DE381444C - Waermeaustauschelement fuer Verdampfungs-, Kondensations- und Destillationszwecke - Google Patents

Waermeaustauschelement fuer Verdampfungs-, Kondensations- und Destillationszwecke

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Publication number
DE381444C
DE381444C DEN20650D DEN0020650D DE381444C DE 381444 C DE381444 C DE 381444C DE N20650 D DEN20650 D DE N20650D DE N0020650 D DEN0020650 D DE N0020650D DE 381444 C DE381444 C DE 381444C
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DE
Germany
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liquid
heat exchange
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floor
condensation
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Expired
Application number
DEN20650D
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English (en)
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E Von Niederhaeusern & Co Saue
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E Von Niederhaeusern & Co Saue
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Publication date
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Publication of DE381444C publication Critical patent/DE381444C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
    • B01D3/22Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid with horizontal sieve plates or grids; Construction of sieve plates or grids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

  • Wärmeaustauschelement für Verdampfungs-, Kondensations- und Destillationszwecke.
  • Im Kühlerbau sind Systeme von nebeneinander angeordneten, meistens zu Trommeln aufgerollten Blechen in Verwendung, deren Zweck ist, die nötige Berührungsoberfläche für den Temperaturausgleich zwischen einem Gas und einer Flüssigkeit zu bilden. Sollen diese vom Dampf bestrichenen Oberflächen wirksam sein, so muß eine sorgfältige beständige Befeuchtung durch die Flüssigkeit gewährleistet sein.
  • Die eine Art von Kühlern erreicht diese Befeuchtung durch von außen erfolgende mechanische Bewegung der Trommeln durch die Flüssigkeit, die andere will sie durch Berieselung herstellen. wobei die T,uft. Gase u. dgl. im Gegenstrom aufsteigen.
  • Der diesem letzten Scstetn zugrunde liegenden Auffassung, daß die Flüssigkeit in dünner Haut über die Flächen herabläuft, widersetzen sich die Molekularkräfte der Flüssigkeiten.
  • Während die Kohäsion fiir die feine Berieselung von Oberflächen ungünstig wirkt, ist sie bei der vorliegenden Erfindung niitzlich gemacht.
  • Beim Wärmeaustauschelement gemäß vorliegender Erfindung sind nun die verhältnismäßig niedrigen Bleche in einer solchen Distanz nebeneinander angeordnet, daß die Molekularkräfte der zu verarbeitenden Flüssigkeit gerade ausreichen, um sie in den Zwischenräumen festzuhalten (dieselben vollständig anzufüllen), so daß also eine Schwammwirkung entsteht und dem Gasstrom ein förmlicher Flüssigkeitsverschluß entgegengesetzt ist.
  • Das Gas oder der Dampf muß die Fliissigkeit durchdringen, diese fällt als Schaum auf den tiefer gelegenen Teil des Elementes, wo sie sich bis zu derjenigen Höhe ansammelt, die den durch den Dampf erzeugten Gegendruck zu überwinden vermag, um von hier senkrecht auf den oberen Teil des nächsten Bodens zu fallen, wo sie neuerdings vom Dampf durchdrungen wird usw. Die Flüssigkeit fließt also in gebrochener Linie durch die Kolonne herab, das eine Element ron der Mitte nach dem Umfange, das andere von dem Umfang nach der Mitte wagerecht überquerend, und das entsprechende Element am Umfang oder in der SIitte verlassend, während der Dampf ins chwach gebrochener Linie emporsteigend ein Element nach dem andern durchdringt.
  • Im Gegensatz zu den bestehenden Berieselungseinbauten und Füllkörpern ist hier der Flüssigkeit ein ganz bestimmter zwangsläufinger NVeg vorgeschrieben (wie bei Sieb- oder Tauchböden), sie fließt nicht an den Flächen herab, welche voin Dampf bestrichen werden, sondern sie läuft auf jedem einzelnen Element über alle Windungen hinweg, um dann vom tiefer gelegenen Bodenteil den Weg nach unten zu finden.
