchgangs
bohrung mit einem verhältnismäßig geringen Querschnitt im
Bereich der vorderen Öffnung der Durchgangsbohrung die Düsen
nadel in der Ruhestellung dichtend an einem sich von der
vorderen Öffnung der Durchgangsbohrung über einen Teilbereich
von deren axialer Länge erstreckenden Dichtungsabschnitt der
Durchgangsbohrung anliegen, so daß die Abdichtung mit einem
Abschnitt der Düsennadel mit verhältnismäßig geringem Quer
schnitt und im vorderen Bereich der Durchgangsbohrung
erfolgt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher
erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Teilschnitt durch eine Spritzpistole.
Fig. 2 zeigt im Schnitt den vorderen Teil der Spritzpistole
aus Fig. 1 mit abgewandelter Düsennadel.
Fig. 3 zeigt in einem Teilschnitt vergrößert den in
Fig. 2 eingekreisten Bereich der Spritzpistole mit
sich in der Ruhestellung befindender Düsennadel.
Fig. 4 zeigt die Anordnung aus Fig. 3 mit in die Frei
gabestellung zurückgezogener Düsennadel.
Fig. 5 zeigt in einer Darstellung entsprechend Fig. 3
eine Anordnung mit einem anderen Düsenkörper.
Fig. 6 zeigt die Anordnung aus Fig. 5 mit in die
Freigabestellung zurückgezogener Düsennadel.
Die in Fig. 1 dargestellte Spritzpistole, die beispielsweise
als sogenannte Airbrush eingesetzt werden kann, hat einen
Pistolenkörper 11, in dem in üblicher Weise eine hin- und
herbewegbare Düsennadel 63 gehaltert ist, die mit ihrem
hinteren Ende in einer nicht gezeigten Aufnahme befestigt
ist, deren Bewegung nach vorn durch einen Querstift 56
begrenzt wird. Ein Betätigungselement 44 ist um einen Stift
65 schwenkbar im Pistolengehäuse 11 gehaltert, und das Betäti
gungselement 44 kann mit Hilfe eines Griffes 41 um den Stift
65 verschwenkt werden, wobei der Grad der Verschwenkung durch
Einstellung einer Madenschraube 45 bestimmt wird, die in den
Griff 41 eingeschraubt ist und am Betätigungselement 44
anliegt. Das dem Stift 65 entfernte Ende des Betätigungselementes
44 steht in Eingriff mit einem Ende 16 eines Betätigungs
stiftes 15, der sich durch eine Dichtung 13 und eine in eine
Gewindebohrung im Pistolenkörper 11 eingeschraubte Buchse 14
erstreckt und mit seinem anderen Ende an einem Ventilkörper
25 anliegt. Der Ventilkörper 25 ist in einem Rohrabschnitt 21
untergebracht, der in den Pistolenkörper 11 eingeschraubt
ist, und kann durch Verlagerung des Betätigungsstiftes 15
gegen die Kraft einer Feder 26 in den Rohrabschnitt 21
hineinbewegt werden, so daß der am Ventilkörper 25
vorgesehene O-Ring 24 von dem gebildeten Ventilsitz abhebt.
Am äußeren Ende des Rohrabschnittes 21 ist unter Zwischen
schaltung eines Dichtringes 28 ein Anschlußstutzen 27
eingeschraubt, an dem sich die Feder 26 abstützt und der zur
Befestigung eines mit einer Druckluftquelle verbundenen
Schlauches dient.
Koaxial zur Düsennadel 63 ist in das vordere Ende des
Pistolenkörpers 11 lösbar ein Rohrelement 34 eingesetzt, das
auf seiner Außenseite O-Ringe 36 und 37 trägt, die in
dichtendem Eingriff mit Innenflächen am Pistolenkörper 11
stehen. Die Halterung des Rohrelementes 34 im Pistolenkörper
11 kann durch Klemmen erfolgen. Zusätzlich ist die Verbindung
durch eine sich quer durch den Pistolenkörper 11 erstreckende,
nicht dargestellt Klemmschraube gesichert werden.
Am Rohrelement 34 ist ein Farbbehälter 39 ausgebildet, dessen
Innenraum in Verbindung mit dem die Düsennadel 63 umgebenden
Bereich des Rohrelementes 34 steht.
Auf das vordere Ende des Rohrelementes 34 ist ein Düsenhalter
32 aufgeschraubt, der einen Düsenkörper 33 mit einem auf
diesem vorgesehenen O-Ring 35 in dichtenden Eingriff mit dem
vorderen Ende der Mittelöffnung des Rohrelementes 34 drückt.
