DE3831433C2 - Verschlußdeckel aus Kunststoff - Google Patents
Verschlußdeckel aus KunststoffInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Verschlußdeckel aus Kunst
stoff, insbesondere zum Verschließen einer Öffnung in einem
Träger, mit einem Bodenteil, an welches sich eine, gegen die
Oberseite des Trägers anlegende Dichtlippe und ein dieser gegen
überliegender, sich gegen die Unterseite des Trägers legender,
dichtender Rastring mit umlaufender Wulst anschließt.
Als Stand der Technik ist bereits ein derartiger Verschlußdeckel
bekannt (US 3 851 794), welcher eine umlaufende Dichtlippe
aufweist, unterhalb der sich ein Rastring befindet. Zwischen
Dichtlippe und Rastring befindet sich eine Scheibe aus hitzever
formbarem Material, welche bei Wärmeeinwirkung Klebeeigenschaften
entfaltet. Wird damit dieser Verschlußdeckel in eine Öffnung
eines Trägers eingesetzt und einer Hitzeeinwirkung unterzogen, so
verformt sich die Scheibe und bildet unter Hitze und Druck ein
Endprodukt, welches Dichtwirkung besitzt.
Nachteilig ist hierbei, daß dieser Verschlußdeckel stets nur im
Zusammenwirken mit einer wärmeverformbaren Scheibe funktionsfähig
ist; es bedarf daher immer des Aufwandes an Hitze und Druck, um
eine einwandfreie Dichtwirkung zu erzielen. Weiterhin ist dieser
bekannte Verschlußdeckel nur durch Einwirkung des Rastringes bzw.
dessen umlaufender Wulst innerhalb der Öffnung des Trägers zen
triert. Daraus resultiert zwangsläufig eine ungenügende Zentrie
rung, da die umlaufende Wulst des Rastringes mehr oder minder
exakt die Innenkante der Öffnung des Trägers gleichmäßig beauf
schlagt.
Als Stand der Technik ist darüber hinaus ein Verschlußdeckel
bekannt, bei welchem der Rastring nur über eine kurze
Berührungsstrecke dichtend mit der Unterseite eines Trägers
zusammenwirkt (DE 34 46 151 C2). Neben dieser ungenügenden
Dichtwirkung ergibt sich wiederum eine ungenügende selbsttätige
Zentrierung.
Der vorliegenden Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zu
grunde, einen Verschlußdeckel der eingangs genannten Art zu
schaffen, welcher neben einer guten Zentrierung eine möglichst
vollkommene Abdichtung der Trägeröffnung bei geringem Montage
aufwand gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Rast
ring einen der umlaufenden Wulst gegenüberliegenden Dichtungs
flansch mit im Bereich der Öffnung dicht anlegender Dichtfläche
aufweist, daß der Dichtungsflansch aus einem waagerechten und
einem anschließenden, gegen die Trägerfläche gerichteten schrägen
Bereich besteht und daß die Dichtlippe den Dichtungsflansch und
die Wulst des Rastringes überdeckt.
Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß ohne Einwirkung von Wärme
der erfindungsgemäße Dichtungsflansch lediglich in eine Öffnung
eines Trägers eingedrückt zu werden braucht und danach sofort
seine Dichtfunktion erfüllt. Darüber hinaus ist eine sehr gute
Zentrierung des Deckels innerhalb der Öffnung des Trägers ge
währleistet, da sowohl die umlaufende Wulst als auch der gegen
überliegende Dichtungsflansch auf diese Zentrierung einen posi
tiven Einfluß ausüben. Oberhalb des Dichtungsflansches befindet
sich die Dichtungslippe, welche den gesamten oberen Bereich des
Dichtungsflansches und der Öffnung überdeckt und somit ebenfalls
zur Dichtwirkung mit beiträgt.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprü
chen.
Die Erfindung wird
nachfolgend anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der
Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Verschlußdeckel;
Fig. 2 einen Verschlußdeckel in eingebautem Zustand im Quer
schnitt;
Fig. 3 bis 5 Draufsichten auf unterschiedliche Formen eines Ver
schlußdeckels nach der Erfindung;
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform der Erfindung im
Schnitt;
Fig. 7 und 8 zwei verschiedene Ausführungsmöglichkeiten des erfin
dungsgemäßen Verschlußdeckels in Draufsicht;
Fig. 9 bis 11 drei verschiedene Möglichkeiten der Gestaltung von
Stegen;
Fig. 12 und 13 zwei verschiedene Gestaltungen von Trägern.
