DE382949C - Verfahren zum Verheften von einzelnen Bogenlagen mit den Rueckenbaendern zu Buchblocks - Google Patents

Verfahren zum Verheften von einzelnen Bogenlagen mit den Rueckenbaendern zu Buchblocks

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DE382949C
DE382949C DEP45387D DEP0045387D DE382949C DE 382949 C DE382949 C DE 382949C DE P45387 D DEP45387 D DE P45387D DE P0045387 D DEP0045387 D DE P0045387D DE 382949 C DE382949 C DE 382949C
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stapling
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DEP45387D
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Preusse & Co Akt Ges
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Preusse & Co Akt Ges
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42BPERMANENTLY ATTACHING TOGETHER SHEETS, QUIRES OR SIGNATURES OR PERMANENTLY ATTACHING OBJECTS THERETO
    • B42B2/00Permanently attaching together sheets, quires or signatures by stitching with filamentary material, e.g. textile threads
    • B42B2/02Machines for stitching with thread

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

  • Verfahren zum Verheften von einzelnen Bogenlagen mit den Rückenbändern zu Buchblocks. Das Heften von Büchern, Broschüren u. dgl. erfolgt auf Buch-Fadenheftmaschinen in der Weise, daß, nachdem ein Buch, eine Broschüre o. dgl. vollständig in die \-Iaschine eingelegt und mit dem darüber einlaufenden Rückenmaterial verheftet worden ist, ein Holzstab oder eine ähnliche Zwischenleiste in die Maschine eingeschoben werden muß, um einen bestimmten Zwischenraum zwischen zwei nacheinander zu verlieftenden Exemplaren zu erzielen. Durch diesen Zwischenraum wird ein Streifen Rückenmaterial zum Verleimen des gehefteten Werkes mit der Buchdecke erzielt. Beim Einlegen dieser Zwischenleiste wird das zuletzt verlieftete Exemplar um die Stärke dieser Zwischenleiste nach hinten in die Maschine hineingefördert, wobei die Heftfäden durch die Öhre und Haken der Heftnadeln hindurchgezogen werden. Diese Heftfäden liegen dann unter der Heftspannung lose auf dem Rückemnaterial und den darunterliegenden Zwischenstäben auf. Zur Vermeidung des Einführens dieser Holzstäbe ist auch bereits eine Einrichtung bekannt, bei der, nachdem ein Buch vollständig in die Maschine eingelegt worden ist, durch ein sogenanntes Falzschwert das Rükkenmaterial in einer gewissen Breite am Ende dieses Werkes nach unten gefalzt und nach diesem Niederfalzen mit dem Verheften des zweiten Buches begonnen wird, so daß das Rückenmaterial in einem eingeschobenen Falz zwischen den einzelnen verhefteten Büchern zu liegen kommt. Bei (fieser Ausführungsform werden bei dem Einfalzen auch die Heftfäden zwischengefalzt und müssen demnach in der Falzlänge durch die Ösen und (ihre hindurchgezogen werden und somit beim Auseinanderschneiden der Bücher lose auf dem Rücken hängen. Beim Herausschneide.i der fertiggehefteten Exemplare müssen das Rückenmaterial und die darüber lose liegenden Heftfäden zerschnitten «-erden; die losen Enden der Heftfäden ziehen sich sehr leicht aus der ersten und letzten Lage wieder heraus. Beim Transport und bei der Weiterverarbeitung der auf diese Weise v erhefteten Bücher muß eine besondere Sorgfalt angewandt werden, um das Aufgehen der Heftung zu vermeiden, und es zeigt sich der Übelstand, daß die erste und letzte Lage der gehefteten Werke sich sehr leicht loslösen und damit die ganze Heftung zerstören.
  • Es ist versucht worden, den Übelstand dadurch zu beseitigen, die erste und letzte Lage mit zwei oder mehreren Heftstichen zu versehen, um hierdurch gewissermaßen eine Verknotung der lose aufliegenden Heftfäden in diesen beiden Lagen zu erzielen und so eine festere Verbindung derselben mit dem eingehefteten Rückenmaterial zu erreichen.
