DE383600C - Mit Vakuum arbeitender Pulsator fuer Melkmaschinen - Google Patents
Mit Vakuum arbeitender Pulsator fuer MelkmaschinenInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01J—MANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
- A01J5/00—Milking machines or devices
- A01J5/04—Milking machines or devices with pneumatic manipulation of teats
- A01J5/10—Pulsators arranged otherwise than on teat-cups
- A01J5/12—Pulsators arranged otherwise than on teat-cups with membranes
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Description
Die Erfindung .bezieht sich auf solche Pulsatoren für Melkmaschinen, die mit Membranventilen
versehen sind und bei denen in den Zitzenbechern selbsttätig abwechselnd Luftverdünnung und Druck erzeugt wird.
Die Erfindung wird hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, daß der Pulsator mit zwei
Ventilpaaren versehen ist, die derart miteinander verbunden sind, daß sie sich gemeinsam
bewegen, wobei das eine Ventil eines jeden Paares zur Reglung der Vakuumerzeugung,
das andere zur Reglung der Luftzufuhr dient.
Ein anderes wichtiges Merkmal der .Erfindung
ist, daß die Reglung der Zufuhr des Vakuums und der Luftzufuhr, welche die Membran beeinflußt, von einer etwaigen Abnutzung
der Spindel oder desjenigen Teiles des Pulsators, in dem sich die Spindel vorwärts
und rückwärts bewegt, unabhängig ist. ao Hierdurch wird ein möglichst hoher Grad von
Betriebssicherheit und Dauerhaftigkeit des Pulsators erzielt.
Auf der Zeichnung sind drei Ausführungsformen der Erfindung als Beispiele veran-
sehaulicht.
Abb. ι und 2 zeigen zwei Ausführungsformen
im Längsquerschnitt. Abb. 3 zeigt eine dritte Ausführungsfbrm im Querschnitt
und Abb. 4 in Seitenansicht.
Gemäß Abb. ι ist das Gehäuse des Pulsators aus zwei Hälften ι und 2 zusammengesetzt,
die durch Schrauben 3 zusammengehalten werden. Der Innenraum ist durch eine zwischen den Hälften festgeklemmte
Membran 4 in zwei Räume 5 und 6 geteilt. Die äußeren Enden der Gehäusehälften 1,2 bilden nebst den darauf festgeschraubten
Deckeln 7, 8 Ventilgehäuse für die zwei Ventilpaare. Der eine Deckel (7) ist mit Löchern 9 für ein Schlauchmundstück
versehen, das durch einen Gummischlauch den Pulsator mit der Vakuumleitung verbindet.
Die beiden Ventile 10, 12 einerseits und 11, 13 anderseits sind auf je einem gemeinsamen
Ventilkörper 14 bzw. 15 angeordnet. Diese beiden Ventilkörper sind je an
einem Ende der röhrenförmigen Spindel 16 befestigt, die durch die Membran 4 hindurchtritt
und in ihrer Längsrichtung beweglich ist. Die beiden Enden der Spindel münden unmittelbar innerhalb des Deckels 7 bzw. 8.
Die Ventilsitze 17, 18 für die Vakuumventile 10, 11 sind auf der Innenseite der
Deckel angebracht, während die Ventilsitze 19, 20 für die Ventile 12, 13 auf den Teilen 1
und 2 angebracht sind.
Diese Teile 1 und 2 sind teils mit Kanälen 21 und 22 zum Hereinlassen der Luft unter
atmosphärischem Druck, teils mit Kanälen 23 und 24 versehen, die das Innere 25 bzw. 26
der Ventilgehäuse mit den Räumen 5 bzw. 6 auf beiden Seiten der Membran verbinden.
Der Raum 25 steht an einem zwischen den beiden Ventilen 10 und 12 belegenen Punkt
durch einen feinen Kanal, der mittels einer Regelungsschraube 27 eingestellt werden
kann, in Verbindung mit dem Kanal 23, und eine Regelungsschraube 28 drosselt mehr oder
weniger einen entsprechenden zweiten, zwischen dem Raum 26 und dem Kanal 24 angeordneten
Verbindungskanal.
Zum Einführen der Schlauchmundstücke, die den Pulsator mittels Gummi schläuche mit
den Zitzenbechern verbinden, dienen die Löcher 29. Die gegen die Membran gekehrten
Anschlagflächen der Ventilpaare 14 und 15
sind kleiner als die von der Membran fortgekehrten.
