DE3825783A1 - Mine zum sperren von strassen - Google Patents

Mine zum sperren von strassen

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Joachim Nietsch
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B23/00Land mines ; Land torpedoes
    • F42B23/10Land mines ; Land torpedoes anti-personnel
    • F42B23/16Land mines ; Land torpedoes anti-personnel of missile type, i.e. all kinds of mines launched for detonation after ejection from ground

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Mine zum Sperren von Straßen.

Die bekannten Maßnahmen, um Straßen mit Minen zu sperren, leiden darunter, daß sie entweder sehr zeitaufwendig sind oder die Minen nur ungenugend tarnen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Mine anzugeben, mit der sich eine Straße schnell und wirksam verminen läßt.

Dies wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete Mine erreicht. In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Mine wiedergegeben.

Die erfindungsgemäße Mine kann an beliebigen Straßeneinrichtungen befestigt werden, welche ferromagnetisch sind, d. h., an denen der magnetische Sockel haftet. Solche Straßeneinrichtungen sind beispielsweise Leitplanken, Leitplankenpfosten, Straßenschilder, Straßenschilderpfosten, Laternen, Brückengeländer und dgl.

Die Montage erfolgt lediglich durch Anhaften der Mine mit dem magnetischen Sockel, ist also schnell durchführbar. Die Mine ist dabei an der von der Straße abgewandten Seite der Straßeneinrichtung befestigt, so daß sie durch diese getarnt wird.

Der magnetische Sockel kann einen Dauermagneten aufweisen. Es kann jedoch auch ein Elektromagnet mit ein- und ausschaltbarem Magnetfeld vorgesehen sein. Letzterer weist den Vorteil auf, daß bis zum Einschalten des Magnetfeldes sich keine ferromagnetischen Fremdkörper am Magneten ansammeln können.

Der Sensor kann irgendein Sensor sein, der eine Zielerkennung oder Entfernungsmessung ermöglicht. Der Sensor kann dabei so auf dem schwenkbaren Abschnitt bzw. Abschußrohr angebracht sein, daß er entweder über die betreffende Straßeneinrichtung, also z. B. die Leitplanke eine Sensierung ermöglicht, oder seitlich an der Straßeneinrichtung vorbei, beispielsweise einem Laternenpfosten.

Die Schwenkeinrichtung kann in beliebiger Weise ausgebildet sein, also z. B. durch eine den verschwenkbaren Abschnitt bzw. das Abschußrohr in Schußposition belastende Feder, die beim Sensieren eines Zieles freigegeben wird. Bevorzugt wird jedoch ein aufblasbares Luftkissen verwendet, da dieses sehr wenig Platz in Anspruch nimmt, d. h., sich mit einer Dicke von wenigen Millimetern zwischen Sockel und verschwenkbarem Abschnitt bzw. Abschußrohr problemlos anordnen läßt.

Vorzugsweise wird das Wirkteil mittels einer Einrichtung gezündet, wenn der verschwenkbare Abschnitt bzw. das Abschußrohr beim Verschwenken aus der Lauerstellung die waagrechte Schußposition erreicht hat. Diese Einrichtung wird vorteilhaft durch einen Endschalter gebildet, der z. B. durch einen an der Schwenkachse des verschwenkbaren Abschnitts bzw. Abschlußrohres befestigten Nocken betätigt wird.

Das Wirkteil kann eine an dem verschwenkbaren Abschnitt fest montierbare Hohlladung sein, und zwar wegen der großen Reichweite vorzugsweise eine projektilbildende Ladung. Um die Reichweite zu vergrößern, ist es jedoch von Vorteil, am Magnetsockel ein Abschußrohr für ein Geschoß verschwenkbar anzubringen. Das Geschoß kann dabei ein Hohlladungsgeschoß mit herkömmlichem Aufschlagzünder, bei Bedarf flügelstabilisiert, sein.

Nachstehend ist die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1a und 1b eine an einem Leitplankenpfosten montierte Mine, und zwar in der Lauerstellung bzw. in der Schußposition;

Fig. 2 eine Vorderansicht des magnetischen Sockels der Mine;

Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2; und

Fig. 4 eine Seitenansicht der Mine mit geschnitten dargestelltem Abschußrohr.

Gemäß Fig. 1a und 1b weist die Mine einen Sockel 1 mit einem Magneten zur Befestigung an dem Leitplankenpfosten 2 einer Leitplanke 3 auf. An dem Sockel 1 ist um eine waagrechte, parallel zur Leitplanke 3 bzw. zur Straße verlaufende Achse 4 ein verschwenkbarer Abschnitt für das Wirkteil angelenkt, der im dargestellten Ausführungsbeispiel durch ein Abschußrohr 5 für ein Geschoß gebildet wird. In der in Fig. 1a gezeigten Lauerstellung ist die Mine hinter dem Leitplankenpfosten 2 angeordnet und damit durch diesen getarnt.

An dem Abschußrohr 5 ist ein Sensor 6 angeordnet, der in der Lauerstellung gemäß Fig. 1a das Abschußrohr 5, den Sockel 1 und die Leitplanke 3 überragt und dadurch über die Leitplanke 3 hinweg sensiert.