Der in Fig. 1 dargestellte Verschlußdeckel 1 weist ein Bo
denteil 2 und eine umlaufende Dichtlippe 3 auf, welche einen
in der Stärke nach außen zu abnehmenden Außenrand 4 besitzt.
Der Bodenteil 2 setzt sich an einem Übergang 7 zur Dicht
lippe 3 nach abwärts einstückig in einem Tragkranz 8 für
einen am abgekehrten Ende 9 sich anschließenden Rastring 10
fort. Dieser Rastring 10 weist zwei Dichtflächen auf. Diese
Dichtflächen sind durch eine umlaufende Wulst 20 und einen
dieser gegenüberliegenden Dichtungsflansch 21 gebildet. Zwi
schen diesem Dichtungsflansch 21 und der umlaufenden Wulst
20 befindet sich ein Bereich 22 des Rastringes 10, welcher
auf den entsprechenden Durchmesser einer Trägeröffnung abge
stellt ist.
Aus Fig. 1 geht weiterhin hervor, daß der Dichtungsflansch
21 aus einem waagrechten Bereich 23 und einem daran an
schließenden, gegen eine Trägerfläche gerichteten schrägen
Bereich 24 besteht. Dieser Dichtungsflansch 21 ist im Be
reich der Dichtlippe 3 angeordnet, wobei die Dichtlippe 3
den Dichtungsflansch 21 und die Wulst 20 des Rastringes 10
überdeckt.
Fig. 2 stellt den eingebauten Zustand dar. Wie ersichtlich,
beaufschlagt der in der Stärke abnehmende Außenrand 4 der
Dichtlippe 3 die Fläche 5′ eines Trägers 5 im Bereich einer
Trägeröffnung 6. Unterhalb davon beaufschlagen der waag
rechte Bereich 23 und der schräge Bereich 24 des Dichtungs
flansches 21 ebenfalls einen Bereich der Fläche 5′ des Trä
gers 5.
Die gegenüberliegende Fläche 5′′ des Trägers 5 wird durch
eine Schräge 25 der umlaufenden Wulst 20 beaufschlagt, so
daß damit insgesamt der Rastring 10 zwei sich gegen die ein
ander gegenüberliegenden Flächen 5′ und 5′′ des Trägers 5 im
Bereich der Öffnung 6 dicht anlegende Dichtflächen aufweist.
Darüber hinaus ist der Bereich 22 des Rastringes 10 zwischen
der umlaufenden Wulst 20 und dem Dichtungsflansch 21 auf den
Durchmesser der Trägeröffnung 6 abgestellt, so daß sich ins
gesamt eine dreifache Abdichtung in der Öffnung 6 des Trä
gers 5 ergibt. Da der Rastring 10 über einen Steg 26 mit dem
unteren Bereich des Tragkranzes 8 des Verschlußdeckels 1
verbunden ist, ergibt sich infolge einer Federwirkung eine
leichte und einfache Montage des erfindungsgemäßen Ver
schlußdeckels in der Öffnung 6 des Trägers 5. Hierbei über
deckt die umlaufende Dichtlippe 3 mit ihrem Außenrand 4
vollkommen den Dichtungsflansch 21, so daß der erfindungsge
mäße Verschlußdeckel wasserdicht ist.
Fig. 3, 4 und 5 zeigen in Draufsicht, wie der Außenumfang
des erfindungsgemäßen Verschlußdeckels 1, 1′, 1′′ gestaltet
sein kann. Hierbei kann der Außenumfang der Dichtlippe 3,
des Tragkranzes 8 und des Dichtungsflansches 21 sowie der
Wulst 20 kreisförmig nach Fig. 3, langlochartig nach Fig. 4
oder rechteckig nach Fig. 5 ausgebildet sein. In nicht näher
dargestellter Weise könnte der Verschlußdeckel auch ovale
oder andere geometrische Formen aufweisen. Weiterhin kann
der Verschlußdeckel 1, 1′, 1′′ beispielsweise aus einem
weich-elastischen Material hergestellt sein.