Die Vorrichtung arbeitet auf folgende Weise:
In der auf der Zeichnung gezeigten Lage herrscht in den Räumen 30, 25, 6 und 31
Vakuum, dagegen atmosphärischer Druck unter dem Ventilkörper 14 und in den
Räumen 26 und 5. Je nachdem der Kanal zwischen 25 und 23 mittels der Regelungsschraube 27 mehr oder weniger gedrosselt ist,
wird Vakuum mehr oder weniger langsam von dem Raum 25 durch den Kanal 23 zum ,
Raum 5 übergeführt, und gleichzeitig drängt ■ der atmosphärische Druck an der Regelungsschraube 28 vorbei durch den Kanal 24 in den
Raum 6 hinein. Hierdurch wird die Membran aus der auf der Zeichnung veranschaulichten
Lage nach oben gepreßt. Die Spindel 16, die durch das Ventil 11 am Ventilsitz
18 festgehalten ist, drückt das Ventil 12
gegen den Ventilsitz 19. Da die gegen die Membran gerichtete Anschlagfläche des Ventilkörpers
14 kleiner ist als die von der Membran fortgekehrte des Ventilkörpers 15, ist
der Druck von 11 gegen 18 stärker als der
Druck von 12 gegen 19 und erst wenn der atmosphärische Druck genügend stark wird,
um den obengenannten Druckunterschied zu überwinden, wird die Spindel von der auf der
Zeichnung veranschaulichten einen Endlage losgerückt und schnell in die entgegengesetzte
Endlage geführt.
Es ist nicht notwendig, daß sich die Spindel 16 absolut luftdicht in dem Gehäuse bewegt,
weil, wenn der atmosphärische Druck in der auf der Zeichnung gezeigten Lage durch einen Spielraum zwischen der Spindel
16 und dem Gehäuse 1 in den Raum 6 eindrängen sollte, dies durch Herausschrauben
der Regelungsschraube 27 ausgeglichen wird, wodurch der Gang des Pulsators hinsichtlich
der Geschwindigkeit geregelt werden kann, go
Das bedeutet die Beseitigung eines bei anderen Membranpulsatoren herrschenden Übelstandes und eine Erhöhung der Betriebssicherheit.
Die in Abb. 2 gezeigte Anordnung unterscheidet sich von der in Abb. 1 veranschaulichten
nur dadurch, daß die innere Mündung der Kanäle 21,22 bzw. die Ventilsitze 19
und 20 nicht die Ventilspindel 16 umgeben, sondern auf deren einer Seite angeordnet
sind. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß die Kanäle von den Fugen zwischen der
Ventilspindel und deren Führungen im Ventilgehäuse dicht abgesperrt sind, so daß keine
Leckage zwischen den Kanälen und den Räumen 5 und 6 durch die genannten Fugen entstehen kann.
Gemäß der in Abb. 3 und 4 gezeigten Ausführungsform ist der Pulsator aus vier
Teilen A, B, C1 D zusammengesetzt, die fest und luftdicht von vier Schraubenbolzen 31
zusammengehalten werden. In dem Teile C ist die Spindel 32 gelagert, deren auf der
Zeichnung gezeigtes unteres Ende mit der Membran 33 fest verbunden ist, die zwischen
len Teilen C und D festgehalten wird und mit einem Loch 34 versehen ist. An dem
oberen Teil der Spindel sind Ventilpaare 35 und 36 fest angebracht, die je mit Frischluftventilen
37 und 38 und einem Vakuumventil 39 und 40 versehen sind. Die Ventile
37 und 38 dichten gegen die Ventilsitze
41 und 42 ab, die Ventile 39 und 40 dichten
gegen die Ventilsitze 43 und 44 ab. Der Durchlaufquerschnitt von 41 und 42 ist beträchtlich
kleiner als der Durchlaufquerschnitt von 43 und 44, gleichwie bei diesen letzteren
jeder einzelne kleiner ist als der Querschnitt der Membran. Auf dem Teile A befindet sich
ein Loch 45, durch das atmosphärische Luft in den Pulsator eindringen kann, ferner sind
zwei Löcher 46, von denen nur eines gezeichnet ist, vorhanden, durch die mittels einess
Schlauchmundstücks und eines Gummischlauches der Raum 47 mit dem einen Paar Zitzenbecher verbunden wird. Auf dem
j 5 Teil C befindet sich einerseits der entsprechende
Kanal 48 zur Herstellung der Verbindung mit der atmosphärischen Luft und
das Loch 49, das auf gleiche Weise den Raum 50 mit dem anderen Paar Zitzenbecher
verbindet, anderseits der Kanal 51, der den Raum 50 mit dem Raum 52 oberhalb der
Membran 33 verbindet. Auf dem Teil B befindet sich das Loch 53, das durch ein
Schlauchmundstück und einen Gummischlauch Vakuum zum Raum 54 führt. Durch den Kanal 55, der mittels Regelungsschraube 56 gedrosselt werden kann, wird der
Raum 47 mit dem Raum 57 unter der Membran verbunden. Da die Verbindung zwisehen
dem Raum 50 und 52 durch den Kanal 51 geschieht, so ist es ohne Bedeutung,
wenn infolge Abnutzung zwischen der Spindel und dem Gehäuse C Spielraum entstehen
sollte.