  • Dieses Hilfsmittel hat sich aber als ungenügend herausgestellt. Es wird vielmehr ein weiterer Übelstand dadurch geschaffen, daß durch das mehrfache Zerstechen des Lagenrückens im Innern dieser Lagen Papierpfropfen hervortreten, welche eine unverhältnismäßige Verdickung der Lagen und damit des ganzen Buchrückens herbeiführen.
  • Ein weiterer Übelstand besteht bei der jetzt üblichen Verwendung von Zwischenstäben zwischen den einzelnen verhefteten Werken, daß der Transport der gehefteten Bücher nach hinten durch den anschwingenden Hefttisch erfolgt. Der anschwingende, dachförmige Arbeitstisch, in welchen Nuten für die eintretenden Heftnadeln eingearbeitet sind, die im Scheitel des Tisches enden, muß während der ganzen Heftarbeit eine immer gleichbleibende, zu den Nadelspitzen genau justierte Lage besitzen, um das Eintreten der Nadeln zu gewährleisten. Da nun dieser Hefttisch beim Anschwingen den ganzen Bücherstoß mit den dazwischenliegenden Zwischenstäben um die Lagenstärke- weiterfördern muß, sa überträgt sich naturgemäß die in den Bewegungselementen des Hefttisches in Erscheinung tretende Abnutzung auf die Lage des Hefttisches. Der Scheitel des Hefttisches muß sich je nach Größe dieser Abnutzung immer mehr von den Heftnadelspitzen entfernen, und es hat sich ergeben, daß schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit der Scheitel des Hefttisches sich soweit von der Spitze der Heftnadeln entfernt hat, daß die Heftnadeln nicht mehr in die dafür vorgesehenen Aussparungen des Hefttisches eintreten können; sondern auf der nach hinten liegenden, dachförmigen Tischfläche aufstoßen und entweder abbrechen oder an dieser Fläche in ihrer vollen Hublänge herabgleiten. Nach und nach werden dann durch die harten Heftnadeln Nuten in diese Tischfläche eingegraben und der ganze Hefttisch zerstört. Es treten dann sehr leicht Fehlheftungen und andere Störungen bei diesen Heftmaschinen auf.
  • Dem Gegenstand der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, den Heftfaden nicht wie bei den bisher üblichen Heftverfahren nur zeitweise und so lange mit dem Rückenmaterial zu vertieften, wie Papierlagen in die Maschine eingelegt werden, sondern die einzelnen Heftfäden in ihrer vollen Länge auch dann mit dem Rückenmaterial zu verbinden, wenn keine Lagen in die Maschine eingelegt werden. Bei dem später erfolgenden Zerschneiden des Rückenmaterials sind die Heftfäden in diesem Falle bis zur Schnittstelle heran mit dem Rückenmaterial fest vertieftet. Dieser Erfindungsgedanke wird dadurch zur Ausführung gebracht, daß die bisher allgemein üblichen Zwischenleisten zum Fortfall gelangen und das Rückenmaterial und die mit ihm verhefteten Bücher selbsttätig unter Einhaltung einer gewissen, beliebig einstellbaren Spannung nach jedem Heftvorgang um eine gewünschte, bestimmte Strecke zwangläufig weitergefördert werden, so daß beim Arbeiten der Maschine, wenn keine Papierlagen zum Vertieften an das Rückenmaterial der Maschine zugeführt werden, die Heftfäden sich lediglich mit dem Rückenmaterial vertieften, und zwar mit einer der Förderung entsprechenden Heftstichlänge. Durch dieses neue Verfahren wird an und für sich das Heften auf Buch-Fadenheftmaschinen erheblich vereinfacht, weil nach dem vollständigen Einlegen und Vertieften der Lagen eines Werkexemplars die Maschine, ohne daß wie bisher eine Zwischenleiste eingelegt werden muß, ruhig weiterläuft und der Heftfaden infolgedessen so lange nur in das selbsttätig weitergeförderte Rückenmaterial vertieftet wird, bis ein genügender Streifen Rückenmaterial entstanden ist, der breit genug für den beim Einhängen des Buches in die Buchdecke unbedingt notwendigen Streifen Rückenmaterial ist.