Durch die besondere Gestaltung des Rastringes wird auf ein
fache Weise bei schneller und kräftesparender Montage ein
wasserdichter Verschluß der Öffnung 6 eines Trägers 5 ge
währleistet.
Fig. 6 stellt eine weitere Ausführungsform der Erfindung
dar. Hier ist der Verschlußdeckel 1′′′ aus einem Zweikompo
nenten-Material hergestellt, wobei das Bodenteil 2′ aus ei
nem härteren Kunststoffmaterial und der Dichtring 3′ sowie
der Rastring 10′ mit Wulst 20′ und Dichtungsflansch 21′ aus
einem weicheren Kunststoffmaterial bestehen. Das härtere
Material des Bodenteils 2′ dient für die Festigkeit, während
die weichere Komponente, wie sie bei dem Dichtungsflansch
21′ und dem Dichtring 3′ Anwendung findet, zur Abdichtung
des Trägers 5 vorgesehen ist.
Wie aus Fig. 6 weiterhin ersichtlich, kann das Bodenteil
eine Mulde 30 aufwenden, so daß sich eine Art Napfform er
gibt. Die Verbindung des weicheren Kunststoffmaterials mit
dem härteren Kunststoffmaterial kann in einem an sich be
kannten Zweikomponenten-Spritzverfahren erfolgen.
Eine andere Möglichkeit, wie in Fig. 6 dargestellt, besteht
darin, daß beispielsweise der Rastring 10′ mit einem Zwi
schenflansch 31 versehen ist, welcher parallel zur Außenwand
der Mulde 30 und zum Bodenteil 2′ verläuft. An diesem Zwi
schenflansch 31 befinden sich im oberen Bereich nach Fig. 7
und 8 im Abstand voneinander angeordnete Noppen, welche
durch nicht näher bezeichnete Öffnungen des Bodenteils 2′
greifen und über eine Kopfform eine form- und kraftschlüs
sige Verbindung zwischen dem Bodenteil 2′ und dem Rastring
10′ herstellen.
In Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsmöglichkeit der Ver
bindung zwischen dem Bodenteil 2′ und dem Rastring 10′ inso
fern dargestellt, als der Zwischenflansch 31 oberseitig
statt der Noppen 28 eine teilweise unterteilte Wulst 29 auf
weist, welche sich in entsprechende Gegenöffnungen auf der
Oberseite des Bodenteils 2′ einlagern, wodurch wiederum eine
form- und kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Bodenteil
2′ und dem Rastring 10′ hergestellt wird.
Die Mulde 30 kann nach Fig. 9, 10 oder 11 mit verschiedenen
Stegen 32, 32′ oder 32′′ versehen sein, wodurch die Möglich
keit besteht, die gesamte Anordnung über ein nicht näher
dargestelltes, vollautomatisches Montagegerät in eine ent
sprechende Öffnung eines Trägers einzubringen. Nach Fig. 9
ist der Steg 32 kreuzförmig ausgebildet, nach Fig. 10 ist
der Steg 32′ ein gradlinig verlaufendes Element; nach Fig.
11 ist der Steg 32′′ Y-förmig gestaltet.
Es besteht auch die Möglichkeit, statt der Mulde 30 das Bo
denteil 2′ analog der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 mit
einem oberen Deckel zu versehen, wobei dann die Verbindung
zwischen dem Bodenteil und dem Rastring, wie vorstehend aus
geführt, im Zweikomponenten-Spritzverfahren oder analog der
Ausführungsform nach Fig. 6 durch mechanische Elemente, bei
spielsweise Noppen oder Wülste, erfolgen kann.
Fig. 10 und 11 stellen zwei verschiedene Möglichkeiten der
Gestaltung des Trägers 5 dar. Nach Fig. 12 findet ein Träger
Anwendung, wie er in Fig. 2 dargestellt ist, d. h., dieser
Träger 5 weist eine Öffnung 6 auf. Nach Fig. 13 ist der Trä
ger 5 mit einem Kragenloch 6′ versehen. Insgesamt besteht
die Möglichkeit, in beiden Richtungen den Verschlußdeckel
einzubringen, wodurch sich eine sauber abgeschlossene Öff
nung ergibt.