Der Apparat wirkt auf folgende Weise: In der auf der Zeichnung veranschaulichten Lage
herrscht Vakuum im Räume 54, wodurch das Ventil 39 am Ventilsitz 43 festgehalten und
das Ventil 38 gegen den Ventilsitz 42 gepreßt wird, wodurch verhindert wird, daß atmosphärische
Luft durch den Kanal 48 in den Pulsator hineinkommt. Durch den Kanal 51
wird Vakuum nach dem Räume 52 fortgepflanzt, woselbst atmosphärischer Druck
herrscht. Durch das Loch 45 und den Kanal 55 wird der atmosphärische Druck nach dem
Raum 57 geleitet, wo Vakuum herrscht. Sobald der atmosphärische Druck auf der Membranunterseite zusammen mit dem
atmosphärischen Druck auf die Unterseite des Ventils 38 (vom Kanal 48 aus) genügend
stark wird, um den auf dem Ventil 37 lastenden atmosphärischen Luftdruck zu überwinden,
wird das Ventil 39 von dem Ventilsitz ; losgerückt, und die Spindel wird in ihre ',
andere Endlage bewegt, wonach sich der Vor- ; gang wiederholt. l
Claims (6)
1. Mit Vakuum arbeitender Pulsator für Melkmaschinen mit Membran und vier
von dieser beeinflußten Ventilen, von denen zwei die Vakuum-, zwei die Luftzufuhr
regeln, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Ventile mit einem von der Membran gesteuerten Körper (Spindel)
verbunden sind und sich daher mit diesem und miteinander gleichzeitig bewegen.
2. Pulsator nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Anordnung der
durch die Luftventile abzuschließenden inneren Mündungen der Luftkanäle, daß bei geschlossenem Luftventil der Luftzuführungskanal
von der Fuge zwischen dem die Ventile tragenden Körper (Spindel) und seiner Führung dicht abgeschlossen
ist (Abb. 2 und 3).
3. Pulsator nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile derart
gleichachsig angeordnet sind, daß sich je ein Vakuumventil und ein Luftventil an
je einer Seite der Membran befinden.
4. Pulsator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel ein die
Ventilgehäuse der beiden Vakuumventile verbindendes Rohr bildet.
5. Pulsator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftventile einen
kleineren Durchschnittsquerschnitt als die Vakuumventile und diese einen kleineren
Querschnitt als die Membran besitzen.
6. Pulsator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine freie Beeinflussung
sowohl vom Vakuum als auch vom atmosphärischen Luftdruck auf derjenigen Membranseite stattfindet, die den beiden
Verrtilpaaren zugekehrt ist, und daß gleichzeitig ein verringerter atmosphärischer
Druck oder ein verringertes Vakuum, herbeigeführt durch größere oder kleinere Drosselung des Kanals, der
das Vakuum oder die atmosphärische Luft der anderen Membranseite zuführt, auf diese Membranseite derartig wirkt, daß,
wenn voller Vakuumdruck auf die den beiden Ventilpaaren zugekehrte Membranseite wirkt, ein verringerter atmosphärischer
Druck auf die andere Membranseite wirkt und daß umgekehrt, wenn voller atmosphärischer Druck auf die den
beiden Ventilpaaren zugekehrte Membranseite wirkt, ein verringerter Vakuumdruck auf die andere Membranseite wirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH383600X | 1921-06-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE383600C true DE383600C (de) | 1923-10-15 |
Family
ID=4513728
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL55674D Expired DE383600C (de) | 1921-06-02 | 1922-05-24 | Mit Vakuum arbeitender Pulsator fuer Melkmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE383600C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2494385A1 (fr) * | 1980-11-05 | 1982-05-21 | Ambic Equip Ltd | Perfectionnement aux vannes de commande de conduits d'aspiration |
| FR2499635A1 (fr) * | 1981-02-10 | 1982-08-13 | Ambic Equip Ltd | Perfectionnements aux systemes de mise sous pression de liquides pour pulverisation |
-
1922
- 1922-05-24 DE DEL55674D patent/DE383600C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2494385A1 (fr) * | 1980-11-05 | 1982-05-21 | Ambic Equip Ltd | Perfectionnement aux vannes de commande de conduits d'aspiration |
| FR2499635A1 (fr) * | 1981-02-10 | 1982-08-13 | Ambic Equip Ltd | Perfectionnements aux systemes de mise sous pression de liquides pour pulverisation |
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