  • Die Heftfäden sind nach diesem Heftverfahren bis an die Trennungsstelle heran fest vertieftet und liegen nicht mehr wie bisher lose auf dem Rückenmaterial auf. Sie können sich infolgedessen auch nicht mehr von selbst durch die erste und letzte Lage hindurchziehen. Die Heftung des ganzen Werkes selbst wird auf diese Weise eine erheblich festere und sicherere, und ist es nicht mehr nötig, bei der Weiterverarbeitung der nach diesem neuen Verfahren verhefteten Bücher besondere Sorgfalt anzuwenden. Weitere technische Fortschritte liegen bei der Vorrichtung zur Ausführung dieses Heftverfahrens noch darin, daß die Weiterförderung der gehefteten Werke nach jedem Heftstich nicht mehr von dem anschwingenden Hefttisch durchgeführt werden muß, sondern eine besondere Fördervorrichtung übernimmt die Förderung des Rückenmaterials und der mit diesem verbundenen, verliefteten Exemplare. Auf den aasschwingenden Hefttisch wirkt somit keinerlei Gegendruck mehr ein, und es wird infolgedessen eine immer gleichbleibende Stellung des Hefttisches zu den Heftnadeln erreicht und damit naturgemäß auch eine erheblich sicherere Heftung erzielt. Der technische Fortschritt der fortlaufenden Heftweise bewirkt wiederum eine erheblich höhere Mehrleistung der Buch-Fadenheftmaschine.
  • Dargestellt ist die Heftmaschine zur Ausführung des neuen Verfahrens auf der beiliegenden Zeichnung in den Abb. i, 2 und 3, und zwar erläutert die Abb. i eine Fadenheftmaschine in Seitenansicht, die Abb. 2 in Vorderansicht und die Abb. 3 eine Anzahl verhefteter Exemplare mit dem verhefteten Rükkenmaterial in Heftung nach dem neuen Verfahren: In den Abbildungen haben nur diejenigen Teile Berücksichtigung gefunden, welche zur Erläuterung der Erfindung maßgebend sind.
  • Die Heftmaschine wird in bekannter Weise aus den beiden Seitenwänden S1, S2 gebildet, welche oben durch den Nadelführungsrahmen N miteinander fest verbunden sind. In den beiden Seitenwänden ist die Achse A' drehbar gelagert, auf welcher wiederum die beiden Tischhebel H' und H2 des dachförmigen Arbeitstisches T befestigt sind. Der Arbeitstisch T wird während des Arbeitens der Maschine in bekannter Weise gegen den Nadelführungsrahmen bewegt, und nachdem die Heftung erfolgt ist, kehrt er in seine Endstel- Jung wieder zurück. Auf das Dach des Tisches «erden die einzuheftenden Papierlagen aufgelegt. In dem Nadelrahmen N befinden sich die Heftnadeln X vertikal verschiebbar angeordnet. Diese Heftnadeln X treten bei jedemHeftvorgang in entsprechende Nuten des Arbeitstisches T ein und führen dabei den Heftfaden durch die Lage hindurch horizontal verschiebbar gelagerten Fadentransporteuren zu. Am Oberteil des Verbindungsrahmens N ist die Achse A2 fest gelagert, auf welcher die Spulen P1, P2, P3, P4 für das in die Maschine einzuführende Rükkeninaterial R drehbar gelagert sind. Zur Erzielung einer gewünschten Spannung wird das Rückenmaterial R durch eine beliebige Anzahl Spannstäbe Spl bis Spl hindurchgezogen und über den Führungswinkel V hinweg einer Transportzange Z zugeführt. Diese Transportzange Z ist wiederum an einem Transportschlitten Sch befestigt, welcher die heilen Zahnstangen Z' und I= trägt und mit einer Fördervorrichtung in Verbindung steht. Auf der Hauptachse HA der Heftmaschine ist des weiteren die Kurvenscheibe K befestigt, die mit dem doppelarmigen Hebel D zusammenarbeitet. Der Hebel D steht wiederum durch die Zugstange St mit dem Hubhebel F in Verbindung, und es wird durch diese Verbindung bei jedem Arbeitsvorgang ein