Der erfindungsgemäße Verschlußdeckel läßt sich vorteilhaf
terweise von oben oder von unten an einem Träger 5 befesti
gen, wobei eine Wasserdichtigkeit durch das Zusammenwirken
des Dichtringes 3 bzw. 3′ mit dem Rastring 10 bzw. 10′ gege
ben ist. Es ergibt sich darüber hinaus ein Schutz gegen
Steinschlag von außen, speziell dann, wenn der Bodenteil 2′
aus einem härteren Kunststoffmaterial besteht, wobei außer
dem Trittfestigkeit gegeben ist. Hierbei kann der Zwi
schenflansch 31 nach Fig. 6 auch die Unterseite der Mulde 30
überdecken, so daß der Bodenteil 2′ und die Mulde 30 insge
samt von dem Zwischenflansch 30 umbettet sind. Die Wulst 29
kann auch durchgehend ausgebildet sein, wobei sich durch das
Zweikomponenten-Spritzverfahren eine gute Verbindung zwi
schen dem Bodenteil 2′ und dem Rastring 3′ ergibt.
Claims (10)
1. Verschlußdeckel aus Kunststoff, insbesondere zum Ver
schließen einer Öffnung in einem Träger, mit einem Boden
teil, an welches sich eine, gegen die Oberseite des Trägers
anlegende Dichtlippe und ein dieser gegenüberliegender,
sich gegen die Unterseite des Trägers legender, dichtender
Rastring mit umlaufender Wulst anschließt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rastring (10) einen der umlaufenden Wulst (20) gegenüberliegenden Dichtungsflansch (21) mit im Bereich der Öffnung (6) dicht anlegender Dichtfläche aufweist,
daß der Dichtungsflansch (21) aus einem waagerechten und einem anschließenden, gegen die Trägerfläche gerichteten schrägen Bereich (23; 24) besteht und
daß die Dichtlippe (3) den Dichtungsflansch (21) und die Wulst (20) des Rastringes (10) überdeckt.
daß der Rastring (10) einen der umlaufenden Wulst (20) gegenüberliegenden Dichtungsflansch (21) mit im Bereich der Öffnung (6) dicht anlegender Dichtfläche aufweist,
daß der Dichtungsflansch (21) aus einem waagerechten und einem anschließenden, gegen die Trägerfläche gerichteten schrägen Bereich (23; 24) besteht und
daß die Dichtlippe (3) den Dichtungsflansch (21) und die Wulst (20) des Rastringes (10) überdeckt.
2. Verschlußdeckel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bereich (22) des Rastringes (10) zwischen der um
laufenden Wulst (20) und dem Dichtungsflansch (21) auf den
Durchmesser der Trägeröffnung (6) abgestellt ist.
3. Verschlußdeckel nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der auf die Trägeröffnung (6) abgestellte Bereich (22)
des Rastringes (10) mindestens eine Kante der Trägeröffnung
(6) beaufschlagt.
4. Verschlußdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rastring (10) über einen schrägverlaufenden Steg
(26) an einen Tragkranz (8) des Verschlußdeckels (1) an
schließt.
5. Verschlußdeckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß dieser aus einem Zweikomponenten-Material mit einem
härteren und einem weicheren Kunststoff besteht.
6. Verschlußdeckel nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bodenteil (2′) aus dem härteren Kunststoffmaterial
und der Dichtring (3′) sowie der Rastring (10′) mit Wulst
(20′) und Dichtungsflansch (21′) aus dem weicheren Kunst
stoffmaterial bestehen.
7. Verschlußdeckel nach Anspruch 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Materialien im Zweikomponenten-Spritzver
fahren miteinander verbunden sind.
8. Verschlußdeckel nach Anspruch 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bodenteil (2′) und der Rastring (10′) über Noppen
(28) oder Wulste (29) miteinander verbunden sind.
9. Verschlußdeckel nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Bodenteil (2′) mit einer Mulde (30) versehen ist
und daß die Noppen (28) und die Wulste (29) an einem
parallel zum Bodenteil (2′) und zur Mulde (30) verlaufenden
Zwischenflansch (31) angeordnet sind.
10. Verschlußdeckel nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mulde (30) mit mindestens einem Steg (32, 32′, 32′′)
versehen ist.
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