  • Das Element bildet einen fertigen Einbaukörper in einen Gegenstromapparat, die heiden Typen können abwechselnd in der für einen bestimmten Zweck nötigen Anzahl in einen Hohlzylinder geschichtet werden.
  • Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Abb. I zeigt das erste Ausführungsbeispiel in vertikalem, achsialem Längsschnitt und Abb. 2 einen Grundriß dazu.
  • Abb. 3 zeigt eine Einzelheit.
  • Abb. 4 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel in vertikalem, achsialem Längsschnitt, eingebaut in eine Kolonne.
  • Abb. 5 zeigt eine Variante zu Abb. I bzw. eine Einzelheit zu Abb.4.
  • Im Ausführungsbeispiel gemäß Abb. 1 und 2 ist um eine zentrale Büchse 1 ein MessingbAnd 2 spiralförmig gewickelt, welches oben und unten in geeigneten Entfernungen voneinander Einbuchtungen 3 aufweist. gegen welche sich jeweils die nächste Windung anlegt, so daß die Wände bzxv. die einzelnen Gänge des Metallbandes in einer gewissen Entfernung voneinander bleiben.
  • Diese Einbuchtungen 3 haben eine derartige Tiefe, daß die Entfernung zweier Gänge des . Nietallbandes der Vsikosität der zu behandelnden Flüssigkeit entspricht, d. h. daß die letztere zufolge ihrer Viskosität zwischen den einzelnen Gängen der Spirale, also zwischen den wänden hängen zu bleiben vermag.
  • Die aus Nietallband gewickelte Spirale ist in eine gewölbte Form gebracht, wie Abb. t zeigt, und wird in dieser Form durch die Lötstellen 4 gehalten. Ein Teil dieser Lötstellen geht radial von der Mitte des so geformten Bodens aus, ein anderer Teil radial rom L'mfang des Bodens, jedoch so, daß möglichst wenig Raum vom Boden verdeckt wird, damit die Wirksamkeit nicht beinträchtigt wird bzw. ein Teil des Bodens der Wirkung entzogen wird. Die Höchstwirkung liegt dann vor, wenn die Entfernung der einzelnen ÄVindungen so bemessen ist, daß alle Flüssigkeit zu Schaum wird. Rings um den Boden hefindet sich eine als Stauwand dienende ÄVandung 5.
  • Die Abb. 3 zeigt, wie die Einbuchtungen die einzelnen Windungen der Spirale in der gewünschten Entfernung halten. Wenn ein Element in eine Kolonne eingebaut ist, bleibt die von oben her kommende Flüssigkeit selbsttätig infolge ihrer Viskosität im Boden hängen. Das von unten her aufsteigende Gas sucht sich einen Weg zwischen den Wandungen des Bodens hindurch und gelangt dabei äußerst wirkungsvoll mit der Flüssigkeit in Berührung. Bei einem solchen Boden ist 60 Prozent vom ganzen Querschnitt frei, so daß eine bedeutende Durchgangsmöglichkeit für das aufsteigende Gas vorhanden ist. Da die Wirksamkeit des Bodens auch abhängig ist von der Berührungsfläche des Gases mit der Flüssigkeit, so ist der Wirkungsgrad im vorliegenden Falle bedeutend größer als bei einem Siebboden mit Durchlochungen. Der Umfang der Spirale ist für die Wirksamkeit eines Bodens maßgebend, und da dieser Umfang sehr groß ist, ist auch die Wirksamkeit eine äußerst gesteigerte, wobei noch bei der Beurteilung des Nutzeffektes die Höhe der über dem Boden stehenden Flüssigkeit, durch welche das Gas doch auch streichen muß, für die Kontaktwirkung von Gas und Flüssigkeit in Betracht kommt Man kann die Distanzierung der einzelnen Wände, die durch das Nietallband gebildet werden, auch dadurch erreichen, daß man das Äletallband mit einem Kartonstreifen oder Papier gleichzeitig aufwickelt, sodann den Boden durch Zusammenlöten der einzelnen Windungen in der gewünschten Form hält, wobei die Lötstellen sich nur an einer Seite des Bodens befinden, um sodann das Papier zu entfernen.
  • Es ist nicht notwendig, in Spiralform zu wickeln, sondern es könnte der Boden auch durch ein Metallband gebildet sein, dessen einzelne Gänge eine Schlangenlinie bilden.
  • Statt gewölbt können die Böden auch flach sein.
  • Das Wärmeaustauschelement gemäß Bb. 4 weist eine Zweiteiligkeit des Bodens auf. Es sind eine Mehrzahl solcher zweiteiliger Böden in einer Kolonne eingebaut gezeigt.