In die Durchgangsbohrung des Düsenkörpers 33 erstreckt sich
in üblicher Weise die Düsennadel 63, d.h. die Düsennadel 63
dichtet die Durchgangsbohrung des Düsenkörpers 33 in ihrer
vorderen Stellung ab.
Da die Düsennadel 63 der Spritzpistole gemäß Fig. 1, wie
dargestellt, zumindest in ihrer Dichtstellung über das
vordere Ende des Düsenhalters 32 vorsteht, sind im
Düsenhalter 32 vorstehende Schutzstifte 31 vorhanden, die die
Düsennadel 63 gegen Beschädigungen ihres vorderen Endes
schützen.
Vom Ventilsitz für den O-Ring 24 des Düsenkörpers 25
erstreckt sich ein Luftkanal 12 durch den Pistolenkörper 11
zu einem Luftkanal 40, der im dargestellten Zustand parallel
zur Düsennadel 63 durch das Rohrelement 34 verläuft. Das
vordere Ende des Luftkanals 40 ist mit einem sich durch einen
zwischen Düsenhalter 32 und Düsenkörper 33 erstreckenden
Luftkanal verbunden, der in einen das vordere Ende des
Düsenkörpers 33 umgebenden Ringraum übergeht, durch den Luft
aus dem vorderen Ende des Düsenhalters 32 austreten und so in
üblicher Weise Farbe aus der Durchgangsbohrung im Düsenkörper
33 mitreißen und versprühen kann.
Ist der Farbbehälter 39 mit Farbe gefüllt, so steht diese,
wie Fig. 1 zu entnehmen ist, am hinteren Ende der Durch
gangsbohrung des Düsenkörpers 33 an, kann jedoch wegen der
Dichtstellung der Düsennadel 63 nicht in die Durchgangsboh
rung eintreten. Der Durchtritt von Farbe im Bereich der
Düsennadel 63 nach hinten wird durch eine im Rohrelement 34
vorgesehene, die Düsennadel 63 umgebende Dichtung 38
verhindert. In diesem Zustand bewirkt außerdem die im
Innenraum des Rohrkörpers 21 anstehende Druckluft eine
Dichtstellung des Ventilkörpers 25, in der der O-Ring 24
dichtend am zugehörigen Ventilsitz anliegt.
Wird der Griff 41 vom Benutzer um den Stift 65 verschwenkt,
wird einerseits der Betätigungsstift 15 in Richtung auf den
Rohrabschnitt 21 verlagert, so daß der Ventilkörper 25 gegen
den Druck der Feder 26 verschoben wird und Druckluft in den
Kanal 12 des Pistolenkörpers 11 gelangt und von dort durch
den Druckluftkanal 40 im Rohrelement 34 zum Ringraum
zwischen vorderem Ende des Düsenkörpers 33 und Düsenhalter 32
strömt und austritt. Andererseits wird durch die Verlagerung
des Griffes 41 die Düsennadel 63 nach hinten (in Fig. 1 nach
rechts) verschoben, so daß die Durchgangsbohrung für den
Durchtritt von Farbe aus dem Farbbehälter 39 freigegeben
wird. Diese Farbe wird dann durch die Wirkung der austreten
den Druckluft in bekannter Weise versprüht.
Soll eine andere Farbe mit der dargestellten Spritzpistole
versprüht werden, braucht der Benutzer lediglich das
Rohrelement 34 mit dem an ihm befestigten Düsenhalter 32 und
Düsenkörper 33 vom vorderen Ende des Pistolenkörpers 11
abzunehmen, wobei die Dichtung 38 entlang der im Pisto
lenkörper 11 verbleibenden Düsennadel 63 gleitet und den
größten Teil der anhaftenden Farbe abstreift. Ist das
Rohrelement 34 entfernt, steht die Düsennadel 63 frei aus dem
Pistolenkörper 11 vor und kann durch Abwischen leicht
gereinigt werden.
Da keine Teile des Pistolenkörpers 11 mit der zuvor ver
sprühten Farbe in Berührung gekommen sind, braucht keine
zusätzliche Reinigung zu erfolgen. Vielmehr kann der Benutzer
einfach eine neue Baueinheit aus Rohrelement 34, Farbbehälter
39, Düsenhalter 32 und Düsenkörper 33 auf das vordere Ende
des Pistolenkörpers 11 aufsetzen, um dann eine andere Farbe
zu versprühen, ohne daß die Gefahr besteht, daß Farbreste aus
dem vorherigen Sprühvorgang noch mit versprüht werden.