Zwischen dem Sockel 1 und dem Abschußrohr 5 ist ein zusammengelegtes Luftkissen 7 angeordnet, welches bei einem von dem Sensor 6 sensierten Ziel aufgeblasen wird und damit das Abschußrohr 5 aus der senkrecht nach unten verschwenkten Lauerstellung gemaß Fig. 1a in die waagrechte Schußposition gemäß Fig. 1b verschwenkt, in der das Abschußrohr 5 auf die Straße 5 ausgerichtet ist. Der Sensor 6 kann ein Entfernungsmesser auf Laserbasis sein.

Gemäß Fig. 2 und 3 weist der Sockel 1 in einem Gehäuse 8 einen Magneten 9 auf. In einer Kammer 10 im Gehäuse 8 ist eine Treibladung 11, beispielsweise aus Schwarzpulver angeordnet. Die Treibladungskammer 10 ist durch eine Folie 12, z. B. aus Aluminium, von dem Innenraum 13 des Luftkissens 7 getrennt. Das Luftkissen 7 ist z. B. mit einer Verklebung 14 am Sockel 1 bzw. Abschußrohr 5 gasdicht befestigt.

Wenn vom Sensor 6 ein Ziel erfaßt wird, wird über ein Kabel 15 ein elektrischer Zündimpuls abgegeben, der die Anzündpille 16 entflammt und damit die Treibladung 11 in der Kammer 10 zum Abbrand bringt. Das so gebildete Treibgas durchschlägt die Folie 12 und bläst damit das Luftkissen 7 auf, wodurch, wie in Fig. 1b dargestellt, das Abschußrohr durch Drehung um die Achse 4 in die waagrechte Schußposition geschwenkt wird. Das Kabel 15 ist über einen Stecker 15′ (Fig. 4) mit dem Sensor 6 verbunden.

Gemäß Fig. 2 und 3 ist an dem Sockel 1 im Bereich der Schwenkachse 4 ein Endschalter 17 vorgesehen. Der Endschalter 17 wird z. B. durch einen in Fig. 3 gestrichelt dargestellten, an der Schwenkachse 4 befestigten Nocken 18 betätigt, wenn das Abschußrohr 5 durch das Luftkissen 7 in die waagrechte Schußposition geschwenkt worden ist.

Der Endschalter 17 ist über ein Kabel 19 mit der Elektronik 20 der Mine verbunden (Fig. 4). Damit wird bei gedrücktem Endschalter 17 der Anzündkreis geschlossen. Gleichzeitig wird bei Verschwenken des Abschußrohres 5 in die waagrechte Schußposition das Sicherheitselement 25 mittels eines Stiftes 25′ entsichert. Über das Anzündkabel 22 wird die Anzündkette aus Anzündpille 23 und Verstärkerladung 24 für die Treibladung 21 gezündet und durch den von der Treibladung 21 erzeugten Druck wird das Geschoß 26 im Abschußrohr 5 gegen das Ziel geschossen.

Zur Aufnahme des als Hohlladungsgeschoß ausgebildeten Geschosses 26 im Abschußrohr 5 ist ein Schußbecher 27 vorgesehen, wobei das Geschoß 26 durch Scherstifte 28 fixiert wird.

Im rückwärtigen Teil des Abschußrohres 5, welcher durch einen Deckel 29 verschlossen wird, sind in einem Gehäuse 30 neben dem Sicherheitselement 25 und der Elektronik 20 Batterien 31 angeordnet. Der rückwärtige Teil des Abschußrohres 5 dient als Gegenmasse zum Geschoß 26.

Claims (9)

1. Mine zum Sperren von Straßen, gekennzeichnet durch einen Sockel (1) mit einem Magneten (9) zur Befestigung an einer vorhandenen Straßeneinrichtung (Leitplankenpfosten 2), einen an dem Sockel (1) verschwenkbar angelenkten Abschnitt mit dem Wirkteil der Mine, der in Lauerstellung an der von der Straße (5) abgewandten Seite der Straßeneinrichtung (Leitplankenpfosten 2) angeordnet ist, einem Sensor (6) und eine Schwenkeinrichtung, die bei einem vom Sensor erfaßten Ziel den Abschnitt mit dem Wirkteil in Schußposition verschwenkt, in welcher die Wirkrichtung des Wirkteils auf die Straße (5) ausgerichtet ist.
2. Mine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (6) an dem verschwenkbaren Abschnitt zum Sensieren über oder an der Straßeneinrichtung (Leitplankenpfosten 2) vorbei angeordnet ist.
3. Mine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkeinrichtung ein zwischen dem Sockel (1) und dem verschwenkbaren Abschnitt angeordnetes aufblasbares Luftkissen (7) umfaßt.
4. Mine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zündeinrichtung vorgesehen ist, durch welche das Wirkteil gezündet wird, wenn der verschwenkbare Abschnitt beim Verschwenken aus der Lauerstellung die Schußposition erreicht.
5. Mine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündeinrichtung einen bei Beendigung der Schwenkbewegung des verschwenkbaren Abschnitts betätigbaren Endschalter (17) aufweist, der den Anzündkreis für das Wirkteil schließt.
6. Mine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Wirkteil als projektilbildende Ladung ausgebildet ist.
7. Mine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der verschwenkbare Abschnitt durch ein Abschußrohr (5) und das Wirkteil durch ein daraus abschießbares Geschoß (26) gebildet wird.
8. Mine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschoß (26) ein Hohlladungsgeschoß ist.
9. Mine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschußrohr (5) an seinem der Rohrmündung entgegengesetzten Ende eine Gegenmasse aufweist.
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