  • Der in Abb. 4 gezeigte oberste Boden hat einen gegen seine Mitte ansteigenden Bodenteil 6 mit einer Stauwand 7 außen, welche so hoch ist, daß sie den mittleren Teil des Bodenteiles 6 überragt. Die Stauwand 7 weist eine Mehrzahl Löcher 8 auf (Abb. 5), und auch die äußersten Windungen des Metallbandes 2 weisen eine Mehrzahl tfflnungeng auf, die ermöglichen, daß zwischen den einzelnen Windungen hängende Flüssigkeit durch die Öffnungen 9 und 8 austreten kann. Außerhalb und unterhalb des Bodenteiles 6 ist ein Ringboden 10 vorhanden, der ebenfalls aus einer Mehrzahl Wände besteht, die in einer Entfernung entsprechend der Viskosität der zu behandelnden Flüssigkeit zueiander angeordnet sind. Unterhalb des aus den beiden Teilen 6 und Io bestehenden Bodens befindet sich in der Kolonne wieder ein zweiteiliger Boden II, I2, wobei aber der Ringboden II höher angeordnet ist als der mittlere Boden I2, und gegen diesen Boden leicht abfällt, wobei wiederum eine Stauwand 13 die beiden Böden und I2 voneinander trennt. Die Stauwand 13 überragt den höchsten Punkt bzw. die äußerste Windung des Ringbodens II, weist aber eine Mehrzahl Durchlochungen rq auf, die ein Ausströmen von Flüssigkeit aus den inneren Windungen ermöglichen, damit der mittlere Boden 12 sich mit Flüssigkeit füllt. Die Stauwände 7 und I3 dienen nicht allein dazu, die Flüssigkeit über dem Bodenteil 6 bzm. über dem Ringboden 1 1 zu stauen, sondern auch als ueberlauf. Die aus dem Bodenteil 6 und dem Ringboden 10 unten austretende Flüssigkeit wird vom nächstunteren Boden 11, 12 aufgefangen und bleibt in diesem Boden hängen. Es ist selbstverständlich, daß die Höhe der beiden Bodenteile übereinander bzw. die Höhe vom Ringhoden 10 bis zum Überlaufrand der Stauwand 7 größer sein soll als der Gegendruck des aufwärts strömenden Gases.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Wärmeaustauschelement für Verdampfungs-, Kondensations- und Destillationszwecke mit einer Mehrzahl aufrechtstehender Bleche, die mit Zwischenräumen gegeneinander stehen, zwischen denen die zu behandelnden Gase oder Dämpfe hochsteigen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Mehrzahl aufrechtstehender, verhältnismäßig niedriger Wände mit so viel Zwischenraum unter sich angeordnet sind, daß ihre Adhäsionskraft ausreicht, die Zwischenräume mit einer in Wechselwirkung mit den zu behandelnden Gasen oder Dämpfen zu treten bestimmt&n Flüssigkeit in einer gewissen Höhe vollzusaugen, so daß dem Gasstrom ein förmlicher Flüs&igkeitsverschluß entgegengestellt ist und wobei die größte Entfernung von einer Wand zur nächstfolgenden der Viskosität der im Boden aufgehängten Verschlußflüssigkeit entspricht.
  2. 2. Wärmeanstauschelement nach Anaspruch 1 gekennzeichnet durch zwei Teilböden, von welchen der eine den andern umringt und der eine Teilboden mit Bezug auf den andern höher gelegen ist, wobei der höher gelegene Teilboden eine Stauwand aufweist.
DEN20650D 1921-11-25 1921-12-29 Waermeaustauschelement fuer Verdampfungs-, Kondensations- und Destillationszwecke Expired DE381444C (de)

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DEN20650D Expired DE381444C (de) 1921-11-25 1921-12-29 Waermeaustauschelement fuer Verdampfungs-, Kondensations- und Destillationszwecke

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DE (1) DE381444C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1156428B (de) * 1955-06-23 1963-10-31 Carl Georg Munters Offener Rieselkuehler
DE1299666B (de) * 1961-02-28 1969-07-24 Zemanek Jan Aus Kunststoff-Folie bestehender Rieseleinbau fuer Kontaktwaermetauscher

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1156428B (de) * 1955-06-23 1963-10-31 Carl Georg Munters Offener Rieselkuehler
DE1299666B (de) * 1961-02-28 1969-07-24 Zemanek Jan Aus Kunststoff-Folie bestehender Rieseleinbau fuer Kontaktwaermetauscher

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