Soll im übrigen eine gründliche Reinigung des Pistolenkörpers
11, gegebenenfalls zusammen mit der vorstehend beschriebenen
Baueinheit erfolgen, kann der Rohrabschnitt 21 vom Pistolen
körper 11 abgeschraubt werden. Falls das äußere Ende des
Rohrabschnittes 21 noch in Verbindung mit der Druckluftquelle
steht, braucht diese Verbindung nicht unterbrochen zu werden,
weil die Druckluft den Düsenkörper 25 in seine Dichtstellung
preßt, also auch bei vom Pistolenkörper 11 gelöstem Rohrab
schnitt 21 nicht die Gefahr besteht, daß aus diesem Druckluft
austritt.
Der in Fig. 2 sowie den Fig. 3 und 4 dargestellte vordere
Teil der Spritzpistole entspricht im wesentlichen demjenigen
aus Fig. 1, und es werden für gleiche Teile auch gleiche
Bezugszeichen verwendet.
Wie insbesondere den Fig. 3 und 4 zu entnehmen ist, ist
die Durchgangsbohrung 133 des Düsenkörpers 33 in einem im
Abstand vom vorderen Ende des Düsenkörpers 33 liegenden
Abschnitt 133′ (Fig. 4) kegelstumpfförmig ausgebildet und
verengt sich von hinten nach vorn. An den Abschnitt 133′
schließt nach vorn ein sich nach vorn zur Öffnung der
Durchgangsbohrung 133 erweiternder Bereich an. Infolge dieser
Ausbildung liegt der sich verjüngende Abschnitt 63′ der
Düsennadel 63 in der in Fig. 3 gezeigten Ruhestellung
dichtend am Abschnitt 133′ der Durchgangsbohrung 133 an,
während der über den Abschnitt 133′ vorstehende Bereich des
Abschnittes 63′ der Düsennadel 63 in den sich nach vorn
erweiternden Bereich der Durchgangsbohrung 133 hineinragt, so
daß bei diesem Ausführungsbeispiel das vordere Ende des
Abschnittes 63′ in der Ruhestellung der Düsennadel 63 in der
Ebene des vorderen Endes des Düsenkörpers 33 liegt.
Wird die Düsennadel 63 in ihre Freigabestellung zurückgezogen
(Fig. 4), so entsteht zwischen ihrem vorderen Abschnitt 63′
und dem kegelstumpfförmigen Abschnitt 133′ der Durchgangs
bohrung 133 des Düsenkörpers 33 ein freier Ringraum, durch
den Farbe hindurchtreten kann und in im wesentlichen durch
die Abmessungen des vorderen, sich erweiternden Bereiches der
Durchgangsbohrung 133 und die Form der Druckluftführung im
Bereich der Austrittsöffnung 40′ bestimmten Weise versprüht
wird. In dieser Freigabestellung befindet sich das vordere
Ende des Abschnittes 63′ der Düsennadel 63, wie Fig. 4
zeigt, im Abstand von der Ebene des vorderen Endes des
Düsenkörpers 33 und damit von der Ebene der Austrittsöffnung
der Durchgangsbohrung 133 sowie innerhalb dieser Durchgangs
bohrung. Die Düsennadel 63′ beeinflußt daher nicht den
Austritt und die Führung der Farbe im Bereich der Austritts-
Öffnung der Durchgangsbohrung 133 und somit auch nicht das
entstehende Sprühbild.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 und 6 ist anstelle
des Düsenkörpers 33 ein Düsenkörper 33′ vorhanden, während
die Düsennadel 63 und der Düsenhalter 32 gegenüber den
Fig. 3 und 4 unverändert geblieben sind.
Der Düsenkörper 33′ unterscheidet sich vom Düsenkörper 33 aus
den Fig. 3 und 4 durch die Form seiner Durchgangsbohrung
233, die im vorderen Bereich durchgehend kegelstumpfförmig
ist, so daß der sich verjüngende Abschnitt 63′ der Düsennadel
63 in der Ruhestellung gemäß Fig. 5 über die gesamte Länge
dieses kegelstumpfförmigen Bereiches der Durchgangsbohrung
233 dichtend an dieser anliegt und dabei nicht über das
vordere Ende des Düsenkörpers 33′ vorsteht.
Wird die Düsennadel 63 in ihre Freigabestellung zurückgezogen
(Fig. 6), so entsteht um ihren vorderen Abschnitt 63′ ein
freier Ringraum, durch den Farbe durch die Durchgangsbohrung
233 austreten kann, und darüber hinaus liegt das vordere Ende
des Abschnittes 63′, wie Fig. 6 zeigt, innerhalb der
Durchgangsbohrung 233 und im Abstand von deren vorderem Ende.
Es ist ohne weiteres zu erkennen, daß mit der Ausbildung der
Durchgangsbohrung 233 ein Sprühbild mit kleinerem Querschnitt
entsteht, als mit einem Düsenkörper 33 mit einer Durchgangs
bohrung 133 gemäß Fig. 3 und 4.