Ausschlag dieses Hebels F bewirkt. Durch Verstellung der Zugstange St in dem Schlitz 1. kann der Hub des Hebels F beliebig eingestellt «-erden. An dein Hubhebel F ist ferner die Sperrklinke K1 drehbar gelagert, die in das Sperrad B eingreift und dieses Sperrad um einen oder mehrere Zähne je nach Stellung der Zugstange St weiterfördert. Das Sperrad B ist fest mit der Achse A verbunden, und es sind gleichfalls auf dieser Achse die beiden Zahnräder R1 und R2 befestigt, welche bei der Weiterschaltung des Sperrrades B die Bewegung auf die beiden Zahnstangen Z' und ZZ übertragen. Die Sperrklinke K12 verhindert ein selbsttätiges Zurücklaufen des Sperrades und bewirkt gleichzeitig eine immer gleichbleibende Spannung des durch die Heftzange Z weiter geförderten Rückenmaterials. Der Arbeitsgang der Maschine geht in folgender Weise vor sich: Die Heftfäden werden von den Nadeln X durch die Lagen hindurch in den Hefttisch hineinbefördert, durch geeignete Fadentransporteure seitlich verschoben und über Hakennadeln gelegt, welche die Heftfäden dann wieder nach oben aus der Lage herausziehen. Nachdem die Nadeln wieder ihre höchste Stellung erreicht haben, erfolgt unter Vermittlung der Kurvenscheibe K, der Hebel D und F sowie der Zugstange St eine Weiterförderung des Sperrades und der mit ihr in Verbindung stehenden Zange Z. Das Rükkenmaterial wird um eine der Förderung des Sperrades entsprechende Strecke weitergefördert und die Heftfäden entsprechend dieser Strecke mit fortgezogen. Hierauf treten die Nadeln wieder durch das Rückenmaterial und eine evtl. neu eingelegte Lage hindurch und ziehen die Heftfäden erneut nach unten, wobei sich der Heftvorgang in gleicher Weise wiederholt. Werden nun keine Lagen eingelegt, so treten die Nadeln nur durch das «eitergeförderte Rückenmaterial hindurch und verheften so die Heftfäden nur mit dem Rückenmaterial. Die Heftung kann auf diese Weise so lange nur mit dem Rückenmaterial erfolgen, bis die an der :Maschine tätige Person wieder einzuheftende Lagen zuführt. Um nun in üblicher Weise in eine Lage oder an einer gewünschten Stelle des Rückenmaterials mehrere Heftungen vornehmen zu können, ist eine Ausschaltvorrichtung vorgesehen, welche durch Niederdrücken des Handgriffes G den Hubhebel D aus dem Bereich der Kurvenscheibe K entfernt. Beim N iederdrücken des Handhebels G wird unter Verinittlung der Zugstange J der Schalthebel E so eingestellt, daß der Kurvenhebel D in seiner Höchstlage festgehalten wird und soinit dein Weg der Kurvenscheibe K nicht mehr folgen kann. Auf diese Weise wird ein Weiterschalten des Sperrades D und somit ein Weiterfördern der beiden Zugstangen Z' und 7_.2 und des mit ihnen durch die Zange Z in Verbindung stehenden Rückenmaterials R verhindert.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: r. Verfahren zum Verheften von einzelnen Bogenlagen mit den Rückenbändern zu Buchblocks, bei dem die einzelnen Blocks durch von den Rückenbändern überbrückte Zwischenräume voneinander getrennt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Heftfäden fortlaufend auch mit den Rückenbändern zwischen den Buchblocks verheftet sind.
  2. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückenbänder mit den angehefteten Buchblocks beispielsweise durch ein Schaltwerk nach jedem Heftvorgang schrittweise von der Heftstelle abgezogen werden.
DEP45387D Verfahren zum Verheften von einzelnen Bogenlagen mit den Rueckenbaendern zu Buchblocks Expired DE382949C (de)

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