Claims (13)
1. Spritzpistole zum Auftragen von Flüssigkeit, mit
einem Pistolenkörper (11) mit einem Anschluß (21)
zur Verbindung mit einer Druckluftquelle, einem am
vorderen Ende vorgesehenen Düsenhalter (32), in dem
ein Düsenkörper (33) vorgesehen ist, in dessen Durch
gangsbohrung (133; 233) eine axial hin- und herbeweg
bare Düsennadel (63) vorgesehen ist, die in ihrer
vorgeschobenen Ruhestellung die Durchgangsbohrung
(133; 233) gegen den Austritt von Flüssigkeit abdich
tet und die in ihrer zurückgezogenen Freigabestellung
den Austritt von Flüssigkeit aus der vorderen Öffnung
der Durchgangsbohrung (133; 233) gestattet, sowie
mit einem am Pistolenkörper (11) angebrachten Farbbe
hälter (39), der in Verbindung mit dem hinteren Be
reich der Durchgangsbohrung (133; 233) steht, dadurch
gekennzeichnet, daß der Düsenhalter (32), der Düsenkör
per (33) und der Farbbehälter (39) eine Baueinheit
bilden und daß die Baueinheit lösbar am vorderen
Ende des Pistolenkörpers (11) befestigt ist.
2. Spritzpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Farbbehälter (39) mit einem Rohrelement
(34) verbunden ist, durch das sich im montierten
Zustand die Düsennadel (63) erstreckt und an dessen
vorderem Ende der Düsenhalter (32) befestigt ist.
3. Spritzpistole nach Anspruch 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Rohrelement (34) an seinem hinteren
Endbereich mindestens eine an seiner Außenseite ausge
bildete Ringnut aufweist, in die ein O-Ring (36;
37) eingesetzt ist.
4. Spritzpistole nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich durch das Rohrelement (34) parallel
zur Öffnung für die Düsennadel (63) ein Druckluft
kanal (64) erstreckt.
5. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Düsenhalter (32) auf das
Rohrelement (34) aufgeschraubt ist.
6. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß im Rohrelement (34) hinter der
Verbindung mit dem Farbbehälter (39) eine im montierten
Zustand die Düsennadel (63) umgebende Dichtung (38)
vorgesehen ist.
7. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß im Anschluß zur Verbindung
mit der Druckluftquelle ein durch Beaufschlagung
mit einem Betätigungselement (15) zu öffnendes Sperr
ventil (25) vorgesehen ist, und daß der das Sperrven
til (25) enthaltende Abschnitt (21) lösbar am Pisto
lenkörper (11) befestigt ist.
8. Spritzpistole nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abschnitt (21) am Pistolenkörper (11) ange
schraubt ist.
9. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß sich das vordere Ende der Düsenna
del (63) in der Freigabestellung innerhalb der Durch
gangsbohrung (133; 233) befindet.
10. Spritzpistole nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß sich das vordere Ende der Düsennadel (63) in
der Freigabestellung im Abstand vom vorderen Ende
der Durchgangsbohrung (133; 233) befindet.
11. Spritzpistole nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das vordere Ende der Düsennadel (63)
in der Ruhestellung in der Ebene der vorderen Öffnung
der Durchgangsbohrung (133; 233) liegt.
12. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düsennadel (63) in
der Ruhestellung dichtend an einem im Abstand vom
vorderen Ende der Durchgangsbohrung (133) liegenden
Dichtungsabschnitt (133) der Durchgangsbohrung (133)
anliegt.
13. Spritzpistole nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Düsennadel (63) in
der Ruhestellung dichtend an einem sich von der vorde
ren Öffnung der Durchgangsbohrung (233) über einen
Teilbereich von deren axialer Länge erstreckenden
Dichtungsabschnitt der Durchgangsbohrung (233) anliegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3841069A DE3841069A1 (de) | 1988-02-18 | 1988-12-07 | Spritzpistole zum auftragen von fluessigkeiten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8802221U DE8802221U1 (de) | 1988-02-18 | 1988-02-18 | Spritzpistole zum Auftragen von Flüssigkeit |
| DE3841069A DE3841069A1 (de) | 1988-02-18 | 1988-12-07 | Spritzpistole zum auftragen von fluessigkeiten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3841069A1 true DE3841069A1 (de) | 1989-08-31 |
Family
ID=25874863
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3841069A Ceased DE3841069A1 (de) | 1988-02-18 | 1988-12-07 | Spritzpistole zum auftragen von fluessigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3841069A1 (de) |
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